Wahlbeisitzer

Womit wir mal wieder…
… bei der üblichen Polemik gegen den Staat und seine Mitarbeiter wären.

Hallo Dicker,

auch wenn du eigentlich nichts neues schreibst (an jedem Stammtisch wird so geredet) so erlaube ich mir doch die ein oder andere Bemerkung.

Nun, ich denke mal das so einige Bürger diese Tätigkeit zum
ersten mal machen. Daher ist es denke ich nicht zuviel
verlangt, in dem Anschreiben gleich genau zu schildern, was
Sache ist.

Recht hast Du, ausnahmslos.

Das habe ich nicht bestritten, ich kenne das auch nicht anders.
Vielleicht sollte man da mal ein ernstes Wörtchen mit dem Wahlleiter reden.

Heute habe ich per Post ( warum nicht per mail? )

Auf diese Frage gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten, such Dir
die richtige aus:

A: Im Amt gibt es zwar Computer, aber niemanden, der damit
umgehen kann.

Gibt es, werden aber immer weniger

B: Per Mail wäre schneller & Billiger gegangen und hätte daher
zu einer unerwünschten Rationalisierung geführt.

Personalkosten hier trotz allgemeiner Gehalts- und Besoldungsanpassung auf dem Stand von 1995 - geht das ohne Rationalisierungen???

C: Der Versand derartiger Antworten mit der Post ist eine
verdeckte Subventionierung der DPAG.

nanana

D: Für die Erstellung, die Kuvertierung und die Ablage des
Schreibens an Dich haben mindestens drei Öffentlich
Bedienstete zuzüglich eines Vorgesetzten eine
Existenzberechtigung.

Ich tüte meine Schreiben immer noch selber ein. :wink:

Mein Favorit wäre D, wie siehst Du das?

Mein Favorit wäre E, hast du leider vergessen, obwohl es typisch Deutsch und noch typischer Öffentlicher Dienst ist:
Es gibt keine Vorschriften hinsichtlich der rechtsverbindlichen Zusendung von Unterlagen per E-Mail
Hinzukommt, dass der Eingang einer E-Mail noch schlechter nachzuweisen ist, als ein Schreiben per Snail-Mail.

Nee, bekommen hättest Du das wohl auch ohne Nachfrage.

Stümpt

In der letzten Zeit habe ich während diverser (gehäuft
nötiger) Amtsgänge feststellen müssen, das in Deutschen Ämtern
offensichtlich eine wesentliche Grundregel gelebt wird. Diese
Regel lautet ganz einfach: Tue jeden Arbeitsgang so
kompliziert, das er mindestens einen weiteren im Nachgang
erfordert. So generiert man sich Beschäftigung und damit eine
Existenzberechtigung.

Tja, da sind wir wieder bei einem grundsätzlichen Problem in D.
Es gibt für alles Vorschriften und Verordnungen. Diese werden von Politikern in die Welt gesetzt, also von Leuten, die von der Materie keine Ahnung haben.
Auch gilt: Wenn etwas nicht 100%-ig geregelt ist, gibt es garantiert jemanden, der genau diese Lücke ausnutzt, die dann wieder durch eine neue Vorschrift geschlossen werden muss

Für mich ist das irgendwie ganz leicht nachvollziehbar.

Dto.
Ich kann hier nur empfehlen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Woher soll denn das Wahlamt wissen, wer wie lange arbeitet? vielleicht kommt noch jemand und sagt: ich bin krank, warum ziehen die mich??

Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was
geschenkt? Nein.

Sicher?? nichts geschenkt?

Was denn? Würde mich ernsthaft interessieren.

Mich auch. Aber wahrscheinlich sind wir beide nur zu blind, um
die täglichen Wohltaten des Staates an uns zu erkennen.

Tja, mal überlegen…
Es gibt Sozialhilfe (natürlich nur für die, die es brauchen).
Dann Erziehungsgeld, dann Bauförderung (plus Baukindergeld), dann kostenlose Unis, kostenlose Schulen, für die Bundesstraße habe ich auch keine Beiträge gezahlt, auch nicht für die Autobahn.
Ich gebe keinen Pfennig für die Polizei, für die Feuerwehr für den Katastrophenschutz aus. Ich habe auch noch nie Brennholz zur JVA gebracht :wink:
Ich habe zinslos Bafög kassiert.
Der Personalausweis kostete mich weniger, als die Stadt an die Bundesdruckerei dafür zahlen muss.
hm das war alles, was mir jetzt in einer Minute so eingefallen ist.

Ach ja - für alles diese Leistungen zahle ich natürlich Steuern, das ist ja klar, aber hier beißt sich die Maus in den Schwanz:
Wenn ich „kostenlose“ Leistungen des Staates haben will, muss ich dafür Steuern zahlen.

Erst recht,
nachdem ich immer brav Abgaben zur Berufsunfähigkeit gezahlt
hatte und nun wird einem gesagt, im Zweifel gibts nichts. Für
die Rente darf ich auch selbst sorgen.

Da sach ich nur, „…die Rente ist sischa“

Wie gesagt: Politiker wissen nicht unbedingt, was Sache ist.

Alle Schulmittel für
meine Kinder darf ich natürlich auch selbst zahlen. Ebenso die
Gebühren für öffentliche Kindergärten.

Na also, freu Dich doch :smile:

Bezahlst du auch für die Lehrer?
Glaubst du im Ernst, die Kindergartenbeiträge würden die Kosten decken? Träum weiter.

