Wärmepumpe zum Heizen

Hallo, wir überlegen, ob wir uns eine Wärmepumpe zum Heizen zulegen. Ist ja sehr teuer in der Anschaffung, aber es zahlt sich dann aus, hoffe ich. Hat jemand damit Erfahrung? Da wir auch noch jede Menge Feuerholz haben, könnte man dies auch noch kombinieren. Ich freu mich auf Antworten, kann aber erst am Montag nachschauen. Euch allen ein wunderschönes Wochenende. Gruß Gabi

Hallo Gabi,

eine Wärmepumpe tut genau das, was ihr Name schon sagt: Wärme pumpen, nämlich von einem niedrigen Temperaturniveau auf ein höheres Temperaturniveau.

Das mit dem Feuerholz hast du hoffentlich nur alternativ gemeint?

Woher nimmst du die Wärme auf niedrigem Niveau? Erdreich? Hast du einen großen (1000 m²) Garten? Tiefbohrung für Erdwärme? Dieses Problem ist als allererstes zu klären!

Gaaaanz wichtig ist dann die Wahl der Raumheizung: Für Fußbodenheizung ist eine Wärmepumpenheizung ausgezeichnet, für Heizkörper, egal welcher Bauart, ist sie nur mäßig tauglich bis völlig untauglich!

Gruß
Pat

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Eine richtige Wärmepumpe legt man sich nicht einfach so zu. Die einfachen Luftpumpen kann man gleich vergessen. Die Einzige, die wirklich Leistung bringt ist die Wärmepumpe, die Wärme des Erdreich nutzt. Leider gibt es auch hier Nachteile. 5 bis 7° sind nicht immer und überall vorhanden. Jedes Grad tiefer läßt eine Wärmepumpe in den Bereich der Wirkungslosigkeit pumpen. Die Ausnutzung von Erdwärme setzt ersteinmal eine unversiegelte Grundstückfläche voraus. Man darf sich im Winter auch darauf freuen, daß man das einzige Grundstück besitzt, auf dem man als erstes Schlittschuh laufen kann. Wärmepumpe über Grundwasser? Was ist, wenn die Vorgaben nicht mehr stimmen und das Grundwasser kälter ist/wird, als berechnet? Luft? Am Besten gleich vergessen, weil absolut unrentabel.

Es gibt aber noch einen anderen Part, den man mit einbeziehen muß. Heizenergie aus Strom zu produzieren ist eigentlich schon ein Verbrechen an der Natur. Das hängt mit dem Sekundärenergieeinsatz zusammen und den niedrigen Wirkungsgraden der Kraftwerke.

Wenn man bereit ist, soviel Geld auszugeben um eine, auf den ersten Blick rentable Wärmepumpe zu installieren, dann bieten sich sicherlich auch noch zukunftweisendere Alternativen.
Wie schaut es denn mit Heizpellets aus? Die Installation ist zwar teuer, aber die Folgekosten sind niedrig und werden sich auf die nächsten 20 Jahre gesehen auch nicht wesentlich erhöhen.

Bei Strom, Gas, Heizöl und dieser recht unberechenbaren Regierung,der auf uns zukommenden Rohstoffknappheit hat das System Zukunft. Wir haben das am Ende selber in der Hand wohin uns die Wege führen. Man sollte immer bedenken, daß alles, was sich irgendwie in Einheiten zählen läßt auch irgendwie von irgendjemanden durch Abgaben und Steuer belegt wird und damit auch der Preis in die Höhe getrieben wird. Das wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen.
Sonnenstunden, Bäume, Methan, auch Wasserstoff als Alternative lassen sich nicht in Zähler packen. Das kann man selber herstellen oder zumindestens nutzen.

Gruß Joho

Guten Morgen!

