ich habe einen Zweitaktzylinder aus Aluguss. Dieser wird über ein
Lüfterrad zwangsluftgekühlt. Bisher weißt dieser eine klassische
Gussoberfläche auf. Würde es die Wärmeableitung verbessern, den
Zylinder mit schwarzem, hitzebeständigem Lack zu beschichten.
Konkret: überwiegt die Erhöhung der Wärmestrahlung oder die
zusätzliche „Dämmung“ durch die Lackschicht? Sehen Sie andere
Möglichkeiten die Kühlung zu verbessern?
Konkret: überwiegt die Erhöhung der Wärmestrahlung oder die
zusätzliche „Dämmung“ durch die Lackschicht?
Das kann man sicherlich erst dann genau berechnen, wenn man den Wärmedurchgangswert der Lackierung kennt. Eine Verbesserung dürfte es meiner Meinung nach nicht sein. Zwar vergrößert sich die Oberfläche der Kühlrippen geringfügig, aber der „Wärmeschutzeffekt“ der Lakeirung dürfte das sehr schenll aufwiegen.
Sehen Sie andere
Möglichkeiten die Kühlung zu verbessern?
Grundsätzlich nur in dem die Kühlfläche vergrößert (mehr oder längere Kühlrippen) oder der Luftdurchsatz vom Kühlrad verbessert (höhere Lüfterdrehzahl) wird.
Ölkühler dürfte ja ausfallen, da ich auf einen Zweitakt - Motor tippe.
Alternativ wäre da noch der Umbau auf eine Wasserkühlung. Aber da ist sicher besser, mann nimmt gleich einen stärkeren Motor. Das dürfte dann wesetlich einfacher sein.
Nach meiner laienhaften Ansicht dürfte die Lackierung des Zylinders mit Wärmeschutzfarbe keinen meßbaren Vorteil bringen.
Interessant wäre es zu wissen, um welches Modell es sich handelt.
Bei der Vespa PX kann man beispielsweise zur Verbesserung der Kühlung des Zylinders vor allem im Bereich des Kopfes ein rundes Loch von ca. 50 mm Durchmesser oben in die Plastikabdeckung des Zylinders schneiden (neben der Zündkerze, außen). Die Seitenhaube darüber erhält ebenfalls ein entsprechendes Loch oder noch besser nur Kühlschlitze (weniger Verschmutzung). Beide Löcher können mit einem fest innen an der Seitenhaube montierten Gummischlauch verbunden werden. So wird der vorne auf die Seitenhaube auftreffende Fahrtwind zur Kühlung genutzt.
Man muss nur so genau arbeiten, dass das andere Ende des Schlauches beim Schließen der Seitenhaube genau auf das Loch im Zylinderdeckel trifft.
Um ein wenig Mehrleistung zu erreichen, kann selbiger Schlauch auch anstelle des Luftansaugschlauches an die Vergaserwanne angeschlossen werden. Ist allerdings nur bei trockenem Wetter sinnvoll…
Grüße,
Mathias
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Klar geht das mit dem Lack… Und wie das geht… es gibt
spezielle Lacke… (mattschwarz) damit senkst Du die
Oberflächentemperatur um bis zu 35%
alleine diese Angabe der Temp. in % deutet auf Werbe-Humbug hin.
Von welchem Bezugspunkt aus sollen die 35% gelten?
Die Farbe hat nix mit Konvektion zu tun. Da verschlechert sich
also nur etwas (allerdings nur marginal) , wenn eine zusätzliche
Schicht draufkommt…
Bei höheren Temp. überwiegt die Wärmestrahlung. Diese nimmt
mit mit der 4 Potenz der Temp. (in Kelvin!) zu.
Der Absorbtionsfaktor (wecher auch die Abstarhlung beeinflußt)
ist aber bei matten Fläche eh schon um 0,7…0,9.
Da kann man mit etwas Verbesserung ein paar Grad herausholen,
aber wegen der sehr progressiven Zunahme mit der Temp. dann
doch bloß wenige Grad.
Die wenigen Grad können allerdings im Grenzbereich den kleinen
Unterschied zwischen „noch Funktionieren“ und " kaputt" bedeuten.
Weiss reflektiert die Sonne besser… weisse Auto sind
gegenüber schwarz lackierte Austos um 10 Grad kühler…
Die Sonne hat eine Farbtemp. von ca. 6000K.
Dementsprechend wird Sonnenstahlung wird zum größten Teil im
sichtbaren Lichtspektrum emmitiert.
diskutiert ihr das?
Nein, weil ein Motor nur paar hundert Kelvin hat.
Die Emmission findet im fernen IR statt. Dort haben die
Farben des sichtbaren Spektrums überhaupt keine Bedeutung.
Das geht definitiv! Am Besten den Zylinder vor dem Lackieren grob sandstrahlen (mit Schlacke) um die Oberfläche zu vergrössern. Dann hitzebeständigen Auspufflack verwenden. Der trägt nur dünn auf. Unbedingt auch den Zylinderdeckel behandeln.
Bei meiner Yamaha XS500 hat diese Behandlung (nur der Zylinderkopf) die Öltemperatur um ca 5° gesenkt und der Kopf ist seitdem standfest. Viele Motoren sind nicht aus optischen Gründen schwarz.