Womit wir mal wieder…
… bei der üblichen Polemik gegen den Staat und seine Mitarbeiter wären.
Hallo Dicker,
auch wenn du eigentlich nichts neues schreibst (an jedem Stammtisch wird so geredet) so erlaube ich mir doch die ein oder andere Bemerkung.
Nun, ich denke mal das so einige Bürger diese Tätigkeit zum
ersten mal machen. Daher ist es denke ich nicht zuviel
verlangt, in dem Anschreiben gleich genau zu schildern, was
Sache ist.Recht hast Du, ausnahmslos.
Das habe ich nicht bestritten, ich kenne das auch nicht anders.
Vielleicht sollte man da mal ein ernstes Wörtchen mit dem Wahlleiter reden.
Heute habe ich per Post ( warum nicht per mail? )
Auf diese Frage gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten, such Dir
die richtige aus:A: Im Amt gibt es zwar Computer, aber niemanden, der damit
umgehen kann.
Gibt es, werden aber immer weniger
B: Per Mail wäre schneller & Billiger gegangen und hätte daher
zu einer unerwünschten Rationalisierung geführt.
Personalkosten hier trotz allgemeiner Gehalts- und Besoldungsanpassung auf dem Stand von 1995 - geht das ohne Rationalisierungen???
C: Der Versand derartiger Antworten mit der Post ist eine
verdeckte Subventionierung der DPAG.
nanana
D: Für die Erstellung, die Kuvertierung und die Ablage des
Schreibens an Dich haben mindestens drei Öffentlich
Bedienstete zuzüglich eines Vorgesetzten eine
Existenzberechtigung.
Ich tüte meine Schreiben immer noch selber ein. 
Mein Favorit wäre D, wie siehst Du das?
Mein Favorit wäre E, hast du leider vergessen, obwohl es typisch Deutsch und noch typischer Öffentlicher Dienst ist:
Es gibt keine Vorschriften hinsichtlich der rechtsverbindlichen Zusendung von Unterlagen per E-Mail
Hinzukommt, dass der Eingang einer E-Mail noch schlechter nachzuweisen ist, als ein Schreiben per Snail-Mail.
Nee, bekommen hättest Du das wohl auch ohne Nachfrage.
Stümpt
In der letzten Zeit habe ich während diverser (gehäuft
nötiger) Amtsgänge feststellen müssen, das in Deutschen Ämtern
offensichtlich eine wesentliche Grundregel gelebt wird. Diese
Regel lautet ganz einfach: Tue jeden Arbeitsgang so
kompliziert, das er mindestens einen weiteren im Nachgang
erfordert. So generiert man sich Beschäftigung und damit eine
Existenzberechtigung.
Tja, da sind wir wieder bei einem grundsätzlichen Problem in D.
Es gibt für alles Vorschriften und Verordnungen. Diese werden von Politikern in die Welt gesetzt, also von Leuten, die von der Materie keine Ahnung haben.
Auch gilt: Wenn etwas nicht 100%-ig geregelt ist, gibt es garantiert jemanden, der genau diese Lücke ausnutzt, die dann wieder durch eine neue Vorschrift geschlossen werden muss
Für mich ist das irgendwie ganz leicht nachvollziehbar.
Dto.
Ich kann hier nur empfehlen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Woher soll denn das Wahlamt wissen, wer wie lange arbeitet? vielleicht kommt noch jemand und sagt: ich bin krank, warum ziehen die mich??
Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was
geschenkt? Nein.Sicher?? nichts geschenkt?
Was denn? Würde mich ernsthaft interessieren.
Mich auch. Aber wahrscheinlich sind wir beide nur zu blind, um
die täglichen Wohltaten des Staates an uns zu erkennen.
Tja, mal überlegen…
Es gibt Sozialhilfe (natürlich nur für die, die es brauchen).
Dann Erziehungsgeld, dann Bauförderung (plus Baukindergeld), dann kostenlose Unis, kostenlose Schulen, für die Bundesstraße habe ich auch keine Beiträge gezahlt, auch nicht für die Autobahn.
Ich gebe keinen Pfennig für die Polizei, für die Feuerwehr für den Katastrophenschutz aus. Ich habe auch noch nie Brennholz zur JVA gebracht 
Ich habe zinslos Bafög kassiert.
Der Personalausweis kostete mich weniger, als die Stadt an die Bundesdruckerei dafür zahlen muss.
hm das war alles, was mir jetzt in einer Minute so eingefallen ist.
Ach ja - für alles diese Leistungen zahle ich natürlich Steuern, das ist ja klar, aber hier beißt sich die Maus in den Schwanz:
Wenn ich „kostenlose“ Leistungen des Staates haben will, muss ich dafür Steuern zahlen.
Erst recht,
nachdem ich immer brav Abgaben zur Berufsunfähigkeit gezahlt
hatte und nun wird einem gesagt, im Zweifel gibts nichts. Für
die Rente darf ich auch selbst sorgen.Da sach ich nur, „…die Rente ist sischa“
Wie gesagt: Politiker wissen nicht unbedingt, was Sache ist.
Alle Schulmittel für
meine Kinder darf ich natürlich auch selbst zahlen. Ebenso die
Gebühren für öffentliche Kindergärten.
Na also, freu Dich doch
Bezahlst du auch für die Lehrer?
Glaubst du im Ernst, die Kindergartenbeiträge würden die Kosten decken? Träum weiter.
Ich für meinen Teil würde gern auf das Kindergeld verzichten,
wenn mir dafür nur wenigstens ein Drittel meiner monatlichen
Zwangsabgaben in der Tasche gelassen werden würde. Aber das
wird wohl ein Traum bleiben…
du musst ja immens viel verdienen 
Ich bin als Diplom-Verwaltungswirt im gehobenen Dienst. Meine Steuern (und nur um die geht es ja) erhalte ich fast vollständig durch das Kindergeld zurück.
Mal sehen, jetzt bin ich ja verheiratet, mal schauen, was im
nächsten Monat in meiner Tasche bleibt. An viel mehr glaube
ich ja nicht.
Du musst die Jahresrechnung abwarten (Steuererklärung). Vorher kommt es stark auf die gewählte Steuerklasse an.
und von dem was übrigbleibt zahle ich noch bei
jedem Tanken, Einkaufen etc. Mehrwertsteuer,
Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer,
KFZ-Steuer…
Wer zahlt die nicht?
(na gut, ich zahle keine Tabaksteuer -bin Nichtraucher)
Ich warte ja immer noch auf die Einführung einer pauschalen
Kopfsteuer. Oder auf eine Besteuerung des täglichen
Sauerstoffverbrauchs durch Atmung. Damit verbunden
selbstverständlich auch die Besteuerug des durch die Atmung
verursachten CO²-Ausstoß. Oder, oder, oder…
Ich glaube, ich könnte unseren Politbonzen da noch ein paar
gute Ideen liefern.
Wobei wir wieder voll in der Polemik wären.
Das Thema hat Kishon schon vor 25 Jahren behandelt.
Wir haben in D eine enorm hohe
Steuerlast und hören den ganzen Tag von unseren Politikern „Es
ist kein Geld da“.Wie hieß es doch gleich? Klingeln gehört zum Geschäft? Ich
hätte im Gegenzug zu meinen obigen Vorschlägen für neue
Steuern auch noch ein paar durchaus ernstgemeinte Vorschläge
für die Sanierung des Staatshaushaltes. Aber die will wohl in
Deutschland niemand hören…
Ich befürchte fast, es handelt sich dabei um die üblichen Vorschläge, die immer wieder aufs Parkett kommen.
Aber du kannst ja mal ein paar mailen, vielleicht interessieren sich auch ein paar Pressefritzen oder der Bund der Steuerzahler dafür.
Wenn die Regierung auch nur ab und zu mal auf die Hinweise des
Bundesrechnungshofes hören würde,
ich kenne eine Chemiefirma, die hat in einem Jahr eine Produktionsstraße für ein Produkt erneuert, um diese dann im nächsten Jahr still zu legen.
Da gibt es keinen Rechnungshof- das zahlt der Kunde über den Preis.
Ich wohne in einem Neubaugebiet. Ständig höre ich, dass doch das ein oder andere Wichtige vergessen worden ist, das Fehler gemacht wurden etc. Aber wenn der Staat mit einem vielfach höheren Investitionsvolumen mal was falsch macht…dann wird sofort auf die Unfähigkeit der Verwaltung hingewiesen.
jeder Politiker, der dabei
erwischt wird wie er sich unrechtmässig am Staat bereichert
sofort die Bezüge gestrichen würden, die teilweise abstrusen
öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden,
dann wär bestimmt genug da.
Wirf doch bitte nicht verschiedene Sachen in einen Topf.
BTW: Subventionen? Förderungen? sind das nicht mehr oder weniger Geschenke des Staates? Ich denke, die gibt es nicht?
Ich sehe, ich stehe nicht allein mit meinen Gedanken.
Allerdings stünde bei mir die Abschaffung des Politischen
Versorgungsapparates ganz oben auf der Liste…
Irgendeinen Anreiz muss es doch geben, Politiker zu werden.
Jeder leitende Angestellte verdient mehr, als ein Politiker, ohne dafür unbedingt mehr zu arbeiten. Wenn man also halbwegs fähige Leute an den Schaltstellen haben will, muss man die irgendwomit locken.
Bis dann mal
Grß
HaWeThie

