Wahl des mündlichen Abiturprüfungsfaches

Hallo,

im April schreibe ich Abitur in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch und BWL. Zudem werde ich noch in einem 5. Fach mündlich geprüft.
Nächste Woche muss ich mich zwischen folgenden Fächern entscheiden:

Religion, Französisch, Chemie, Geschichte und Cisco (Datenverarbeitung)

Da ich in allen Fächern gleich gut bin so ca. 13 Punkte…
fällt mir die Entscheidung sehr schwer, hättet ihr einen Tipp für mich welches Fach am einfachsten machbar ist???

Gruß

Saturnblume

Hi,

naja letzendlich musst du diese Endscheidung natürlich für dich treffen, da es sich aber um eine mündliche Prüfung handelt würde ich zu einer Sprache tendieren, in diesem Fall Französisch.
Grundsätzlich gut sind immer auch Sachen wo es nur Richtig oder Falsch gibt ( z.B. Mathe, ich weiß Folgefehler etc. jaja )denn hier hat man immer eine relativ objektive Note, während bei Sprachen oder Religion, Geschichte die Note manchmal vom Lehrer durchaus subjektiv bewertet werden kann.

Gruß
Soera
( Der Französisch mit 02 Punkten angeschlossen hat ; )

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Hallo Saturnblume,

Religion, Französisch, Chemie, Geschichte und Cisco
(Datenverarbeitung)

intuitiv würde ich auf Religion, Geschichte oder Cisco gehen. Letztendlich ist es aber, wie mein Vorredner schon sagt, deine Entscheidung.

Ich würde für mich Französisch nicht nehmen, weil in einer mündlichen Prüfung die Gefahr zu hoch wäre, dass ich vor lauter Nervosität Fehler in der Aussprache oder Grammatik mache. Deutsch spreche ich sowieso ständig, deswegen würde ich in einer mündlichen Prüfung (die mich im Gegensatz zu schriftlichen Prüfungen persönlich fürchterlich nervös werden lassen) lieber in meiner Muttersprache reden.

Chemie wäre mir zu heikel, da es schon zu ner ganz anderen chemischen Reaktion kommen kann, wenn man in einer Formel nur ne Kleinigkeit vergisst. Außerdem spräche für mich gegen Chemie, dass man damit rechnen muss, an der Tafel irgendwelche Zeichnungen oder Formeln abzubilden. Und wenn man das nicht gewöhnt ist, ist es ein weiterer Nervositätsfaktor. Da denke ich immer an meinen alten Mathelehrer, der mich mal an die Tafel rief. Als ich brav und richtig meine Berechnung an die Tafel schrieb, meinte er, ich solle doch auch erzählen, was ich da mache - er könne ja auch nicht nur an der Tafel stehen und was dranpinseln, sonst würden wir ja auch nicht verstehen, was er da macht. Und ohne Übung war das damals unheimlich schwer.

Daher wäre mir ein „Laber-Fach“ lieber. Denn mit Worten kann man leichter jonglieren als mit falsch an die Tafeln geschriebenen Dingen.
Außerdem wäre für mich das Verhältnis zum jeweilgen Lehrer entscheidend. Es gibt welche, die bestehen auf auswendig gelernte Dinge, wollen aber keine eigene Meinung hören und es gibt welche, die akzeptieren auch eigene Formulierungen oder Auslegungen.

Geschichte ist für mich persönlich ein Horror-Fach gewesen. Du scheinst da weniger Probleme mit zu haben, wenn ich die Punktzahlen lese :wink:

Cisco - meinst du damit die Firma oder umfasst das Fach doch mehr?
Bei der Auswahl wäre - abhängig vom Lehrer - meine engste Wahl Datenverarbeitung. Aber von Cisco-Produkten habe ich jetzt zu wenig Ahnung. Könnte sein, dass ich dann eventuell doch eher zur Religion tendieren würde.

Viel Spass bei der Entscheidung!

Viele Grüße
Merlinchen

Hallo Saturnblume,

Religion, Französisch, Chemie, Geschichte und Cisco
(Datenverarbeitung)

Von Französisch würde ich abraten, wenn du nicht gerade Halbfranzösin bist oder man meinen könnte, Französisch wäre deine Muttersprache - denn da muss man mündlich schon sehr fit sein, um mit ner guten bis sehr guten (ich denke, das strebst du an, bei den Vornoten…) Note abzuschließen - wie leicht verhaspelt man sich, die gewisse Prüfungsaufregung tut noch ihren Teil dazu.

