VWL: wer finanziert VWLer?

guten tag,

wer „finanziert“ (gönnt sich) „Volkswirtschaft“? Wenn ich der Definition nachgehe, was VWL beinhaltet, und danach in die Praxis (sprich aus dem Fenster schaue; salopp gesprochen) dann hat die VWL versagt, oder sollte sie versagen…?

danke für die Aufklärung
gruss dirk

Hallo Dirk,

VWLer arbeiten entweder bei irgendwelchen Instituten oder aber in Großunternehmen (Autohersteller, Banken usw.).

Bei Ersteren sollen sie objektiv ermitteln (hier würde mich die Finanzierung tatsächlich mal interessieren „wes brot ich ess…“), bei letzteren dürfte wohl er das Wohl des Arbeitgebers (wie verkaufe ich mehr…) im Vordergrund stehen.

Grüsse

Sven

ich danke dir sven!

also handelt es sich hier - um eine dreiste Luftnummer - und nicht um einen fundierten Ausbildungsberuf, denn es werden ja Illusionen erstellt, die beim Zuwerfen mit Sand umso Illusionärere Ergebnisse liefern… die der Kunde dann in Form von erheblich überteuerten Leistungen (hier KFZ) erwirbt.

gruss dirk

Wer den Schaden hat …
Meine Herren!

Die Volkswirtschaftslehre ist die ältere Wissenschaft und war früher die eigentliche Wirtschaftwissenschaft. Wichtige Erkenntnisse lieferten hier zB Keynes, der eigentlich Arzt war und die Ähnlichkeit des Blutkreislaufes mit dem Wirtschaftskreislauf, also die Waren- und Geldströme erkannte. Mit der Industrialisierung und dem Bedarf an Ingenieuren, entstanden die Ingenieurschulen. In Folge der Insolvenzen erkannte man aber, daß neben Technikern auch Wirtschaftler benötigt wurden. So entstand die Betriebswirtschaftslehre aus entsprechenden höheren Handelsschulen. Die universitäre Weihung dieser Disziplin erfolgte viel später.

Warum aber erfreuen sich die BWLer eines solchen Erfolges und die VWLer werden hier zunehmend dem Gespött ausgesetzt? Das läßt sich nicht so einfach beantworten. Der Betriebserfolg läßt sich relativ leicht beschreiben. Es muß ein Profit erwirtschaftet werden. Auch ex post kann man mittels dieser jungen Wissenschaft erklären, warum ein bestimmtes Unternhemen erfolgreich war oder eben nicht.

Wie ist das aber mit unserer Volkswirtschaft? Sollten nicht auch hier die Erkenntnisse unzweifelhaft sein? Ich erinnere mich an einen TV-Talk mit Lafontaine, einem Chef-Volkswirten einer Großbank und anderen illustren Gästen. Die volkswirtschaftlichen Erkenntnisse Lafontaines waren hahnebüchen! Trotzdem bekam er ständig Applaus. Den Ausführungen des Volkswirten konnte vermutlich niemand so recht folgen. Volkswirtschaft wird also von Menschen vergewaltigt, die Wahlen gewinnen wollen. Es bleibt die Erkenntnis: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Klaus

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… ist selbst ein Schwein:wink:
Mein Herr,

ich stimme Ihnen vollstens zu, wobei ist bezweifle, dass ein Betriebswirt ohne volkswirtschaftliche (sprich mikro- und makroökonomische) Theoriekenntnisse marktwirtschaftlich geeignet ist:wink: Dass vielen Betriebswirten die Volkswirtschaftslehre zu theorielastig und „mathematisch“:wink: ist, ist hier leider ein Faktum, das nicht wegzudiskutieren ist.

Festzustellen ist dies z.B. in Diskussion mit Betriebswirten selbst auf Top-Management-Niveau, deren Theorie-Reichweite meist nicht über die nächsten (betriebswirtschaftlichen) Quartalszahlen hinausreicht, was ihre vehement vorgetragenen Vorschläge zur „Gesundung“ des von ihnen beeinflussten Standorts nicht eben kompetenter macht im Vergleich zu den Politikern…

Spöttelnde Grüße
Jürgen

bleiben wir sachlich!
Sehr geehrter Herr Wilhelm,

ich stimme Ihnen vollstens zu,

Danke, ich werte Ihren Beitrag ebenfalls zustimmungsfähig, möchte wohl doch einige Kommentare abgeben:

wobei ist bezweifle, dass ein Betriebswirt ohne volkswirtschaftliche
(sprich mikro- und makroökonomische) Theoriekenntnisse
marktwirtschaftlich geeignet ist:wink:

Aus diesem Grunde ist die VWL ja immer ein wichtiger Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Ausbildung. Im umgekehrten Fall schaut der Volkswirt im Rahmen seines Studiums doch eher angewidert auf die Erkenntnisse der „schnöden Profitlehre“

Dass vielen Betriebswirten die Volkswirtschaftslehre zu
theorielastig und „mathematisch“:wink: ist, ist hier leider ein Faktum,
das nicht wegzudiskutieren ist.

