Ich habe eine Schaltung, die insgesamt 55mA braucht.
Da es eine Gleichrichterschaltung vorhanden ist fließen die Ströme impulsförmig, so wie auf dem Bild dargestellt.
Mit der Simulation habe ich festgestellt, das der Strom 0,65A beträgt, der kurzzeitig aus dem Netz gezogen wird.
Wie wähle ich denn nun dafür die Sicherung und wie träge sollte diese sein?
Nimmt man in diesem Fall eine träge Sicherung die für 100mA ausgelegt ist? Wenn das der Fall wäre, würde sie 50 mal in der Sekunde mit einem 5-6 fachen Strom überlastet und müßte wahrscheinlich nach einer gewissen Aufwärmzeit auslösen, oder?
Oder wähle ich eine träge 0,5A Sicherung. Auf diesem Gebiet der Sicherungswahl kenne ich mich leider auch noch nicht aus.
Ich würde mich über ein paar Hinweise sehr freuen und wenn es nur ein Verweis auf einen hilfreichen Link ist wo ich mir das Ganze erarbeiten kann.
Viele Grße und einen schönen Sonntag wünscht Matthias.
moin,moin
Der Spannuhngsregler LM7812 hat eine eingebaute elektronische Strombegrenzung von 1A. Da benötigst du im Prinzip keine zusätzliche Sicherung.
Wenn du doch eine einbauen willst: Feinsicherung 5X20mm, 1,25 - 1,5A
mittelträge.
Viel Spaß beim Bauen
Ich habe eine Schaltung, die insgesamt 55mA braucht.
Du meinst: als Mittelwert. Und das ist auch schon der Knackpunkt.
Eine Sicherung wird so bemessen, dass sie im Normalbetrieb nie, im kritischen Fehlerfall möglichst schnell auslöst. Eine Sicherung ist aber ein Schmelzkörper, der relativ träge reagiert und für den im Normalbetrieb der Mittelwert des Stroms interessant ist - wobei man aber berücksichtigen muss, wie groß die Zeitkonstante der Mittelwertbildung in der Sicherung ist und wie der Mittelwert des Stroms zu stande kommt (also über welchen Zeitraum da gemittelt wird).
In Deinem Fall geht es um den Mittelwert bei 100Hz, da ist die Sicherung träge genug. Es kommt aber noch der Einschaltstrom hinzu (der Elko von 470µF lädt sich). Deshalb etwas mehr vorsehen als die 55mA.
Als Fehler kommt in Frage ein Kurzschluss am Ausgang - dann wird der Regler den Strom begrenzen, aber in kurzer Zeit zu heiß, wenn kein Kühlkörper vorgesehen ist (den man bei 55mA nicht unbedingt benötigt). Auch die Dioden vertragen nur 1A, aber weil sie als Brücke geschaltet sind, ergibt das in Summe etwa 2A insgesamt - mehr als der Regler zulässt, also bestimmt der den kritischen Fall. Da muss die Sicherung also schützen, deshalb sollte sie deutlich unter 1A auslösen.
Ein weiterer Fehler könnte ein Kurzschluss vor dem Regler oder durch den Regler sein, auch hier muss die Sicherung auslösen. Aber da sollte normalerweise auch ein Strom von über 1A bei rauskkommen, also belibt es bei dem ‚deutlich unter 1A‘.
Nimmt man in diesem Fall eine träge Sicherung die für 100mA
ausgelegt ist?
Genau die würde ich vorschlagen. Wenn Du die Sicherung partout auf der Sekundärseite eines Trafos einbauen möchtest. Wie wäre es mit einer Sicherung auf der Netz-seite? Dann würde sie auch bei einem Durchbrennen des Trafos schützen. Um die zu bemessen, müsste man aber erstmal den Trafo kennen - je größer, desto höher der Einschaltstrom. Oftmals gibt der Hersteller des Trafos an, wie groß die Sicherung dann zu wählen ist. Ob damit dann Trafo UND Schaltung geschützt sind, muss man im Einzelfall sehen. Vielleicht benötigt man zwei Sicherungen.
Btw., gar keine Sicherung, weil der Regler das automatisch macht, ist natürlich heftig zu kurz gedacht. Was immer mal wieder in der Zeitung zu findende Berichte über Zimmerbrände durch geschmolzene Steckernetzteile beweisen.
Gruß
loderunner
Wieso Steckernetzteil? Steht nichts von drin.
Würde den Spannungsregler kühlen und das Ganze mit 100mA primär und wenns sein muß mit 1 A sek. absichern. Dann hat er noch Reserve für andere Schaltungen die mehr brauchen.
Aber eine Sicherung vor dem Trafo reicht aus. Bei Kurzschluß am Ausgang fliegt die auch raus. Außerdem greift dann die Strombegrenzung vom Regler. Der hat zusätzlich auch eine Übertemperatur Sicherung drin.
Aber eine Sicherung vor dem Trafo reicht aus. Bei Kurzschluß
am Ausgang fliegt die auch raus.
Das weißt Du woher? Schonmal gerechnet, was bei einer durchgebrannten Diode für ein Strom auf der Primärseite fließt?
Außerdem greift dann die Strombegrenzung vom Regler.
Ah so. Natürlich gibt es nur Fehler hinter dem Regler. Anderes ist natürlich nicht denkbar.
Der hat zusätzlich auch eine Übertemperatur Sicherung drin.
Und die schützt die ganze Schaltung incl. Trafo.
Weißt Du was? Ich möchte kein von Dir gebasteltes Gerät in der Nähe meines Hauses wissen. Was Du Dir da ausdenkst, ist mir bei weitem zu gefährlich. Brandgefährlich, so zu sagen.
Btw., bei mir im Dorf ist gestern ein Haus abgebrannt. Drei Tote. Nur so zum nachdenken.