VW Lupo (6X1/6E1) Fahrertür, Scharnierbefestigung

Liebe Auto- und (hoffentlich) Werkstattkundige,

ich fahre oben benanntes Auto. In einer Meisterwerkstatt wurde mir gesagt, dass für die ordnungsgemäße Befestigung der Scharniere von innen -laut Auskunft bei VW- die Demontage des Armaturenbrettes erforderlich sei. Wie kann ich herausfinden ob das stimmt? Der Meister hatte eine beeindruckende Menge von Fotokopien mit mir unverständlichen Zeichnungen. Es hätten auch vergrößerte Teile eines Schnittmusterbogens für die Fertigung eines Abendkleides sein können, ich hätte den Unterschied nicht erkannt. Nun will ich dieser Werkstatt keineswegs Derartiges unterstellen, meine Frage hat einen anderen Hintergrund.

Der Lupo musste im Februar eine neue Fahrertür bekommen, da er von einem LKW touchiert wurde. Auf der Rechnung über diese Reparatur tauchen zwar Posten wie Rohtür, Scharniere, Stifte und Tralala auf, aber bei der Arbeitszeitaufschlüsselung ist von einer Demontage des Armaturenbrettes nicht die Rede.
Meine Befürchtung geht dahin, dass die erste Reparatur nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde und deshalb kaum zehn Monate später die Fahrertür „hing“. Und als ich das in Ordnung bringen lassen wollte die Reparatur sich Stück für Stück als immer aufwendiger (mehr Teile, kompliziertere Arbeit -----> höherer Zeitaufwand = höhere Kosten) herausstellte.

Sollte das so sein, würde sich natürlich schnell die Frage der Gewährleistung (auf die Unfallreparatur) stellen. Falls sich das in dieser Eindeutigkeit seitens der hiesigen Werkstatt überhaupt sagen lässt. Ich hatte nicht die Möglichkeit den Lupo in der Werkstatt, die den Unfallschaden beseitigt hat, vorzustellen. 750 Kilometer sind mir dafür einfach zuviel. Bisher ging ich immer davon aus, dass diese vielen Kilometer mir die Inanspruchnahme der Gewährleistung ohnehin unmöglich machen würde. Der Werkstattmeister sagte mir aber nun, dass dies keineswegs so sein müsse. Gerade bei Fahrzeugen kann es doch immer mal vorkommen, dass man fern der Heimat reparieren lassen müsse, und dass es ab einer gewissen Grenze nicht mehr zumutbar sei, die ausführende Werkstatt aufzusuchen. Weiß dazu vielleicht auch jemand Näheres/Genaueres?

Über fachliche Antworten freut sich
Renate
die auch noch freundlich grüßt

Liebe Auto- und (hoffentlich) Werkstattkundige,

ich fahre oben benanntes Auto. In einer Meisterwerkstatt wurde
mir gesagt, dass für die ordnungsgemäße Befestigung der
Scharniere von innen -laut Auskunft bei VW- die Demontage des
Armaturenbrettes erforderlich sei. Wie kann ich herausfinden
ob das stimmt?

Renate, das stimmt tatsächlich. Mit diesem Murks habe ich mich mit der Werkstatt (VW) und parallel dazu mit dem Hersteller (VW) verbal und schriftlich über Wochen gebrügelt. Am Ende haben wir die drei Polo (Dienstwagen) verkauft.
Die Scharniere sind schon ab Werk viel zu schwach ausgelegt.

Gerade bei Fahrzeugen kann es
doch immer mal vorkommen, dass man fern der Heimat reparieren
lassen müsse, und dass es ab einer gewissen Grenze nicht mehr
zumutbar sei, die ausführende Werkstatt aufzusuchen. Weiß dazu
vielleicht auch jemand Näheres/Genaueres?

In aller Regel ist es so (VW) das bei nacharbeiten usw. die jetzt ausführende Firme mit der vorherigen Firma verhandelt, die Kostenübernahme abklärt und dann die Arbeiten ausführt.

Über fachliche Antworten freut sich
Renate
die auch noch freundlich grüßt

Hallo Wolf,
vielen Dank für deine Antwort.

Am Ende haben wir die drei Polo (Dienstwagen) verkauft.

Ich vermute, dass es hier keine Rolle spielt, dass ich einen Lupo fahre, die werden wohl bei diesen Teilen gleich sein?

Die Scharniere sind schon ab Werk viel zu schwach ausgelegt.

Mmmhh, das mag sein, ist hier aber nicht wichtig, es gab ja bis zu dem LKW-Unfall kein Problem mit der Tür. Ich versuche herauszufinden, ob die Tatsache, dass aus der Rechnung nicht hervorgeht, dass am Armaturenbrett gearbeitet werden musste, hervorgeht, dass der Türeinbau nicht sachgerecht erfolgte

In aller Regel ist es so (VW) das bei nacharbeiten usw. die
jetzt ausführende Firme mit der vorherigen Firma verhandelt,
die Kostenübernahme abklärt und dann die Arbeiten ausführt.

Auch diese Möglichkeit konnte ich nicht nutzen, bzw. nicht in der Form. Ich brauche das Auto beruflich und hätte eine derartige „Vorher-Abklärung“ nicht abwarten können. Zumal die Werkstatt ganz bestimmt Ärger gemacht hätte und sich ziemlich sicher geweigert hätte. Und der Lupo hätte dann letztlich doch repariert werden müssen, da konnte ich auch gleich Auftrag erteilen.

Nein, wenn ich da Geld wiedersehen will, werde ich die verklagen müssen. Dann kann ich ja auch gleich nochmal über die „Standgebühr“ von um die 300€ (und den Flug nach Berlin von fast 200€) nachdenken, die nur erforderlich wurden, weil die Werkstatt mich als Laien mit ihrem Geschwurbel über „Verzichtserklärung“ und „nach einer so großen Reparatur ist eine Einweisung erforderlich. Man gibt das Fahrzeug nur an den Besitzer heraus, nicht an jemand anderen, das macht man einfach nicht“ so beeindruckt haben, dass ich mich nicht getraut habe darauf zu bestehen, meinem Bruder das Auto auszuhändigen (gegen Vollmacht selbstverständlich!!) und fertig. Ich hätte es früher zurückgehabt, keinen Flug nach Berlin gebraucht, und die hätten keine Standgebühr kassieren können. Aber so ist es eben: Werkstatt und Frau, rechtsunkundig, alles auf die Entfernung/telefonisch, und auf sich allein gestellt. Dann kommt sowas dabei raus.
Auf der Rechnung steht ein Posten „Glassplitter entfernt“, ich habe noch mehrere ca. 1€-Stück große gefunden. Und das nicht in irgendeiner hintersten Ecke, man brauchte nur den Fahrersitz hochklappen.
Die Lackierarbeiten wurden in der hiesigen Werkstatt als „saumäßig“ bezeichnet.
Ich bin halt am Überlegen, ob ich mit dem Lupo und der Rechnung zu einem Gutachter fahre um auch die restlichen Posten kontrollieren zu lassen. Bleibe ich auf diesen zusätzlichen Kosten sitze, bzw. erreiche nichts damit, wäre das natürlich ziemlich Sch**** na ja, eben blöd.

Vielleicht hat ja der ein oder andere noch einen Tipp für mich?

Freundlichen Gruß „aus’m Länd’le“ (wie es hier heißt)
Renate

Hallo Renate!

Vielleicht hat ja der ein oder andere noch einen Tipp für
mich?

Was die Werkstatt mit der saumässigen Lackierung eine VW-Vertragswerkstatt?

Grüße, Steffen!