Theorie und Mathematik sind auch den Betriebswirten nich unbekannt. Allerdings sollte alles zielführend sein. Und gerade hier liegt doch der Hund begraben: Welche Zielführung hat denn die VWL, außer Zustände zu beschreiben? Beispiel: Ist eine Steuersenkung volkswirtschaftlich sinnvoll, ja oder nein? Wenn ja, dann senkt die Steuern, liebe Regierenden. Die Antwort eines Volkswirten ist: „kommt darauf an“, „möglich, aber…“, „ceteris paribus“ oder eine Gegenfrage: „bezogen auf welchen Effekt?“.

Wie sieht das für den Betriebswirten aus? Frage: „Sollen Steuern gesenkt werden?“ Antwort: „Ja!“

Festzustellen ist dies z.B. in Diskussion mit Betriebswirten
selbst auf Top-Management-Niveau, deren Theorie-Reichweite
meist nicht über die nächsten (betriebswirtschaftlichen)
Quartalszahlen hinausreicht, was ihre vehement vorgetragenen
Vorschläge zur „Gesundung“ des von ihnen beeinflussten
Standorts nicht eben kompetenter macht im Vergleich zu den
Politikern…

Ist doch logisch! Der Betriebswirt verifiziert alle politischen Fragestellungen ganz einfach: Nützt es meinen Unternehmen? Insofern lassen sich betriebswirtschaftlich geführte Unternehmen politisch leicht steuern. Beispiel: Wir wollen mehr Unternehmen in Niederaula. Was ist zu tun? Kein Problem: abenteuerliche Subventionen erfinden und so lange Steuererleichterungen zulassen, bis die Standortvorteile deutlich sind. Ein guter Betriebswirt ist der, der zu einem Unternehmenserfolg beiträgt. Tut er dies nicht, ist er weg vom Fenster. Was aber ist ein guter Volkswirt? Jemand, der die besseren Statistiken hat? Jemand, der das größere Sortiment an Fachbegriffen auf der Pfanne hat? Jemand, der durchaus auch Physik studieren kann und bei parteipolitischem Mißerfolg dann ein Buch schreibt? Es darf weiter gespöttelt werden!

Klaus

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Hallo Klaus, danke für deine ausführungen.

also ist der Job ja Goldeswert!!!

"… Volkswirtschaft wird also von Menschen
vergewaltigt, die Wahlen gewinnen wollen.

dirk

guten tag,

wer „finanziert“ (gönnt sich) „Volkswirtschaft“? Wenn ich der
Definition nachgehe, was VWL beinhaltet, und danach in die
Praxis (sprich aus dem Fenster schaue; salopp gesprochen) dann
hat die VWL versagt, oder sollte sie versagen…?

sagen wir es so:

VWL soltle das Instrument sein, mit dem man wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen und erklären kann.

Da aber die Firmen auf VWL verzichten merken sie nicht, daß wenn sie in der BRD die AN entlassen, daß diese dann kein Geld mehr haben ihre Produkte zu kaufen.

Das führt dazu daß die stagnierenden einnahmen nur dann noch die Gewinne für das Shareholdervalue hergen, wenn man die Kosten (AN-Anzahl) senkt.

du erkennst die Schraube? Unsere Unternhemensbosse nicht!

tja
gruss

nun die KLEINEN schon, denn die „dürfen“ noch - die Grossen nicht, denn die können nicht mehr dürfen, wenn sie dort oben kaltgesetzt werden…

du erkennst die Schraube? Unsere Unternhemensbosse nicht!

tja
gruss

Aufklärung
Hi local!

sagen wir es so:

VWL soltle das Instrument sein, mit dem man wirtschaftliche
Zusammenhänge erkennen und erklären kann.

Richtig und sie ist es auch!

Da aber die Firmen auf VWL verzichten merken sie nicht, daß
wenn sie in der BRD die AN entlassen, daß diese dann kein Geld
mehr haben ihre Produkte zu kaufen.
Das führt dazu daß die stagnierenden einnahmen nur dann noch
die Gewinne für das Shareholdervalue hergen, wenn man die
Kosten (AN-Anzahl) senkt.
du erkennst die Schraube? Unsere Unternhemensbosse nicht!

Das hat nichts mit mangelnden VWL-Kenntnissen zu tun. Ein Unternehmen kann keine politischen Entscheidungen treffen. Es kann nur den Unternehmensgewinn maximieren bzw. wie in diesen Tagen wohl eher der Fall: überleben! Was Du geschrieben hast, ist eine Lafontainsche Binsenweisheit, die auf Teilwissen basiert, aber allzu gerne wiederholt wird.

Im engeren Sinne beschäftigt sich die VWL mit der Allokation und Distribution der Ressourcen. Mit einfachen Worten: Die Erstellung von Werten und die Verteilung derselben. Wenn ich nur glaube, die Werte (in der aktuellen Diskussion: Geld und Arbeitsplätze) wären fix und müssen nur richtig verteilt werden, dann wären Deine Folgerungen schlüssig. Allerdings vergißt man dabei die Erstellung. Wer erstellt Arbeitsplätze, Produkte und damit Geld? Schröder? Falsch! Es sind die Unternehmen und damit die bösen Unternehmensbosse an der Spitze. Die brauchen allerdings entsprechende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, damit Wachstum möglich ist. Wenn die Wirtschaft wächst, dann wachsen auch Vermögen, Arbeitsplätze und die Kreativität, wie diese nun besser zu verteilen sind.

Bevor also die Unternhemensbosse mit Eier beworfen werden, weil sie ihrer volkswirtschaftlichen Verpflichtung nicht nachkommen, bitte nochmal nachdenken und möglicherweise die Eier in eine andere Richtung lenken!

Klaus

tja
gruss

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Das hat nichts mit mangelnden VWL-Kenntnissen zu tun. Ein
Unternehmen kann keine politischen Entscheidungen treffen.

Oho, da bist du aber auf dem Holzweg, was machen denn die hochbezahlten Lobbyisten? Das Geld im Puff ausgeben?

Es

kann nur den Unternehmensgewinn maximieren bzw. wie in diesen
Tagen wohl eher der Fall: überleben! Was Du geschrieben hast,
ist eine Lafontainsche Binsenweisheit, die auf Teilwissen
basiert, aber allzu gerne wiederholt wird.

Im Gegenzug könnte ich behaupten, daß das was du sagst die alte Antwort-Mär der Unternehmen ist. „die Politik ist schuld“ du findest in jedem Staat dieser Erde Unternehmen, die behaupten, daß in Ihrem Land die politischen Rahmenbedingungen schlecht sind. Aber gottsseidank gibt es ja sowas wie Guernsey, Jersey, Bahamas, wo sie dann ihre Millionen lagern können, die sie untern den schlechten Bedingungen verloren haben.

gruss

PS: Und wenn du die Folgen einer steigenden Arbeitslosigkeit mal in deinem VWL-Buch nachschlägst, wirst du auch Szenarien finden, die beschreiben, wie es weitergeht. Tu nicht so, als wäre alles VWL, bloß der Arbeitsmarkt und die Löhne hätten nix damit zu tun.

Wenn in einem Land das BIP sinkt, was passiert denn dann? Grüße an deinen VWL-Lehrer.

Guten Abend, lieber „local“!

Das hat nichts mit mangelnden VWL-Kenntnissen zu tun. Ein
Unternehmen kann keine politischen Entscheidungen treffen.

Oho, da bist du aber auf dem Holzweg, was machen denn die
hochbezahlten Lobbyisten? Das Geld im Puff ausgeben?

Ich weiß nicht, was sie mit Ihrem Geld machen. Ein Puff liegt manchen sehr, wie ich aus meiner Tätigkeit als Key-Account-Manager weiß. Allerdings habe ich weniger mit hochbezahlten Lobbyisten zu tun, als mehr mit Entscheidungsträgern im operativen Bereich, also eher Middle-Managment. Du scheinst mehr zu wissen. Dann laß uns doch bitte mehr dazu wissen. Nebulöse Andeutungen helfen nicht wirklich weiter.