Ich für meinen Teil würde gern auf das Kindergeld verzichten,
wenn mir dafür nur wenigstens ein Drittel meiner monatlichen
Zwangsabgaben in der Tasche gelassen werden würde. Aber das
wird wohl ein Traum bleiben…

du musst ja immens viel verdienen :wink:
Ich bin als Diplom-Verwaltungswirt im gehobenen Dienst. Meine Steuern (und nur um die geht es ja) erhalte ich fast vollständig durch das Kindergeld zurück.

Mal sehen, jetzt bin ich ja verheiratet, mal schauen, was im
nächsten Monat in meiner Tasche bleibt. An viel mehr glaube
ich ja nicht.

Du musst die Jahresrechnung abwarten (Steuererklärung). Vorher kommt es stark auf die gewählte Steuerklasse an.

und von dem was übrigbleibt zahle ich noch bei
jedem Tanken, Einkaufen etc. Mehrwertsteuer,
Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer,
KFZ-Steuer…

Wer zahlt die nicht?
(na gut, ich zahle keine Tabaksteuer -bin Nichtraucher)

Ich warte ja immer noch auf die Einführung einer pauschalen
Kopfsteuer. Oder auf eine Besteuerung des täglichen
Sauerstoffverbrauchs durch Atmung. Damit verbunden
selbstverständlich auch die Besteuerug des durch die Atmung
verursachten CO²-Ausstoß. Oder, oder, oder…
Ich glaube, ich könnte unseren Politbonzen da noch ein paar
gute Ideen liefern.

Wobei wir wieder voll in der Polemik wären.
Das Thema hat Kishon schon vor 25 Jahren behandelt.

Wir haben in D eine enorm hohe
Steuerlast und hören den ganzen Tag von unseren Politikern „Es
ist kein Geld da“.

Wie hieß es doch gleich? Klingeln gehört zum Geschäft? Ich
hätte im Gegenzug zu meinen obigen Vorschlägen für neue
Steuern auch noch ein paar durchaus ernstgemeinte Vorschläge
für die Sanierung des Staatshaushaltes. Aber die will wohl in
Deutschland niemand hören…

Ich befürchte fast, es handelt sich dabei um die üblichen Vorschläge, die immer wieder aufs Parkett kommen.
Aber du kannst ja mal ein paar mailen, vielleicht interessieren sich auch ein paar Pressefritzen oder der Bund der Steuerzahler dafür.

Wenn die Regierung auch nur ab und zu mal auf die Hinweise des
Bundesrechnungshofes hören würde,

ich kenne eine Chemiefirma, die hat in einem Jahr eine Produktionsstraße für ein Produkt erneuert, um diese dann im nächsten Jahr still zu legen.
Da gibt es keinen Rechnungshof- das zahlt der Kunde über den Preis.
Ich wohne in einem Neubaugebiet. Ständig höre ich, dass doch das ein oder andere Wichtige vergessen worden ist, das Fehler gemacht wurden etc. Aber wenn der Staat mit einem vielfach höheren Investitionsvolumen mal was falsch macht…dann wird sofort auf die Unfähigkeit der Verwaltung hingewiesen.

jeder Politiker, der dabei

erwischt wird wie er sich unrechtmässig am Staat bereichert
sofort die Bezüge gestrichen würden, die teilweise abstrusen
öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden,
dann wär bestimmt genug da.

Wirf doch bitte nicht verschiedene Sachen in einen Topf.
BTW: Subventionen? Förderungen? sind das nicht mehr oder weniger Geschenke des Staates? Ich denke, die gibt es nicht?

Ich sehe, ich stehe nicht allein mit meinen Gedanken.
Allerdings stünde bei mir die Abschaffung des Politischen
Versorgungsapparates ganz oben auf der Liste…

Irgendeinen Anreiz muss es doch geben, Politiker zu werden.
Jeder leitende Angestellte verdient mehr, als ein Politiker, ohne dafür unbedingt mehr zu arbeiten. Wenn man also halbwegs fähige Leute an den Schaltstellen haben will, muss man die irgendwomit locken.

Bis dann mal

Grß
HaWeThie

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Hi Dicker,

Ich bin zwar weder von der Problematik betroffen, noch hab ich
bisher damit was zu tun gehabt. Aber wenn Du gestattest, werd
ich einfach meinen Senf dazupacken, ich kann nämlich kaum noch
an mich halten…

Nur zu :wink:

Nun, ich denke mal das so einige Bürger diese Tätigkeit zum
ersten mal machen. Daher ist es denke ich nicht zuviel
verlangt, in dem Anschreiben gleich genau zu schildern, was
Sache ist.

Recht hast Du, ausnahmslos.

Heute habe ich per Post ( warum nicht per mail? )

Auf diese Frage gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten, such Dir
die richtige aus:

A: Im Amt gibt es zwar Computer, aber niemanden, der damit
umgehen kann.
B: Per Mail wäre schneller & Billiger gegangen und hätte daher
zu einer unerwünschten Rationalisierung geführt.
C: Der Versand derartiger Antworten mit der Post ist eine
verdeckte Subventionierung der DPAG.
D: Für die Erstellung, die Kuvertierung und die Ablage des
Schreibens an Dich haben mindestens drei Öffentlich
Bedienstete zuzüglich eines Vorgesetzten eine
Existenzberechtigung.

Mein Favorit wäre D, wie siehst Du das?

Lustigerweise habe ich per mail angefragt und bekomme die Antwort per Post. Da hätte man schon die ersten paar Cent sparen können. Das zum Thema „Es ist kein Geld da“.

die Antwort des Wahlamtes erhalten. Siehe da, es sind die
entsprechenden Gesetze beigefügt, plötzlich ist von einer
Aufwandsentschädigung und Erfrischungsgetränken die Rede.
Warum nicht gleich so? Wer nicht fragt, der nichts bekommt?