Falls sich auf Deinem Grundstück eine Kombination von Brunnen - Schluckbrunnen realisieren läßt, kannst Du an eine wirtschaftlich sinnvoll betreibbare Wärmepumpe denken. Unter „wirtschaftlich sinnvoll“ ist dabei eine Anlage zu verstehen, die sich innerhalb weniger Jahre amortisiert und einschließlich Betriebskosten günstiger ist als Heizöl auf heutigem Preisniveau. Für die Wärmepumpe wird aber Hilfsenergie gebraucht, i. d. R. elektrischer Strom. Genau an der Stelle geht die Wirtschaftlichkeit baden. Strom für Heizzwecke einzusetzen, ist ökologisch und ökonomisch nicht vertretbar.

Du erwähnst Holz. Falls Du in einer waldreichen Gegend lebst, bietet sich eine Holzheizung an. Automatisch beschickbar bietet sie den gleichen Komfort wie eine Ölheizung. Voraussetzung ist eine eigene Schredderanlage (ggfs mit Pelletspresse) oder eine entsprechende Versorgung in der Region. Dann hat man zwar einiges zu investieren, wird aber mit konkurrenzlos billigen Brennstoffkosten belohnt. Die typische automatische Holzheizung hat einen Pufferspeicher, also einen thermisch isolierten großen Wassertank und versorgt eine Flächenheizung, z. B. eine Fußbodenheizung. Damit hat man alle technischen Voraussetzungen, um ohne viel Aufwand eine solare Unterstützung zu installieren. Dann hat man im Sommer die WW-Versorgung gratis aus der Sonne und ansonsten eine kleine Heizungsunterstützung. Das ist allerdings keine Idee für die städtische Etagenwohnung oder das EFH durchschnittlicher Größe, wo man mit einer 10kW-Gastherme heizen könnte. Aber das etwas größere Anwesen mit einem Heizleistungsbedarf > ca. 35 kW (kleinere Kessel wird man nicht finden) in ländlicher Gegend läßt sich kaum billiger und preisstabiler beheizen.

Gruß
Wolfgang

Strom für
Heizzwecke einzusetzen, ist ökologisch und ökonomisch nicht
vertretbar.

Gibts eigentlich Wärmepumpen, die mit einem Gasmotor oä laufen schon für Einfamilienhäuser? Damit ließe sich ja eine ökonlogisch sinnvolle Variante konstruieren (Abwärme + „gepumpte“ Wärme werden genutzt).

LG
Stuffi

Holzheizung ???
Hallo Wolfgang,
ich weiss ja, daß Du Fan von Holzheizung bist. Da draußen in
Kleckerburg.Vorpullern, also in der tieftsen der Pampa mag das
ja auch ganz gut sein, aber ich möchte mal sehen, was passiert,
wenn in ländlichen Gegenden jeder auf die Idee käme, wieder mit
Holz zu heizen.
Ein elender Mief und Gestank wird über uns kommen.

Dann würde der Brennstoff auch ganz schnell knapp werden.
Dies wäre bei einer richtigen Energiekriese sowieso auch schnell
der Fall, weil dann viele auf diese Ideee zurückgeifen wollen.

Wenn diese Holz und Kohleheizungen in größerem Maße sich durch-
setzen würden, dann gäbe es auch rel. schnell eine Verschärfung
der Umweltgesetzgebung (du dürftest dann noch teure Filteranlagen
und Meßgeräte nachrüsten).

Bei all diesen Konsequenzen würde ich also ganz still sein und
nicht andauernd schlafende Hunde wecken.
Gruß Uwi

PS. Mich stinks hier auch schon regelmäßig an, wen in 200m Abstand
eine Gärtnerei ihren Kanonenofen oder Kessel regelmäßig anfeuert.
Die ganze Gegend wird eingenebelt.
Wenn die Nachbarn dann im Winter wieder Holz in ihrem Kamin
verbrennen, kann man auch fast den ganzen Tag nicht lüften.