Es

kann nur den Unternehmensgewinn maximieren bzw. wie in diesen
Tagen wohl eher der Fall: überleben! Was Du geschrieben hast,
ist eine Lafontainsche Binsenweisheit, die auf Teilwissen
basiert, aber allzu gerne wiederholt wird.

Im Gegenzug könnte ich behaupten, daß das was du sagst die
alte Antwort-Mär der Unternehmen ist. „die Politik ist schuld“
du findest in jedem Staat dieser Erde Unternehmen, die
behaupten, daß in Ihrem Land die politischen Rahmenbedingungen
schlecht sind. Aber gottsseidank gibt es ja sowas wie
Guernsey, Jersey, Bahamas, wo sie dann ihre Millionen lagern
können, die sie untern den schlechten Bedingungen verloren
haben.

Solange ich keine bessere Erklärung gefunden habe, bleibe ich dabei. Ich weiß nicht, was Vermögende mit Ihrem Vermögen machen. Wenn sie es lieber in Steueroasen horten, als es zu investieren, dann stützt das wohl eher meine Theorie, als Deine, oder?

PS: Und wenn du die Folgen einer steigenden Arbeitslosigkeit
mal in deinem VWL-Buch nachschlägst, wirst du auch Szenarien
finden, die beschreiben, wie es weitergeht. Tu nicht so, als
wäre alles VWL, bloß der Arbeitsmarkt und die Löhne hätten nix
damit zu tun.

Das habe ich nie behauptet. Die Antworten sind aber sehr einfach, weil die BWL eben keine politische Ausprägung hat, sondern immer aus ureigensten Motiven handelt. Eine Zentralverwaltungswirtschaft konnte sich im Wettbewerb nicht durchsetzen. Das ist keine Wertung, sondern ein Fakt. Löhne runter, Lohnnebenkosten senken, bringt Wachstum und eine volkswirtschaftliche Gesundung. Ganz einfach und im Ausland erfolgreich erprobt. Aus gewerkschaftlicher Sicht und für alle linken Romantiker natürlich ein Schlag in die Magengrube. Höhere Beschäftigung ist die Folge. Dadurch mehr Geld für die Binnennachfrage, höhere Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wettbewerb, mehr Investitionen und weniger Verlagerung von Geldern zur Steuervermeidung, kurz: eine volkswirtschaftliche Gesundung.

Wenn in einem Land das BIP sinkt, was passiert denn dann?
Grüße an deinen VWL-Lehrer.

Das kann man gekonnt vermeiden, wenn nur die Politik ein wenig meiner Thesen realisieren würde. Der Gruß würde dann an Professor Scheer, Universität Hamburg und Bonn gehen. Aber für meine Erkenntnisse war nicht er, sondern meine praktische Tätigkeit in der Wirtschaft verantwortlich.

Gruß
Klaus

Hi,

manchen sehr, wie ich aus meiner Tätigkeit als
Key-Account-Manager weiß. Allerdings habe ich weniger mit
hochbezahlten Lobbyisten zu tun, als mehr mit
Entscheidungsträgern im operativen Bereich, also eher
Middle-Managment.

Und wo ist das Problem? Brauchen die keine Kenntnisse über VWL? Ist es ein Nachteil, wenn diese Middle-Männer sich gedanken über die möglichen Tragweiten ihrer Entscheidungen machen?

Du scheinst mehr zu wissen. Dann laß uns

doch bitte mehr dazu wissen. Nebulöse Andeutungen helfen nicht
wirklich weiter.

Meine Andeutungen sind nicht nebulös, weil es keine andeutungen sind. Jeder kennt die einrichtung des Lobbyisten und weiss von Beziehungen wie Kohl-Kirch u.a. Die Aussage, daß unternehmen keine politische entscheidungen treffen, mag alos richtig sein, verschweigt aber, daß sie sie im wesentlichen beeinflusssen. Wo du da Nebel siehst, weiss ich nicht.

Solange ich keine bessere Erklärung gefunden habe, bleibe ich
dabei. Ich weiß nicht, was Vermögende mit Ihrem Vermögen
machen. Wenn sie es lieber in Steueroasen horten, als es zu
investieren, dann stützt das wohl eher meine Theorie, als
Deine, oder?

Aha, solange du keine besssere Erklärung hast, sind die Erklärungen anderer falsch. Toll!!! Suppi!!! Und ausserdem hast du nicht kapiert: solange FIRMEN ihre Gelder ins Ausland packen können, müssen sie diese ja wohl trotz MISERABLER Rahmenbedingungen verdient haben. Also halte ich das für die übliche Propagandalüge, daß die Rahemnbdingungen in D schlecht sind.