Nee, bekommen hättest Du das wohl auch ohne Nachfrage. Aber
ich glaube, die Antwort auf diese Frage würde sich mit meiner
vorherigen Antwort D decken, oder?
In der letzten Zeit habe ich während diverser (gehäuft
nötiger) Amtsgänge feststellen müssen, das in Deutschen Ämtern
offensichtlich eine wesentliche Grundregel gelebt wird. Diese
Regel lautet ganz einfach: Tue jeden Arbeitsgang so
kompliziert, das er mindestens einen weiteren im Nachgang
erfordert. So generiert man sich Beschäftigung und damit eine
Existenzberechtigung.

Ich muss allerdings zugeben das ich auch schon andere Erfahrungen machte. Beispiel gefällig?
Da der leibliche Vater meiner „Tochter“ bisher nie Unterhalt zahlte, wollte ich auf der Lohnsteuerkarte statt 1 Kind, 1,5 Kinder (auch ein bischen pervers) haben. Das Finanzamt schickte mir die Anlage K. Als nichts passierte hörte ich vom Finanzamt:„Da brauchen sie auch ein anderes Formular, mit Anlage K geht das nicht“. Also füllte ich das andere Formular aus. Daraufhin das Finanzamt: „Nee, so geht das aber nicht, da brauchen Sie Anlage K“. Grummel, man hatte mir doch gesagt Anlage K…,aber egal. Nochmal Anlage K ausgefüllt. Antwort vom Finanzamt:"Nee, so geht das nicht…
Irgendwann hatte ich einen Beamten am Telefon, der einen kompetenten Eindruck machte. Ich schilderte den Fall und er meinte nur: „Was sind denn das alles für Idioten hier, schicken Sie mir Ihre Lohnsteuerkarte mit einem kurzen Anschreiben, dann mach ich das schon“. Und? 3 Tage später hatte ich die Lohnsteuerkarte mit dem richten Eintrag zurück.
Ob der Beamte heute noch im Finanzamt tätig ist ob dieser Eigenmächtigkeit entzieht sich allerdings meiner Kenntnis :wink:

Ist es wirklich so schwer zu verstehen,
das ich wenn ich die 60 Stunden Woche habe, den Sonntag zur
Erholung brauche und lieber mit meiner Familie verbringen
möchte?

Für mich ist das irgendwie ganz leicht nachvollziehbar. Und
ich gebe ehrlich zu, das ich mich sofort auf irgendeine Weise
aus der Affäre ziehen würde, wenn ich zu einer solchen
Ehrenamtlichen Tätigkeit herangezogen werden sollte. Aber das
ist sicherlich jedermann selbst überlassen. Hut ab, Sebastian,
wenn Du Dir das echt antust.

Na, ich sehe das so: Es gibt unzählige Gesetzte. Viele kann ich nicht nachvollziehen, aber sie sind eben auch für mich gültig. Also richte ich mich danach. Vielleicht ist irgendwann mal ein Gesetz, was ich für mich als ungünstig angesehen habe, mal günstig für mich?

Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was
geschenkt? Nein.

Sicher?? nichts geschenkt?

Was denn? Würde mich ernsthaft interessieren.

Mich auch. Aber wahrscheinlich sind wir beide nur zu blind, um
die täglichen Wohltaten des Staates an uns zu erkennen. Aber
wie lautet das Credo eines Politikers? Nehmen ist seeliger
denn Geben.

Warum habe ich ständig das Gefühl, eine fremde Hand in der Tasche zu spüren? :wink:

Erst recht,
nachdem ich immer brav Abgaben zur Berufsunfähigkeit gezahlt
hatte und nun wird einem gesagt, im Zweifel gibts nichts. Für
die Rente darf ich auch selbst sorgen.

Da sach ich nur, „…die Rente ist sischa“

Klar, genauso wie die Erde eine Scheibe ist :wink:

Alle Schulmittel für
meine Kinder darf ich natürlich auch selbst zahlen. Ebenso die
Gebühren für öffentliche Kindergärten.

Na also, freu Dich doch :smile:

Hmm, nicht ganz, denn ich kanns nichtmal von der Steuer absetzen.

Ausser Kindergeld
bekomme ich nichts vom Staat, und das ist für den Staat eine
Investition in die Zukunft. Sonst gibts nämlich bald keine
Steuerzahler mehr.

Hier muß ich ernsthaft nachfragen, Sebastian. Glaubst Du
ernsthaft, das das Kindergeld eine Investition des Staates in
die Zukunft ist? Wirklich? Kannst Du vom Kindergeld den
erhöhten Bedarf Deiner Familie, der durch Kinder verursacht
ist, wirklich abdecken? Wenn ja, sag mir doch mal, wie Du das
anstellst. Täte mich brennend interessieren.
In meinen Augen ist das Kindergeld lediglich eine
Alibi-Geschichte für den Staat, um behaupten zu können, das
etwas getan wird. Wäre Dir als Vater nicht wesentlich mehr
geholfen, wenn Du am Monatsende von Deinen sauer verdienten
Kröten ein paar mehr in der Tasche behalten dürftest?
Ich für meinen Teil würde gern auf das Kindergeld verzichten,
wenn mir dafür nur wenigstens ein Drittel meiner monatlichen
Zwangsabgaben in der Tasche gelassen werden würde. Aber das
wird wohl ein Traum bleiben…

Naja, ohne Kindergeld würde keiner mehr Kinder kriegen. Reichen tuts natürlich nie und nimmer.

