Wärme mit Luft abtransportieren=Rechnung

Hallo Experten,

nur Hilfsbereite sollen weiterlesen weil ich Hife nur wegen eigener Faulheit brauche.

Ein wenig muß ich erzählen: Mit einem Freund und seiner Frau sprach ich über ein im nächsten Jahr zu installierendes Klimagerät.

Ich selbst kenne nur die in Fenster einzubauenden, Split-Level Geräte und große Klimaanlagen. Er dachte an so ein Ding, welches man ins Zimmer stellt und die Wärme durch einen Schlauch durchs Fenster hinausleitet. Ich meinte „Schnapsidee“ und zog mir den Unmut seiner Frau zu. Die will es nächstes Jahr kühler haben, und nicht zu viel Geld ausgeben.

Ich erbot mich, aus w-w-w Beiträge Hinweise herauszusuchen und tat das auch. Daher vermute ich, daß so ein Schrank mit Schlauch wohl einen Anschlußwert von 700 Watt hat. Egal, ob das reicht oder nicht, ich versuchte, die Luft zu berechnen, die nötig ist um die Wärme ins Freie zu bringen.

Da ich für technische Rechnungen rostig bin und diese „neuen“ Einheiten nicht kenne, habe ich sicher viele Fehler gemacht, würde jemand so nett sein, meine Annahmen zu überprüfen und mich zu korrigieren?

Das Ding wird pro Stunde wohl 20-30 Minuten arbeiten. Ich rechne 700/60x25x60=17.500Ws/h

Irgendwo habe ich gehört, daß man das Joule eingeführt hat, um einen direkten Vergleich mit Wattsekunden zu haben? Also muß ich 17,5 kJ/h wegbringen. Ist mein Fehler hier?

Mit Luft bringe ich (und andere auch) mit einem Kilogramm 0,24kcal weg, kJ gibt es wohl 4x soviel als kcal, daher pro kg Luft und 1°C Erhöhung der Lufttemperatur = 1kJ.

Ohne große technische Anstrengung (wäre teuer), wird man den heißen Kompressor anblasen, so wie den Radiator im Auto oder direkt den Motor im VW-Käfer. Jetzt kann der Kompressor nicht unendlich heiß werden und die Luft flitzt nur so drüber. Hier schätze ich ganz grob und meine, die Temperaturdifferenz der Kühlluft wird sich um die 25-35°C bewegen. (eigentlich schätze ich niedriger)

17,5/30 = 0,6 kg Luft pro Stunde und, wenn die Luft 1,2 kg pro Kubikmeter wiegt, wären dies 0,5 m3 ? Wiegt denn die schöne kalte Raumluft, getrocknet und gekühlt und in einem Raum irgendwo in Deutschland wirklich 1,2kg/m3 ??

Auch wenn meine Annahmen nur in der Größenordnung richtig sind, wäre es wohl möglich, so einen „Kühlschrank“ mitten ins Zimmer zu stellen, etwas Kühlluft ins Freie zu blasen und meine Annahme der „Schnapsidee“ wäre falsch.

Findet sich eine gute Seele, die mich korrigiert und beweist, daß ich mich um Dezimalpunke geirrt habe. Mir gefällt diese Technik nämlich nicht.!!! (Persönliche Abneigung).

Grüße, Rudolf

Hi Rudolf,

gefällt dir vielleicht nicht, meine Antwort, hilft dir vielleicht auch nicht weiter. Aber: Bei einem durchschnittlichem Raum ohne direkte übermäßige Sonneneinstrahlung (Raumhöhe 2,50m und so 20m² Fläche) brauchst du ein 1kW-Gerät. Bei mehr Raum entsprechend hochgerechnet. Dies gilt so etwa bis 30° Außentemperatur, wenn du drinnen um die 23° haben willst. Dies zu meinen Erfahrungswerten. Zugegeben sehr schwammig. Ich nutze für meine Dachgeschoßwohnung mit viel Fenstern (Terrasse und Süd-West-Lage - vieeeel Sonne) ein Splitgerät 4,5kW, reicht gradeso für 45m² bei außen 35° und innen 25°. *schwitz* und *stromrechnunghasse*

Gruß
André

Ich selbst kenne nur die in Fenster einzubauenden, Split-Level
Geräte und große Klimaanlagen. Er dachte an so ein Ding,
welches man ins Zimmer stellt und die Wärme durch einen
Schlauch durchs Fenster hinausleitet.

Hallo !

Wenn man jetzt wüßte, was das „Ding“ sein soll, könnte man hilfsbereit sein1

gruß Max

Mobiles Klimagerät
Hallo Max,
es geht um diese mobilen Klimageräte, von denen in w-w-w in letzter Zeit viel geschrieben wurde. Angeblich ein kühlschrankgroßes Gerät daß im Zimmer vor sich herbrummt und einen Schlauch hat, durch den die Wärme nach außen gebracht werden soll. Ich selbst habe so etwas auch noch nicht gesehen.

Grüße, Rudolf

Wenn man jetzt wüßte, was das „Ding“ sein soll, könnte man
hilfsbereit sein1

gruß Max

Hallo,

es geht um diese mobilen Klimageräte, von denen in w-w-w in
letzter Zeit viel geschrieben wurde. Angeblich ein
kühlschrankgroßes Gerät daß im Zimmer vor sich herbrummt und
einen Schlauch hat, durch den die Wärme nach außen gebracht
werden soll. Ich selbst habe so etwas auch noch nicht gesehen.

die Dinger gibts in jedem Baumarkt. Sie saugen vorne Luft an. Ein Teil der Luft wird über die Kühlseite geleitet und kalt in den Raum geblasen, der andere Teil wird über die Warmseite geleitet und über einen Abluftschlauch nach draußen geblasen um die Abwärme aus der Raumluft und vom Kompressor abzuführen.

