Hallo Tim
Vorab: Ich hoffe ich erschlage Dich jetzt nicht mit meiner langen Antwort und alles ist soweit verständlich. Wenn nicht -> bitte nachfragen, kein Problem 
Das ist schon eine ganze Menge, wie ich finde, nur noch ein
Drittel der Lichtgeschwindigkeit im Kabel.
Weiß jemand, wie man das eigentlich gemessen hat?
Stell Dir folgender Aufbau vor: Du hast einen Funktionsgenerator, der schnelle Impulse erzeugen kann. Diesen schließt Du mit einem Kabel an ein Oszilloskop an, so dass Du Dir den zeitlichen Verlauf der Spannung (=des Impulses) anschauen kannst. Das machst Du auf Kanal 1 des Oszilloskops, das Du mit einem T-Stück angeschlosen hast. Das Kabel geht weiter, sagen wir 25m, und geht dann in den Kanal 2 des Oszilloskops.
Erzeugt der Impulsgenerator nun einen Puls, wirst Du zwischen Kanal 1 (direkt vom Impulsgenerator gemessen) und Kanal 2 (über 25m Kabel verzögert) eine zeitliche Differenz feststellen. Und die ist direkt abhängig von der Länge des Kabels, d.h. doppelte Länge = doppelte Verzögerung. (Die Verzögerung ist auch vom Kabel an sich abhängig, wie Reinhard schon schrieb).
Vorraussetzung ist natürlich dass Du ein wirklich schnelles Oszilloskop hast, aber so etwas gibt es durchaus. Es gibt sogar Messgeräte, die Dir mit Hilfe dieser Laufzeiten sagen können, wo Dein Kabel gebrochen ist! Stell Dir vor Du hast 3km Kabel unterirdisch verlegt und irgendwo ist es kaputt - man kann ja nicht 3km die Straße aufreißen und nachschauen 
Wie geht das in der Praxis. Ich meine da gibt es ja auch
Verzögerungen in den Messgeräten, die man ja irgendwie auch
berücksichtigen muss bei der Messung.
Im Beispiel meines Oszilloskops: Beide Kanäle haben ja die gleiche Verzögerung. Das Signal wird zwar (durch Laufzeiten usw.) verzögert dargestellt, aber wenn beide Kanäle gleich viel später dargestellt werden, ist es kein Problem.
Die Verzögerungen, die die elektronischen Geräte zufügen,
hängt doch auch u.a. mit der Länge der Leitung zusammen, mit
der sie verbunden sind um das Signal zu übermitteln, …
korrekt
…, weil doch
nicht nur die Spannung reicht um ein Signal zu übermitteln,
sondern es muss auch noch ein Strom dazu fließen. Deshalb
spielt doch auch der Widerstand der Leitung(dazu gehört doch
auch die Länge) mit in die Transferzeit.
Ist an dieser Annahme irgendwas falsch?
Jein
Zuerst einmal zu Strom und Spannung: Wenn Du ein Kabel verwendest, hast Du immer Strom *und* Spannung. Dein Funktionsgenerator erzeugt eine Spannung, die durch den Eingangswiderstand des Oszilloskops einen Strom fließen lässt. Der fließt natürlich auch durch das Kabel. Andere Denkweise: Du hast einen Generator, der Stromimpulse generiert anstatt Spannungsimpulse. Dieser Strom fließt dann auch durch das Kabel und erzeugt am Eingangswiederstand des Oszilloskops eine Spannung.
Insofern korrekt: Der Widerstand des Kabels spielt eine Rolle. In diesem Fall aber eine kleine, da das Kabel einen kleinen Widerstand im Vergleich zum Oszilloskop hat. Für die Transferzeit spielt das Kabel an sich die größte Rolle, und zwar das Material um genau zu sein. Die Lichtgeschwindigkeit gilt im Vakuum. Hast Du kein Vakuum, kommt es auf das Material an.
ciao, Knobi