Wäsche auf der Leine

Beobachtung: Wäsche draußen auf der Leine, Temperatur unter Null, Wäsche wird bretthart - so weit klar. Holt man die brettharte Wäsche nun ins Haus, taut sie auf und ist feucht. Aber: Läßt man die Wäsche längere Zeit in dem brettharten Zustand bei Dauerfrost auf der Leine, „verflüchtigt“ sich das Eis. Verdunstung kann es wohl nicht sein.

Wie heißt dieser Effekt, bei dem Wasser vom festen unmittelbar in den gasförmigen Zustand übergeht?

Gruß
Wolfgang

Im Prinzip heisst das Sublimierung (passiert z.B. bei Iod).
Dass das bei Wasser passiert wage ich zu bezweifeln.

MFG
Martin

Sublimation
Servus Wolfgang

Wie heißt dieser Effekt, bei dem Wasser vom festen unmittelbar
in den gasförmigen Zustand übergeht?

Diesen Effekt nennt man in der Physik „Sublimation“.

Salü
Roland

Im Prinzip heisst das Sublimierung (passiert z.B. bei Iod).
Dass das bei Wasser passiert wage ich zu bezweifeln.

Da zweifelst Du wohl zu unrecht. Die Fähigkeit, zu sublimieren ist nur eine von mehreren Besonderheiten, die das Wasser zu bieten hat. Eis hat selbst bei arktischen Temperaturen noch einen Dampfdruck und verflüchtigt sich, wenn die Luft noch Dampf aufnehmen kann. Das kann man auch bei Dauerfrost sehr schön beobachten, wenn der Reif, der über Nacht den Boden überdeckt hat, im Laufe des Tages, trotz Minusgraden wieder verschwindet.

Jörg

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Beobachtung: Wäsche draußen auf der Leine, Temperatur unter
Null, Wäsche wird bretthart - so weit klar. Holt man die
brettharte Wäsche nun ins Haus, taut sie auf und ist feucht.
Aber: Läßt man die Wäsche längere Zeit in dem brettharten
Zustand bei Dauerfrost auf der Leine, „verflüchtigt“ sich das
Eis. Verdunstung kann es wohl nicht sein.

Mit dieser Technik der Gefriertrocknung läßt sich alles mögliche trocknen:

Neben Gewürzen, Anglertrophäen, toten Haustieren wird sie großindustriell zur Herstellung der sogenannten „Instantgetränke“, aber auch in der Fabrikation pharmazeutischer Stoffe eingesetzt.

Dort wird es so gemacht:
Die fertige Lösung wird vorgekühlt und anschließend auf eine rotierende, tiefgekühlte Glastrommel gespritzt. Der gefrorene „Schnee“ wird abgekratzt und sammelt sich am Boden des Behälters. Durch eine Vakuumpumpe wird ein Unterdruck in dem Behälter erzeugt. Dadurch beginnt das Lösungsmittel zu sublimieren..Übrig bleibt der getrocknete gelöste Stoff in feiner Verteilung.

Die Gefriertrocknung wird durch Infarotstrahlung unterstützt.

http://i115srv.vu-wien.ac.at/physik/ws95/w9570dir/w9…