Du erwähnst Holz. Falls Du in einer waldreichen Gegend lebst,
bietet sich eine Holzheizung an. Automatisch beschickbar
bietet sie den gleichen Komfort wie eine Ölheizung.
Voraussetzung ist eine eigene Schredderanlage (ggfs mit
Pelletspresse) oder eine entsprechende Versorgung in der
Region. Dann hat man zwar einiges zu investieren, wird aber
mit konkurrenzlos billigen Brennstoffkosten belohnt. Die
typische automatische Holzheizung hat einen Pufferspeicher,
also einen thermisch isolierten großen Wassertank und versorgt
eine Flächenheizung, z. B. eine Fußbodenheizung. Damit hat man
alle technischen Voraussetzungen, um ohne viel Aufwand eine
solare Unterstützung zu installieren. Dann hat man im Sommer
die WW-Versorgung gratis aus der Sonne und ansonsten eine
kleine Heizungsunterstützung. Das ist allerdings keine Idee
für die städtische Etagenwohnung oder das EFH
durchschnittlicher Größe, wo man mit einer 10kW-Gastherme
heizen könnte. Aber das etwas größere Anwesen mit einem
Heizleistungsbedarf > ca. 35 kW (kleinere Kessel wird man
nicht finden) in ländlicher Gegend läßt sich kaum billiger und
preisstabiler beheizen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Es gibt aber noch einen anderen Part, den man mit einbeziehen
muß. Heizenergie aus Strom zu produzieren ist eigentlich schon
ein Verbrechen an der Natur. Das hängt mit dem
Sekundärenergieeinsatz zusammen und den niedrigen
Wirkungsgraden der Kraftwerke.

ökonomischer Nonsens ist das sicher schon, wegen der hohen
Anlagenkosten.

Energetisch so schlimm aber nicht. Bei einem Wirkungsgrad im Kraftwerk
von ca 40% und einem Faktor von ca. 1,5 für das energetische
Verhältnis bei der Wärmepumpe kommt man auf geschätzte 100% für den
Gesamtwirkungsgrad.
Kohle vor Ort im Ofen verfeuert bringt aber sicher nicht 100%
Wirkunggrad.
Somit ist es energetisch durchaus nicht schlecht, mit 1KW
Elektroenergie ca. 2,5 KW und mehr Heizleistung zu erbringen.

Wenn man bereit ist, soviel Geld auszugeben um eine, auf den
ersten Blick rentable Wärmepumpe zu installieren, dann bieten
sich sicherlich auch noch zukunftweisendere Alternativen.
Wie schaut es denn mit Heizpellets aus? Die Installation ist
zwar teuer, aber die Folgekosten sind niedrig und werden sich
auf die nächsten 20 Jahre gesehen auch nicht wesentlich
erhöhen.

Woher willst Du denn wissen, was in den nächsten 20 Jahren kommt?
Das weiß kein Mensch!!!

Bei Strom, Gas, Heizöl und dieser recht unberechenbaren
Regierung,der auf uns zukommenden Rohstoffknappheit hat das
System Zukunft.

Solche entkoppelten Betrachtungen halte ich für sehr naiv.
Bei akutem Anstieg der Energiepreise werden noch viele andere
Leute auf die gleiche Idee kommen. Warum sollte dann ausgerechnet
dieser Brennstoff so billig bleiben wie jetzt? Das ist unlogisch!

Wenn viele Leute mit Holz heizen wollten, wäre da schell eine
akkute Knappheit. So schnell wachsen die Wälder nämlich nicht nach.

Wir haben das am Ende selber in der Hand wohin
uns die Wege führen. Man sollte immer bedenken, daß alles, was
sich irgendwie in Einheiten zählen läßt auch irgendwie von
irgendjemanden durch Abgaben und Steuer belegt wird und damit
auch der Preis in die Höhe getrieben wird. Das wird sich in
den nächsten Jahren noch verschärfen.

Eben, eben. Nur für Holzpellets o.ä. dann natürlich nicht, oder?
Von modernen Anlagen mit Emmisionsüberwachung und Schadstoff-
filterung, die dann evtl. per Gesetzt gefordert werden, wollen
wir noch gar nicht mal reden.

Sonnenstunden, Bäume, Methan, auch Wasserstoff als Alternative
lassen sich nicht in Zähler packen. Das kann man selber
herstellen oder zumindestens nutzen.

Wenn Du 1000ha Land hast,genug Zeit,die Maschinen und auch Abnehmer,
dann kann sich das lohnen. Aber so pauschal halte ich das für Quatsch.

Sonnenstunden mit Methan,Wasserstoff und Holz in einen Topf zu werfen
ist auch nicht klug. Letzteres wird nämlich allemal gemessen
und abgerechnet.
Gruß Uwi

Guten Morgen, Uwi!

…also in der tiefsten der :stuck_out_tongue:ampa…

Bis dahin kann ich nicht widersprechen :smile:

Ein elender Mief und Gestank…
Wenn diese Holz und Kohleheizungen…
… eine Verschärfung
der Umweltgesetzgebung…

Das aber ist eine Ansammlung von Vorurteilen. Moderne Holzheizungen haben nicht mehr viel gemein mit dem, was vor Jahrzehnten üblich war. Es sind eben keine Stinker mehr, die in der Hauptsache den Schornstein heizen. Solche Dinge wurden produziert, weil man „Allesbrenner“ haben wollte, die Kohle und Holz verfeuern sollten und weil sich kaum jemand Gedanken darüber machte, wie die verschiedenen Stoffe mit gutem Wirkungsgrad zu verfeuern sind. So braucht Kohle Luft von unten, während Holz für die Verbrennung des Holzgases Luft oberhalb des Brenngutes braucht, die zusammen mit dem Holzgas in einem hohen Brennraum zur Verbrennung gebracht wird.

Natürlich würde der Brennstoff knapp, wenn alle auf Holz umstellten. Nicht nur deshalb, auch wegen des Platzbedarfs und der erheblichen Investition rechnet sich eine zeitgemäße, automatisch beschickte Holzheizung nur bei größeren Anlagen und dann auch nur, wenn man den aufbereiteten Brennstoff in der Region hat. Als dezentrale Heizung im Stadthaus durchschnittlicher Größe rechnet sich eine Holzheizung nicht. Dann ist die Investition zu hoch und die Brennstoffkosten allein schon durch Transport zu teuer. In der Stadt ist ein Sack Brennholz eine Kostbarkeit, für die dem Eigentümer eines Wohnzimmerkamins viel Geld abknöpft wird. In waldreicher Gegend ist Holz, das sich nicht als Bau- oder Möbelholz eignet, beinahe wertlos. Als Bau- oder Möbelholz sind nur relativ kleine Teile eines Baumes zu gebrauchen. Der Rest vergammelt im Wald. Dabei wird CO2 frei, übrigens nicht mehr als bei der Verbrennung und nicht mehr, als der Baum während seiner Lebenszeit gebunden hat. Verschärfter Umweltgesetzgebung kann man deshalb mit Gelassenheit entgegen sehen. Die Kosten des Brennstoffs Holz betragen nur rund 1/10 der Kosten von Öl. Dagegen stehen Kosten für das Schreddern, Lagerraum mit Trocknung auf Restfeuchte sowie technische Einrichtungen von der Förderschnecke bis zur Aschenaustragung. Ohne weitere Rechnung ist zu erkennen, daß sich solcher Aufwand nur bei größeren Anlagen amortisiert.
Im übrigen bin ich keineswegs ein Fan von Holzheizungen, ich favorisiere nur die jeweils optimal geeignete Heizung. Nun bezeichne bitte keiner eine Ölheizung mitten im Wald als optimal geeignet.

Gruß
Wolfgang

Hi Joho,

Die einfachen Luftpumpen kann man gleich vergessen.

Diese Ansicht teile ich, die Lufttemperaturen sind ausgerechnet dann, wenn der Normalverbraucher die Heizung besonders nötig hat, eher ungünstig, d.h. der Stromverbrauch der Wärmepumpe steigt (Prinzip: „Quelle (Luft, Erdreich etc.) + Arbeit (der Wärmepumpe) = Heizleistung“).

