Hallo Rolf,
die Größenordnung ist schon richtig geschätzt, wobei auch meine Rechnung instationäre und räumliche (Rand-)Effekte nicht berücksichtigt:
Zunächst mal habe ich für Fichtenholz eine Wärmeleitfähigkeit lambda = 0,22 W/m*K und eine spezifische Wärmekapazität c = 2721 J/kg*K und ein Darrgewicht rho_darr = 0,43 kg/l gefunden.
Da auch „knochentrockenes“ Holz bei Lagerung unter Normalbedingungen eine Feuchte von ca. 10 Masse-% aufweist, liegt die Rohdichte rho bei etwa 0,43 kg/l /0,9 = 0,478 kg/l.
Der Balken hat ein Volumen V = 2 m * 0,15 m * 0,2 m = 0,06 m³ = 60 l und eine Masse m = 60 l * 0,478 kg/l = 28,67 kg. (Wenn Du aber den Balken stattdessen wiegen kannst, dann tu das.)
Angeströmt wird, wenn der Balken auf der Schmalseite (15 cm) liegt, auf einer Fläche A = (2* 0,2 m + 0,15 m) * 2 m = 1,1 m². Kommen noch die beiden Stirnseiten hinzu, so ist A = 1,1 m² + 2 * 0,15 m * 0,2 m = 1,16 m².
Mit der gewünschten Erwärmung des Balkens bis in die Mitte unten um delta_T1 = 35 K (20 auf 55 °C) muss also eine Wärmemenge Q = m * c * delta_T1 = 28,67 kg * 2721 J/kg*K * 35 K = 2730070 J = 2,73 MJ eingebracht werden.
Der anfängliche Wärmegradient wirkt entlang der Aufstandsfläche vom Rand bis zur Mitte und beträgt (120 °C - 20°C) = 100 K auf 7,5 cm. Der Wärmedurchlasswiderstand beträgt dann für eine Balkenhälfte R = 0,075 m / 0,22 W/m*K = 0,43 m²*K/W und der Wärmedurchgangskoeffizient damit U = 1/R = 2,933 W*m²/K.
Die in den Balken abgegebene Wärmeleistung bei vollem Gradienten (= am Anfang) ist P = U * A * delta_T2 = 2,933 W*m²/K * 1,16 m² * (120-20) K = 340 W, bei Erreichen des Endzustandes noch 2,933 * 1,16 * (120-55) = 221 W. Der Mittelwert liegt also bei ca. 280 W.
Und um mit 280 W mittlerer Heizleistung eine Wärmemenge von 2,73 MJ zu übertragen braucht es 2,73 MJ / 280 W = 9750 s = 2,7 h.
Luft ist halt ein lausiger Wärmeträger und Holz ein guter Isolator und brauchbarer Wärmespeicher…sonst könnte man ja auch nicht gemütlich in einer Sauna sitzen. 
Gruß
smalbop