ist es normalerweise nicht so, dass ein guter elektrischer Leiter auch ein guter Wärmeleiter ist? Wäre auch logisch, da eine locker gebundenen Außenelektronenwolke, wie sie bei Metallen vorkommt, sowohl für die Wärmeleitfähigkeit wie auch für die elektrische Leitfähigkeit günstig sein müsste. Warum besitzt aber Kupfer eine meines Wissens ausgezeichnete elektrische Leifähigkeit, während die Wärmeleitfähigkeit schlecht ist? Gibt es dafür eine physikal-chemische Erklärung ?
nein, wie schon gesagt, das stimmt ja auch gar nicht.
Wenn du Stoffe suchst, bei denen die Übereinstimmung zwischen Wärme- und elektrischer Leitfähigkeit gering ist, must du bei Halbleiterzubehör suchen: Berylliumoxid ist ein Isolator mit relativ guter Wärmeleitung, sonst käme niemand auf die Idee, aus so einem exotischen und giftigen Material Unterlegscheiben für Transistoren zu fertigen.
Das extremste Beispiel ist meines Wissens Diamant, aber da liegt das Problem eher im Preis. Wird aber trotzdem zur Halbleiterkühlung erwogen, z.B. für die kommenden PC-Prozessoren, mit denen man Einfamilienhäuser heizen kann, wenn sich an der Technologie nichts Grundlegendes ändert.
Gruss Reinhard
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Besten Dank für den Link. Hast mich vor einem Fehler bewahrt, weil ich mir gerade einen neuen Schneidezahn aus einem Diamanten schleifen und einsetzen lassen wollte. Mit so einem funkelnden Ding kann ich den Leuten endlich mal die Zähne zeigen und so richtig Biß entwickeln. Aber bei der guten Wärmeleitfähigkeit wird womöglich jedes Frühstück mit Don Perignon zur schmerzhaften Angelegenheit. Wie sind Deine Erfahrungen mit Diamant-Gebissen?
Besten Dank für den Link. Hast mich vor einem Fehler bewahrt,
weil ich mir gerade einen neuen Schneidezahn aus einem
Diamanten schleifen und einsetzen lassen wollte. Mit so einem
funkelnden Ding kann ich den Leuten endlich mal die Zähne
zeigen und so richtig Biß entwickeln. Aber bei der guten
Wärmeleitfähigkeit wird womöglich jedes Frühstück mit Don
Perignon zur schmerzhaften Angelegenheit. Wie sind Deine
Erfahrungen mit Diamant-Gebissen?
Mit meiner Kreissäge habe ich bis jetzt weder an Don Perignon noch an Don Camillo versucht …
Kupfer hat eine sehr gute elektrische und Wärmeleitfähigkeit.
Meines Wissens die zweitbeste überhappt nach Silber.
Da du dich mit Werkstoffen beschäftigst, hast du es wohl schon gewusst, aber es gibt ja schon Kunststoffe, die besser Strom Leiten als jedes Metall. Das ist dann gerichtetes, kondensiertes Polyacrylnitril
Also nur mal, dass mans weiss…
[…]aber es gibt ja schon Kunststoffe, die besser Strom
Leiten als jedes Metall. Das ist dann gerichtetes,
kondensiertes Polyacrylnitril.
Hhm, interessant. Hast du da evtl. eine Quelle dafür? Mein Kenntnisstand ist dahingehend, dass man mit AsF5 dotiertem cis-Polyacetylen auf Werte um die 10^4 S/m kommt.
[…]aber es gibt ja schon Kunststoffe, die besser Strom
Leiten als jedes Metall. Das ist dann gerichtetes,
kondensiertes Polyacrylnitril.
Hhm, interessant. Hast du da evtl. eine Quelle dafür?
Grad nicht. Es stand im Schrödel für Sek II. Aber am Freitag kann ich da nachsehen und dann werde ich es posten. Mir ist klar, dass das noch nicht besonders wissenschaftlich ist, jedoch stand da glaub ich was von einem bestimmten Japaner oder so, der diese Stoffe hergestellt hat. Dann könnte man auch googeln…
Mein
Kenntnisstand ist dahingehend, dass man mit AsF5 dotiertem
cis-Polyacetylen auf Werte um die 10^4 S/m kommt.
Das wäre dann natürlich weniger als bei den „guten“ Metallen…
jedoch stand da glaub ich was von einem bestimmten Japaner
oder so, der diese Stoffe hergestellt hat.
Vielleicht war das Shirakawa, derjenige dem in den 70ern die Entdeckung von leitfähigem Polyacetylen gelang (er hat für seine Arbeiten übrigens 2000 den Nobelpreis bekommen).
Wäre nett, wenn du mal nachschaust - es wäre ja schlecht, wenn ich bei meinem Beruf eine Entwicklung verpasse:smile:
Mein
Kenntnisstand ist dahingehend, dass man mit AsF5 dotiertem
cis-Polyacetylen auf Werte um die 10^4 S/m kommt.
Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen, ich meinte natürlich S/cm (Cu hat ja ~5*10^5 S/cm), man ist also schon bis auf eine Größenordnung heran gekommen.