Einzige, die wirklich Leistung bringt ist die Wärmepumpe, die
Wärme des Erdreich nutzt. Leider gibt es auch hier Nachteile.
5 bis 7° sind nicht immer und überall vorhanden.

Für Deutschland gilt, dass das Erdreich spätestens bei 30 m Tiefe eine Temperatur von mindestens 9°C aufweist. Alle 100 m Tiefe steigt die Temperatur dann im Mittel um 3°C (geothermischer Gradient, gilt eigentlich auch nur bis ca. 1000 m Tiefe).
Bis 30 m Tiefe kann man dagegen einen jahreszeitbedingten Temperaturgang messen. Horizontale Erdwärmetauscher (Kollektoren) müssen dem Rechnung tragen, vertikale System (Sondenbohrungen) dagegen weit weniger.
In der Kurzzeitbetrachtung sinkt durch die Wärmeentnahme natürlich die Temperatur im Erdreich (der „Entzug“ überwiegt in der Regel die „Nachlieferung“). Bei der Berechnung der Erdwärmetauschergröße wird dem Rechnung getragen, d.h. die Auslegung muss so erfolgen, dass sich zum Start der nächsten Heiztemperatur die ursrpüngliche („ungestörte“) Untergrundtemperatur wieder eingestellt hat. Kurzzeitig sind daher auch niedriger Temperaturen (während des Vollbetriebs) im Erdreich zu erwarten, über das Jahr gesehen, soll das System aber im Gleichgewicht arbeiten.

Die Ausnutzung von Erdwärme setzt
ersteinmal eine unversiegelte Grundstückfläche voraus.

Das gilt nur für Kollektoren, Bohrungen können selbstverständlich überbaut werden. Das gilt natürlich auch für Brunnen.

Man darf sich im Winter auch darauf freuen, daß man das einzige
Grundstück besitzt, auf dem man als erstes Schlittschuh laufen
kann.

Das gilt ebenfalls nur für Kollektoren und auch nur dann, wenn sie zu klein ausgelegt wurden…und, ach ja, einen enstprechenden See/Teich braucht man natürlich auch noch…:wink:

Wärmepumpe über Grundwasser? Was ist, wenn die Vorgaben
nicht mehr stimmen und das Grundwasser kälter ist/wird, als
berechnet?

Diese Aussage stimmt nur unter der Bedingung, dass bereits im Zustrom eine Grundwasseranlage betrieben wird und die Distanz zu kurz ist, um das dort eingeleitete (abgekühlte) Wasser wieder auf die üblichen 9-10°C zu bringen. Ansonsten zeichnet sich das Grundwasser durch eher sehr gleichmäßige Temperaturen aus (die im städtischen Bereich i.d.R. auch noch erhöht sind).

Grundsätzlich hier nochmal was zu den Verbrauchskosten einer WP (Quelle: Erdwärme, d.h. Sonden): die Stromkosten übers Jahr betragen ca. 1,25€ - 1,50€ pro beheiztem m² Wohnfläche (Neubau, Fussbodenheizung). Nachzulesen bei Kaltschmitt et al. (Leipzig).

Förderlich für den Einsatz einer Wärmepumpe (Erdwärmetauscher) ist eine möglichst geringe Differenz zwischen der Quellentemperatur (d.h. des Bodens oder Grundwassers) und der Heiztemperatur. Eine Fußbodenheizung kommt mit 35°C aus, ein gewöhnlicher Radiator braucht dagegen eher 55°C (ebenso die Warmwasseraufbereitung). Derartige Analgen sind also nicht immer die „beste“ Lösung, es kommt immer auf den Einzelfall an.

Thomas (der mit der Planung und Installation von Erwärmetauschern sein Brot verdient)

P.W. (wir sind zwar nicht im Witzebrett, aber als Geologe kann ich mir den jetzt nicht verkneifen):
Frage an den Geologen: „Was gibt 3+5 ?“
Antwort: „Irgendwas zwischen 7 und 9, aber nageln sie mich jetzt nicht drauf fest!“

Hallo Wolgang und alle mit!

