WAGO Klemmen

hallo elektriker,

mal eine frage,ich habe mir mal ein paar 5er WAGO Klemmen gekauft,
weil jeder sagt das es einfacher ist,als mit den schraubaren fummel dingern.

ich komm aber mit den dingern nicht so zurecht,sind die überhaupt sicher?und zugelassen?

und nimmt die jetzt jeder elektriker?

danke.
gruß
mücke

Hallo,

Wago-Klemmen sind Standard, und haben diverse Vorteile: Bei richtiger Anwendung sind sie im Gegensatz zu klassischen Dosenklemmen berührungssicher, und die werkzeuglose Verarbeitung hat auch ihre Vorzüge. Gerade wenn man viele Klemmen verarbeiten muss, spart sie auch Zeit. Zudem lassen sich die ordentlich nebeneinander liegenden Leiter deutlich besser nachverfolgen als die Bündel aus herkömmlichen Dosenklemmen. Ein ordentlich eingerasteter Leiter löst sich auch nicht beim Einlegen der Klemme in die Dose. Wackelige Verbindungen entstehen mit normalen Dosenklemmen gerne mal.

Perfekt sind die Dinger natürlich auch noch nicht. Verbogene oder gekerbte (ohnehin nicht zulässig) Leiter wollen schon mal nicht in die ein oder andere Richtung, der Kraftaufwand beim Lösen ist in engen Dosen auch nicht zu verachten (Verletzungsgefahr).

Gruß vom Wiz

Hallo Mücke

mal eine frage,ich habe mir mal ein paar 5er WAGO Klemmen gekauft, weil jeder sagt das es einfacher ist,als mit den schraubaren fummel dingern.

Wenn man erst mal den Bogen raus hat, haben sie durchaus ihre Vorteile.

sind die überhaupt sicher?

Aber ja. Es gibt große Firmen, z.B. in der Automobilindustrie, in deren Betriebsmittelvorschriften ist die Verwendung von Zugfederklemmen (WAGO-Klemmen) sogar vorgeschrieben.

und zugelassen?

Natürlich, sonst dürften sie garnicht verwendet werden.
Sieh Dir im WAGO-Katalog
http://www.wago.com/infomaterial/pdf/51218712.pdf
die Seiten ab Seite 499 an.

ich komm aber mit den dingern nicht so zurecht

Da Du nicht schreibst, welche der verschiedenen Baureihen Du einsetzt und welches spezifische Problem Du hast, kann ich Dir hier keine gezielten Hinweise geben, aber vielleicht findest Du ja im Katalog die Lösung.

Gruß merimies

Hallo Mücke !

Ja,sie sind zugelassen. Schau mal auf die draufgedruckten Prüfzeichen,die sollten es auch zeigen.
Ja,jeder Elektriker verwendet diese Art von Steckklemmen für die „normale“ Verdrahtung in Abzweig- und Verteilerdosen bei Aderstärken von 1,5 bis 2,5 mm²(manche gehen bis 4 mm²).

Der große Vorteil gegenüber den Schraubklemmen(DoLü) ist der Zeitfaktor und die Berührungssicherheit.

MfG
duck313

hallo elektriker,

mal eine frage,ich habe mir mal ein paar 5er WAGO Klemmen
gekauft,

Ich kaufe die im 100er Pack.

weil jeder sagt das es einfacher ist,als mit den schraubaren
fummel dingern.

Wie viel man den Draht absetzen muss ist ja auf der Verpackung abgedruckt.

ich komm aber mit den dingern nicht so zurecht,sind die
überhaupt sicher?und zugelassen?

Draht hinein stecken und fertig. Raus rutschen können die Drähte nicht mal eben. Dazu müssen die „hin und her“ bewegt werden.
Sicher sind sie bestimmt. Die sind (wenn sie richtig verarbeitet werden) berührungssicher. Da bekommt man nicht mal eben durch Unachtsamkeit eine geputzt.

und nimmt die jetzt jeder elektriker?

Eigentlich schon. Ich musste mich auch erst dran gewöhnen. Ist aber eine klasse Erfindung. Im Gegensatz zu Dosenklemmen verrutscht da nichts mehr beim festziehen.

Gruß
Holger

hallo elektriker,

mal eine frage,ich habe mir mal ein paar 5er WAGO Klemmen
gekauft,
weil jeder sagt das es einfacher ist,als mit den schraubaren
fummel dingern.

Es ist sicherer, weil die Klemmkraft über Jahre bestehen bleibt.
Alte Dosenklemmen kann man dagegen teilweise einfach so, ohne Kraftaufwand, von den Adern abziehen.
Zudem sind sie bei richtiger Abisolierlänge rundum isoliert und es ragen keine spannungsführenden Teile hinten heraus.

ich komm aber mit den dingern nicht so zurecht,sind die
überhaupt sicher?und zugelassen?

