Wände gegen Aquariumfeuchte schützen

Hallo,

ich habe gehört, dass man am besten dort wo Aquarium steht, Wand behandeln soll, mit was was Feuchtigkeit davon abhält in die Wände einzudringen(Vorallem bei keinen massivhäuser).

Was soll ich bin da nehmen ?

Danke

Hallo,

die Wand behandeln, imprägnieren oder so was ähnliches habe ich noch NIE gehört. Kenne auch keinen Aquarianer der damit Probleme gehabt hätte. Das Aquarium ist ja entweder mit Glas abgedeckt oder es hat eine Abdeckung, da geht nicht viel Feuchtigkeit verloren.
Gruß
Beo

Guten Abend,

ja aber nur dort wo ein großer Karpfen ständig mit der Schwanzflosse Wasser an die Wand platscht oder du kochst die Fische immer und es entwickelt sich ständig Wrasen dadurch (Wasserdampf).
Ist das Wasser kälter wie die Raumluft geht eher Wasser aus dieser in das Aquarium über.

Mit freundlichen Grüssen
mauertrocken

Wenn Sie mit dem Aquariumswasser die Wände bespritzen, dann ist das natürlich problematisch. Ansonsten würde ich raten: Deckel drauf und immer gut und ausreichend LÜFTEN. Die rel. Luftfeuchte im Raum sollte d a u e r h a f t 60% (!) nicht überschreiten.

Hallo lieber Aquarianer,

Die Möglichkeit, durch Lüften Feuchtigkeit aus dem Raum zu entfernen, beruht darauf, dass Luft abhängig von der Temperatur unterschiedliche Mengen Wasserdampf aufnehmen kann. Warme Luft enthält bei gleicher relativer Feuchte viel mehr Wasser als kalte Luft. Kalte Außenluft im Winter enthält wenig Wasser, auch wenn ihre relative Feuchte hoch ist. Kalte Außenluft, die beim Lüften in den Innenraum gelangt, nimmt beim Erwärmen Feuchtigkeit auf, die mit der erwärmten Luft wieder nach außen abgeführt wird. Bei sehr kalter Außenluft kann im Innenraum - selbst bei Regenwetter durch Lüftung eine Austrocknung erzielt werden. Je kälter die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen aufnehmen. Daher kann im Winter durch Lüften mit kalter Außenluft mehr Feuchtigkeit aus einem Raum entfernt werden als im Sommer. In einem Dreipersonenhaushalt werden durch die Wasserdampfabgabe der Personen (30 bis 100 g/h je Person) durch Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Kochen sowie durch Pflanzen, Aquarien und andere Feuchtequellen täglich etwa
6 bis 14 kg Wasser freigesetzt. Um 10 kg Wasser aus Innenräumen abzuführen, müssen ca. 3.000 kg Luft bewegt werden. Dieses bedeutet, dass der Luftinhalt der Innenräume im Mittel etwa 7 mal täglich ausgetauscht werden muss, um die unerwünschte Feuchtigkeit abzutransportieren.Zum Vergleich:Bei geschlossenen
Fenstern und Türen hat man Luftaustauschraten zwischen ca. 0,2 - 2 pro Stunde (je nach Fenstertyp und Bausituation), bei weit geöffneten Fenstern steigt die Luftaustauschrate auf 10 - 20 pro Stunde an. Je schlechter die Wärmedämmung der Außenwände ist oder je mehr bauliche Fehler bei der Gebäudekonstruktion gemacht wurden (zum Beispiel in Form von Wärmebrücken) und je schlechter Außenwände durch zirkulierende Raumluft erwärmt werden (zum Beispiel hinter Schränken oder hinter Wandverkleidungen), um so niedriger ist im Winter die Oberflächentemperatur dieser Außenwände. Damit nimmt die relative Feuchte an der Innenwandoberfläche und die Gefahr der Tauwasserbildung entsprechend zu.
Wichtig:
An Außenwänden sollten, vor allem bei „kalten“ Wänden, keine
Möbelstücke, Bilder oder schwere Gardinen unmittelbar an die Wand gestellt bzw. daran aufgehängt werden. Als Richtschnur kann ein Mindestabstand von ca. 10 cm gelten.

Baubedingte
Feuchtigkeit
Über das Dach
undichte Stellen in der Dachdeckung, der Schorn­steineinfassung, in der Verblechung usw.
Über defekte Leitungen
undichte Stellen in Wasserrohren und Regenrinnen
Über die Raumluft
Wasserdampf in Bädern, Küchen, Waschküchen, durch Wäschetrockner, größere Aquarien und Indoor-Pools, wird vom Innenputz aufgesaugt und kann nur bei ausreichender Lüftung abtransportiert werden
Durch Temperaturunterschiede
wenn sich Luftfeuchtigkeit an kalten Mauern (vor allem an so genannten Wärmebrücken, also mangel­haft isolierten Stellen im Mauerwerk) niederschlägt, entsteht Kondenswasser.

Richtiges Heizen und Lüften!
Es gibt im Zusammenhang mit Schimmelpilzschäden / Schimmelbefall drei mögliche Ursachen die aber immer mit der Entstehung von Feuchtigkeit zu tun haben.