Ach ja, du zahlst ja für alles Steuern.

Was soll der Sarkasmus? Wenn ich nur mal zusammenrechne, was
nach Abzug von Steuern und Abgaben von meinem Gehalt
übrigbleibt,

Was bleibt denn über? Bei mir waren´s bis jetzt immer
monatlich satte 49,3% Netto. Außer in den Supermonaten Juli
und Dezember, da durfte ich sogar ganze 38,6% meines
Verdienstes behalten :frowning:

Mal sehen, jetzt bin ich ja verheiratet, mal schauen, was im
nächsten Monat in meiner Tasche bleibt. An viel mehr glaube
ich ja nicht.

Doch, doch. Das macht schon was aus. Kommt halt drauf an, wieviel der einzelne Verdient und in welche Lst-Klasse er kommt.

und von dem was übrigbleibt zahle ich noch bei
jedem Tanken, Einkaufen etc. Mehrwertsteuer,
Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer,
KFZ-Steuer…

Ich warte ja immer noch auf die Einführung einer pauschalen
Kopfsteuer. Oder auf eine Besteuerung des täglichen
Sauerstoffverbrauchs durch Atmung. Damit verbunden
selbstverständlich auch die Besteuerug des durch die Atmung
verursachten CO²-Ausstoß. Oder, oder, oder…
Ich glaube, ich könnte unseren Politbonzen da noch ein paar
gute Ideen liefern.

No Fear, nobody is perfect. Das kommt schon noch :wink:

Ich denke mal, das so langsam die
Belastungsgrenze erreicht ist.

Falsch, mein Bester. Ich denke, die Grenze ist längst
überschritten.

Wir haben in D eine enorm hohe
Steuerlast und hören den ganzen Tag von unseren Politikern „Es
ist kein Geld da“.

Wie hieß es doch gleich? Klingeln gehört zum Geschäft? Ich
hätte im Gegenzug zu meinen obigen Vorschlägen für neue
Steuern auch noch ein paar durchaus ernstgemeinte Vorschläge
für die Sanierung des Staatshaushaltes. Aber die will wohl in
Deutschland niemand hören…

Taube können hören? :wink:

Entschuldige bitte. Aber das ist absoluter Unsinn !

Danke :smile:

Wenn die Regierung auch nur ab und zu mal auf die Hinweise des
Bundesrechnungshofes hören würde, jeder Politiker, der dabei
erwischt wird wie er sich unrechtmässig am Staat bereichert
sofort die Bezüge gestrichen würden, die teilweise abstrusen
öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden,
dann wär bestimmt genug da.

Ich sehe, ich stehe nicht allein mit meinen Gedanken.
Allerdings stünde bei mir die Abschaffung des Politischen
Versorgungsapparates ganz oben auf der Liste…

Ich kann Dir sagen, seit dem Teuro kann ich kaum noch gegen
die Kosten anverdienen und ich verdiene bestimmt nicht ganz
wenig. Meinen Respekt an alle Familien, die mit weit weniger
auskommen müssen.

Ich kenne Leute, die kommen im Monat mit nicht mal 250€ über
die Runden. Das wäre mal eine hilfreiche Schulung für jeden
Politbonzen…

Allerdings, aber auf dem Ohr sind sie taub und am anderen hängt das Handy. Wie sollen die armen denn von dieser Misere etwas mitbekommen?

Der Begriff „Ehrenamt“ ist ein Witz in diesem Zusammenhang.
Schönrederei.

Wie gesagt, in diesem Zusammenhang von Ehrenamt zu sprechen
ist Wortklauberei. Ehrenamtlich heisst freiwillig (das bedingt
nämlich das Wort „Ehre“). Oder wird mir hiermit gesetzlich die
„Ehre“ auferlegt? Ehre gebührt demjenigen, der etwas
freiwillig tut, ohne das er dazu verpflichtet ist oder
bezahlt wird. Ich tue das aber nicht freiwillig. Ehrenamt und
Pflicht passt definitiv nicht zusammen.

Recht hast Du. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wie gesagt, hätte man das ganze etwas freundlicher gestaltet,
ok.
Aber das Schreiben glich eher einer Aufforderung zur
Strafarbeit.

Weißt Du, Sebastian, in meinen Augen „gleicht“ es nicht nur
einer derartigen Aufforderung, es ist eine solche
Aufforderung. Nix anderes. Daran ändert für mich auch eine wie
auch immer geartete „Aufwandsentschädigung“ nix.
Ich würde das nicht machen. Aber das muß jeder für sich selbst
entscheiden.

Hab auch etwas länger überlegt, aber ich buche es unter „Shit happens“.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

nun hats mich erwischt. Ich bin zum Beisitzer bei der Wahl zum
Deutschen Bundestag herangezogen worden.

Kann man nicht Arbeitslose dafür verpflichten?

Man braucht dazu verantwortungsbewusste, gestandene Männer, also splche wie Dich.

Warum machen das nicht Beamte (wofür bekommen die sonst
Zuschläge und Vergünstigungen)?

Also ich kenn eine, die sitzt an solchen Sonntagen in Rufbereitschaft, um Totalausfälle, Geschwächte, Nervenzusammenbrüche und Inkompetente zu vertreten.

Tschuess Marco.

… bei der üblichen Polemik gegen den Staat und seine
Mitarbeiter wären.

Hi Hawethie,
soo polemisch sehe ich das nicht.

auch wenn du eigentlich nichts neues schreibst (an jedem
Stammtisch wird so geredet) so erlaube ich mir doch die ein
oder andere Bemerkung.

