Nach dem zweiten Hauptsatz der Wärmelehre, erleidet ja jedes abgeschlossene System irgendwann den Wärmetod. Doch wird es, nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, auch mit dem Universum so ergehen?
Ich habe im übrigen Netz nur wiedersprüchliche angabern dazu gefunden.
Nach dem zweiten Hauptsatz der Wärmelehre, erleidet ja jedes
abgeschlossene System irgendwann den Wärmetod. Doch wird es,
nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, auch mit dem
Universum so ergehen?
Im Prinzip schon. Allerdings kann beim Big Rip genau das Gegenteil passieren, wenn Quantenfluktuationen durch die Expansion des Universums stabilisiert werden. Das ist bereits während der Inflationsphase nach dem Urknall passiert und hat damals für die Unregelmäßigkeiten in der Energiedichte geführt, die Voraussetzung für die Bildung der heute sichtbaren Strukturen waren. Nach diesem Prinzip können auch in ferner Zukunft wieder Energieunterschiede entstehen.
Hallo
Ja, nach aktuellen Modellen wird das geschehen.
Wegen der immer noch mysteriösen dunklen Energie beschleunigt sich die Ausdehnung des Universums weiter, bis schließlich die Entfernungen zwischen den Galaxien so groß wird, dass die Materie nicht mehr genügend wechselwirken kann, um neue Sterne zu bilden.
Übrig bleiben dann nur ein paar schwarze Löcher, die am Ende aber auch verdampfen.
Ein Bericht darüber gab es vor zwei oder drei Monaten im Spektrum der Wissenschaft.
Gruß
Thomas
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]