Ich danke Euch für die viele Arbeit und Mühe die Ihr Euch gemacht habt.
Ich bin richtig froh, dass ich die Frage hier gestellt habe. Die Stromkosten sind bestimmt enorm und das wird sicher nicht besser.Eine so große Grundstücksfläche habe ich nicht zur Verfügung.
Mir hat das ein Heizungsbauer wärmstens empfohlen. Jetzt ist mir das auch klar, warum. Ein Glück, dass es Euch gibt!
Glücklicherweise haben wir jede Menge unbehandeltes Holz ( Schwiegervater hatte eine Stellmacherei). Wir sind auch selbständig und sämtliches Material kommt in Holzkisten. Daran ersticken wir bald.
Eine Kombiheizung Holz/Öl ist da bestimmt sinnvoller. Ich werde mich erkundigen, ob diese gleich für Pellets ausgerichtet sein kann.
Also nochmals, vielen Dank und liebe Grüße
Gabi

Guten Morgen, Uwi!

…also in der tiefsten der :stuck_out_tongue:ampa…

Bis dahin kann ich nicht widersprechen :smile:

Ein elender Mief und Gestank…
Wenn diese Holz und Kohleheizungen…
… eine Verschärfung
der Umweltgesetzgebung…

Das aber ist eine Ansammlung von Vorurteilen. Moderne
Holzheizungen haben nicht mehr viel gemein mit dem, was vor
Jahrzehnten üblich war. Es sind eben keine Stinker mehr, die
in der Hauptsache den Schornstein heizen. Solche Dinge wurden
produziert, weil man „Allesbrenner“ haben wollte, die Kohle
und Holz verfeuern sollten und weil sich kaum jemand
Gedanken darüber machte, wie die verschiedenen Stoffe mit
gutem Wirkungsgrad zu verfeuern sind. So braucht Kohle Luft
von unten, während Holz für die Verbrennung des Holzgases Luft
oberhalb des Brenngutes braucht, die zusammen mit dem Holzgas
in einem hohen Brennraum zur Verbrennung gebracht wird.

Natürlich würde der Brennstoff knapp, wenn alle auf Holz
umstellten. Nicht nur deshalb, auch wegen des Platzbedarfs und
der erheblichen Investition rechnet sich eine zeitgemäße,
automatisch beschickte Holzheizung nur bei größeren Anlagen
und dann auch nur, wenn man den aufbereiteten Brennstoff in
der Region hat. Als dezentrale Heizung im Stadthaus
durchschnittlicher Größe rechnet sich eine Holzheizung nicht.
Dann ist die Investition zu hoch und die Brennstoffkosten
allein schon durch Transport zu teuer. In der Stadt ist ein
Sack Brennholz eine Kostbarkeit, für die dem Eigentümer eines
Wohnzimmerkamins viel Geld abknöpft wird. In waldreicher
Gegend ist Holz, das sich nicht als Bau- oder Möbelholz
eignet, beinahe wertlos. Als Bau- oder Möbelholz sind nur
relativ kleine Teile eines Baumes zu gebrauchen. Der Rest
vergammelt im Wald. Dabei wird CO2 frei, übrigens nicht mehr
als bei der Verbrennung und nicht mehr, als der Baum während
seiner Lebenszeit gebunden hat. Verschärfter
Umweltgesetzgebung kann man deshalb mit Gelassenheit entgegen
sehen. Die Kosten des Brennstoffs Holz betragen nur rund 1/10
der Kosten von Öl. Dagegen stehen Kosten für das Schreddern,
Lagerraum mit Trocknung auf Restfeuchte sowie technische
Einrichtungen von der Förderschnecke bis zur Aschenaustragung.
Ohne weitere Rechnung ist zu erkennen, daß sich solcher
Aufwand nur bei größeren Anlagen amortisiert.
Im übrigen bin ich keineswegs ein Fan von Holzheizungen, ich
favorisiere nur die jeweils optimal geeignete Heizung. Nun
bezeichne bitte keiner eine Ölheizung mitten im Wald als
optimal geeignet.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

