Politik, Wachstum, Entscheidungen
Hi (hast Du keinen Namen?)
Und wo ist das Problem? Brauchen die keine Kenntnisse über
VWL? Ist es ein Nachteil, wenn diese Middle-Männer sich
gedanken über die möglichen Tragweiten ihrer Entscheidungen
machen?
Doch und das tun sie sehr wohl. Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Situation, wo der Kostendruck immens ist. Das führt zu verschärfter Einkaufspolitik, Druck auf Vertriebspersonal, Druck für alle Verantwortlichen von Kostenstellen, noch mehr zu sparen. Auch Druck auf die verfügbaren Arbeitsplätze. Diese Umstände sind keinem der Entscheidungsträger angenehm. Alle wollen mehr Enstpannung und können trotzdem nicht aus dieser Daumenschraube, weil die Konkurssituation greifbar ist. Nochmal, diese Tausende von Entscheidungsträgern können nicht anders handeln, leider …
Meine Andeutungen sind nicht nebulös, weil es keine
andeutungen sind. Jeder kennt die einrichtung des Lobbyisten
und weiss von Beziehungen wie Kohl-Kirch u.a. Die Aussage, daß
unternehmen keine politische entscheidungen treffen, mag alos
richtig sein, verschweigt aber, daß sie sie im wesentlichen
beeinflusssen. Wo du da Nebel siehst, weiss ich nicht.
Na, Kirch ist pleite. Die Unterstützung von Unternhemen wird von Politikern nur unzureichend genutzt. Man gerät leicht in eine ideologische Falle. Nützlich ist, was allen nützt. Persönliche Bereicherungen sind nicht die Spitze vom Eisberg, sondern die Ausnahmen. Politiker, fast immer nur Landesfürsten, die Unternehmen unterstützen, unterstützen letztlich ihr Bundesland. So wurde aus dem armen Bundesland Bayern, ohne viele Bodenschätze, der Technologie-Standort in Deutschland. Es wäre nun eine Perversion, die negativen Spitzen dieser Arbeit als symptomatisch anzusehen. Kirch hätte viel mehr unterstützt werden sollen. Die Übernahme im Medienbereich durch ausländische Investoren ist doch unübersehbar. Die haben sicher kein Interesse an der volkswirtschaftlichen Gesundung, Wohlstand und Vollbeschäftigung in Deutschland. Das kann nur durch gemeinsame Anstrengung aller im Lande, auch Unternehmen, Gewerkschaften und Politiker gelingen.
Aha, solange du keine besssere Erklärung hast, sind die
Erklärungen anderer falsch. Toll!!! Suppi!!! Und ausserdem
hast du nicht kapiert: solange FIRMEN ihre Gelder ins Ausland
packen können, müssen sie diese ja wohl trotz MISERABLER
Rahmenbedingungen verdient haben. Also halte ich das für die
übliche Propagandalüge, daß die Rahemnbdingungen in D schlecht
sind.
Deine Erklärungen sind in der Tat falsch. Legale Verlagerung von Geld ins Ausland, wenn es dort mehr Zinsen gibt, als Investitionen im eigenen Lande, ist menschlich doch vertretbar. Wer würde nicht so handeln? Es ist leicht, das Geld anderer zu forden, wenn man selbst keines hat. Das ist halt der Grundfehler in der Verteilungsdebatte, wenn man nicht versteht, wie Werte entstehen.
Mein Gott, wenn man dich hört könnte man meinen wir gehören zu
den ärmsten Ländern der Welt.
Das noch nicht, aber die Entwicklung geht in der Tat nach unten.
Wie kann Politik das BIP steigern?
Doch, durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese sind schlecht. Die Lohnnebenkosten zu hoch, die Tarife unflexibel, die Subventionen zu hoch, die Steuern könnten niedriger sein, um nur ein paar Punkte zu nennen.
gar nicht, das können nur die an der VWL Beteiligten
tun, daß sie das unter Massgaber der BWL tun ist ja ok. aber
ohne Betrachtung der Folgen ist das alles Dummheit was
passiert.
Weniger Dummheit, als ideologische Verklärung, und die Berücksichtigung falscher Lobbyisten.
Typisches Verhalten von Managern:
Wenn´s regenet geh ich nicht raus, ich gehe also auch nicht
raus, wenn´s regnen könnte, es hat jetzt schon 3 Tage nicht
geregnet, also werde ich nicht rausgehen, weil die
Wahrscheinlichkeit,daß es regnet sehr hoch ist, außerdem hatte
es heute schon in Japan und gestern abends in Amerika
geregnet, zudem ist unser gesamter Bereich eher Regengebiet,
so daß von der Regenriskobetrachtung es eigentlich so sein
sollte, daß wir nie mehr rausgehen.
Du umschreibst da ein Verhalten, daß ich durchaus kenne. Mut und Entscheidungswille fehlen bei Managern oft. Pläne sind zu kurzfristig und selten langfristig. Die Hauptprobleme, die zu diesem Verhalten führen, sind aber IMHO wieder die Rahmenbedingungen, die einfach nicht passen, um visionäre Wachstumspläne zu verwirklichen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
die Regierung sollte endlich was tun, damit wir wieder
rausgehen können!
Die Regierung könnte viel mehr unterstützen, daß ist wohl wahr. Die Möglichkeiten sind noch längst nicht ausgeschöpft. Die Lage ist aber derzeit unüberschaubar: Der Steinhuber-Koch-Pakt, das Herzog-Papier der Union, die unterschiedlichen Auffasungen Merkel-Stoiber dazu, Schröder, seine Rücktrittsdrohungen, linke Spinner bei SPD und Grünen, hier wird mittelfristig wenig Unterstützung zu erwarten sein, leider …
Daß dein Prof gut war, will ich ja nicht bestreiten, aber
hatter er Lehrerfolg bei dir?
Ich denke schon. Die wirtschaftlichen Zusammenhänge sind mir im Prinzip klarer, als dem Durchschnitt. Trotzdem hat die VWL für mein täglich Brot eine eher untergeordnete Bedeutung, weil sie eben nicht gestaltet, sondern beschreibt.
Gruß
Klaus