Neeneeneenee!
Das:
Lieber Fritz, hier bist Du wahrscheinlich auf dem woodway.
lieber Alexander, meinen oft manche Leute! But I am heavy on wire!
hängen und henken sind zwei ganz verschiedene Wörter.
Das glaubst du, aber nach Kluge gilt:
_ henken
schwaches Verb erweiterter Standardwortschatz obsolet (11. Jh.),
mhd. henken, ahd. henken „kreuzigen“ Stammwort.
Mit der (unregelmäßig bewahrten) Geminate vor altem j. Das Wort ist dann gegenüber der Variante hängen (trans.) differenziert worden; heute meint man mit henken nur noch „einen Menschen (als Todesstrafe) aufhängen“; entsprechend Henker, das aber zu „Scharfrichter“ verallgemeinert wurde._
Angstmann (1928), 28-31;
Lühr (1988), 364f.
_ hängen
schwaches Verb Standardwortschatz (9. Jh.),
mhd. hAhen Vst., ahd. hAhan, as. hAhan Stammwort. Aus g. *hanh-a- Vst. „hängen“ (intr.), „hängen lassen“, auch in gt. hAhan, anord. hanga, ae. hOn, afr. huA.
Das Präsens ist wie bei fangen nach den Formen mit grammatischem Wechsel ausgeglichen worden und hat sich dabei mit einem alten Zustandsverb hangen „hängen“ (intr.) vermischt. Dieses in mhd. hangen, ahd. hangen, as. hangon aus g. *hangä- Vsw. „hängen“ (intr.), auch in gt. hAhan mit Beseitigung des grammatischen Wechsels, anord. hanga (vermischt mit dem starken Verb), ae. hangian, afr. hangia, hongia. Die Vermischung hat dann auch auf das alte Faktitivum („hängen“ trans.) übergegriffen: mhd. hengen, ahd. hengen, anord. hengja, afr. hingia (zu einer Variante davon s. unter henken). Das starke Verb führt zurück auf ig. *Konk- „hängen“, dessen Ausgangsbedeutung außer im Germanischen nur noch im Hethitischen (heth. gank- „hängen, wägen“) erscheint. Außerdem in übertragener Bedeutung „schwanken, unsicher sein/lassen“, die auch im Gotischen auftritt („in Unsicherheit lassen“), l. cUnctArI „zögern, schwanken, zweifeln“, ai. sáNkate „zweifelt, befürchtet, ist vorsichtig, mißtrauisch, sorgt sich“. Der weitere Anschluß an Wörter für „Haken u.ä.“ (Pokorny [1959/69], 537f.) wäre semantisch ansprechend (gewissermaßen „etwas aufhaken“, „etwas ist am Haken“), verträgt sich aber nicht mit der Flexion eines Primärverbs und muß deshalb aus morphologischen Gründen außer Betracht bleiben. Abstraktum: (An-, Ab-, Aus-, Um-)Hang; Nomen agentis: (An-)Hänger; Kollektivum: Gehänge; Adjektive: (an-, ab-)hängig, anhänglich; Konkretum: Anhängsel.
Ebenso nndl. hangen, ne. hang, nschw. hänga, nisl. hanga; Abhang, abhängig, anhängig, Hai, Hang, Henkel, henken, Verhängnis._
Rißleben, F.: Die Geschichte der Verbalgruppe „hAhan - hangen - hengen - henken“ (Diss. Greifswald 1931);
Seebold (1970), 249f. indogermanisch
Es trat zwar eine Differenzierung ein, aber wenn man das Etymologieprinzip ernst nimmt, …
As I häbs gsait bevore!
Da mag deine Tastatur reagieren wie sie will.
Fritz