W2K-Installation auf SCSI Platte formatieren?!

Hallo Ihrs,

Ich habe eine Compaq AP400 Workstation, in der 3 SCSI-Platten arbeiten. Auf der ersten SCSI-Platte habe ich W2K installiert, daneben noch Linux.

Auf den anderen beiden SCSI-Platten war auch jeweils 1 W2K zu Testzwecken installiert. Die Rückstände dieser Installationen würde ich nun gerne löschen und die beiden Platten FAT formatieren, so dass ich von beiden Betriebssystemen aus problemlosen Zugriff habe.

Leider kann ich hierfür Partition Magic nicht nutzen, da es offenbar Probleme mit meinem SCSI-Controller hat.

Ich habe nun unter W2K versucht, die beiden anderen Festplatten einfach zu formatieren (sie werden ja normal im Explorer als weitere Laufwerke angezeigt). Dieser Vorgang ist irgendwann abgebrochen. Also bin ich erst mal hingegangen und habe die Dateien einzeln gelöscht. Übrig blieben der Ordner RECYCLER und SYSTEM VOLUE INFORMATION.

Und diese beiden Ordner lassen sich nun nicht löschen. Klicke ich auf „löschen“ bekomme ich die Meldung, dass der Ordner ein Systemordner sei. Ich möchte ihn trotzdem löschen, klicke auf Ja und bekomme folgende Meldung:

RECYCLER kann icht gelöscht werden: Der Zugriff wurde verweigert. Die Quelldatei ist möglicherweise geöffnet.

Dies kann aber gar nicht sein, da dieses W2K System überhaupt nicht läuft. Die gleiche Meldung kommt übrigens auch für den SYSTEM VOLUE INFORMATION Ordner.

Weil ich mir nicht so ganz sicher bin, ob nicht das laufende W2K doch irgendwie auf die Platten zugreift, habe ich gedacht, ich könnte es mal mit Knoppix probieren, weil hier ja dann W2K ganz sicher nicht läuft - auch hier kein Erfolg, die beiden Ordner lassen sich nicht löschen.
Und ich nehme an, dass eben auch deshalb die FAT-Formatierung unter W2K auf den Platten nicht funktioniert.

Was kann ich denn nun tun in der laufenden Konstellation, um diese beiden SCSI-Platten fat-formatiert zu bekommen? Da ich nicht davon ausgehe, dass Win98 mit dem SCSI-System klar kommt, hat es wohl wenig Sinn, zu versuchen, auf den beiden Platten Win98 zu installieren… zumal die Platten jeweils 18GB gross sind.

Grüsse
schuelsche

Moin

Auf den anderen beiden SCSI-Platten war auch jeweils 1 W2K zu
Testzwecken installiert. Die Rückstände dieser Installationen
würde ich nun gerne löschen und die beiden Platten FAT
formatieren, so dass ich von beiden Betriebssystemen aus
problemlosen Zugriff habe.

lösch die Platten unter Linux und formatier sie unter windows. Das ist die schnellste Methode wenn sich windows einmal an einer Partition festgefressen hat.

Übrig blieben der Ordner
RECYCLER und SYSTEM VOLUE INFORMATION.

RECYCLER ist der Papierkrob, der kommt immer wieder.

SYSTEM VOLUE INFORMATION ist die Systemverwaltung von win2k. Die lösst sich auch nicht löschen, egal von welchem Windows (dem aktiven oder einem anderen) stammt.

Weil ich mir nicht so ganz sicher bin, ob nicht das laufende
W2K doch irgendwie auf die Platten zugreift, habe ich gedacht,
ich könnte es mal mit Knoppix probieren, weil hier ja dann W2K
ganz sicher nicht läuft - auch hier kein Erfolg, die beiden
Ordner lassen sich nicht löschen.

Sind das NTFS-Platten ? (Welche Fehlermeldung von welchem Prog, eingelogt als welcher user ?)