ich habe eine Wärmepumpe, mit zwei Tiefenbohrungen 85m in die Erde. Eine Bohrung hätte es zwar auch gemacht, aber die Rücklauftemperatur aus der Erde ist bei überdimensionierten Bohrungen höher und damit auch die Leistungszahl. Die Bohrungen hab ich zum Freundschaftspreis bekommen. Alle Materialien im Großhandel gekauft, die Anlage selbst projektiert und selbst eingebaut, incl. der Fussbodenheizung (meine Frau war Rohrhalter). Sonst wäre es mir zu teuer gewesen.
Heizkörper kannst du vergessen, alles Fussbodenheizung mit 10cm Rohrabstand und mind. 18mm Rohrdurchmesser. Damit kommst du mit relativ geringer Vorlauftemperatur aus und die Anlage erzielt eine hohe Leistungszahl. Wohnungsbe-und Entlüftung mit Wärmetauscher solltest du zusätzlich einbauen. Heizkosten pro Jahr 350-450 Euro. Die Anlagen sind wartungsfrei. Genehmigungszeitraum für die Erdsonden beträgt 20 Jahre, danach neu beantragen. Ich hoffe, dass die Erdsonden lange halten, damit nicht irgendwann in meinem Garten neue Löscher gebohrt und Gräben gezogen werden müssen. Das Haus wird problemlos warm, auch wenn draussen -20° herrschen. Badewasser schafft max. 52°.

Gruß
Tilo

Sehr gute Frage

Gibts eigentlich Wärmepumpen, die mit einem Gasmotor oä laufen
schon für Einfamilienhäuser? Damit ließe sich ja eine
ökonlogisch sinnvolle Variante konstruieren (Abwärme +
„gepumpte“ Wärme werden genutzt).

Das habe ich mich auch schon gefragt, und mir nach Infos die Hacken abgelaufen. Sogar wenn Du einen kleinen Dieselmotor in den Keller stellst, der die Wärmepumpe antreibt, ist das immer noch besser als Strom
Gibs aber nicht!
Ich würde mir sowas auch selber bauen. Aber die Wärmepumpen-Spezialisten sagen, das geht nicht, wegen der Regelung usw. Ich muß mich da noch schlau machen.
Dan

Hollo,

…also in der tiefsten der :stuck_out_tongue:ampa…

Bis dahin kann ich nicht widersprechen :smile:

gegen Lästern kann man sich auch nur mit Langmut schützen :smile:

Ein elender Mief und Gestank…
Wenn diese Holz und Kohleheizungen…
… eine Verschärfung
der Umweltgesetzgebung…

Das aber ist eine Ansammlung von Vorurteilen. Moderne
Holzheizungen haben nicht mehr viel gemein mit dem, was vor
Jahrzehnten üblich war. Es sind eben keine Stinker mehr, die
in der Hauptsache den Schornstein heizen.

Da bin ich immer noch ziehmlich im Zweifel.
Meine Staubmeßgeräte, die gelegentlich aus Industrieanlagen
mit Öl- oder Gasbrennern zurückkommen sehen in der Regel noch ganz
ordentlich aus (Lanzengeräte -> stecken im Gaskanal drin)
->http://www.sick.de/de/products/categories/process/du…

Solche Geräte aus Holzfeuerungen (wie gesagt aus großen Anlagen im
MW-bereich) sehen eher wie geteert aus und stinken auch entsprechend.
Dabei ist das schon nach E-Filter.
Das eine Holzfeuerung ohne Filteranlage auch nur annähernd so
sauber ist, wie eine Gasfeuerung (mit Einschränkungen auch
Leichtölfeuerng) kann ich deshalb nicht glauben.

Sicher, schwarze Rauchschwaden kommen da auch nicht mehr aus’m
Schornstein, aber technologisch sind solche Anlagen schon ganzes
Stück schwieriger sauber zu bekommen. Bei ausreichender Masse an
solchen Anlagen konnte man das sicher auch gut in der Gegend riechen.
Gruß Uwi