Das kann man gekonnt vermeiden, wenn nur die Politik ein wenig
meiner Thesen realisieren würde.

Mein Gott, wenn man dich hört könnte man meinen wir gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Wie kann Politik das BIP steigern? garnicht, das können nur die an der VWL Beteiligten tun, daß sie das unter Massgaber der BWL tun ist ja ok. aber ohne Betrachtung der Folgen ist das alles Dummheit was passiert.

Typisches Verhalten von Managern:

Wenn´s regenet geh ich nicht raus, ich gehe also auch nicht raus, wenn´s regnen könnte, es hat jetzt schon 3 Tage nicht geregnet, also werde ich nicht rausgehen, weil die Wahrscheinlichkeit,daß es regnet sehr hoch ist, außerdem hatte es heute schon in Japan und gestern abends in Amerika geregnet, zudem ist unser gesamter Bereich eher Regengebiet, so daß von der Regenriskobetrachtung es eigentlich so sein sollte, daß wir nie mehr rausgehen.

die Regierung sollte endlich was tun, damit wir wieder rausgehen können!

Der Gruß würde dann an

Professor Scheer, Universität Hamburg und Bonn gehen. Aber für
meine Erkenntnisse war nicht er, sondern meine praktische
Tätigkeit in der Wirtschaft verantwortlich.

Daß dein Prof gut war, will ich ja nicht bestreiten, aber hatter er Lehrerfolg bei dir?

gruss

Politik, Wachstum, Entscheidungen
Hi (hast Du keinen Namen?)

Und wo ist das Problem? Brauchen die keine Kenntnisse über
VWL? Ist es ein Nachteil, wenn diese Middle-Männer sich
gedanken über die möglichen Tragweiten ihrer Entscheidungen
machen?

Doch und das tun sie sehr wohl. Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Situation, wo der Kostendruck immens ist. Das führt zu verschärfter Einkaufspolitik, Druck auf Vertriebspersonal, Druck für alle Verantwortlichen von Kostenstellen, noch mehr zu sparen. Auch Druck auf die verfügbaren Arbeitsplätze. Diese Umstände sind keinem der Entscheidungsträger angenehm. Alle wollen mehr Enstpannung und können trotzdem nicht aus dieser Daumenschraube, weil die Konkurssituation greifbar ist. Nochmal, diese Tausende von Entscheidungsträgern können nicht anders handeln, leider …

Meine Andeutungen sind nicht nebulös, weil es keine
andeutungen sind. Jeder kennt die einrichtung des Lobbyisten
und weiss von Beziehungen wie Kohl-Kirch u.a. Die Aussage, daß
unternehmen keine politische entscheidungen treffen, mag alos
richtig sein, verschweigt aber, daß sie sie im wesentlichen
beeinflusssen. Wo du da Nebel siehst, weiss ich nicht.

Na, Kirch ist pleite. Die Unterstützung von Unternhemen wird von Politikern nur unzureichend genutzt. Man gerät leicht in eine ideologische Falle. Nützlich ist, was allen nützt. Persönliche Bereicherungen sind nicht die Spitze vom Eisberg, sondern die Ausnahmen. Politiker, fast immer nur Landesfürsten, die Unternehmen unterstützen, unterstützen letztlich ihr Bundesland. So wurde aus dem armen Bundesland Bayern, ohne viele Bodenschätze, der Technologie-Standort in Deutschland. Es wäre nun eine Perversion, die negativen Spitzen dieser Arbeit als symptomatisch anzusehen. Kirch hätte viel mehr unterstützt werden sollen. Die Übernahme im Medienbereich durch ausländische Investoren ist doch unübersehbar. Die haben sicher kein Interesse an der volkswirtschaftlichen Gesundung, Wohlstand und Vollbeschäftigung in Deutschland. Das kann nur durch gemeinsame Anstrengung aller im Lande, auch Unternehmen, Gewerkschaften und Politiker gelingen.

Aha, solange du keine besssere Erklärung hast, sind die
Erklärungen anderer falsch. Toll!!! Suppi!!! Und ausserdem
hast du nicht kapiert: solange FIRMEN ihre Gelder ins Ausland
packen können, müssen sie diese ja wohl trotz MISERABLER
Rahmenbedingungen verdient haben. Also halte ich das für die
übliche Propagandalüge, daß die Rahemnbdingungen in D schlecht
sind.