An sich kann Linux/Knoppix das. Nur werden NTFS-Partitionen aus Sicherheitsgründen „ro“ also read-only gemounted. Microsoft hat nämlich nie verraten wie NTFS funktioniert, somit kann Linux nicht wirklich damit umgehen. Aber löschen kann mans ganz sicher, „cfdisk“ einfach die gesamte Partition mit Inhalt entsorgen.

cu

Hallo,

vorneweg:
geradeeben im Moment hat es geklappt. Ich habe einfach mal testhalber Partition Magic 8 auf W2K installiert und über PM die Platten formatieren können. Jetzt sind sie schön FAT32 formatiert und warten auf Daten :wink:

Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass das funktioniert, alldiweil sich die Kiste nicht mit PM 8 starten lässt, weil PM8 eben mit dem SCSI-Controller nicht klarkommt. Da ich bislang mit dieser Software gearbeitet habe, ist es etwas gewöhnungsbedürftig für mich, auf einmal ohne klarkommen zu sollen - ja, ich weiss, dass das auch geht :wink:

lösch die Platten unter Linux und formatier sie unter windows.
Das ist die schnellste Methode wenn sich windows einmal an
einer Partition festgefressen hat.

Aber das Löschen unter Linux habe ich doch probiert… Gut, mit der installierten SUSE-Version hatte ich es noch nicht getestet, aber mit einem Knoppix halt. Und das hat mir immer nur erzählt, dass es sich weigert, die Platten im Schreib-Format einzubinden…

RECYCLER ist der Papierkrob, der kommt immer wieder.

SYSTEM VOLUE INFORMATION ist die Systemverwaltung von win2k.
Die lösst sich auch nicht löschen, egal von welchem Windows
(dem aktiven oder einem anderen) stammt.

Das finde ich ja irgendwie seltsam… Aber dann müssten sie sich doch einfach unter Linux löschen lassen. Aber auch da bekam ich die Meldung, dass das nicht geht…

Sind das NTFS-Platten ? (Welche Fehlermeldung von welchem
Prog, eingelogt als welcher user ?)

Das sind NTFS-formatierte SCSI-Platten.
Auf dem W2K, von dem aus ich die Ordner löschen wollte, war ich als Administrator eingeloggt.

… ach wobei, da fällt mir was ein, woran es vielleicht liegen konnte, dass ich die Dateien zumindest unter W2K nicht löschen konnte: ich habe den Admin-Account auf dem laufenden W2K umbenannt und die Testinstallationen lauteten auf Administrator. Vielleicht lags daran…

An sich kann Linux/Knoppix das. Nur werden NTFS-Partitionen
aus Sicherheitsgründen „ro“ also read-only gemounted.
Microsoft hat nämlich nie verraten wie NTFS funktioniert,
somit kann Linux nicht wirklich damit umgehen. Aber löschen
kann mans ganz sicher, „cfdisk“ einfach die gesamte Partition
mit Inhalt entsorgen.

Gibt man diesen Befehl einfach unter Linux auf der Konsole ein?! Den kenn ich noch gar nicht :wink:

Grüsse
schuelsche

Moin

geradeeben im Moment hat es geklappt.

Glückwunsch.

Ich habe einfach mal
testhalber Partition Magic 8 auf W2K installiert und über PM die
Platten formatieren können. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass das funktioniert, alldiweil sich die Kiste nicht mit PM 8 starten lässt, weil PM8 eben mit dem SCSI-Controller nicht klarkommt.

PM benutzt in dem Fall die Treiber von Windows. Nach dem Motto: „wenn schon welche da sind, benutzen wir sie doch“

lösch die Platten unter Linux und formatier sie unter windows.
Das ist die schnellste Methode wenn sich windows einmal an
einer Partition festgefressen hat.

Aber das Löschen unter Linux habe ich doch probiert…

Ich meinte die ganzen Partitionen, nicht die Dateien.

Gut, mit der installierten SUSE-Version hatte ich es noch nicht getestet,
aber mit einem Knoppix halt. Und das hat mir immer nur erzählt,
dass es sich weigert, die Platten im Schreib-Format
einzubinden…

fürs nächste mal:
als root einlogen.
Mit „mount“ kucken was im Moment gemountet ist.
Die fragliche Partition ggf UNmounten "umount "
dann mit
mount -o rw /dev/
neu mounten.

Dann kann man auch auf NTFS-Platten schreiben. Tu es aber nur im Notfall, das kann tierisch schiefgehen.

