In der letzten Zeit häufen sich bei mir Fälle, wo bei ca. 8 Jahre alten Autos von VW / Audi Bremsenprobleme auftreten.
Da klagen die Fahrzeughalter immer über ein „aufpumpbares“ Bremssystem.
Bei der Fehlersuche sehe ich meist einen Strahl Bremsflüssigkeit am hinteren Bremssattel austreten,(wenn man die Bremse betätigt), da wo die Bremsleitung mit einer Hohlschraube + Aluminiumdichtungen am Bremssattel aus Aluminium befestigt ist.
Das ist ja eine sehr gefährliche Konstruktion, um das mal milde auszudrücken…, oder anders ausgedrückt eine Fehlkonstruktion.
In meiner Lehrzeit habe ich solche Probleme bei alten DDR-Fahrzeugen aus den 70er Jahren oft beheben müssen. Da das Problem aber bekannt war, hat man dann schnell auf die Einschraubnippel umgerüstet.
Damals konnte man aber die kleinen Dichtringe problemlos wechseln.
Heutzutage wird aber das Gewinde der Hohlschraube scheinbar nachträglich aufgerollt, so dass man in dem Fall eine neue Bremsleitung incl. Dichtringe kaufen darf, was immer so 40 € in die Kassen von VW/ Audi spült. Oder vielleicht noch einen neuen Bremssattel dazu, (weil von den Alu-Dingern nach 10 Wintern mit Streusalz nicht mehr viel übrig ist).
Ich will mal Eure Meinung dazu lesen:
Ist das einfach nur die Dummheit der Entwicklungs-Ing´s, die in ihrem Leben noch nie einen Schraubendreher in der Hand hatten, und keine praktische Erfahrung haben,
oder kalkulierte Abzocke, so nach dem Motto: Wenn die Bremse defekt ist, MÜSSEN die Kunden ja in die Werkstatt.
Ich würde mal sagen, daß es teilweise auch an der Inkompetenz mancher Ingenieure liegt. Den Hauptgrund würde ich aber bei der Tatsache suchen, daß alles immer nur billig billig billig hergestellt werden muß.
Aus eigenen Erfahrungen weiss ich zumindest von der deutschen Automobilindustrie, dass dies die extremsten Preisdrücker sind. Da werden auch bei 10 EUR-Teilen beim Zulieferer noch Cent-Bruchteile rausgequetscht. Auf das einzelne Fahrzeug macht das für den Kunden wenig aus, aber bei den Stückzahlen steigt der Konzerngewinn.
Ausser wenn man es übertreibt und dann Rückrufaktionen starten muss.
aber das wundert Dich doch nicht ernsthaft, oder?
Das bestätigt doch nur das, was alle die auch mal an älteren Autos geschraubt haben längst wissen.
Heutzutage wird alles mögliche an Extras mit reingepackt aber die elementaren Elemente werden vernachlässigt, da wird gespart.
Dann doch wirklich lieber einen Opel Rekord aus den 70ern. Solide Technik und reparaturfreundlich. Dafür keine unnützen Teile.
Gerade VW „glänzt“ meiner Erfahrung nach immer mehr mit Pfusch ab Werk.
Der 3er-Golf war und ist eine Katastrophe. Mit meinen Erfahrungen beim Touran will ich nicht weiter langweilen
Ich habe letztens mit einem alten Werkstattmeister eines der grössten VW-Händler hier im Raum gesprochen. Der meinte das die Reklamationsquote bei Neuwagen ständig steigt.
Alles das Ergebnis der Geiz ist Geil Mentalität.
Der Wagen, der aus unserem Firmenwagenpool am meisten in der Werkstatt steht, ist aus dem Hause Audi.
bei Automobilherstellern gibt es ganze Abteilungen, die sich mit Kosteneinsparpotentialen bei den Zulieferern beschäftigen. Bei Werksbesichtigungen werden dann Einsparmöglichkeiten festgestellt und in Preisreduzierungen umgesetzt, unabhängig davon, ob sich die Einsparpotentiale auch praktisch umsetzen lassen.
Logischerweise müssen die Zulieferer dann Möglichkeiten finden, mit denen sie die vorgegebenen Preisreduzierungen auffangen können. Daran sollte man auch denken, wenn man im Autohaus die Preisverhandlungen mit einem 10%-igen Abschlag auf den Listenpreis beginnt.
Ich geb dir disbezüglich ja recht… nur frage ich mich natürlich ob das ohne Preisverhandlungen wirklich anders wäre.
Mit Blick auf die gossen Aktionäre der Konzerne die einfach nur die Maximaldividende wollen… eher nicht.
bei Automobilherstellern gibt es ganze Abteilungen, die sich
mit Kosteneinsparpotentialen bei den Zulieferern beschäftigen.
Bei Werksbesichtigungen werden dann Einsparmöglichkeiten
festgestellt und in Preisreduzierungen umgesetzt, unabhängig
davon, ob sich die Einsparpotentiale auch praktisch umsetzen
lassen.