Und da ist auch schon der Nachteil: Ein Teil der Raumluft wird als Abwärme nach drußen geblasen, folglich muss irgendwo Luft von außen hereinströmen. Und wie warm diese Nachströmende Luft ist braucht man ja wohl nicht zu erwähnen. Ausserdem hat man immer das Fenster einen Spalt offen (wenn man keinen Mauerdurchbruch schafft. Kommt also da die warme Luft direkt zurück ins Zimmer.
Und der Abluftschlauch ist nicht wärmeisoliert. DH ein Teil der Wärme wird direkt wieder in den Raum abgegeben.

Alles in allem ist das Teil ein Wunder an Ineffizienz. Macht ein bisschen kühler und frisst dabei mächtig Strom. Ein Split-Gerät (Kaltseite drinnen, Warmseite draußen, Verbindung über Kühlmittelschlauch) ist allemal vorzuziehen.

Gruss, Niels

Hallo,

die Luftmenge, die zur Wärmeabfuhr nötig ist, kannst du nicht so einfach berechnen. es hängt zu stark von unbekannten Faktoren ab. zB: Temperaturdifferenz zwischen Kühlkörper und Kühlluft. Oberfläche des Kühlkörpers: Strömungsgeschwindigkeit. Erwünschte Kühlleistung.

Insgesamt sind die „Schlauchgeräte“ deutlich weniger effizient als die Splitgeräte, da immer Warmluft von außen nachströmen muss (s. mein Posting weiter unten im Thread).

Gruss, Niels

André hat Recht. Alles was mit Schlauch nach außen geht oder im Zimmer brummt und röchelt taugt a la longue nichts; habe da 25 Jahre Erfahrung.

Kürzlich gab´s als Sonderangebot im Praktiker echte Splitanlagen (9000 BTU Kühlleistung) für nur 299 €. Hab ich, nach meinen Erfahrungen, sofort zugeschlagen und mir zwei gekauft. Sind inzwischen eingebaut (ging eigentlich ganz leicht); Gesamteindruck: toll, toll, toll. In den letzten Wochen, als es draußen 35 C hatte, auf meinem Balkon 45, hatte ich am Schreibtisch 25 C.

Erleichtert: Schnauf.

Antal

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ganz so ist das nicht
Hallo,

kühlschrankgroßes Gerät daß im Zimmer vor sich herbrummt und
einen Schlauch hat, durch den die Wärme nach außen gebracht

es gibt auch Geräte, die 2 Schläuche haben (zumindest das Gerät,
welches ich hier habe funktioniert so).
Ein Schlauch saugt von außen Luft an und durch den andere Schlauch
wird die heiße Luft wieder rausgeblasen.
(es gibt aber auch welche mit Wasserkühlung -> Anschluß an Wasserhahn
und Abwasserrohr, Nachteil: Wasserverbrauch).

Die kalte Luft, die über den Wärmetascher geführt wird, kommt dann
natürlich nur aus dem Raum.

die Dinger gibts in jedem Baumarkt. Sie saugen vorne Luft an.
Ein Teil der Luft wird über die Kühlseite geleitet und kalt in
den Raum geblasen, der andere Teil wird über die Warmseite
geleitet und über einen Abluftschlauch nach draußen geblasen
um die Abwärme aus der Raumluft und vom Kompressor abzuführen.

Und da ist auch schon der Nachteil: Ein Teil der Raumluft wird
als Abwärme nach drußen geblasen, folglich muss irgendwo Luft
von außen hereinströmen. Und wie warm diese Nachströmende Luft
ist braucht man ja wohl nicht zu erwähnen.

Wenn das bei einige Modellen so sein sollte, dann sind die natürlich
nicht so toll.

Ausserdem hat man
immer das Fenster einen Spalt offen (wenn man keinen
Mauerdurchbruch schafft. Kommt also da die warme Luft direkt
zurück ins Zimmer.

Das kann man durch eine Decke unterbinden. Auch zugezogene Gardinen
unterdrücken den Gasaustausch stark. Im Sommer kommt aufgrund der
geringen Temp.-diff durch ein Fensterspalt eh nicht soviel Luft.

Und der Abluftschlauch ist nicht wärmeisoliert. DH ein Teil
der Wärme wird direkt wieder in den Raum abgegeben.

Dieser Effekt ist eher sehr gering, weil der Wärmeübergang von der
Schlauchwandung zur Luft schlecht ist. Die rel. große Luftmenge,
die durch den Abluftschlauch geblasen wird, transportiert das
zig-fache an Wärme.

Alles in allem ist das Teil ein Wunder an Ineffizienz. Macht
ein bisschen kühler und frisst dabei mächtig Strom.

Ganz so schlimm muß es nicht sein.
Der Nachteil liegt eher in der geringen Leistung der Wärmepumpe
(reicht nur für einen mittleren Raum) und der Lärmbelästigung
durch den Kompressor und das Gebläse.

Ein Split-Gerät (Kaltseite drinnen, Warmseite draußen, Verbindung
über Kühlmittelschlauch) ist allemal vorzuziehen.

Das stimmt natürlich. Splitgeräte haben in der Regel einen größere
Leistung und der außen stehende Kompressor wird innen nicht so laut
wahrgenommen. Auch das Gebläse wird leiser sein, weil die Luft-
geräusche durch die Schläuche entfallen und der Lüfter (und Wärme-
tauscher) großzügiger ausgelegt sind.
Gruß Uwi