Gern, ich bin an Deiner Meinung wirklich interessiert. Aber woher kommt Deiner Meinung nach der schlechte Ruf der Beamten?

Personalkosten hier trotz allgemeiner Gehalts- und
Besoldungsanpassung auf dem Stand von 1995 - geht das ohne
Rationalisierungen???

Nun, meine Gehaltserhöhungen halten sich auch in Grenzen, trotzdem muss ich für das gleiche Geld immer mehr arbeiten.

Mein Favorit wäre D, wie siehst Du das?

Mein Favorit wäre E, hast du leider vergessen, obwohl es
typisch Deutsch und noch typischer Öffentlicher Dienst ist:
Es gibt keine Vorschriften hinsichtlich der
rechtsverbindlichen Zusendung von Unterlagen per E-Mail

Hinzukommt, dass der Eingang einer E-Mail noch schlechter
nachzuweisen ist, als ein Schreiben per Snail-Mail.

Das ist natürlich ein Argument, nur wäre die Antwort des Wahlamtes durchaus per mail möglich gewesen. Es war ja nur eine Antwort auf eine Frage.

Tja, da sind wir wieder bei einem grundsätzlichen Problem in
D.
Es gibt für alles Vorschriften und Verordnungen. Diese werden
von Politikern in die Welt gesetzt, also von Leuten, die von
der Materie keine Ahnung haben.

Das ist wohl richtig. Vielleicht sollten die Leute, die Vorschriften erlassen, sich mehr Gedanken machen wie sowas auch sinnvoll umgesetzt werden kann.

Auch gilt: Wenn etwas nicht 100%-ig geregelt ist, gibt es
garantiert jemanden, der genau diese Lücke ausnutzt, die dann
wieder durch eine neue Vorschrift geschlossen werden muss

Stimmt.

Tja, mal überlegen…
Es gibt Sozialhilfe (natürlich nur für die, die es brauchen).
Dann Erziehungsgeld, dann Bauförderung (plus Baukindergeld),
dann kostenlose Unis, kostenlose Schulen, für die Bundesstraße
habe ich auch keine Beiträge gezahlt, auch nicht für die
Autobahn.
Ich gebe keinen Pfennig für die Polizei, für die Feuerwehr für
den Katastrophenschutz aus. Ich habe auch noch nie Brennholz
zur JVA gebracht :wink:
Ich habe zinslos Bafög kassiert.
Der Personalausweis kostete mich weniger, als die Stadt an die
Bundesdruckerei dafür zahlen muss.
hm das war alles, was mir jetzt in einer Minute so eingefallen
ist.

Ach ja - für alles diese Leistungen zahle ich natürlich
Steuern, das ist ja klar, aber hier beißt sich die Maus in den
Schwanz:
Wenn ich „kostenlose“ Leistungen des Staates haben will, muss
ich dafür Steuern zahlen.

Durchaus richtig. Trotzdem bin ich der Meinung, das viel zu viel Geld verschwendet wird. Beispiele dafür könnte ich Dir ohne Ende nennen.

Da sach ich nur, „…die Rente ist sischa“

Wie gesagt: Politiker wissen nicht unbedingt, was Sache ist.

Leider, leider.

Alle Schulmittel für
meine Kinder darf ich natürlich auch selbst zahlen. Ebenso die
Gebühren für öffentliche Kindergärten.

Na also, freu Dich doch :smile:

Bezahlst du auch für die Lehrer?
Glaubst du im Ernst, die Kindergartenbeiträge würden die
Kosten decken? Träum weiter.

Na, die Kindergartengebühr betrug für meinen Sohn DM 250,- (nur Betreuung ohne Verpflegung). Nun waren in dem Kindergarten vielleicht 50-60 Kinder. Der Kindergarten wird noch dazu über die Kirche mitfinanziert. Ich frage mich halt sehr oft, warum kriegen private Firmen oft Sachen hin, die der Staat nicht hinkriegt?

Ich für meinen Teil würde gern auf das Kindergeld verzichten,
wenn mir dafür nur wenigstens ein Drittel meiner monatlichen
Zwangsabgaben in der Tasche gelassen werden würde. Aber das
wird wohl ein Traum bleiben…

du musst ja immens viel verdienen :wink:
Ich bin als Diplom-Verwaltungswirt im gehobenen Dienst. Meine
Steuern (und nur um die geht es ja) erhalte ich fast
vollständig durch das Kindergeld zurück.

Wow, wieviel Kinder hast Du? Bei mir geht die Rechnung nicht auf.

und von dem was übrigbleibt zahle ich noch bei
jedem Tanken, Einkaufen etc. Mehrwertsteuer,
Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer,
KFZ-Steuer…

Wer zahlt die nicht?
(na gut, ich zahle keine Tabaksteuer -bin Nichtraucher)

Sicher zahlt die jeder. Aber meinst Du nicht, das die Grenze hier langsam überschritten wird? In der Privatwirtschaft kann man nicht einfach sagen, ich komme mit dem Geld nicht aus. Da muss man auskommen. Der Staat erhöht mal eben wieder die Steuern oder erfindet neue, anstatt zu lernen das er mit dem Geld auskommen muss (und ich bin der Überzeugung daß das geht).

Wir haben in D eine enorm hohe
Steuerlast und hören den ganzen Tag von unseren Politikern „Es
ist kein Geld da“.

