Liebe/-r Experte/-in,
ich habe bereits einen Streifen VSG mit weissmatter Folie von ca. 15 cm Breite an einem Dachüberstand meines Hauses verbaut. Die Scheiben wurden auf der Mittelachse gebohrt und mit Glaspunkthaltebeschlägen an einer Unterkonstruktion befestigt.
Nun würde ich das Prinzip gerne auch auf der Rückseite meines Hauses übernehmen und Glas als „Decke“ bzw. Dachuntersicht über meinem Balkon anbringen. Dazu würden die Glasflächen allerdings ca. 1,5 m lang und in der Breite vielleicht ca. 60 cm. Die Unterkonstruktion würde ich ebenfalls ausloten und mit Glaspunkthaltebeschlägen versehen und das Glas entsprechend bohren lassen.
Nehmen wir an ich würde diese Dimensionen an Einzelplatten (Haus ist 6,5 m breit)verwenden, in welchen Abständen und vor allem wie viele Glashalter sollte ich einsetzen?
Wie dick sollte ich das VSG wählen? Es ist keiner Schneelast ausgesetzt - es geht hierbei lediglich um die Vermeidung des Durchhängens und des Bruchs beim Arbeiten der Unterkonstruktion.
Freue mich auf Ihre Antwort.
Thorsten
Hallo Thorsten,
zunächst einmal vielen Dank für deine Anfrage. Du hast deine Konstruktion zwar recht genau beschrieben, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe. Grundsätzlich bin ich bei Überkopfverglasungen immer recht vorsichtig.
Wenn Du VSG im Überkopfbereich einsetzen möchtest, würde ich immer auf Mehrfachfolien (mind. 2 Folien=0,76) zurückgreifen. In Bezug auf die Halter würde ich mindestens 8 Stück pro Scheibe einsetzen. Ich würde Dir aber trotzdem den Tipp geben, eine Glaserei in deiner Nähe aufsuchen und sie mit den Eckdaten bzw. idealerweise auch einer Zeichnung um Rat fragen.
Insbesondere im Überkopfbereich gibt es da einige Sachen, die man beachten muß. Per Ferndiagnose ist es sehr schwer, die richtigen Aussagen zu machen. Ich hoffe, ich konnte Dir erst einmal etwas weiterhelfen. Wenn Du noch weitere Fragen haben solltest einfach mailen.
Viele Grüße und frohe Ostern
Jörg
Hallo Jörg,
im Prinzip denke ich, daß Du mein Vorhaben richtig verstanden hast. Allerdings habe ich schon befürchtet, daß ich zumindest 8 Halter pro Scheibe brauche. Das macht bei fast 10 Scheiben in der Breite optisch einen schweizer Käse. Ich hatte mir eigentlich gewünscht, daß man die Befestigungsweise so wenig wie möglich erkennt und hauptsächlich das Glas sieht. Ich denke, daß man vielleicht auch etwas mit solchen Profilen von Rasterdecken machen könnte, aber ob diese das Gewicht tragen bezweifle ich. Außerdem müßten die Profile innen wenigstens mit Vorlegeband beklebt werden. Drittens müßte ich sicherlich die Profile so weit vom Dachgebälk abhängen, daß ich mit den Scheiben diagonal in die Felder hinein kann um sie von oben in die Profilfälze abzulegen.
Naja mal sehen was der Glaser sagt.
Thorsten
Daß ich allerdings zwei Folien nehmen soll überrascht mich. Habe gerade ein Vordach aus 2 x 8mm TVG in Auftrag gegeben und das hat auch nur 1 Folie. Und das Vordach hat halt noch Schneelast zu tragen, was die Dachuntersicht nicht hat.
Hallo, icfh verstehe nicht ganz für was sie Gläser gut sein sollen, aber ist egal.
Die Gläser sind ca. 600 x 1500 mm, aufgeschraubt auf eine Unterkonstruktion.Offenbar ist es eine überkopf-Verglasung.
Für diese Grösse würde ich sagen VSG aus 2 x 4mm Floarglas, Folie 0.76 mm, Total ca. 9 mm, ergibt ein Gewicht von ca. 20 Kg.Verschraubung sollte genügend sein: auf den Längsseiten je 3 Löcher, min. 30 - 35 mm vom Rand bis Mitte Loch. Das genügt ganz sicher.Achten Sie darauf dass die Schrauben durch einen Kunstoffchen vom Glas getrennt sind ( kleines Kunststoffröhrchen über die Schraube stülpen. Die Berührung Glas mit Metall ist Gift und kann zu Glasbruch führen.Wichtig ist dass die Verschreubung in der Unterkonstrukzion gut verankert ist und die U-Konstruktion ebenfalls gut verankert ist.
