Wäre es möglich,dass ein Virus "mutiert" und danach auch über z.B. die Luft übertragbar wir?

Meine Frage war eben,ob Viren,die davor nur über Körperflüssigkeiten übertragen werden konnten auch über die Luft übertragbar werden können.Oder ob eben die Ansteckungseigenschaften immer gleich bleiben und bei eine Mutation nur z.B. die Inkubationszeit verkürzt wird.
Hier habe ich an Ebola gedacht,ob es möglich währe,dass der Virus auf ein Mal über die Luft übertragbar werden kann.Oder bleiben die Eigenschaften immer gleich?

Ich kenne mich nicht wirklich damit aus,deswegen will ich hier nicht mal wieder beschimpft werden,da ich irgendetwas falsches geschrieben habe.(Bin 17 und kann noch nicht alles wissen)

Ich freue mich schon auf euere Antworten

Mit freundlichen Grüßen Sim On 2

Ein Virus der „durch die Luft“ übertragen wird ist mir noch nicht bekannt. Nach Millionen Jahren Evolution ist Mutter Natur da wohl noch nicht drauf gekommen. Bisher ist immer noch ein direkter Kontakt mit Körperflüssigkeiten notwendig, z.B. als Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Aber „durch die Luft“, d.h. jemand sitzt einfach nur da und atmet und Du bist infiziert gibt es noch nicht und wird es hoffentlich nie geben.

Gruss
K

Hallo,

ich denke das hier ist lesenswert:
http://www.medscapemedizin.de/artikel/4902707

Grüße
Mau

Hallo!
„Der Name Windpocken kommt von der hohen Ansteckungsfähigkeit dieser Viren, die auch über einige Meter in der Luft übertragen werden.“ Zitat aus Wikipedia.
Mir ist schon klar, dass es eine Tröpfcheninfektion ist, aber die können so klein sein, dass sie über mehrere Meter ohne direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Ich nehme an, dass das der Fragende gemeint hat.
MfG
airblue21

Hallo!
Keiner weis alles, egal wie alt man ist und Deine Frage ist nicht so von der Hand zu weisen.
Bei der Vogelgrippe ging man auch davon aus, dass sie nur vom Federvieh auf den
Menschen übertragbar ist, später stellte sich heraus, dass der Erreger mutiert ist und mittlerweile auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist, so war es jedenfalls in der Zeitung zu lesen.
MfG
airblue21

'tschi!

ohne
direkten Kontakt von Mensch zu Mensch

…so ein herzhafter nieser schleudert schon ganz ordentlich:

http://www.scinexx.de/redaktion/focus/bild6/virusimm…

e.c.

Der Lufttransport von Viren geht immer über winzige Tröpfchen wie sie beim Niesen oder Husten entstehen. Entscheidend ist, ob ein Virus nach der „Landung“ in die Körperzellen des neuen Wirtes kommt. Dafür haben die Viren spezielle Andockmechanismen entwickelt. Meistens geht das über Körperzellen der Schleimhäute. Mutationen bei Viren sind die treibende Kraft für ihr Überleben, weil der angegriffene Organismus Strategien zur Abwehr entwickelt. Dazu kommt, dass Viren eine horrende Vermehrungsrate haben und entsprechend hohe Mutationsereignisse auftreten (das Virus vermehrt sich natürlich nicht selbst, das macht die Wirtszelle).
Auf der Basis der Mutation der Zellrezeptoren (Andockstationen) entscheidet sich die Virulenz eines Virus, z.B. auch, ob sie auf eine andere Spezies übergreifen kann. Eine praktische Anwendung ist die aktive Impfung, bei der „abgeschwächte Viren“ für die Immunisierung verwendet werden. Die „Abschwächung“ besteht darin, dass man einen Virusstamm gezüchtet hat, der sich im Wirtsorganismus noch vermehrt, eine Antikörperproduktion auslöst, aber seine Virulenz verloren hat.
Udo Becker

Hallo Sim On 2,

Hier habe ich an Ebola gedacht,ob es möglich währe,dass der
Virus auf ein Mal über die Luft übertragbar werden kann.Oder
bleiben die Eigenschaften immer gleich?

Momentan wird das für Ebola nahezu ausgeschlossen.

Wie schon geschrieben wurde, braucht ein Virus, um sich per Tröpfcheninfektion verbreiten zu können, spezielle Mechanismen um in Schleimhautzellen eindringen zu können.

Sie DNA ist ein Bauplan für die Bestandteile des Virus. Mutationen sind Fehler, welche sich beim Kopieren der Pläne ergeben. Nun ist es aber so, dass so eine Mutation nur eine kleine Veränderung an der DNA bewirkt. Dadurch kann ein Element modifiziert oder ein deaktiviertes Gen wieder eingeschaltet werden.

Also durch fehlerhaftes abzeichnen der Pläne eines Einfamilienhauses wird daraus kein Wolkenkratzer und falls die Masse entsprechend falsch sind, wird es zusammenbrechen, bzw. das Virus funktioniert nicht.

Ein weiteres Problem bei Viren ist, dass wenn sie zu aggressiv sind, sie sich selber ausrotten. Ein Virus braucht immer irgendein Reservoir in dem es überleben kann. Bei Ebola scheinen dies die Buschtiere zu sein.
Wenn jetzt ein Virus eine sehr kurze Inkubationszeit hat und zu 100% tödlich ist, vernichtet es seine Wirte und dies möglichst schon bevor der Wirt das Virus weiter geben kann.

Vorteilhaft für ein Virus ist es, wenn es lange ansteckend ist und seinen Wirt möglichst nicht umbringt.
Typisch für solche Viren ist der Schnupfen und den kann man deshalb nicht ausrotten. Schnupfen ist, bis auf Ausnahmen, nicht tödlich, sondern nur mühsam, aber recht ansteckend.

Auch eine lange Inkubationszeit, ist für das Virus von Vorteil. Würde man direkt nach dem Kontakt mit dem Virus tot umfallen, lägen alle Infizierten auf einem Haufen. Je länger die Inkubationszeit ist, umso besser kann sich das Virus geographisch ausbreiten.
Heute kann man in ein paar Tagen um die ganze Welt reisen, das macht unsere heutige Gesellschaft anfällig für eine Pandemie.
Als man noch per Schiff von Europa nach Amerika reiste, war das einfacher. Da brach z.B. die Pest an Bord aus, als das Schiff noch auf See war. Beim Flugzeug reicht die Zeit dazu nicht.

Ebola hatte anfangs eine Sterblichkeit von um die 90%, mittlerweile gibt es eine mutierte Form, welche nur noch eine Sterblichkeit von 50-70% hat und diese Variante ist gefährlicher!

MfG Peter(TOO)