Wärmestrahlung und Strahlungstransport
Moin,
Die Wärestrahlung soll ja vom Material an sich und seiner
Dichte unabhängig sein, nur die Temperatur ist auschlaggebend.
Gilt für Festkörper oder Körper, die im Bereich ihres Emissionsmaximum undurchsichtig sind.
Doch erscheint mir das etwas komisch 
zurecht.
Wenn man einen Liter Luft bei Normaldruck hat, dann wird diese
doch mehr Wärestrahlung abstrahlen als ein Liter bei einem
Zehntel des Drucks.
Die Aussage „Wärmestrahlung eines schw. Körpers“ ist nur von der Temperatur abhängig, gilt für die Intensität, wenn man einen Festkörper annimmt, der mit seiner Oberfläche strahlt, da die OF von Dichte, etc. unabhängig ist.
Betrachtest Du bspw. ein Gas, welches im IR optisch dünn ist, so emittiert das Gas mit dem Volumen (und nicht der OF), so daß die Gasdichte einen Einfluß hat. Die Intensität der Wärmestrahlung von einem im IR transparenten Körpers (bzw. Gases) ist somit logischerweise vom Volumen und der (Gas-)dichte abhängig, da jedes Volumenelement zur Abstrahlung beiträgt - und damit ist die Emission genau linear von beidem, V und p, abhängig. Es sei nochmal betont: gilt natürlich nur solange wir im Wellenlängenbereich des Emissionsmaximums von einem optisch dünnen Körper reden.
Deinen Fragen zufolge willst Du Dich mit dem hochgradig komplizierten Bereich des Strahlungstransports auseinandersetzen. Da kann man noch ganze Dissertationen und Habilitationen drüber schreiben und ganze Rechnercluster monatelang mit quälen…
Wenn man bspw. die Unterscheidung optisch dünn zu dick nicht müßte, bräuchte man sich keine Gedanken um Sternentstehung zu machen: im ständig optisch dünnen fall, würde sich niemals ein sich komprimierendes Gas aufheizen, da es einfach seine Energie alle abstrahlen könnte, im ständig optisch dicken fall würde eine Gaswolke nie zu einem Stern kontrahieren, da es die Energie nie auf vernünftigen Zeitskalen loswürde, um zu einem Stern zu kontrahieren.
Gruß,
Ingo