Habe ich Sie richtig verstanden…? wenn Nein, bitte nochmals Rückfragen.
Viel Glück
hr.hunziker
Hallo Nr. Hunziker,
im Prinzip muß ich eine Dachuntersicht schließen. Da es nicht die passend breiten Kunststoffpaneele gibt, bin ich zunächst auf Alubond-Platten bzw. Faserzementplatten gekommen. Bis ich diese allerdings gekauft habe (teurer Quadratmeterpreis) und als Schreiner die mir fehlende Baustofftrennsäge bzw. ein passendes Aluminiumkreissägeblatt gekauft habe, dachte ich mir kann ich auch das Design an meinem Haus mit Glas fortsetzen.
Dabei ist es noch offen, wie die Befestigung überkopf aussehen soll. Beim Googlen habe ich zwei drei Fotos eines Büros mit Galerie gesehen, da lag das Glas jeweils an den Enden auf einem gepolsterten Winkel. Aber das Glas auf den Fotos war sogar dreilagig und ich schätze es kleiner als meine geplanten Maße ein. Die Dreilagigkeit macht das natürlich zunächst unnötig schwer fürs Dach und dann teuer und unrentabel in der Anschaffung für meinen Zweck. Aber diese Lösung würde eben die geringste optische Beeinträchtigung am Projekt zeigen.
Deshalb inzwischen meine Frage, ob es noch z.B. andere Lösungen ähnlich der Rasterdecken der Deckenbauer gibt, in die man Glas einlegen kann. Dabei sollten aber Rahmenkonstruktionen zumindest von 1500 x 650 möglich sein und nicht, daß ich meine Glasfelder nochmals längs unterteilen muß. Ich stelle mir vor, daß die Profile aber etwas stabiler sein müßten, als die der Deckenbauer oder können diese solche Gewichte tragen. Ein großer Nachteil dieser Lösung wäre allerdings, daß ich die Dachuntersicht unnötig weit herab hängen müßte, um ein Bestücken mit Glas gewährleisten zu können.
Ich bin am Grübeln.
Thorsten
Hallo Thorsten,
bei den Haltern kann man ja eventuell versenkte Halterungen nehmen (sind aber meines Wissens nach teurer).
Bei den „Rasterdecken“ hast Du die Eckpunkte ja schon selbst genannt. Was die Profile von der Gewichtsgelastung her vertragen, kann ich Dir nicht sagen, ich weiß aber das solche Glasdecken schon realisiert wurden. Allerdings waren die Scheiben auch nicht sehr groß. Ich meine das die Decken im normalen Rastermaß gemacht wurden. Beim Vorlegeband bei dieser Lösung müßtest Du darauf achten, das kein normales einfaches Vorlegeband verwendet wird, das drückt sich nachher auf Null zusammen. Beim Abstand ist es wirklich wichtig, das Du die Scheiben auch einlegen kannst. So eine Problematik hatte ich auch einmal, das die Scheiben an die Aufhängungen gestoßen sind.
Mit den zwei Folien ist es vielleicht etwas irreführend beschrieben. Beide Folien sind natürlich zu einer einzelnen, dickeren Folie zusammen „verbunden“ worden. Das wird wahrscheinlich auch bei deiner Scheibe der Fall sein, schau mal auf die Bezeichnung. Manchmal heißt es 0,76´er Folie, manchmal z.B. 8/8-2, wobei die 2 für die beiden Folien steht.
Der Glaser sollte Dir aber auch da weiterhelfen können.
Viele Grüße
Jörg
Hallo Thorsten,
diese Frage ist so nicht zu beantworten.
Wie dick (Glas und Folie) ist der Aufbau bisher gewesen?
Und was wenn die gemachten Angaben falsch sind?
Eine Glasscheibe abstürzt?
Jemand verletzt wird?
Entweder ein Statiker rechnen lassen (ist wahrscheinlich zu teuer) oder selbst eine kleine Versuchsanordnung mit 4 oder 6 Schrauben basteln …
.25cm…50cm…50cm…25cm
|…|25cm
|…o…o…o…|
|…|
|…|60cm
|…|
|…o…o…o…|
|…|25cm
…150cm
Das sollte für einen Test so OK sein.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Hallo Martin,
ich werde zunächst mal meinen Glashändler mit der Frage bemühen und sehen was der vorschlägt.
Thorsten