wollen dieses jahr unser häuschen bauen. dies wird in der rheinebene sein und nun befassen wir uns mit der alternativen heizwärme (wärmepumpe)
es handelt sich um ein haus mit 2 vollgeschossen und ca. 150 m² WF.
wer hat erfahrungen und kann uns diese mitteilen bezüglich
luft-wasser und wasser-wasser pumpen. diese sollen mit brauchwassersolar kombiniert werden.
unser Haus ist etwa in der gleichen Größe. Wir haben letztes Jahr im Rahmen des Heizungstausch (Haus gekauft und Heizung war Schrott) eine Viessmann Wärmepumpe eingebaut. Wir haben im Winter nicht gefroren. Sie hat gut gearbeitet. Vom Stromverbrauch lagen wir in den kalten Monaten weit unter dem durchschnittlichen Monatsverbrauch der Gasheizung (in Euro).
Wir haben ein Sole-Wasser-WP; d.h. ein geschlossenenes System. Ist wartungsarmer als die Wasser-Wasser-WP und sparsamer als eine Luft-Wasser-WP. Allerdings auch bei der Installation die teuerste Variante, da du noch ein paar Löscher in den Boden bohren darfst.
Ein Solarkollektor ist natürlich äußerst sinnvoll. Meistens sind die in den WP-Paketen mit drin. Und allein durch den Kombinationsbouns der BAFA (Förderung) bekommst du schon mehr als die Hälft für den Kollektor bezahlt.
Je besser das Haus das Haus isoliert ist, desto billiger wird die Heizung. (kleinere Leistung -> weniger tiefe Löcher). Und am besten funktionierts mit Fussbodenheizung.
Also, wenn ihr das Geld über habt (bzw. gut finanziert bekommt, was zur Zeit gut möglich ist, KfW nicht vergessen), dann würde ich auf alle Fälle zu einer WP raten. Je teurer die Energie wird, desto eher rentiert sie sich. Lasst euch bei der Wahl und Dimensionierung der Anlage gut beraten.
wir haben Sonden. 4 Löcher mit je 70 m. Die Gesamttiefe hängt von der Leistung der WP ab.
Beratung und Planung kann ein Installationsbetrieb machen. Die sollten aber schon des öfteren solche Anlagen installiert haben. Weiterhin sollte man sich vorher schon mal etwas schlau machen. Hier: http://www.viessmann.de/de/products/Waermepumpen.html findet man einiges dazu.
Wir haben in der Oberpfalz 2005 neu gebaut, ca 130 qm beheizbare Wohnfläche, KfW 60 Haus mit einer Luft/Wasser WP mit FBH, ohne irgendwelche Kollektoren.
Wir sind sehr zufrieden damit und haben im Jahr ca 500 € Heizkosten.
Wir haben eine Siemens bzw. Alpha-Innotech WP die sehr zuverlässig läuft
Rein von der energietechnischen betrachtungsweise würde ich von luft-wasser-wärmepumpen abraten. Im Winter Eist der Luftwärmetauscher zu, und wird dann mit strom wieder Eisfrei geheizt. Die Jahresarbeitszahl ist daher auch wesentlich schlechter als bei wasser-wasser-wärmepumpen. Ich habe schon daten von (real gebauten) luft-wärmepumpen gesehen, deren arbeitszahl war so schlecht, dass sie gerade noch besser waren als eine strom-direkt heizung!
In Österreich werden luft-wasser-wärmepumpen z.t. dezitiert aus der förderung von erneuerbaren energienn aus diesem grund ausgenommen (auch wenn alle anderen arten von wp gefördert werden).
Als heizungssystem sollte ein fussbodenheizung gewählt werden mit möglichst geringen vl-temperaturen.
Faustregel: je kleiner die temperaturdifferenzen zw. höchster temp. die die wp liefern soll und niedrigster temperatur, welcher der wp als energie"quelle" zur verfügung steht, umso höher ist die arbeitszahl der wp und umso geringer sind nachher auch die stromkosten.
kurz: Ich würde jedenfalls entweder einen erdkollektor für die wp verlegen (der bagger ist beim hausbauen ohnehin mal auf der baustelle), grundwasser oder noch besser tiefenbohrungen nutzen - hier ist allerdings die kostenfrage zu beachten und ob ev. geologische gutachten usw. notwendig sind…
Luftwärmepumpen halte ich von seiten der energieeffizienz und umweltfreundlichkeit her für sehr fragwürdig!
Aja: am effizientesten ist das geld natürlich in einen niedrigen energiestandard investiert: Häuser mit Energiekennzahlen von 30 kWh/m²a sind stand der technik, niedriger ist auch seit jahren kein problem mehr und auch vom kostenfaktor nicht so tragisch wie man oft vermuten würde.