Wie hieß es doch gleich? Klingeln gehört zum Geschäft? Ich
hätte im Gegenzug zu meinen obigen Vorschlägen für neue
Steuern auch noch ein paar durchaus ernstgemeinte Vorschläge
für die Sanierung des Staatshaushaltes. Aber die will wohl in
Deutschland niemand hören…

Ich befürchte fast, es handelt sich dabei um die üblichen
Vorschläge, die immer wieder aufs Parkett kommen.
Aber du kannst ja mal ein paar mailen, vielleicht
interessieren sich auch ein paar Pressefritzen oder der Bund
der Steuerzahler dafür.

Das nützt nichts, wenn es nicht auch mal umgesetzt wird.

Wenn die Regierung auch nur ab und zu mal auf die Hinweise des
Bundesrechnungshofes hören würde,

ich kenne eine Chemiefirma, die hat in einem Jahr eine
Produktionsstraße für ein Produkt erneuert, um diese dann im
nächsten Jahr still zu legen.
Da gibt es keinen Rechnungshof- das zahlt der Kunde über den
Preis.

Aber der Kunde ist eben nicht gezwungen diesen Preis zu zahlen, während ich Steuern zahlen muss. Das ist im übrigen doch ein prima Beispiel: Dieser Betrieb hat durch diesen Schachzug wahrscheinlich mehr Steuern gespart, als ihn die Sanierung gekostet hat. Solche unsinnigen Steuergesetze müssen weg.

Ich wohne in einem Neubaugebiet. Ständig höre ich, dass doch
das ein oder andere Wichtige vergessen worden ist, das Fehler
gemacht wurden etc. Aber wenn der Staat mit einem vielfach
höheren Investitionsvolumen mal was falsch macht…dann wird
sofort auf die Unfähigkeit der Verwaltung hingewiesen.

Nun gehört das Geld was der Staat teilweise verjubelt aber nicht ihm, sondern der Bevölkerung. Und die hat doch wohl ein Anrecht darauf, das damit verantwortungsvoll umgegangen wird, oder?

jeder Politiker, der dabei

erwischt wird wie er sich unrechtmässig am Staat bereichert
sofort die Bezüge gestrichen würden, die teilweise abstrusen
öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden,
dann wär bestimmt genug da.

Wirf doch bitte nicht verschiedene Sachen in einen Topf.
BTW: Subventionen? Förderungen? sind das nicht mehr oder
weniger Geschenke des Staates? Ich denke, die gibt es nicht?

Nein, das sind keine Geschenke. Ohne diese Subventionen würde es keine Landwirtschaft mehr geben und wir müssten alles importieren. Ohne diese Förderungen würde kein Betrieb (ausser es gibt keine Möglichkeit) in D bleiben, sondern ins Ausland gehen. Dann lieber eine Förderung, mit dem Hintergrund diese langfristig über die Steuern wieder reinzuholen.

Ich sehe, ich stehe nicht allein mit meinen Gedanken.
Allerdings stünde bei mir die Abschaffung des Politischen
Versorgungsapparates ganz oben auf der Liste…

Irgendeinen Anreiz muss es doch geben, Politiker zu werden.
Jeder leitende Angestellte verdient mehr, als ein Politiker,
ohne dafür unbedingt mehr zu arbeiten. Wenn man also halbwegs
fähige Leute an den Schaltstellen haben will, muss man die
irgendwomit locken.

Wie bitte? Vielleicht mag der Verdienst eines Politikers gering sein (was so ja auch nicht richtig ist), aber fast jeder Politiker hat ja nun bekanntermassen jede Menge Nebeneinkünfte, die so deklariert und in der Höhe fixiert werden, damit sie Steuerfrei bleiben. Von dem ganzen Schwarzgeld, was in der Politik fliesst, könnte man Strassen und Schulen bauen, das es nur so kracht. Aber wenn jemand bei seinen Mauscheleien auffliegt, wird er mit horrenden Bezügen in den Ruhestand „weggelobt“ oder geht für ein Schweinegeld nach Brüssel. Es wird doch keiner gezwungen Politiker werden. Wer meint, er verdient zu wenig solls doch lassen. Dem gehts dann auch nicht um das Wohl des Volkes sondern um die eigene Brieftasche. Vergiss bitte nicht: Bei den Politikern zählen nicht nur die Bezüge, es zählen auch die zahlreichen Vergünstigungen und Sonderzuschläge. Mir gehts nur darum, das ich es nicht einsehen kann, das jemand für den Betrug an der Bevölkerung auch noch fürstlich entlohnt wird (und das mit minimalem Risiko).
Gruss Sebastian

Bis dann mal

Hallo Sebastian

Hi Hawethie,
soo polemisch sehe ich das nicht.

Nein???

auch wenn du eigentlich nichts neues schreibst (an jedem
Stammtisch wird so geredet) so erlaube ich mir doch die ein
oder andere Bemerkung.

Gern, ich bin an Deiner Meinung wirklich interessiert.

Danke :wink:

Aber
woher kommt Deiner Meinung nach der schlechte Ruf der Beamten?

Von Politikern, die Gesetze machen und sich keine Gedanken über die Ausführung machen - von Mitbürgern, die meinen sie hätten Recht und der Beamte solle (natürlich nur in ihrem Fall) nicht so auf seine Vorschriften gucken - von Leuten, die Gesetze und Verordnungen brechen und sich anschließend über verschärfte Ahndung aufregen etc.
Beamten (zumindest die meisten) machen ihre Arbeit genau so gut, wie der Rest der Bevölkerung.
Ich möchte natürlich nicht leugnen, dass es auch den „faulen“ Mitarbeiter im öD gibt - wo gibt es ihn nicht.
Auch tragen unsere allseits geschätzten Politiker nicht gerade zur Motivationssteigerung bei - wenn gespart werden muss, dann immer am Personal.

