unser Nachbar hat eine Wärmepumpe im Haus mit dem Lüftungsschacht nach draußen. Leider ist der Lüftungsschacht genau auf unserer Terreassenseite. Das „Dauergebläse“ ist echt störend, da unser Garten auch nicht so groß ist.
Gibt es da irgend eine Lösung? Wir wären sehr dankbar.
Wenn es so störend ist wäre wahrscheinlich nur eine Verlegung bzw. Verziehung des Kanals möglich.
Ansonsten bleibt da leider nicht viel als Alternative.
Gruß
Nelsont
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Da kann ich leider nicht weiterhlefen, bin ja schließlich kein Gutachter oder Rechtsverdreher.
Die Sache könnte nur mit einem Sachverständigen geklärt werden, nur der kostet Geld.
Solche Schalldämmhauben gibt es normalerweise für jede Wärmepumpe und kostet so um die 1000 €! Das „Geräusch“ wird dabei jedoch maximal 5 dB leiser, d.h. ein leises rauschen wird immer noch zu hören sein. Ob der Nachbar diese Zusatzinvestition leisten will ist jedoch fraglich, außer natürlich die Grenzwerte werden überschritten.
Das Abluftgeräusch der Wärmepumpe darf nach TA Lärm folgende Grenzwerte nicht übersteigen!
-reines Wohngebiet 50 dB(A) nachts ab 22 bis 6 Uhr 35 dB(A)
-allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet 55 dB(A) nachts 40 dB(A)
-Kern-, Dorf-, Mischgebiet 60 dB(A) nachts 45 dB(A)
(Messungen macht
Die schnelle Lösung wäre eine dichte Hecke, oder Pflanzkübel mit kleinen Blättern ca. 1 Meter von der Ausblasöffnung entfernt aufzustellen. Die Planzen sollten aber robust gegen tiefe Temperaturen sein, da im Winter oder bei Volllast die Abluft der Wärmepumpe bis -15°C kalt wird.
vielen Dank für die kompetente Antwort. Aber 1000€ ist etwas viel für einen Nachbarn auszugeben.
Wie kann ich denn als Privatperson so eine Lärmmessung durchführen (am besten so, dass der Nachbar es nicht mitbekommt)?
Die Lösung mit dem Busch fänden wir auch sehr gut, aber hilft es auch nach 3Meter Entfernung?
also höchst wahrscheinlich werden die zulässigen Schallimmisionswerte bei Ihnen an der Grundstücksgrenze eingehalten. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke das Umweltamt macht solche Messungen (Ein Gutachten für eine gerichtliche Auseinandersetzung ist aber nicht billig). Jeder Sicherheitsingenieur in einer größeren Firma müsste auch ein solches Gerät besitzen. Vielleicht kennen Sie ja jemanden… Aber wie gesagt, eher unwahrscheinlich dass dabei etwas heraus kommt!
Mei das mit den Büschen ist immer so eine Sache, schaden kanns nicht! Zumindest sieht man das corpus delicti dann nicht mehr! Der Schall breitet sich von dem Lüftungsgitter nach allen Seiten gleichförmig aus und wird an flachen Ebenen (Wänden, Vorsprüngen, Gartenhäuschen etc.) reflektiert. Ich weiss nicht wie sich das bei Ihnen vor Ort verhält. Bei geschlossenem Innenhof mit hohen Häuserwänden ist der Effekt durch die Büsche z.B. niedriger.
Vielleicht auch einmal beim Nachbarn vorsichtig anfragen, ob er auch etwas davon hört. Kommt öfter vor als man denkt! Oder herausfinden welches Fabrikat die Wärmepumpe ist und einfach mal eine Schallschutzhaube beim Hersteller anfragen. Man kann sich ja dann die Kosten teilen…
hab es heute mit dem vorsichtigen Anfragen probiert. Aber, wie vermutet, sieht er natürlich nicht ein, warum er etwas für uns tun sollte. Also werden wir uns damit wohl abfinden müssen und hoffen, dass unsere Hecke das Rauschen etwas verringert. Das kann aber noch ein paar Jahre dauern.
Würden denn Sichtschutzzäune helfen? Allerdings gibt es da wahrscheinlich ein Problem mit der Höhe, da der Lüftungsschacht ziemlich hoch sitzt.
hmm… wahrscheinlich schon. Wie vorher schon beschrieben hängt das von eurem Garten ab, da diese Wände fast keinen Schall „schlucken“ sondern nur reflektieren. Wenn dann einen mit strukturierter Oberfläche (vergleichbar zu den Schallschutzwänden an der Autobahn). Wenn der Lüftungsauslass über 2 Meter in der Höhe sitzt wird’s nichts bringen…
Erst mal zum Nachbarn gehen um um Abhilfe bitten. Wenn das
nichts fruchtet, beim Bauamt beschweren, das hilft!
Gruß
Tobias Layer
Mit dem Nachbarn haben wir schon gesprochen, aber leider vergebens. Es ist ein Viebrockhaus. Und mit denen haben wir auch schon gesprochen. Sie meinten es gibt einen Schaldämpfer, raten aber davon ab. Den Versuch beim Bauamt werden wir auf jeden Fall nutzen. Wir wären echt froh, wenn das etwas bringen würde. Wir haben uns auch schon andere Viebrockhäuser „angehört“. Diese waren WESENTLICH leiser!
Vielen Dank für den Tipp!