VWL´: WIrtschaftswachstum

Hallo!

Ich habe gerade in den Nachrichten gehört, dass die BRD in 2005 wohl eine Wirtschaftswachtsum von 1,8% erreichen wird. Ich bin zwar kein VWLer, aber ich weiss das es 2 Arten der Berechung gibt und das es sich um den Anstieg des BSP handelt und so weiter…

Meine Fragen:
Gibt es eine Grenze für Wirtschaftswachstum?
Wo kommt den der Wachstum her?
Wie kann es sein das die Wirtschaft immer wächst? Was wirkt dem Wachstum entgegen?

Irgendwie komm ich damit nicht klar.
Thanx for help!!

Hallo!

Ich habe gerade in den Nachrichten gehört, dass die BRD in
2005 wohl eine Wirtschaftswachtsum von 1,8% erreichen wird.
Ich bin zwar kein VWLer, aber ich weiss das es 2 Arten der
Berechung gibt und das es sich um den Anstieg des BSP handelt
und so weiter…

Zum einen wird das nominale Wachstum angegeben, zu anderen das reale Wachstum (= nominales Wachstum – Inflation). Mit 1,8% ist das reale Wachstum gemeint. Zudem wird unterschieden zwischen BSP und BIP (Bruttoinlandsprodukt).

Meine Fragen:
Gibt es eine Grenze für Wirtschaftswachstum?
Wo kommt den der Wachstum her?

*grins*

ich muss ein wenig schmunzeln, da man da üblicher Weise tonnenweise Bücher darüber liest… :wink:

Ich versuche mal den Sachverhalt in minimalistischer Form anzuschneiden, damit du einen Anhaltspunkt hast:

Das Wirtschaftswachstum im Sinne einer Zunahme des realen Bruttoinlandpruduktes (BIP) geht auf eine Mehrleistung der Produktionsfaktoren zurück. Die Mehrleistung kann auf eine Vermehrung des Faktoreneinsatzes und/oder eine qualitative Verbesserung der Produktionsfaktoren zurückzuführen sein.

Produktionsfaktoren sind:

Natur (Anbaufaktor, Abbaufaktor, Standortfaktor, Umweltbelatung); Arbeit, Kapital und Bildung; / (Qualitatives Wachstum)

Die Grenzen des Wachstums ergeben von selbst – z.B. Produktionsfaktor Natur: Erze sind bsw. nur begrenzt verfügbar; Hohe Umweltauflagen forden hohe Inverstitionen in Umwelttechnik und schmälern verfügbares Kapital; Beispiel „Ökosteuer“ etc.pp. -> diese Faktoren können das Wachstum z.B mindern…

Wie kann es sein das die Wirtschaft immer wächst? (…)

Die uneingeschränkte Aussage, dass „die Wirtschaft immer wächst“ ist schlicht falsch, da die Wirtschaft Schwankungen unterliegt und es so etwas wie Konjunktur gibt. Falls dich das interessiert, setze dich doch mal mit Fiskalpolitik auseinander, an Hand derer sich sehr viele Zusammenhänge erlären lassen, die das gesamte Thema „Wachstum“ verständlicher machen.

Falls du theoretische Überlegungen anstellen möchtest, kann dir hier am besten mit Buchempfehlungen geholfen werden… :wink:)

Gruß

Marlon

Hallo Marlon!

Mir ist das Ganze schon etwas klarer, aber ich kann mir vorstellen, das es hunderte von Büchern darüber gibt. Wenn man darüber so nachdenkt, kann man sich leicht das Hirn verknoten.

Das Wirtschaftswachstum im Sinne einer Zunahme des realen
Bruttoinlandpruduktes (BIP) geht auf eine Mehrleistung der
Produktionsfaktoren zurück. Die Mehrleistung kann auf eine
Vermehrung des Faktoreneinsatzes und/oder eine qualitative
Verbesserung der Produktionsfaktoren zurückzuführen sein.

Das hört sich alles so theoretisch an. Zum Glück studiere ich keine VWL! Folgende Überlegung: Das BIP wächst ja nur wenn mehr Geld im Umlauf ist, oder sich schneller dreht, oder mehr Geld in der Volkswirtschaft ist durch Export, usw… Aber wenn es in Deutschland wächst muss es doch irgendwo schrumpfen! oder?? Wenn Boden, Arbeit und Kapital immer effizienter genutzt werden, kann die Wirtschaft auch nur wachsen wenn ein Abnehmer da ist.

Das Ganze verwirrt mich. Gibt es kein kurzes und kanppes Buch oder eine Artikel darüber?

Gruß Christian

Hallo Christian,

du hast sehr richtig erkannt, dass die sogenannte Geldmengenpolitik eine wichtige Rolle für das Wachstum, bzw. für die Steuerung der Wirtschaft spielt. Diese ist einerseits Bestandteil der staatlichen Fiskalpolitik, anderseits ist natürlich die Geldmengenpolitik der EZB von besonderer Bedeutung.

Oberste Ziele von staatlicher Finanzpolitk sind nach deutschen Bundesrecht im Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StWG) geregelt:

http://www.students.uni-marburg.de/~Schulzt/politik/…

Informationen zur Finanzpolitik der EZB sind über entsprechende URL erhältlich:

http://www.ecb.int/ecb/html/index.de.html

Einfach formuliert sind die wichtigsten Ziele staatlicher Finanzpolitik folgende Faktoren in ein Gleichgewicht zu bringen:

Beschäftigung, Stabilität des Preisniveaus und außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Daraus ergibt sich aber, dass u.a. langfristige Zielkonflikte entstehen zwischen stetigem Wachstum (Faktoren sind ausreichende Ressourcen (z.B. Rohstoffe, Energie), hohen Sparraten und daraus resultierend hohen Investitionen, guter Ausbildung (Know-how), Infrastruktur.), sozialverträglichen Einkommens- und Vermögensverteilung und dem Umweltschutz entstehen.

Es ist leider nicht möglich dies in Kurzform weiter auszuführen. (In theoritischen Fallkonstrukten sind unendlich viele Konstellationen denkbar…) Die Überlegung, dass wenn irgendetwas „mehr wird“ etwas anderes „weniger werden“ muss, ist allerdings ein Trugschluss - obwohl man natürlich wiederum sagen muss, dass innerhalb fiktiven Konstrukten so ziehmlich alles denkbar ist. (Und auf den Abbau von Rohstoffen bezogen trifft dies übrigens im speziellen sehr genau zu - denn wenn z.B. Erdöl gefördert wird, werden die Ressourcen weniger und im besten Fall wächst die Wirtschaft.)

Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist auch die „antizyklische Finanzpolitik“ -> staatliche Fiskalpolitik.

Es gibt zu diesen Themen sehr gute Bücher - als Einsteiger empfehle ich Schulbücher der Sekundarstufe II, welche auf rund 300 Seiten die herausragenden Thematiken der Volkswirtschaftslehre abhandeln. Falls Interesse bestehen sollte kann ich gerne einige ISBN posten.

Grüße

Marlon

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Hallo Marlon!

Danke für die Hilfe! Aber so genau muss ich es jetzt auch nichnt wissen. Es hat mich eben nur generel interessiert.

Danke nochmals!

Gruß Christian