ich suche gerade nach einem geeigneten Wärmeträger für einen Laborthermostaten. Temperaturbereich ist -20°C bis Raumtemperatur.
Mein Kollege und ich favorisieren eigentlich ein Ethylenglykol-Wasser-Gemisch, jedoch ist sowohl unseren Mitarbeitern als auch mir persönlich nur ein Isopropanol-Wasser-Gemisch bzw. sogar reines Ethanol erinnerlich.
Reinen Alkohol möchten wir wegen der leichten Entzündlichkeit auf jeden Fall vermeiden, Alkohol-Wasser-Gemische erscheinen uns wegen der Flüchtigkeit des Alkohols nur als bedingt geeignet.
Da uns bisher aber kein Glykol-Wasser-Gemisch als Wärmeträger im Kühlthermostaten erinnerlich ist, frage ich mich, ob irgendetwas dagegen spricht, was mein Kollege und ich übersehen haben könnten.
um auf Nummer Sicher zu gehen, könnt ihr ein sog. Wärmeträgeröl verwenden. Das gibt es von diversen Herstellern und der Herteller eures Thermostaten hat sicher auch welche im Programm.
Ansonsten sind Mischungen aus Ethylenglycol und Wasser möglich, ich weiß aber nicht, wie viskos sie bei - 20 °C werden. Wenn sie zu dick werden, wird nicht mehr genug umgepumpt und die Kühlleistung geht gegen Null.
wie fast immer hat Gandalf mit seinem Kühlöl mal wieder recht. Allerdings glaube ich nicht, daß Ethylenglykol-Wasser-Gemische bei -20 °C übermäßig viskos werden, vorausgesetzt die Mischng stimmt. Immerhin ist das ja auch in Autokühlern enthalten und muß da genauso umgepumpt werden, auch, solange es noch kalt ist.
um auf Nummer Sicher zu gehen, könnt ihr ein sog.
Wärmeträgeröl verwenden. Das gibt es von diversen Herstellern
und der Herteller eures Thermostaten hat sicher auch welche im
Programm.
*Grins* Unser Unternehmen stellt sogar selber solche Öle her. Allerdings wird der besagte Thermostat häufig für wechselnde Aufgaben eingesetzt, und wenn man die externen Wärmeträgerleitungen abklemmt, kleckert man (zumindest mit meinem motorischen Geschick) immer etwas mit dem Temperiermedium herum. Und Wasser/Glykol geht einfach viel leichter wegzuwischen als Wärmeträgeröl.
Ansonsten sind Mischungen aus Ethylenglycol und Wasser
möglich, ich weiß aber nicht, wie viskos sie bei - 20 °C
werden. Wenn sie zu dick werden, wird nicht mehr genug
umgepumpt und die Kühlleistung geht gegen Null.
Die Viskosität war auch meine einzige Befürchtung - mittlerweile habe ich herausbekommen, dass eine 1:1-Mischung von Monoethylenglykol und Wasser bis ca. -35°C frostsicher ist und bei -20°C eine Viskosität zwischen 10 und 40 mPas hat. Das sollte bei einem normalen Laborthermostaten eigentlich noch reichen.
Das Glykol steht jedenfalls schon bereit und wartet auf seinen eiskalten Einsatz. Ich werde nächste Woche mal posten, ob unser Versuch erfolgreich war…
*Grins* Unser Unternehmen stellt sogar selber solche Öle her.
aha, Marlotherm?!
und wenn man die externen
Wärmeträgerleitungen abklemmt, kleckert man (zumindest mit
meinem motorischen Geschick) immer etwas mit dem
Temperiermedium herum.
kennst Du die Dinger hier? http://www.rct-online.de
Dort nach Schnellverschluß Kupplungen mit Absperrung suchen.
Dann kleckert beim ABkuppeln nichts mehr.
stimmt. Immerhin ist das ja auch in Autokühlern enthalten und
muß da genauso umgepumpt werden, auch, solange es noch kalt
ist.
Die Kühlschläuche im Autokühler sind ja auch fast armdick, wogegen du in die Anschlüsse unseres Thermostaten noch nicht mal einen kleinen Finger hineinstecken kannst.
Außerdem wird die Kühlflüssigkeit beim Auto gleich dünnflüssiger, wenn nur etwas von der Motorwärme auf das Kühlmedium übergegangen ist, wogegen wir ja permanent bei -20°C arbeiten wollen.
Aber irgendwie hast du schon recht, wenn man in einem strengen Winter mal unter die Motorhaube schaut, sieht das Kühlmittel im Ausgleichsbehälter genauso dünnflüssig aus, wie im Sommer. Aber die Erleuchtung kommt einem einfach nicht, wenn man sich so ganz spontan im Labor eine Frage stellt.
*Grins* Unser Unternehmen stellt sogar selber solche Öle her.
aha, Marlotherm?!
Richtig!
kennst Du die Dinger hier?
Schon mal gesehen, allerdings nie ausprobiert oder konkret in Erwägung gezogen, da wir bisher immer mit Wasser temperiert haben und deshalb der Leidensdruck nicht hoch genug war. Werde ich mir mal näher anschauen - obwohl die grauselige Navigation auf der Website schon eine gewisse Hemmschwelle darstellt.
http://www.rct-online.de
Dort nach Schnellverschluß Kupplungen mit Absperrung suchen.
Dann kleckert beim ABkuppeln nichts mehr.
Wir ziehen wahrscheinlich in ein paar Jahren in ein neues Laborgebäude. Ich werde mal schauen, ob sich so eine Umrüstung in dem Zuge gleich miterledigen lässt.
der Einsatz von Wärmeträgerölen (Silikonöle) ergibt bessere Ergebnisse. Es werden niedrigere Temperaturen und schnellere Kühlraten erreicht.
Selbst bei den Wärmeträgerölen kann man Unterschiede bei Temperaturminimum und Kühlraten sehen. Die Kosten sind natürlich gegenüber Ethylenglycol viel höher, aber man kann Zeit gewinnen und ich denke, dass die niedrigere Viskosität auch gut für den Thermostaten ist. Aber da Du diese ja möglicherweise intern besorgen kannst, werden die Kosten nicht das Problem sein.
Rückmeldung: Wärmeträger in Thermostat
Hallo zusammen,
der Einsatz von Wärmeträgerölen (Silikonöle) ergibt bessere
Ergebnisse. Es werden niedrigere Temperaturen und schnellere
Das geht bei einigen unserer Geräte nicht, da teilweise Silikonschläuche verwendet werden, die würden bei Berührung mit Silikonölen aufquellen.
Aber eigentlich wollte ich hier nur die Rückmeldung geben, dass der Test mit 1:1 Ethylenglycol / Wasser bei -20 °C erfolgreich war, und dass in meinem Labor deswegen in Zukunft niemand mehr leichtentzündliche Flüssigkeiten als Wärmeträger im Thermostaten verwenden wird.