  1. Mängel in der Bausubstanz z.B. Nichteinhaltung des Mindestwärmeschutzes (mehr)
  2. Falsches Nutzer-Verhalten z.B. falsches Heizen und Lüften
  3. Bauschäden z.B. Rohrleckagen, Mauerwerksrisse usw. (mehr)
    Teilweise sind es auch Kombinationen aus mehreren Ursachen. Es geht hier aber hauptsächlich darum aufzuzeigen welchen Einfluss der Gebäudenutzer selbst nehmen kann um das Raumklima und das Risiko der Schimmelbildung zu beeinflussen.
    Gesetzliche Vorgaben und der Weg zum Energiesparen haben dafür gesorgt, dass die Gebäude bei Neubau und Sanierung luftdicht und immer besser gedämmt hergestellt werden. Nach neuesten Vorgaben müssen nun auch Lüftungskonzepte für Neubauten mit eingeplant werden. Dies heißt nichts anderes, als dass eine automatische Lüftungsanlage die Aufgabe des regelmäßigen Luftwechsels übernimmt.
    Wir sprechen aber in den meisten Fällen über Gebäude ohne automatische Lüftung. Hier muss der Nutzer ran!
    Grundsätzliches:
  4. Durch das Lüften werden alle in der Raumluft angereicherten Stoffe aus dem Gebäude befördert. Die Schadstoffe werden verdünnt bzw. bei einem vollständigen Luftwechsel komplett entfernt (100% alte Luft raus, 100% frische Luft rein).
  5. Wie oft gelüftet werden sollte, richtet sich nach der Art der Nutzung
  6. Eine vierköpfige Familie produziert ca. 12 Liter Wasser pro Tag im Gebäude, dieses Wasser muss als Wasserdampf über den Tag verteilt aus dem Gebäude heraus gelüftet werden. Einmaliges Lüften reicht nicht weil die Feuchtigkeit zum großen Teil auch in Textilien, Einrichtungsgegenständen und Bauteilen gespeichert ist und erst nach und nach wieder an die Raumluft abgegeben wird.
  7. Beschlagene Fenster oder Wände sind immer ein Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit.
  8. Wenn gelüftet wird, sollte immer ein kompletter Luftaustausch durchgeführt werden.
    Es werden zwei grundsätzliche Lüftungs-Situationen unterschieden:
  9. Lüften im Sommer
  10. Lüften im Winter (während der Heizperiode)
    Die wichtigsten Regeln:
  11. Beim Lüften sollten gegenüberliegende Fenster mindestens 5 Minuten vollständig geöffnet werden (Stoßlüften)
  12. Die Fenster zum Lüften NICHT in Kippstellung öffnen (geringer Luftaustausch, Auskühlung der Fensterleibung, Schimmelpilzgefahr)
  13. Lüftungsdauer regelmäßig 5-10 Minuten (im Winter 3-5 Minuten)
  14. Wie oft? Abhängig von der Nutzungsart! 4 Personen Haushalt, normale Nutzung ca. 3-4 mal pro Tag, Schulklasse 1 mal pro Stunde
  15. Im Bad die Tür beim Duschen und Baden geschlossen halten, anschließend Fliesen mit Gummiabzieher vom Wasser befreien und Stoßlüften, sonst tagsüber alle Türen offen lassen und während der Heizperiode gleichmäßig heizen
  16. Beim Kochen/nach dem Kochen intensiv lüften (Feuchtigkeit und Gerüche entfernen)
  17. Im Altbau sollten die Möbel an den Außenwänden mit einem Abstand von 8-10 cm aufgestellt werden
  18. Keller im Sommer NICHT tagsüber lüften, die warme Außenluft kühlt im Keller ab und Tauwasser kann sich an den Wänden bilden
  19. Im Neubau muss besonders intensiv geheizt und gelüftet werde um die Baufeuchte zu entfernen, besser ist es professionelle Bautrockner einzusetzen
  20. Nach dem Duschen immer die Fliesen mit einem Gummiabzieher vom Wasser befreien
  21. Im Altbau sollten die Vorhänge min. 10 cm Luft zur Wand haben, nicht in einer Außenwandecke hängen sowie oben und unten etwa 30 cm Luft haben
    Richtig heizen und lüften in der Heizperiode (Herbst/Winter/Frühjahr):
  22. Räume speziell im Altbau nicht unter 20°C Raumtemperatur auskühlen lassen, warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen
  23. Auch Schlafzimmer tagsüber auf min. 20°C heizen und in das Lüften einbeziehen, die Feuchtigkeit der Nacht aus den Textilien muss über den Tag weggelüftet werden (ca. 1 Liter pro Person und Nacht)
  24. Auch bei täglicher Abwesenheit der Gebäude-Nutzer die Wohnung gleichmäßig beheizen (sonst Schimmelgefahr)
  25. Auch wenn es draußen nebelig oder regnerisch ist, trotzdem lüften, denn nach dem Aufheizen der Luft kann diese wieder reichlich Wasser aufnehmen
  26. Beim Stoßlüften Heizkörper-Ventile schließen
  27. In jeder Wohnung und in jedem Haus sollte mindestens ein Thermohygrometer zur Messung der relativen Luftfeuchtigkeit und der Raumlufttemperatur installiert werden. Im Altbau sollte in der Heizperiode die relative Luftfeuchte nicht über 50% steigen und die Temperatur der Raumluft nicht unter 20°C sinken! Im Neubau sollte in der Heizperiode die relative Luftfeuchte nicht über 60% steigen und die Temperatur nicht unter 19°C sinken!
    Der größte Fehler beim Heizen und Lüften - dauerhafte Kipplüftung
  28. Hier kühlt im Winter die Fensterleibung aus und es kann zu Schimmelpilzbefall kommen
  29. Es wird bei der dauerhaften Kipplüftung viel Wärmeenergie vernichtet
  30. Es kann zu mikrobiellem Befall an der Außenfassade kommen (oberhalb der Fenster)
  31. Es findet kein ausreichender Luftwechsel in den Räumen statt weil der offene Querschnitt zu gering ist
    Schlafzimmer im Winter nicht oder nur sehr wenig heizen
  32. Viele Menschen schlafen lieber kühl, wird dann tagsüber nicht ausreichend geheizt (min.20°C) und gelüftet kommt es schnell zu einem Schimmelpilzbefall
  33. Wird die Tür des unbeheizten Schlafzimmers tagsüber offen gelassen, strömt die feuchte und warme Luft aus den anderen Räumen in das Zimmer, hier kann es dann an den kalten Außenwänden schnell zur Tauwasserbildung und damit zu Schimmelbefall kommen.
    Wäsche trocknen in der Wohnung, zu viele Pflanzen, 6 Aquarien, 8 Brunnen, … zu viel Wasser im Gebäude!
  34. Mittelmaß ist gefragt! Wird übermäßig viel Wasserdampf im Gebäude produziert und das Heiz- und Lüftungsverhalten nicht entsprechend angepasst kann es schnell zu Schimmel in der Wohnung kommen!
    Sollte es am Ende doch zu einem Schimmelbefall kommen, sollten Sie durch einen Fachmann die Ursache abklären lassen.
    Mfg. Skype : bavo1-lohmar
    Jürgen V.