Logischerweise müssen die Zulieferer dann Möglichkeiten
finden, mit denen sie die vorgegebenen Preisreduzierungen
auffangen können. Daran sollte man auch denken, wenn man im
Autohaus die Preisverhandlungen mit einem 10%-igen Abschlag
auf den Listenpreis beginnt.
Hier bin ich zwar auch der Meinung, dass der Kunde mit seiner Geiz-ist-geil-Mentalität eine Teilschuld an der sinkenden Qualität trägt, aber generell sollte es schon möglich sein, für 55.000 DM einen fahrtüchtigen und haltbaren Golf auf die Beine zu stellen…
Ich geb dir disbezüglich ja recht… nur frage ich mich
natürlich ob das ohne Preisverhandlungen wirklich anders wäre.
Mit Blick auf die gossen Aktionäre der Konzerne die einfach
nur die Maximaldividende wollen… eher nicht.
die meisten Aktionäre wollen allein schon aus steuerlichen Gründen steigende Kurse und nicht höhere Ausschüttungen.
Bei Autos verhält es sich nicht viel anders als bei den meisten anderen Produkten: Sie werden über den Preis verkauft. Hinzu kommen noch Image und Design und das war es dann auch schon. Nach der Qualität fragt - über das, was an Vorurteilen in den Köpfen vorhanden ist, hinausgehend - niemand.
Und so spart man dann 1,3 Cent an dem Einstellmechanismus für die Außenspiegel (fiel mir nur gerade ein, weil Du einen VW hast: Immer schön gemächlich die Spiegel verstellen, sofern nicht elektrisch betrieben) und wenn das Hebelchen dann abbricht, wird ein neues Plastikteilchen eingesetzt).
und wenn das Hebelchen dann
abbricht, wird ein neues Plastikteilchen eingesetzt).
Guter Witz
Du glaubst doch nicht allen Ernstes das es für einen Aussenspiegel noch Ersatzteile gibt. Da gibts einen kompletten neuen Spiegel aus dem Teileregal.
Auch die Ersatzteilvorhaltung kostet viel Geld. Und da reduziert man es gern auf sowenig Teile wie möglich.
Kleinteile fallen da aus dem Raster.
Bei dem SLK meines Schwagers sind an der Türverkleidung die kleinen Halterchen abgebrochen. Schlimm genug bei einem 3 Jahre alten, wenig gefahrenem Auto. Die Halterchen gibts aber nicht einzeln. Dafür eine komplette Türinnenverkleidung für 400,- Euronen.
Und wenn ich schon ein Neuteil kaufen muss, dann tue ich das sicher nicht beim Vertragshändler. Sorry, da ist Geiz nicht geil sondern Notwehr.
Aktuelles Beispiel:
Der Wagen meiner Mutter braucht einen neuen Kühler.
Originalpreis: 323,45EUR + Steuer
Internet: 94,50 incl. Steuer + 5,50EUR Versand.
Und die Kühler werden auch nur vom Hersteller zugekauft. In meinem Fall ist es sogar das gleiche Fabrikat.
Wenn die Hersteller da nicht bald reagieren gibts Probleme.
und wenn das Hebelchen dann
abbricht, wird ein neues Plastikteilchen eingesetzt).
Guter Witz
Du glaubst doch nicht allen Ernstes das es für einen
Aussenspiegel noch Ersatzteile gibt.
ich gebe nur einen Fall aus dem Bekanntenkreis wieder, der sich so vor einem guten Jahr zugetragen hat. Besonders schöne blaue Augen hat der Betreffende übrigens nicht.
ich gebe nur einen Fall aus dem Bekanntenkreis wieder, der
sich so vor einem guten Jahr zugetragen hat. Besonders schöne
blaue Augen hat der Betreffende übrigens nicht.
Lange blonde Haare, auffallend kurze Beinkleider?
Ok, ich habe es vielleicht etwas überdeutlich formuliert, aber ich muss immer wieder feststellen das es viele Teile einzeln nicht mehr zu kaufen gibt.
Ausser für den Käfer, da gibts noch fast alles
Ich will mal die finanziellen Interessen aussen vor lassen.
Dass die Hohlschraubenverbindung billiger ist, glaube ich nicht mal.
Ehr, dass man die schneller oder automatisch montieren kann.
Ich wundere mich nur, dass der TÜV bei jeder kleinen Porosität die Bremsschläuche anmeckert,
aber in dem aktuellen Fall von meinem Kunden ist die Bremsflüssigkeit im sichtbaren Strahl rausgespritzt. Sollte ja eigentlich nicht passieren,
weil das ein kleines bischen gefährlich ist, um das mal vorsichtig auszudrücken.
Einerseits wird man fast als assozial hingestellt, wenn man kein ABS und ESP im Auto hat,
andererseits wird sowas gebaut.
Das solche Alu-Dichtungen in der Bremsanlage nichts zu suchen haben, weiss ich seit meiner Lehrzeit, auch ohne Abitur und Ing-Ausbildung.
Andere wissen das scheinbar nicht.
Ich bin nur gespannt, wieviele Unfälle erst passiern müssen, bis es mal eine Rückrufaktion gibt…
Grüße, Steffen!
(der sich jetzt auch ein Auto gekauft hat, und entsetzt feststellen musste, das es da genauso ist)