Aber sicher.

Du hast entweder die falsche Größe (und versuchst, 2,5mm² in eine 1,5mm² Wago-Klemme einzuführen), oder hast krumme, schrumpelige Aderenden, die vorher unter Schraubklemmen steckten.
Die neigen zudem zum Abbrechen. Also hier sollte man die Adern unbedingt kürzen, passend (!) abisolieren und dann gehen sie auch gerade und einfach in die Klemme.

und nimmt die jetzt jeder elektriker?

Es mag immer noch Elektriker geben, die diesem „neumodischen Zeugs“ nicht trauen. Die sterben aber auch mal aus.

Hallo Mücke !
Es ist ja niemand darauf eingegangen,weil es für die Fachleute klar ist,aber Du steckst doch nicht etwa flexible Adern in diese WAGO-Klemmen?
Die sind nur für starre Adern geeignet!

Für flexible Adern(bei Leuchten z.B.) gibt es spezielle Klemmen,aber die sind nur 1-polig.

MfG
duck313

Hallo

Perfekt sind die Dinger natürlich auch noch nicht.

Find ich schon.

der Kraftaufwand beim
Lösen ist in engen Dosen auch nicht zu verachten
(Verletzungsgefahr).

Also ich hab schon sehr viele Steckklemmen verarbeitet und auch gelöst. Kraftaufwand war das nie. Du weißt, wie man die Klemmen wieder löst?

Hans

WAGO Klemmen ist nicht gleich Wago-Klemme
Wagoklemme ist nicht gleich wagoklemme. Es gibt im Grund zwei Typen: Die besseren, die für flexible wie auch starre Leiter zugelassen sind und mit einem , meist orangenen Hebel ver- und entreigelt werden (mit 3 oder 5 Kontakten). und es gibt die alten STECKklemmen, die nur für starre Leiter zugelassen sind und durch Drehen des Leiters gelöst werden.

Moin,

Wagoklemme ist nicht gleich Wagoklemme. …

Stimmt, diese hier sind damit gemeint: „Verbindungsklemmen der Serie 222“.

mfg
W.

Hallo

Die besseren, die für flexible wie auch starre Leiter
zugelassen sind

Naja, sie haben eben andere Eigenschaften als die Steckklemmen. Pauschal würde ich die nicht als besser bezeichnen. Beim einfachen Verdrahten von massiven Leitern in Abzweigschalterdosen hätten die massive Nachteile: Wesentlich größerer Platzbedarf, wesentlich höherer Preis.

(mit 3 oder 5 Kontakten).

Oder mit zwei.

und es gibt die
alten STECKklemmen, die nur für starre Leiter zugelassen sind
und durch Drehen des Leiters gelöst werden.

Vielleicht hab ich die Ursprungsanfrage mißverstanden. Ich bin davon ausgegangen, daß es um Steckklemmen für massive Leiter geht. Aber stimmt schon, richtig beschrieben ist gar nicht, um welche Klemmen es überhaupt geht.

Hans

Hallo,

ich meinte auch nicht den absoluten Kraftaufwand, sondern die typische Situation voller Dose mit voller Steckklemme, und ausgerechnet der mittlere Leiter von fünf muss raus. Vernünftig gegeneinander Verdrehen (-), eher wackeln und zerren, und ehe Du dich versiehst, hängt das ein oder andere Stück Haut an der scharfen Kante der Dose, wenn die Klemme plötzlich löst. Jedenfalls dann, wenn man eigentlich eher Schreibtischtäter ist, und keine Haut wie Wildleder an den Fingern hat :wink:

Das ist aber eigentlich auch schon der einzige Nachteil der Dinger.

Gruß vom Wiz

Hallo

ich meinte auch nicht den absoluten Kraftaufwand, sondern die
typische Situation voller Dose mit voller Steckklemme, und
ausgerechnet der mittlere Leiter von fünf muss raus.

Aaaaachsoooooooo, jetzt versteh ich dich.

Vernünftig gegeneinander Verdrehen (-), eher wackeln und
zerren, und ehe Du dich versiehst, hängt das ein oder andere
Stück Haut an der scharfen Kante der Dose, wenn die Klemme
plötzlich löst.

Machs doch andersrum: Zieh die Klemme ganz ab und steck die benötigten Adern wieder drauf. Ist auch sicherer, weil durch die Dreherei die anderen Adern, die eigentlich drin bleiben sollten, sich ja trotzdem mehr oder weniger lösen. Dann muß man trotzdem nachprüfen, ob alle Adern noch fest sind.

und keine Haut wie Wildleder an den
Fingern hat :wink:

Die hab ich auch nicht.

Hans