Hallo Michael,
es tut mir Leid das ich Deine Frage leider nicht beantworten kann. Habe aber auch noch nie gehört das man die Wand behandeln soll. Wir haben ein 160l und ein 240l Becken, haben die Wände nicht behandelt, haben kein Schimmel oder Nässe obwohl wir in einem Altbau wohnen.
Könnte mir aber vorstellen das eine sogenannte „Elefantenhaut“ (abwaschbar) helfen kann.
http://www.helpster.de/farbe-abwaschbar-machen-so-ge…
Viel Glück

Hi,
bisher hab ich noch nicht gehört, dass man das Aquarien-Umfeld besonders behandeln soll.
Die Feuchtigkeit, die ein Aquarium abgibt, sammelt sich ja nicht unbedingt dort, sondern an Kältebrücken im Raum. Bei uns reicht bisher Lüften, dann den Raum eben öfter als andere.
Mit Chemie an der Wand verdrängst du die Feuchtigkeit ja nur.

Gruß
Gudrun

Hallo,
höre ich erstmalig. Kommt mit Sicherheit auch auf die Größe des Aquariums an, ob man dies wirklich benötigt.
Und hängt sicherlich auch von der Temperatur der Wand relativ zur Raumtemperatur ab, ob die Wand deutlich kühler ist als die Raumluft.
Intuitiv würde ich hier Wasser abweisende Farbe verwenden, manche Duschkabinen sind damit ausgestrichen. Fliesen geht auch, denke ich.

Hallo, tut mir leid da weiss ich auch nicht so Bescheid, aber ich würde es mit einer Art Latex-Milch probieren. Viel Glück Ulrike-

Hallo Michael,
Dein Aquarium sollte einen Deckel haben, der relativ dicht schließt, dann brauchst Du Deine Wand nicht behandeln. Und ehrlich gesagt, habe ich das noch nicht gehört. Meine Wand habe ich nicht behandelt, und es ist, seit ich das Aquarium habe, (ca. 8 Jahre) nichts an Feuchtigkeit an der Wand. Den Raum täglich lüften - und das ist alles.
Grüße

Hallo lieber Fragesteller,

es ist natürlich so, dass durch die Wasseroberfläche eines Aquariums relativ viel Feuchtigkeit an die Umluft abgegeben wird. Dies grenzt man am besten dadurch ein, dass man die Oberfläche (z.B. mit einer Glasplatte) abdeckt. Dadurch ist dann auch die benachbarte Wand geschützt.

Weiterhin empfehle ich, mit einem Thermohygrometer die Raumtemperatur und die Luftfeuchte zu kontrollieren. Es besteht die Gefahr, dass die Luftfeuchte an kalten Stellen der Wände kondensiert und dort die Schimmelbildung begünstigt.

Ich hoffe, damit ein wenig weiter geholfen zu haben.

Gruß

H.-P. Dresen