Wackeliges Stativ

Hallo!

Ich habe jetzt zum ersten mal ein Stativ in Verwendung und bin verwundert über die „Wacheligkeit“!

Ich dachte ein Stativ darf nicht wackeln. Alleine wenn ich den Auslöser betätige wackelt die ganze Kamera! Ist das normal?

Ich werde um die Anschafung einer Remote-Control nicht umhinkommen, vermute ich!? Dabei dachte ich, es handelt sich um ein gutes Stativ, die Verarbeitung sieht eigentlich nicht schlecht aus.

Hat jemand gleiche Erfahrungen gemacht.

Ich dachte ein Stativ darf nicht wackeln. Alleine wenn ich den
Auslöser betätige wackelt die ganze Kamera! Ist das normal?

Normal ist es nicht, vielleicht eher „Bedauernswert, aber nicht ungewoehnlich“, denn mit vielen guenstigeren Modellen ist die stabilität nicht so, wie mit richtig guten (Manfrotto o.ä) - ein kleiner Tip: kontrollier´ nochmal, op wirklich alle Schrauben, Klemmen und (besonders) die Kontermutter an der Gehäuseschraube (die, mit der man die Kamera festschraubt) handfest angezogen sind … (Du hast bestimmt erst die Schraube bis zum Anschlag reingedreht und dann (!) die Kontermutter angezogen - oder?) und, wenn das nicht hilft, versuch mal, beim Aufstellen die Beine des Stativs ein bisschen auseinanderzubiegen (so, dass eine vorspannung entsteht)

Ich werde um die Anschafung einer Remote-Control nicht
umhinkommen, vermute ich!?

Vielleicht schon - guck doch mal in den Artikel „wie mache ich gute Nachtaufnahmen“, der weiter unten steht, da haben wir das Thema „Auslösedraht“ intensiv diskutiert.

Guten Rutsch und wenig Wackler

Tim

Ich habe jetzt zum ersten mal ein Stativ in Verwendung und bin
verwundert über die „Wacheligkeit“!

Ich dachte ein Stativ darf nicht wackeln. Alleine wenn ich den
Auslöser betätige wackelt die ganze Kamera! Ist das normal?

Halli Hallo

  1. Kauf dir ein Fernauslöser bzw. Drahtauslöser
  2. Bei Brenner oder so gabs (oder gibts) mal so eine Art Sack, die man an die 3 Füße des Stativs dranbindet. Wenn man des beschwert. Mit Steinen oder Objektiven oder was halt grad so rumliegt beschwerst du dann das Stativ. Dann müsste es eigentlich (keine Eigenerfahrung) stabiler sein.
    Wenn du interessiert bist, schau ich noch mal genau nach wie des heißt.

Hall Peter!

Ich denke, ich habe die Frage nicht präzise genug gestellt: Eigentlich wackelt nicht das Stativ an sich, sonder der ganze Kopf an dem die Kamera befestigt wird. Dieser Kopf besteht aus einer ganzen Menge einzelner Teile, und die Hälfte davon wackelt.

Ich habe mir in einem Fotogeschäft jetzt andere Stative angesehen, und konnte mich davon überzeuge, daß das nicht normal ist. Es hat keinen Sinn, dieses Stativ zu verwenden, da kann ich ja gleich von Hand „schießen“.

Ich werde versuchen, das "Mist-"Ding zurück zu geben. Mal sehen ob ich die Standfestigkeit habe, das durchzukriegen!

Danke!
Herbert

Denk mal nach, wie du die Stativbeine ausgezogen hast.
Oftmals benötigt man nicht die komplette länge und trotzdem werden die unteren , dünnen Teiel ausgezogen. Dann wackelts mehr.
Deshalb, stativbeine immer die dicken zuerst verwenden.

Gruß Hans

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Hallo Herbert,
ein Anschaffungstip für ein günstiges und gutes Stativ: kauf dir das Manfrotto 055CB und dazu den 141RC 3 D-Kopf, kostet ca 400,- und ist für die meisten Anwendungen vollkommen ausreichend. Etwas wesentlich Billigeres würde ich nicht kaufen, da ein schlechtes Stativ mehr schadet als nützt.
Vermeide, außer wenns nicht anders geht, das Aussfahren der Mittelsäule, das reduziert die Stabilität extrem. Dadurch wird ein Dreibein- quasi zum Einbeinstativ degradiert. Wenn deine Kamera über eine Spiegelvorauslösung verfügen sollte, freu dich und benutze sie auch!!
Viele Grüße
Andreas

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Fernauslöser vermindert Wackler nur bedingt!
Zu deinem Artikel noch zwei kleine Hinweise:

-Selbst wenn du ein sehr schweres Stativ benutzt, kann
es auf bestimmten Böden (z.b. Parkett, Holzfußboden, aber auch draussen auf Rasen, zu Verwacklungen kommen, wenn du z.B. umhergehst, weil der Boden dann mitfedert und das Stativ mitschwingt.

Ich habe vier Monate lang bei einem Fotografen Praktikum gemacht, und wir haben z.B. mehrere Tage bei Bildern mit Doppelkonturen gerätselt, bis wir darauf gekommen sind, das landende Flugzeuge auf einem nahen Flugplatz, den Fußboden so erschüttert haben, das in einigen Bildern Wackler auftraten.

-Selbst ein Fernauslöser kann ein wackelndes Stativ nicht tauglicher machen, denn beim Auslösen wird zwar keine Schwingung durch die Hand am Auslöser erzeugt, immer noch aber durch die mechanischen Bewegungen in der Kamera, das Hochklappen des Spiegels und das Öffnen des Verschlusses, wobei das Hochklappen des Spiegels in der Spiegelreflexkamera hier am schwersten wiegt.
Daher gibt es auch Kameras, wo der Spiegel vorher schon hochgeklappt werden kann(Der Sucher ist solange natürlich schwarz)

-Entscheidend für die Wirkung von Erschütterungen ist aber auch
das Gewicht der Kamera.Hier gilt: Je mehr Masse,
desto besser, besonders bei Freihandaufnahmen, denn desto mehr Schwingungen werden adsorbiert !
So hat ein Professor herausgefunden, das Einwegkammeras im Prinzip excellente Bilder liefern würden, wenn sie nicht so
federleicht wären, z.b. auf ein Stativ geklebt, oder mit einem Backstein beschwert.
-Daher, wenn vorhanden, ruhig Powerpacks oder Winder, oder Blitzlichtgeräte immer auf der Kammera lassen und sich beim Händler nicht das „so tolle“ leichtere Kammeramodel anschwätzen lassen. Ist dann zwar anstrengender zu tragen, aber die Bilder sind scharf!

Es gab mal einen Test der sich mit Stativen befaßte
Ergebnis: Spiegelvorauslösung und Selbstauslöser sehr gutes Ergebnis.
Drahtauslöser nicht so gutes Ergebnis.
Kamera mit der Hand festhalten, Spiegelvorauslösung und dann Auslöser drücken sehr gute Ergebnisse.
Der Test ist ca 3 Jahre her und wurde von Rosing oder Pölking (Naturfotografen) durchgeführt.
Ich mache es immer so das ich die Kamera auf dem Stativ befestige und die Kamera festhalte und auslöse. Nicht bei Nachtaufnahmen.
Gruß Harald