Währungen in D 1842

Hallo Experten,

ich hab hier grad ein Taschenbuch aus dem Jahr 1842, in dem heißt es am Schluss:

… Das Exemplar der Prachtausgabe (auf Schreib-Velin in Maroquin-Einband) kostet 2 1/2 Thlr. (3 Fl. 45 Kr. Conv., 4 Fl. 30 Kr. rheinl.) …

was sind das für Währungen? Bei Kr. denke ich an Kreuzer, bei Fl. an Gulden, aber Gulden und Kreuzer??? Und was könnte Conv. bedeuten?

Fragende Grüße
Pat

Hi

conv. (Conv.M. - CvM) ist die Bezeichnung für Konventionsmünze
Fl. würde bedeuten Florin(Gulden), Zweidrittelstück
Quelle für dies und vieles andere: http://www.genealogienetz.de/misc/units/7.html

Weiters vielleicht noch interessant für dich:
http://home.t-online.de/home/GCT.T/gdt4.pdf - Seite 10

schönens Wochenende

… Das Exemplar der Prachtausgabe (auf Schreib-Velin in
Maroquin-Einband) kostet 2 1/2 Thlr. (3 Fl. 45 Kr. Conv., 4
Fl. 30 Kr. rheinl.) …

was sind das für Währungen? Bei Kr. denke ich an Kreuzer, bei
Fl. an Gulden, aber Gulden und Kreuzer??? Und was könnte Conv.
bedeuten?

Währungen in D 1842 (lang)
Hallo Pat,

das Rechnen mit Geld muß damals ein echtes Problem gewesen sein. Jedes Herzogtum/Königreich/Fürstentum hatte seine eigene Währung und war kaum mit dem Nachbarländle kompatibel.
Allen gemein war aber, daß die Basis allen Geldes Silber war. Die Münzen zu x Schilling enthielten also Silber im Werte von x Schilling. (Lediglich bei den kleinsten Währungseinheiten ließ sich das nicht mehr realisieren, hier gab es dann Scheidemünzen aus Kupfer). Beim Silber war die „Grundeinheit“ die „Mark fein“ (1 „Mark“ ist eine Gewichtseinheit und je nach Region zwischen 400 und 500 g, „fein“ heißt Feinsilber)
Je nach „Fuß“ wurde unterschiedlich ausgemünzt. In viel Ländern wurden aus 1 Mark fein z. B. 17 Stücke zu 2/3 Taler geprägt. Wenn Du nun wissen willst, was Dein Buch wohl mal in Gramm Silber gekostet hat, mußt Du als erstes sehen, wo - d. h. in welchem Fürstentum etc. - es erschinen ist. Dann solltest Du Dir im nächsten Buchladen mal einen entsprechenden Münzenkatalog ansehen. Dort findest Du die in den Einleitungen zu den einzelnen Ländern entsprechenden Angaben zu Währungseinheiten, „Fuß“ und Umrechnungen. Ich empfehle Dir dafür:
Faßbender, D., P. Arnold, H. Küthmann, D. Steinhilber: Grosser deutscher Münzkatalog. Von 1800 bis heute. Battenberg-Verlag.
Ggf. kann ich auch mal nachschauen, bräuchte dann aber die genaueren Angaben.

Gruß
Manfred

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