Deine Erklärungen sind in der Tat falsch. Legale Verlagerung von Geld ins Ausland, wenn es dort mehr Zinsen gibt, als Investitionen im eigenen Lande, ist menschlich doch vertretbar. Wer würde nicht so handeln? Es ist leicht, das Geld anderer zu forden, wenn man selbst keines hat. Das ist halt der Grundfehler in der Verteilungsdebatte, wenn man nicht versteht, wie Werte entstehen.

Mein Gott, wenn man dich hört könnte man meinen wir gehören zu
den ärmsten Ländern der Welt.

Das noch nicht, aber die Entwicklung geht in der Tat nach unten.

Wie kann Politik das BIP steigern?

Doch, durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese sind schlecht. Die Lohnnebenkosten zu hoch, die Tarife unflexibel, die Subventionen zu hoch, die Steuern könnten niedriger sein, um nur ein paar Punkte zu nennen.

gar nicht, das können nur die an der VWL Beteiligten
tun, daß sie das unter Massgaber der BWL tun ist ja ok. aber
ohne Betrachtung der Folgen ist das alles Dummheit was
passiert.

Weniger Dummheit, als ideologische Verklärung, und die Berücksichtigung falscher Lobbyisten.

Typisches Verhalten von Managern:

Wenn´s regenet geh ich nicht raus, ich gehe also auch nicht
raus, wenn´s regnen könnte, es hat jetzt schon 3 Tage nicht
geregnet, also werde ich nicht rausgehen, weil die
Wahrscheinlichkeit,daß es regnet sehr hoch ist, außerdem hatte
es heute schon in Japan und gestern abends in Amerika
geregnet, zudem ist unser gesamter Bereich eher Regengebiet,
so daß von der Regenriskobetrachtung es eigentlich so sein
sollte, daß wir nie mehr rausgehen.

Du umschreibst da ein Verhalten, daß ich durchaus kenne. Mut und Entscheidungswille fehlen bei Managern oft. Pläne sind zu kurzfristig und selten langfristig. Die Hauptprobleme, die zu diesem Verhalten führen, sind aber IMHO wieder die Rahmenbedingungen, die einfach nicht passen, um visionäre Wachstumspläne zu verwirklichen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

die Regierung sollte endlich was tun, damit wir wieder
rausgehen können!

Die Regierung könnte viel mehr unterstützen, daß ist wohl wahr. Die Möglichkeiten sind noch längst nicht ausgeschöpft. Die Lage ist aber derzeit unüberschaubar: Der Steinhuber-Koch-Pakt, das Herzog-Papier der Union, die unterschiedlichen Auffasungen Merkel-Stoiber dazu, Schröder, seine Rücktrittsdrohungen, linke Spinner bei SPD und Grünen, hier wird mittelfristig wenig Unterstützung zu erwarten sein, leider …

Daß dein Prof gut war, will ich ja nicht bestreiten, aber
hatter er Lehrerfolg bei dir?

Ich denke schon. Die wirtschaftlichen Zusammenhänge sind mir im Prinzip klarer, als dem Durchschnitt. Trotzdem hat die VWL für mein täglich Brot eine eher untergeordnete Bedeutung, weil sie eben nicht gestaltet, sondern beschreibt.

Gruß
Klaus

Hi,

mir sagt die Überschrift eigentlich schon alles und bestätigt mich gleichfalls:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,268…

gruss

Hi,

mir sagt die Überschrift eigentlich schon alles und bestätigt
mich gleichfalls:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,268…

Hi,

darf ich daraus zitieren, auch in Anbetracht der Überschrift Deines Postings?

„Wo gibt es das denn sonst noch, dass mancher, der nicht arbeitet, mehr Geld bekommt als einer, der arbeitet?“, fragte Gorbatschow.

Die Frage ist nicht, „wo“ es das sonst noch gibt, sondern „wie lange“ es das noch gibt. Hierzulande auf Dauer sicher nicht mehr!

Klaus

Die Frage ist nicht, „wo“ es das sonst noch gibt, sondern „wie
lange“ es das noch gibt. Hierzulande auf Dauer sicher nicht
mehr!

Wie kommst du jetzt von VWL auf Nutznießer von Sozialleistungen? Sind die an der Einfallslosigkeit der Unternehmer schuld?

gruss