Nun, meine Gehaltserhöhungen halten sich auch in Grenzen,
trotzdem muss ich für das gleiche Geld immer mehr arbeiten.

Da du ja der deutschen Srache in Visitenkarten nicht mächtig zu sein scheinst, kann ich das nicht beurteilen.

Das ist natürlich ein Argument, nur wäre die Antwort des
Wahlamtes durchaus per mail möglich gewesen. Es war ja nur
eine Antwort auf eine Frage.

Einverstanden.

Na, die Kindergartengebühr betrug für meinen Sohn DM 250,-
(nur Betreuung ohne Verpflegung).
Nun waren in dem
Kindergarten vielleicht 50-60 Kinder. Der Kindergarten wird
noch dazu über die Kirche mitfinanziert.

Wird in deinem Bundesland die KiGaGebühr einkommensabhängig erhoben? Scheinst ja gut zu verdienen. :wink:

Ich frage mich halt
sehr oft, warum kriegen private Firmen oft Sachen hin, die der
Staat nicht hinkriegt?

Wenn man am KiGa verdienen könnte - warum gibt es nicht mehr private Kindergärten??

Ich bin als Diplom-Verwaltungswirt im gehobenen Dienst. Meine
Steuern (und nur um die geht es ja) erhalte ich fast
vollständig durch das Kindergeld zurück.

Wow, wieviel Kinder hast Du? Bei mir geht die Rechnung nicht
auf.

Zwei.
Lohn- und Kirchensteuer ca. 320 EUR
Kindergeld 308 EUR

Das nützt nichts, wenn es nicht auch mal umgesetzt wird.

Also: wenn du Ideen hast, musst du sie auch bekanntgeben. Ansonsten ist es IMHO unverständlich, dass du meckerst.
„Ich weiß, wie es besser geht, sage es aber nicht“ ist kein Weg.

Nun gehört das Geld was der Staat teilweise verjubelt aber
nicht ihm, sondern der Bevölkerung. Und die hat doch wohl ein
Anrecht darauf, das damit verantwortungsvoll umgegangen wird,
oder?

Grundsätzlich ja.
Aber wie willst du Fehler ausschließen?
Noch mehr Kontrolle? Noch mehr Instanzen?

Hinzu kommt, dass eine Großteil der Investitionen auf Politikererbene beschossen wird, ohne Fachleute zu fragen.

die teilweise abstrusen
öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden,
dann wär bestimmt genug da.

Wirf doch bitte nicht verschiedene Sachen in einen Topf.
BTW: Subventionen? Förderungen? sind das nicht mehr oder
weniger Geschenke des Staates? Ich denke, die gibt es nicht?

Nein, das sind keine Geschenke. Ohne diese Subventionen würde
es keine Landwirtschaft mehr geben und wir müssten alles
importieren. Ohne diese Förderungen würde kein Betrieb (ausser
es gibt keine Möglichkeit) in D bleiben, sondern ins Ausland
gehen. Dann lieber eine Förderung, mit dem Hintergrund diese
langfristig über die Steuern wieder reinzuholen.

Es ging doch um „unnötige“ Zuschüsse und Subventionen.

Wie bitte? Vielleicht mag der Verdienst eines Politikers
gering sein (was so ja auch nicht richtig ist), aber fast
jeder Politiker hat ja nun bekanntermassen jede Menge
Nebeneinkünfte:

Die großen wahrscheinlich.
und was ist mit den Hinterbänklern?

Von dem ganzen
Schwarzgeld, was in der Politik fliesst, könnte man Strassen
und Schulen bauen, das es nur so kracht.

Gleiches kann man von den hinterzogenen Steuern der Schwarzarbeiter sagen.

Gruß
HaWeThie

Hallo Hawethie,

soo polemisch sehe ich das nicht.

Nein???

Nöö, wirklich nicht.

Aber
woher kommt Deiner Meinung nach der schlechte Ruf der Beamten?

Von Politikern, die Gesetze machen und sich keine Gedanken
über die Ausführung machen - von Mitbürgern, die meinen sie
hätten Recht und der Beamte solle (natürlich nur in ihrem
Fall) nicht so auf seine Vorschriften gucken - von Leuten, die
Gesetze und Verordnungen brechen und sich anschließend über
verschärfte Ahndung aufregen etc.
Beamten (zumindest die meisten) machen ihre Arbeit genau so
gut, wie der Rest der Bevölkerung.
Ich möchte natürlich nicht leugnen, dass es auch den „faulen“
Mitarbeiter im öD gibt - wo gibt es ihn nicht.
Auch tragen unsere allseits geschätzten Politiker nicht gerade
zur Motivationssteigerung bei - wenn gespart werden muss, dann
immer am Personal.

Hmm, ja ok. Das jeder meint, das Verordnungen nur für andere gelten und wenn sie bei ihm angewandt werden ist eben der Beamte doof, das kenne ich (nicht von mir).

Nun, meine Gehaltserhöhungen halten sich auch in Grenzen,
trotzdem muss ich für das gleiche Geld immer mehr arbeiten.

Da du ja der deutschen Srache in Visitenkarten nicht mächtig
zu sein scheinst, kann ich das nicht beurteilen.

Ich weiss zwar nicht was dieser kleine Seitenhieb soll, aber meinst Du tatsächlich, das in deutscher Sprache meine Arbeitszeit oder mein Gehalt drinstehen würde? :wink:
Aber um Dich zufriedenzustellen, habe ich die ViKa mal geändert.

