Wärme/Kälte als 'Heilmittel'

Hallo zusammen!

Als ich vor ein paar Tagen mit einer leichten Ohrenenzündung mit dem Kopf auf einer Wärmflasche im Bett lag, weil mir dazu nichts besseres einfiel an in meinem Haus verfügbaren Hausmittelchen, stellte sich mir eine Frage.
Was genau bewirkt Wärme oder in anderen fällen auch Kälte im Körper…warum hilft es? Bzw hat man vielleicht nur den Eindruck es hilft, obwohl es gar nicht der Fall ist?

Also bei Kälte kann ich mir das in bestimmten Situationen ja noch vorstellen. Kälte/Kühlung an sich wirkt ja schon wie eine Art Schmerzmittel… eine Stelle die man kühlt tut weniger weh in der Regel. Vermutlich hängt das mit den Reizrezeptoren zusammen, die damit quasi überlastet oder desensibilisiert werden? Das Kühlung zB auch bei Vergiftungen (im Sinne von Bienenstichen zB) helfen könnte, kann ich mir auch noch vorstellen, denn die Kühlung regelt ja vielleicht auch noch den Organismus an der Stelle zumindest herunter, das Gift kann sich nicht so gut verbrieten usw.
Das Wärme in Fällen Viren oder Bakterien hilft, ist für mich auch nachvollziehbar. Hohe Temperaturen vertragen diese ja nicht so gut und gehen ein…man unterstützt also die Selbstheilung des Körper damit.

Aber wie ist das in meinem Fall zB? Ich glaube das schmerzende Ohr war ein Ergebnis von recht kühlem Zug… sind da immer Viren/Bakterien dran beteiligt? Wenn nicht, glaube ich nämlich, dass die in meinem Fall auch nicht beteiligt waren…dazu war das eine zu schnelle Angelegenheit, zu beschränkt auf das eine Ohr, und schnell wieder vorbei.
Was hat die Wärme in dem Fall bewirkt (wenn sie denn überhaupt eine Wirkung hatte, und es nicht eh auch ohne Wärmflasche am
nächsten Tag besser gewesen wäre)? Wie unterstützt sie an der Stelle den Körper? Weil durch höheren Stoffwechsel dort, oder schneller repariert werden kann?

Ich danke euch für eure Gedanken, Ideen und Hinweise
aj

Hallo!

Ich kann Dir das nur „als Patient“ weitergeben, wie es mir erklärt worden ist.

Mir sagte ein Arzt, ich solle mich für das entscheiden, was mir gut täte (es ging um Gelenkschmerzen und Wundschmerz nach OP).

Kälte betäubt den Schmerz, verlangsamt Entzündungsprozesse. Eiwswürfel auf einen beginnenden Herpes (bis die Lippe taub ist) sind mein neuentdecktes Wundermittel. Die Viren vertragen wohl die Kälte nicht und gehen ein hab ich gelesen. Funktioniert in der Praxis prima.

Andererseits funktioniert auch die Abwehr bei niedrigen Temperaturen nicht so gut, deshalb erkältet man sich auch leichter, wenn man kalte Füße hat.

Allgemein ist der optimale Temperaturbereich von Viren und Bakterien an der normalen Körpertemperatur orientiert. Alles weit darüber oder darunter finden die nicht so toll.

Wärme beschleunigt chemische Prozesse, bringt manches in Schwung und tut manchmal einfach gut (gerade Gelenken).

Soweit und wahrscheinlich mangelhaft die Sache aus meinem Verständnis heraus.

Grüße
und gute Besserung
kernig

Hallo,
kernig

Mir sagte ein Arzt, ich solle mich für das entscheiden, was
mir gut täte (es ging um Gelenkschmerzen und Wundschmerz nach
OP).

Es ist tatsächlich eine alte ärztliche Erfahrung, dass der Kranke ein sicheres Gefühl dafür hat, ob Kälte oder Wärme ihm gut tut, ohne dass man das wissenschaftlich zu untermauern braucht.

Gruß,
Montanus

Huhu ihr zwei!

Es ist tatsächlich eine alte ärztliche Erfahrung, dass der
Kranke ein sicheres Gefühl dafür hat, ob Kälte oder Wärme ihm
gut tut, ohne dass man das wissenschaftlich zu untermauern
braucht.

Witzig dass ihr das erwähnt. Das war auch einer der Gedanken die mir durch den Kopf gingen: Warum habe ich mir instinktivdie Wärmflasche geschnappt und nicht ein kaltes Steak aus dem Kühlfach? Und warum verhalte ich mich bei einem entzündeten Zahn genau anders?

…ich habe das dann alles hauptsächlich auf angelerntes Verhalten geschoben. Muttern hat ja auch bestimmte Dinge gemacht als ich klein war und mir was weh tat…

lieben gruß
aj

danke dir schon mal…

Das sie Kälte nicht so gut abkönnen wundert mich gerade ein wenig. Gerade von Viren höre ich meist gerade eher das Gegenteil, dass sie nämlich oft recht kälteresistent sind, und daher in kälteren Temperaturen länger aktiv bleiben als in wärmeren Situationen…? Und man kühlt die Stellen ja sicherlich nicht so weit runter, dass es sie wirklich schädigt, oder? Man hat ja schließlich noch eigenes Fleisch zu schützen…