12 Jahre hat unser Waffeleisen gute Dienste geleistet, die Waffeln waren knusprig und gut. Nun ist es kaputt und nicht mehr zu reparieren.
Also haben wir ein neues Waffeleisen gekauft, mit Beschichtung, Preis € 35,–. Nach Bedienungsanleitung aufgeheizt auf volle Stärke, 10 Minuten heizen lassen. Danach sollten die Waffeln genießbar sein. Die ganze Wohnung hat gestunken! Wir haben stundenlang gelüftet, danach einen Teig gemacht und Waffeln gebacken - alle ungenießbar. Die Waffeln haben nach Kunststoff gestunken, waren auch nicht knusprig.
Reklamiert - anderes Gerät - andere Marke - andere Beschichtung.
Wieder alles gleich, vorschriftsgemäß lt. Bedienungsanleitung aufgeheizt (Gestank furchtbar!), danach eingefettet und gebacken, alle Waffeln weggeworfen.
WAS HABEN WIR FALSCH GEMACHT?
Oder stinken diese Geräte heute generell?
Wer weiß Rat?
Moni
Hallo Moni,
Warum beschichtet? Waffeleisen aus Grauguss oder Aluguss stinken nicht nach der Beschichtung. Die Zeit, die es braucht, bis der Kunststoffgestank weg ist, ist länger, als man zum Einbacken/Einbraten von ordentlichem Gussmaterial braucht: Auch bei Pfannen, Brätern usw.
Schöne Grüße
MM
Hallo MM,
das alte war beschichtet. Aber wie geht das denn bei unbeschichteten Waffeleisen, muss das nur am Anfang eingefettet werden oder bei jeder Waffel neu eingepinselt werden? Nimmt man da besser Öl oder Butter? An ein unbeschichtetes hatte ich gar nicht gedacht, aber vielleicht wäre es die bessere Lösung. Ich hatte nur Angst, dass die Waffel kleben bleibt. Kannst Du so ein unbeschichtetes Waffeleisen etwas erklären? Du kennst Dich offensichtlich damit aus.
Danke für deine Rückantwort
Moni
Moin,
Hallo MM,
das alte war beschichtet. Aber wie geht das denn bei
unbeschichteten Waffeleisen, muss das nur am Anfang
eingefettet werden oder bei jeder Waffel neu eingepinselt
werden? Nimmt man da besser Öl oder Butter?
Die Platten werden mit Speckschwarte eingerieben.
Gruß
Dirk m.
Hallo Moni,
Kannst Du so ein unbeschichtetes
Waffeleisen etwas erklären?
Das war der Standard vor der Teflon-Mode, die (meine ich) etwa 1970 losging. Heißt: Flohmarktware ist immer unbeschichtet, wenn sie älter als etwa 1970 ist. Mein E-Waffeleisen ist dem verwendeten Bakelit nach wahrscheinlich älter als 1950; an der entsprechenden Stelle des Bodens, wo man dieses anhand der Abkürzungen „DBGM“ oder „DRGM“ unterscheiden könnte, bin ich noch nicht bis zur metallischen Oberfläche vorgedrungen…
Heute gibts abgesehen von den für den Privathaushalt etwas überdimensionierten Modellen für Konditorei- und Gastronomiebedarf immer noch einzelne Hersteller, die wenigstens Aluguss verwenden. Sind allerdings im Vergleich zu den leichten beschichteten Modellen relativ teuer. Grauguss wahrscheinlich bloß noch bei den Liebhabermodellen ohne E-Heizung, die man z.B. am Kaminfeuer verwenden kann - da hab ich mal eines aus einer schwedischen Gießerei gesehen.
Einen eigentlichen Einbratvorgang wie bei schmiedeeisernen Pfannen braucht es nicht. Es ist halt so, dass man bei den ersten Verwendungen eine Idee mehr Fett braucht und nach zwei-drei Mal Benutzen flotter damit arbeiten kann. Kein Spülmittel und möglichst keine Bürste an die Form kommen lassen, bloß mit Papier und purem Wasser reinigen.
Speckschwarte funktioniert gut. Seit wir das tierische Fett insgesamt ein wenig zurückfahren mussten, also wenn ich Waffeln backen will meistens kein Bauchspeck im Haus ist, nehme ich (dünn!) ein neutrales erhitzbares Öl (Raps, Sonnenblume, Erdnuss - was grade da ist). Einmal eingepinselt reicht für eine ganze Reihe Waffeln.
Schöne Grüße
MM
Hallo Moni,
man braucht wenig Fett, da Fett auch aus dem Teig „ausschwitzt“. Die meisten
teige enthalten Fett.
Ciao
Bolo2L