SYSTEM VOLUE INFORMATION

Das finde ich ja irgendwie seltsam… Aber dann müssten sie sich
doch einfach unter Linux löschen lassen. Aber auch da bekam ich
die Meldung, dass das nicht geht…

Wenn eine Partition ro (read-only) gemounted ist kann man auf der Partition gar nichts verändern, also weder Dateien anlegen noch löschen noch umbenennen… nur lesen, wie eine CD. Und NTFS wird aus Sicherheitsgründen von vielen Systemen ro gemounted.

… ach wobei, da fällt mir was ein, woran es vielleicht liegen
konnte, dass ich die Dateien zumindest unter W2K nicht löschen
konnte: ich habe den Admin-Account auf dem laufenden W2K
umbenannt und die Testinstallationen lauteten auf Administrator.
Vielleicht lags daran…

nee, so clever ist windows schon um zu merken dass 2 Benutzer gleichen Names von unterschiedlichen Systemen 2 unterschiedliche Benutzer sind,… also meistens.

Aber löschen kann mans ganz sicher, „cfdisk“ einfach die gesamte Partition
mit Inhalt entsorgen.

Gibt man diesen Befehl einfach unter Linux auf der Konsole ein?!

jupp, ist bei den meisten System von Anfang an dabei, ist eine Art „fdisk“ für Linux. Gibts in verschiedenen Varianten, z.b. „fdisk“ (unübersichtlich) oder „sfdisk“ (was für Risikofreudige, das macht manchmal witzige Dinge mit der Partitionstabelle)

ansonten hift ein „man cfdisk“

Wenn du unter windows noch Kontrolle über die FAT32-Patitionen haben willst dann erzeug keine neuen FAT32-Partitionen unter Linux. Windows kommt damit manchmal nicht klar. Generell sind Partitionen so ein Problem, wenn z.b. scandisk beim start anfängt eine neue unbekannte Partition zu scannen dann hat windows wiedermal die swap-Partition von Linux mit einer FAT32 verwechselt.

cu

Tach,

PM benutzt in dem Fall die Treiber von Windows. Nach dem
Motto: „wenn schon welche da sind, benutzen wir sie doch“

Ok, alles klar.

Aber das Löschen unter Linux habe ich doch probiert…

Ich meinte die ganzen Partitionen, nicht die Dateien.

Stimmt, das hatte ich nicht probiert…

fürs nächste mal:
als root einlogen.
Mit „mount“ kucken was im Moment gemountet ist.
Die fragliche Partition ggf UNmounten "umount
"
dann mit
mount -o rw /dev/
neu mounten.

Ui, super, das kommt gleich in meine Linux-Howto’s :smile: Jetzt verstehe ich auch, was in der fstab das „ro“ vor der ntfs-Partition heisst :wink: Ich dachte erst, das hätte was mit root zu tun… Aber mit diesem Tip kann ich hinkünftig dann auch unter Knoppix die Partition problemlos „beschreibbar“ mounten.
Nachdem es ja auch unter Knoppix die Möglichkeit gibt, die Paritition als „Lese/Schreibbar“ zu mounten, dachte ich, dass es damit auch gehn müsste. Allerdings weigert sich da Knoppix eben vehement bei NTFS-Partitionen… ist mir schon auch klar, warum. Jetzt kann ich’s ja trotzdem tun :smile:

nee, so clever ist windows schon um zu merken dass 2 Benutzer
gleichen Names von unterschiedlichen Systemen 2
unterschiedliche Benutzer sind,… also meistens.

… meistens :smile:

jupp, ist bei den meisten System von Anfang an dabei, ist eine
Art „fdisk“ für Linux. Gibts in verschiedenen Varianten, z.b.
„fdisk“ (unübersichtlich) oder „sfdisk“ (was für
Risikofreudige, das macht manchmal witzige Dinge mit der
Partitionstabelle)
ansonten hift ein „man cfdisk“

Kommt auch in die Howto’s… Habe mich wegen PM8 das letzte Mal mit fdisk bei der SuSE 6.3 rumgeschlagen :wink:

Wenn du unter windows noch Kontrolle über die FAT32-Patitionen
haben willst dann erzeug keine neuen FAT32-Partitionen unter
Linux.

Ok, danke für den Tip, werde ich mir merken…

Nochmals Danke,
Grüsse
schuelsche