ist es normal, das eine Luft-Wasser-Wärmepumpe
im Sommer bei einer Aussentemperatur von über
20 Grad zur Warmwasser-Erzeugung von 50 Grad
die 6 kW Zusatzheizung zusätzlich benötigt.
Ich dachte eine Wärmepumpe würde bei plus Graden
ohne Zusatzheizung arbeiten ?
das sollte nicht normal sein. Entweder Dein Wärmepumpensystem ist derart ineffizient, dass die Wärmepumpe die letzten Grad nicht mehr schafft, so dass der Heizstab zugeschaltet wird (z.B. ab 48 Grad), oder es liegt ein Defekt oder eine Fehlkonfiguration vor.
Meine Luft-/Wasserwärmepumpe schafft bei den aktuellen Wassertemperaturen derzeit ohne Schwierigkeiten eine Temperatur von 54.5 Grad!
das ist schwierig zu beantworten.
Zunächst müsste man folgendes wissen:
Leistung der WP
Größe vom Warmwasser- Speicher
Persohnen im Haushalt
wie lange und wann schaltet die Zusatzheizung ein
Auf jeden Fall kannst Du mal die Zusatzheizung ausschalten und mal beobachten wass passiert.
Falls in Kurzer Zeit viel WW gebraucht wird, ist es durchaus möglich, dass die Zusatzheizung einschaltet.
NEIN, das ist absolut nicht normal! Die Leistungszahl bei der Warmwasserbereitung ist zwar nicht berauschend, aber dass muss die Wärmepumpe können. Der Zusatzheizstab sollte bei richtiger Auslegung nur bei Außenlufttemperaturen unter ca. -5°C einschalten.
Es könnten mehrere Ursachen verantwortlich sein:
Die Wärmepumpe ist zu klein, d.h. sie schafft die geforderte Wärmeleistung nicht. (Sollte eher nicht sein)
Die Regelung ist falsch eingestellt. Falls möglich überprüfen Sie bitte die eingestellten Parameter für die Warmwasserbereitung. Schaltschwellen, Sperrzeiten.
Wenn möglich schalten Sie den Heizstab im Sommer einfach aus. Bei vielen Regelungen kann man ihn manuell sperren. Sollte die Wärmepumpe dann auch nach längerem Betrieb kein nennenswertes Brauchwasser erzeugt haben, ist diese defekt.
Ein Temperatursensor ist defekt oder koppelt schlecht an und liefert dadurch falsche Werte. Fühlerbruch?
Pufferspeicher zu klein (eher unwahrscheinlich)
… uvm…
Ist dieses Problem schon immer vorhanden liegt es meist an der Regelung!
Grundsätzlich steigt die Leistungsfähigkeit der Luftwärmepumpe mit steigender Außentemperatur, und im Sommer sind die Bedingungen häufig sogar so günstig, dass die Förderleistung des Außenluftventilators gedrosselt werden muss, um die Anlage nicht an die Grenzwerte zu bringen.
Für die Frage gilt es zunächst zu klären, wie das Brauchwasser bereitet wird. Ist es ein separater Brauchwasserspeicher mit integriertem Tauscherwendel? Dann kann es in der Tat so sein, dass auch im Sommerbetrieb eine zusätzliche Heizpatrone aktiviert wird, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Das hängt mit dem Widerstand des Wendeltauschers zusammen, der ja eine deutliche höhere Heizwassertemperatur benötigt, um einen Wärmeübergang überhaut erst zu ermöglichen. Für 50°C Brauchwassertemepratur sind sicher Heizwassertemperaturen von 60°C oder mehr notwendig.
Nun hängt es von der Wärmepumpe ab, ob sie überhaupt 60°C Heizwassertemperatur erlaubt. Wenn nicht für den Heizbetrieb, dann auch nicht für die Brauchwasserladung, auch nicht im Sommer. Hier setzt dann der Verdichter die Grenzen.
Dann wird ein Bivalenzpunkt definiert, ab dem die Heizpatrone die notwendige Temperaturerhöhung übernimmt.
Kann die Luft-/Wasser-WP allein über den Kältekreislauf 60°C liefern (!), dann hängt es auch von der „Intelligenz“ der Regelung ab, die entweder simpel und ganzjährig der einmal eingestellten Vorgabe folgt, oder die für Sommer- bzw. Winterbetrieb unterschiedliche Parameter zulässt.
Für den ersten Fall könnte die Heizpatrone ja auch ganz einfach über die Sicherungen deaktiviert werden…
Im Winter muss man sie halt wieder einschalten.
das kommt auf die leistung der WP und deinen verbrauch an. wenn du mehr wasser entnimmst als die wärmepumpe leisten kann, springt logischerweise der zusatzheizstab ein.
man sollte deshalb die WP leistung nach dem bedarf auslegen um den heizstab nur im notfall zu brauchen.
wenn er regelmäßig einspringt ist die WP zu klein ausgelegt, oder es liegt eine störung vor.
Hallo Wolf-Dieter,
es ist nicht normal. damit würde es keine Einsparung erbringen, weil der Aussenluftanteil von mindestens 75% nicht wirksam wird. Gerade bei hohen Lufttemperaturen ist der Wirkungsgrad einer Luftwärmepumpe höher als bei einer Wasser/Wasserwärmepumpe.
Wenn Du noch Fragen hast, stelle sie ruhig.
ich hatte nie mit Luftwärmepumpen zu tun. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass bei 20°C eine Zusatzheizung benötigt wird. Meine Wärmepumpe mit Tiefenbohrungen arbeitet mit einer Vorlauftemperatur von etwa 10°C und benötigt keine Zusatzheizung. Die max. Warmwassertemperatur des Warmwasserspeichers liegt dabei bei 52°C. Ich vermute an Deiner Wärmepumpe einen Defekt oder ein Wartungsproblem (Wärmetauscher stark verschmutzt?), ganz zuletzt evtl ein Software- oder Konstruktionsfehler. Softwarefehler in der Pumpensteuerung habe ich selbst schon an einer Buderus Brennwerttherme gehabt, die ich in einer Zentralheizung für 6 Reihenhäuser eingebaut hatte. Buderus konnte das aufgrund der Fehlerbeschreibung kurzfristig in Ordnung bringen.
Also: Das mit der Zusatzheizung ist nicht normal. Du brauchst einen Fachmann, der das Problem behebt. Auf den ersten Blick teuer aber dafür schnell und zuverlässig in der Problembeseitigung ist bei solchen, vor allem für unerfahrenere Monteure sehr schwierigen Problemen immer der Werkskundendienst, falls es sich um ein deutsches Produkt handelt. Bei ausländischen Billigprodukten kann das kompliziert werden.