VW Bora: Ölmengensensor mit Motorhaube gekoppelt?

Hallo,

mal eine ganz merkwürdige Beobachtung. Es ist mir jetzt schon zuum zweiten Mal an meinem Bora folgendes aufgefallen: Warnleuchte für zu wenig Öl leuchtet seit ein paar Tagen konstant gelb (man hat halt nicht immer gleich Zeit zum Nachfüllen). Nach Öffnen der Motorhaube (ohne mit dem Öl zusammenhängende Aktivitäten im Motorraum) ist die Warnleuchte wieder für einige Tage aus. Da es mir jetzt zweimal passiert ist, und sonst noch nie die Leuchte wieder von selbst dunkel geblieben ist, wenn einmal angegangen ist, glaube ich nicht mehr an einen Zufall. Nur, wie kann dies zusammenhängen? Und wozu sollte dies gut sein ?

Gruß vom Wiz

Hi,

ich kenne das Auto zwar nicht vermute aber folgendes:
Der Ölstandssensor schlägt zunächst nur in außergewöhnlichen Lagen des Autos an - steil bergauf/bergab, in der Ebene ist dann wieder genug da. Um ein Flackern der Leuchte zu verhindern und den Fahrer zur Kontrolle zu veranlassen wird der Zustand gespeichert (dauerndes Leuchten).
Mangels entsprechender Sensoren am Ölmessstab bzw. am Öleinfüllstutzen wird für die Rückstellung des Signals der Sensor an der Motorhaube verwendet, da der Konstrukteur dann einfach annimmt, der Fahrer hätte auch den Ölstand geprüft.

LG
Stuffi

Ursache kann aber auch ganz banal sein: Eine schlechte Masservebindung kann die Warnlampe aktivieren und durch die Erschütterung durch das Schließen der Haube ist der Misskontakt erstmal wieder behoben.

Sowas hatte ich bei meinem Omega mal mit einem zweitweise nicht funktionierenden vorderen rechten Blinker *grusel

Gruß

HM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Stuffi,

ich kenne das Auto zwar nicht vermute aber folgendes:
Der Ölstandssensor schlägt zunächst nur in außergewöhnlichen
Lagen des Autos an - steil bergauf/bergab, in der Ebene ist
dann wieder genug da. Um ein Flackern der Leuchte zu
verhindern und den Fahrer zur Kontrolle zu veranlassen wird
der Zustand gespeichert (dauerndes Leuchten).

Ich kenne das vom Ölstandssensor an meinem W124 folgendermaßen: Wenn der Sensor einen zu niedrigen Ölstand mißt, brennt die Leuchte, solange die Zündung eingeschaltet ist. Wenn dies z.B. bei einer Bergabfahrt passiert leuchtet die Kontrolleuchte also solange weiter, bis der Motor abgestellt wird. Im Handbuch steht dazu, daß man beim nächsten Tanken (das kann dann also auch noch gut 750 km weiter sein) den Ölstand kontrollieren sollte. Ein Flackern der Leuchte wie bei der Warnleuchte für niedrigen Kraftstoffstand ist also so nicht möglich.

Mangels entsprechender Sensoren am Ölmessstab bzw. am
Öleinfüllstutzen wird für die Rückstellung des Signals der
Sensor an der Motorhaube verwendet, da der Konstrukteur dann
einfach annimmt, der Fahrer hätte auch den Ölstand geprüft.

Das ist sicherlich eine Lösung, wie man das sensieren kann. Ist aber nicht erforderlich, wenn der Sensor wie oben beschrieben funktioniert. Wenn die Kontrolleuchte auch nach dem Abstellen und erneuten Starten noch brennt, dann sollte man wirklich mal den Ölstand peilen. Andere Möglichkeit: Sensor ist defekt und muß ausgetauscht werden.

Bis denn dann,

Felix

HAllo,

da könnte was dran sein an der Theorie mit der Flackervermeidung und Rückstellung nach Öffnen der Haube. Es ist tatsächlich nämlich so, dass die LeuCHte angeht, anbleibt und auch nach Abschalten der Zündung wieder angeht und auch an bleibt, bis dann eben die Klappe geöffnet wird. Dann geht die Lampe erst wieder nach ein paar Tagen an und bleibt es auch wieder. Vorstellbar wäre es also, dass das eigentliche auslösende Ereignis tatsächlich nur bei besonders ungünstiger Fahrzeuglage einmal und nur ganz kurz vorgekommen ist, dieser Zustand dann aber gespeichert worden ist und erst wieder mit Öffnen der Klappe gelöscht wird. Dann dauert es eben wieder so lange, bis man den Wagen mal wieder so ungünstig gestellt hat, dass der Sensor reagiert.

Besten Dank!

Gruß vom Wiz

MOD: Tippfehler korrigiert, da evtl. mißverständlich (DL) „Leute“ --> „LeuCHte“