Währungsrisiko absichern

Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit dem schwachen Dollar hört man immer wieder das Stichwort „Währungsrisiko absichern“.
Was muss man sich darunter vorstellen, wie und wo kann man das machen und wieviel kostet sowas?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Grüße

Peter

Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit dem schwachen Dollar hört man immer wieder
das Stichwort „Währungsrisiko absichern“.
Was muss man sich darunter vorstellen, wie und wo kann man das
machen und wieviel kostet sowas?

Die meisten Unternehmen sichern sich hier über Devisentermingeschäfte ab, so dass sie eine feste Kalkulationsgrundlage haben.

Möglich wäre auch eine Devisenoption, wobei hier eine Optionsprämie fällig wird, wegen des Erfüllungswahlrechts, so dass dies teuerer ist.

Aktuelle „Preise“ kann ich dir nicht nennen, da diese
a) Von Bank zu Bank verschieden sind
b) Von der Qualität des Kunden abhängt
c) Von Umfang und Art des Geschäftes abhängt.

Für den kleinen Bürger ist es eher nicht machbar, da diese Geschäfte ein gewisses Mindesvolumen verlangen.

Gruß Ivo

Servus Peter,

es gibt aber auch die Lösung für den kleinen Mann: Optionsscheine. Diese sind ähnlich wie optionen aufgebaut, aber mit dem Unterschied, daß diese Papiere standardisiert sind. D.h. Banken konstruieren diese Optionsscheine und bieten sie zum verkauf an. Die Preisentwicklung des Optionsschiens richtet sich dann nach der Währung, Zinsen, Aktien usw.
Wenn Du mehr drüber wissen willst, einfach mal googeln mit dem Begriff „Optionsscheine“

Viele Grüße und viel Erfolg!

ANdreas

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Hallo Andreas,

richtig. Doch welch Risiko muss „der kleine Mann“ denn absichern?

Optionscheine sind trotz der Absicherungsmöglichkeit die du richtig erwähnst, doch wohl im Gros der Fälle reine „Zocker“-Innstrumente.

Gruß Ivo

hallo ivo,

einspruch!
OS gelten sowohl als absicherungsinstrumente bei größeren depots als auch zur renditeoptimierung ob ihrer gehebelten partizipation an kursbewegungen oder volatilitäten.
daß ein bankfachmann der meinung ist, derivate seien nur zum zocken, überrascht mich doch etwas.
gelinde gesagt.

strubbel
$:open_mouth:)

hallo peter,

wenn du z.b. in den letzten jahren in gold investiertest, ohne eine währungssicherung zu haben, ist durch den schwachen dollar dein schöner gewinn flöten gegangen.
das gilt auch für investments im dollarraum an sich.
beim kauf von zertifikaten gibt es hingegen welche mit einer absicherung gegen diese art des wertverlustes.
diese zertifikate erkennst du am zusatz „quanto“ in der produktbezeichnung.
solltest du aber in amerikanische aktien mittel- und langristig engagiert sein, kann dir das thema piepegal sein.

strubbel
€:open_mouth:)

Moin,

daß ein bankfachmann der meinung ist, derivate seien nur zum
zocken, überrascht mich doch etwas.
gelinde gesagt.

das hast Du m.E. mißverstanden. Ivo hat nur dargestellt, wie sie in der Mehrzahl der Fälle von Privatpersonen eingesetzt werden.

Gruß,
Christian

Servus Ivo,

„der kleine Mann“ kann sowohl Risiken absichern, beispielsweise im Währungsbereich. Es gibt Kunden, das weiß ich aus meiner Bankpraxis, die mit Optionsscheine ihre Währungsrisiken absichenr. Beispielsweise Investitionen in amerikanische Aktien. Um Kursgewinne nicht noch durch eine weitere Stärke des US-Dollars zu verlieren baut man eine Gegenposition mit Optionsscheine auf, um das Währungsrisiko fast auszuschalten.

Andereseits kann man mit Optionsscheine und das auch als Kleinanleger einige Investmentstrategien aufbauen, sofern man die Zeit hat, sich ausgiebig mit den Themen auseinanderzusetzen.

Selbstverständlich werden Optionsscheine auch zu reinen Spekulationsgeschäften verwendet, das dann, wie Du schon erwähnt hast eh nur Gezocke ist.

Viele Grüße

ANdreas

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Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit dem schwachen Dollar hört man immer wieder
das Stichwort „Währungsrisiko absichern“.
Was muss man sich darunter vorstellen, wie und wo kann man das
machen und wieviel kostet sowas?

Die meisten Unternehmen sichern sich hier über
Devisentermingeschäfte ab, so dass sie eine feste
Kalkulationsgrundlage haben.

Danke fürs Stichwort Termingeschäft!

Ich versuch das mal kurz zu erklären.

Man stelle sich vor ein Unternehmen aus Europa erhält heute den Auftrag eine Maschine für eine Million Dollar in einem Jahr in die USA zu liefern. Die Million Dollar erhalten sie bei Lieferung.
Es könnte passieren, dass der Dollar in einem Jahr noch weniger Euro als heute kostet und vielleicht um weitere 20 Prozent fällt. Der Vertrag redet aber von Dollar und nicht von Euro. Das ist das Kursrisiko gegen das sich der MAschinenhersteller absichern will und das geht z.B. so:
Der Hersteller leiht sich heute von einer Bank die Million Dollar, tauscht sie um und hat sein Geld jetzt schon. Den Kredit zahlt er dann zurück wenn er in einem Jahr die Million von seinem Kunden erhält. Das kostet den Hersteller zwar etwas aber er weiss heute schon genau wieviel ihn das kostet und kann damit kalkulieren.
Somit hat er ein Risiko gegen eine vorhersehbare Summe getauscht.
So läuft es im Prinzip ab.

Udo