Wärmeleitpaste - Die Angst fährt mit

Hallo,

ich habe meinem PC gerade einen neuen Lüfter spendiert.

Der Verkäufer hat mich sehr gut beraten und mir beschrieben, dass ich einen Tropfen Leitwärmepaste so wie beschieben auftragen soll.

Das habe ich auch, die Fläche ist ca. 1 cm2 groß, ich hab so ungefähr so viel drauf wie eine kleine Erbse groß ist.

Bis jetzt läuft alles super, aber ich würde gerne noch von dem einen oder anderen Experten wissen, wie sich der Tod durch Überhitzung ankündigt! Ist ein AMD Duron 800 und das Board ein olles Elitegroup K7VZA oder so, ist da ein Überhitzungsschutz schon drin?

mfg

Der Verkäufer hat mich sehr gut beraten und mir beschrieben,
dass ich einen Tropfen Leitwärmepaste so wie beschieben
auftragen soll.

Das habe ich auch, die Fläche ist ca. 1 cm2 groß, ich hab so
ungefähr so viel drauf wie eine kleine Erbse groß ist.

Das ist nach meiner Ansicht schon zu viel, Wärmepaste soll ja nur hauchdünn aufgetragen werden, um die mikroskopischen Unebenheiten der Kühlkörperoberfläche aufzufüllen. Da kann man wirklich sehr sparsam mit umgehen, sonst verdreckt man nur unnötig den Prozessor.

Bis jetzt läuft alles super, aber ich würde gerne noch von dem
einen oder anderen Experten wissen, wie sich der Tod durch
Überhitzung ankündigt! Ist ein AMD Duron 800 und das Board ein
olles Elitegroup K7VZA oder so, ist da ein Überhitzungsschutz
schon drin?

Dien Prozessor hat noch keinen integrierten Temperatursensor, den gibt es erst im Athlon XP. Du musst dich also auf den Sensor verlassen, der auf dem Mainboard unter dem CPU-Sockel angebracht ist. Das Ansprechverhalten solcher externen Sensoren ist zwar ziemlich träge, aber es wird reichen, um den Prozessor bei einer langsamen Überhitzung durch einen verdreckten Kühlkörper etc. rechtzeitig abzuschalten.
Die vom Sensor gemessene Temperatur kannst du übrigens mit kostenlosen Systemanalyseprogrammen (Sisoft Sandra, Everest) ansehen. Da der Sensor jedoch nicht die Temperatur im Prozessor misst, sondern nur in seiner Nähe, ist es realistisch, zum gemessenen Wert noch ca. 15°C als Sicherheitsbonus hinzuzuaddieren, bevor du sie mit der zulässigen Betriebstemperatur deines Prozessors vergleichst.

Um zu überprüfen, wie heiß dein Prozessor im Betrieb wird, kannst du z.B. mal eine Stunde lang ein Stresstestprogramm (z.B. den Torturetest von Prime95) laufen lassen und danach bei laufendem Programm die CPU-Temperatur auslesen. Liegt diese dann noch unterhalb von ca. 60°C (gemessener Wert) ist alles im grünen Bereich und du musst dir keine Sorgen wegen einer Überhitzung machen.

Ein Tod durch Überhitzung kündigt sich übrigens in der Regel nicht langfristig an, passiert aber auch meist nur durch wirklich grobe Bedienungsfehler (Prozessor ohne Kühler einschalten, Kühler falsch montiert etc.). Der Computer geht dann sofort wieder aus und evtl. riecht es verbrannt. Dann ist der Prozessor aber eh schon hinüber. :smile: