Hi bozi,
warme Luft steigt, weil sie leichter ist als kalte, immer nach oben. In Deinem Fall bedeutet das, dass es unter der 3,7 Meter hohen Decke kuschelig warm ist, wenn der Ofen brennt.
Damit warme Luft nach oben steigen kann, braucht es kältere Luft, die quasi oben Platz macht und nach unten sackt, um dort wieder am Ofen vorbei zu gelangen, erhitzt zu werden und dann aufzusteigen (ich glaube, man nennt den Vorgang Konvektion). Das passiert also in dem Raum, wo der Ofen brennt.
Im Nebenraum oder Flur ist auch Luft, genau genommen ist der voll mit Luft, da passt also nur was rein, wenn auch was rausgeht. Gut wäre z. B., wenn Du über dem Ofen (also in Höhe der erhitzten Luft) ein Lüftungsloch zum Nachbarraum schaffen würdest, durch das warme Luft da hineinkann, während die kalte Flurluft durch die offene Tür dann zum Ofen gelangt, sich dort erhitzt und . . .
Jetzt hast Du auch den Nachbarraum im Luft-Kreislauf.
Allerdings warne ich vor überzogenen Erwartungen - massgebend ist der Durchmesser bzw. die Größe des Lüftungsloches über dem Ofen. Nur was da durchkommt, wird quasi umgewälzt - mehr nicht!
Ein Problem sehe ich in der Raumhöhe Deines Wohnzimmers - normal sind heute 2,50 Meter. Du heizt quasi die Grundfläche x 1,2 Meter in einem Bereich, von dem niemand was hat. Ich weiss nicht, in wie weit hier ein sog. Miefquirl, also ein Deckenventilator, wirklich Abhilfe schafft oder ob der den Luftkreislauf durcheinander bringt. Andererseits sollte Dein Ofen locker ausreichend Wärme spenden, um auch diesen hohen Raum ausreichend zu heizen. Wenn Du weitere Räume mit dem Ofen „heizen“ willst, muss zu diesen Räumen ein Luftaustauch (Zirkulation) sichergestellt sein: oben warme Luft in den Nachbarraum ableiten und unten (oder z. B. durch offene Tür) kalte Luft wieder rein.