Chemie - da schließe ich mich Merlinchen an - ist im Versuch immer Glückssache… Wie leicht kann dabei was schief gehen oder eine Formel mal nicht mehr präsent sein. Cisco - keine Ahnung, was einen da erwartet…

Ich würde zu Religion oder Geschichte tendieren, wenn es Fächer sind, in denen du auch im Unterricht mündlich so einigermaßen präsent bist. Textanalyse - Bezug zu einem Semester und dann über den Horizont noch etwas hinausblicken. Vollständigkeit in den Ausführungen ist natürlich erwünscht, aber mit etwas sinnvollem Rumlabern lässt sich die Zeit auch füllen und manch Prüfer beeindrucken. Ich hatte damals ev. Religion genommen, mich umfassend (über den Unterrichtsstoff hinaus in Lexika (Encarta) geschaut) informiert und gehofft, dass ich mein Paradethema erwische. Es passte…

Ob jetzt Geschichte oder Religion ist sicherlich auch eine Sache der Sympathie zum Fachlehrer und Prüfer - so zumindest meine persönliche Meinung.

Viel Glück (Spaß, Erfolg…) beim Abitur!
sannah
(mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden)

Da ich in allen Fächern gleich gut bin so ca. 13 Punkte…
fällt mir die Entscheidung sehr schwer, hättet ihr einen Tipp
für mich welches Fach am einfachsten machbar ist???

Hallo Saturnblume,

Religion, Französisch, Chemie, Geschichte und Cisco
(Datenverarbeitung)

Von Französisch würde ich abraten, wenn du nicht gerade
Halbfranzösin bist oder man meinen könnte, Französisch wäre
deine Muttersprache - denn da muss man mündlich schon sehr fit
sein, um mit ner guten bis sehr guten (ich denke, das strebst
du an, bei den Vornoten…) Note abzuschließen - wie leicht
verhaspelt man sich, die gewisse Prüfungsaufregung tut noch
ihren Teil dazu.

*schluck* was habe ich nur getan mich in einen sprachleistungskurs zu setzen… :wink:
habt ihr denn ne info, wie z.b. grad die mdl. prüfung frz ablaufen wird? bei uns (sächsisches gymnasium) wird es (in knapp 1 1/2 jahren) so sein, dass immer 2 zusammengespannt werden, ein thema mit zwei unterschiedlichen ansatzpunkten kriegen, paar min einzelvorbereitunszeit, dann erzählt jeder 3-4 min über seinen teil vom thema und dann noch 10 min diskussion miteinander.
das finde ich ja eigentlich ganz human…schlimmer wäre es, wenn du wirklich nur einzeln vor 3 prüfern stehst und dann 20 min larven musst. dann würde sogar ich dir von frz abraten :smiley:

gruß und viel glück
yvi

Hallo Stiefelkatzi,

ich berichte jetzt nur von dem, was ich von einer Freundin weiß, die ihr Abi (Niedersachsen, 2000) mündlich in Englisch gemacht hat - kann ja sein, dass da die Ansprüche noch mal andere sind. Aber sie durfte sich ganz allein mit einem Prüfer und zwei Beisitzern rumschlagen und hat sich angesichts dieser Situation (Textanalyse, Argumentation…) nicht so gut geschlagen, obwohl sie sonst eigentlich auch nicht auf den Kopf gefallen ist.

Und wenn ich dann noch daran denke, wie sich meine Franz.-Note (12-14 Pkte) immer so zusammengesetzt hat… Es wurde nämlich immer differenziert bei mir im Mündlichen zwischen quantitativer und qualitativer Mitarbeit. :wink: Hatte nur von 11-13 Französisch als dritte Fremdsprache. Aber letztendlich ist das auch immer Einstellungssache, wie sicher man sich selbst fühlt. Aber da ich selbst immer schneller denke als (französisch) sprechen kann (Grammatik und so…), wäre das als Prüfungsfach nicht wirklich in Frage gekommen.

Anders verhielt es sich dann in der mündlichen Englischprüfung für das UnicertII-Sprachzertifikat… Aber im Englischen bin ich mir selbst mündlich auch sicherer, außerdem hatte ich mich schon im Kurs nicht sooo übermäßig gefordert gefühlt…

Kurzum: Wenn man sich wirklich fit fühlt im Franzözischen, will ich das niemanden als Prüfungsfach ausreden - wer aber ein bisschen über die Grammatik stolpert, wenn man sie zu spontan im mündlichen anwenden muss… Dann lieber nicht!

Gruß sannah

Wie entschieden?
Hallo,

ich bin doch so furchtbar neugierig - wie hast du dich denn nun entschieden? :wink:

Haben wir dich dabei irgendwie beeinflussen können?

Gruß sannah