Na, die Kindergartengebühr betrug für meinen Sohn DM 250,-
(nur Betreuung ohne Verpflegung).
Nun waren in dem
Kindergarten vielleicht 50-60 Kinder. Der Kindergarten wird
noch dazu über die Kirche mitfinanziert.

Wird in deinem Bundesland die KiGaGebühr einkommensabhängig
erhoben? Scheinst ja gut zu verdienen. :wink:

Ja, wird sie. Aber diese Berechnung ist irgendwie recht wirr. Wer wenig verdient, zahlt wenig. Wer durchschnittlich verdient, zahlt mehr und wer gut verdient, zahlt erstaunlicherweise wieder weniger. Aber ich erwähnte ja schon, das unsere Gemeinde ganz gut betucht ist. Da will man die Gutverdiener natürlich als Wähler erhalten.

Ich frage mich halt
sehr oft, warum kriegen private Firmen oft Sachen hin, die der
Staat nicht hinkriegt?

Wenn man am KiGa verdienen könnte - warum gibt es nicht mehr
private Kindergärten??

Kann ich pauschal nicht beurteilen. Es gab hier mal eine Initiative dafür, ist aber aus Mangel an Interessenten wieder eingeschlafen.

Ich bin als Diplom-Verwaltungswirt im gehobenen Dienst. Meine
Steuern (und nur um die geht es ja) erhalte ich fast
vollständig durch das Kindergeld zurück.

Wow, wieviel Kinder hast Du? Bei mir geht die Rechnung nicht
auf.

Zwei.
Lohn- und Kirchensteuer ca. 320 EUR
Kindergeld 308 EUR

Na gut.

Das nützt nichts, wenn es nicht auch mal umgesetzt wird.

Also: wenn du Ideen hast, musst du sie auch bekanntgeben.
Ansonsten ist es IMHO unverständlich, dass du meckerst.
„Ich weiß, wie es besser geht, sage es aber nicht“ ist kein
Weg.

Soll ich Dir das alles aufzählen? Ich nenne mal zwei Beispiele:
Diese Jahr hat die Gemeinde in mehreren Strassenzügen neue Strassenlaternen aufgestellt. Argument: Das einheitliche Bild.
Die alten waren zwar noch prima, aber man hatte wohl sonst keine Ahnung wohin mit dem Geld.
An einer Strassenkreuzung wurde vor mehreren Jahren eine Ampel installiert. Nach 4 Jahren verschwand die Ampel wieder, weil der Strassenverlauf geändert wurde. Jetzt baut man die Ampelanlage für viel Geld wieder auf. Wozu bezahlen wir Verkehrsplaner?

Nun gehört das Geld was der Staat teilweise verjubelt aber
nicht ihm, sondern der Bevölkerung. Und die hat doch wohl ein
Anrecht darauf, das damit verantwortungsvoll umgegangen wird,
oder?

Grundsätzlich ja.
Aber wie willst du Fehler ausschließen?
Noch mehr Kontrolle? Noch mehr Instanzen?

Fehler passieren überall. Aber hier kosten sie den Steuerzahler fix viel Geld, weil einer geschlafen hat.

Hinzu kommt, dass eine Großteil der Investitionen auf
Politikererbene beschossen wird, ohne Fachleute zu fragen.

Tja, da gibt es 2 Möglichkeiten:
A Wir brauchen dann keine Fachleute mehr.
B Die Fachleute sollten entscheiden.
Ich tendiere stark zu B. In unserem Betrieb entscheidet auch nicht der Lagerarbeiter, ob der Bürotrakt erweitert werden soll.
Wenn man Fachleute hat und diese für ihre Arbeit bezahlt, dann sollten die auch (Mit)Entscheiden.

Nein, das sind keine Geschenke. Ohne diese Subventionen würde
es keine Landwirtschaft mehr geben und wir müssten alles
importieren. Ohne diese Förderungen würde kein Betrieb (ausser
es gibt keine Möglichkeit) in D bleiben, sondern ins Ausland
gehen. Dann lieber eine Förderung, mit dem Hintergrund diese
langfristig über die Steuern wieder reinzuholen.

Es ging doch um „unnötige“ Zuschüsse und Subventionen.

Das ist es ja auch. Die hohe Steuer- und Abgabenlast vergrault die Industrie und somit muss die Industrie wieder mit Subventionen dazu gebracht werden, im Land zu bleiben.

Wie bitte? Vielleicht mag der Verdienst eines Politikers
gering sein (was so ja auch nicht richtig ist), aber fast
jeder Politiker hat ja nun bekanntermassen jede Menge
Nebeneinkünfte:

Die großen wahrscheinlich.
und was ist mit den Hinterbänklern?

Nun ist Hinterbänkler eine Definitionsfrage. Ich behaupte ja auch nicht, das es jeder Politiker so treibt. Aber ich bleibe dabei: Ein zu geringer Verdienst ist kein Argument sich unrechtmässig was zu ergaunern. Und wer nur aus finanziellen Gründen Politiker wird, ist sowieso falsch am Platz.

Von dem ganzen
Schwarzgeld, was in der Politik fliesst, könnte man Strassen
und Schulen bauen, das es nur so kracht.

Gleiches kann man von den hinterzogenen Steuern der
Schwarzarbeiter sagen.

Uneingeschränkte Zustimmung. Nur wer hat den Schlamassel denn verursacht? Die Steuerlast wird zu hoch, Leute müssen entlassen werden. Diese Leute haben aber kein Geld für den Maler, also wirds schwarz gemacht. Dadurch entgehen dem Staat Steuern und er kommt mit dem Geld nicht aus und erhöht also wieder Steuern. Und jetzt fängt alles wieder von vorne an.
Gruss Sebastian