für solche Großspeicheranlagen braucht man sehr viel Erfahrung und know how. In den Speichern darf es keine thermische Umwälzung geben! Es gibt nicht viele, die sich damit wirklich auskennen. Eine solche Anlage technisch in den Sand zu setzen, ist für einen Heizungsbaumeister kein Problem. Außerdem muß das Ganze exakt dimensioniert und alles genauesten berechnet werden. Deshalb der Hinweis auf die Firma Solifer.
ich könnte es versuchen zu erklären, aber ich müsste über einige Dinge spekulieren, da ich mit solchen Großspeichern keine Erfahrung habe. Es gibt da einen Schweizer Tüftler, der diese speziellen Speicher herstellt. Der könnte es wohl am besten erläutern. Ehe ich hier Halbwahrheiten verbreite: Der Solifer-Chef kennt sich auch aus. Er verwendet nur diese schweizer Speicher.
Ganz grob: In so großen Behältern kommt es durch verschiedene Einflüsse zu Strömungen. Einmal durch die Anordnung der verschiedenen Anschlüsse und einmal durch physikalisch bedingt auftretende thermische Kräfte (warmes Wasser ist leichter als kaltes). Dies muß man so hinbekommen, daß das kalte und das warme Wasser möglichst schön übereinander geschichtet im Speicher liegen. In einem kleinen Speicher , der für ein, zwei Tage Duschwasser bereithält, ist das leichter in den Griff zu bekommen und auch nicht ganz so wichtig. Bei so einem Großspeicher braucht es einiges an Erfahrung und viele Jahre der Optimierung und des Lernens, bis ein wirklich optimales Teil zur Verfügung steht. Man braucht schon einiges an Enthusiasmus und Risikobereitschaft, um so ein Projekt anzugehen. Ansonsten würde das jeder x-beliebige Massenhersteller am Markt anbieten.
Also, wer wirklich Interesse hat, bitte die echten Fachexperten fragen. Unter http://www.solifer.de/3/33/stellen.html bietet Solifer ein Thema für eine Diplomarbeit an, zur energetischen Untersuchung an einem Energiesparhaus mit Langzeitspeicher zur 90%-igen Wärmebedarfsdeckung. Die restlichen 10% werden über einen Kamin mit integriertem Wärmetauscher abgedeckt. Der Kamin funktioniert auch als Notheizung.
Ich schätze, wenn der Kamin weggelassen würde, dann müsste der Speicher etwa doppelt so groß sein, nur um die 10% abzudecken. Der Kamin dient also auch als Kostenoptimierung an der sich nicht ganz billigen Anlage. Das Ganze sieht mir also sehr danach aus, als ob es wirklich gut durchdacht und absolut funktionsfähig ist.
Solifer wird Eva nicht helfen, ich habe mich auf Grund Deines Hinweises an sie gewandt, weil ich eine Brauchwassererwärmung kaufen möchte, und wurde mit dem Hinweis auf die zu große Entfernung abgewiesen.
Hallo,
habt Dank für Eure vielfältigen Hinweise!
All jenen, die es interessiert, möchte ich noch mitteilen, dass es vom 23. - 25.6. in Freiburg eine Fachausstellung zum Thema „Solar“ gibt (heisst „Solaris“, wenn ich es recht in Erinnerung habe).
Wir werden auch hingehen und danach unsere endgültige Entscheidung treffen.
Eure Argumente haben auf jeden Fall schon viel geholfen!
Gruss, Eva