Wahlbeisitzer

Hallo,
nun hats mich erwischt. Ich bin zum Beisitzer bei der Wahl zum Deutschen Bundestag herangezogen worden. Ärgert mich etwas, aber ich werde dieser Pflicht wohl nachkommen müssen, oder?
Was mich ärgert: Ich arbeite nun schon 55-60 Stunden wöchentlich im Büro und soll den Sonntag opfern (immerhin ab 7.30 Uhr bis ?).
Warum wird das nicht auf mehrere verteilt? Einer vormittags, einer nachmittags? Kann man nicht arbeitslose dafür verpflichten?
Warum machen das nicht Beamte (wofür bekommen die sonst Zuschläge und Vergünstigungen)? Aufgrund welcher Gesetze/Verordnungen muss ich umsonst für den Staat arbeiten?
Irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, am Sonntag 12 Stunden oder mehr in einem muffigen Wahllokal zu verbringen.
Wenn es tatsächlich für einen derartigen Unfug eine gesetzliche Grundlage gibt, werde ich diese Aufgabe übernehmen (ich werde mich also nicht mit einer Krankmeldung o.ä. der Sache entziehen).
Gruss Sebastian

hallo sebastian,

entweder bist eine person, die sich parteilich, bei der AWO, feuerwehr, rotes kreuz o.ä. engagiert oder du arbeitest im öffentlichen dienst. aus diesen quellen kommen nämlich die vorschlagslisten für die wahlhelfer.
o d e r du hast dich irgendwann man freiwillig zum wahlhelfer gemeldet (böserböser fehler!) :smile:

tatsache ist, wen „die“ einmal haben, den lassen sie so schnell nicht wieder los - es sei denn, du lieferst ein paar mal hintereinander triftige gründe, warum du an besagtem sonntag nicht zur verfügung stehen kannst. in dem fall vergessen sie dich irgendwann mal. (ne, recht schnell :wink:

gruß
ann

Hallo,

zuerst mal, herzlichen Glückwunsch.

nun hats mich erwischt. Ich bin zum Beisitzer bei der Wahl zum
Deutschen Bundestag herangezogen worden. Ärgert mich etwas,
aber ich werde dieser Pflicht wohl nachkommen müssen, oder?

Ja, da gibt es kaum Ausreden.

Was mich ärgert: Ich arbeite nun schon 55-60 Stunden
wöchentlich im Büro und soll den Sonntag opfern (immerhin ab
7.30 Uhr bis ?).

Warum. Ich schätze es ist so organisiert, so kenne ich es zumindest, dass eine Truppe am Vormittag erscheint und dann nach der Mittagspasue heim darf und erst zur Auszählung anwesend sein muss und die andere Gruppe kommt am Mittag und bleibt bis zum Ende.

Warum wird das nicht auf mehrere verteilt? Einer vormittags,
einer nachmittags? Kann man nicht arbeitslose dafür
verpflichten?

Warum ? Die Bürgerpflicht gilt für alle.

Warum machen das nicht Beamte (wofür bekommen die sonst
Zuschläge und Vergünstigungen)?

Die bekommen hierfür genauso viel oder wenig als der Bürger.

Aufgrund welcher

Gesetze/Verordnungen muss ich umsonst für den Staat arbeiten?
Irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, am Sonntag 12 Stunden
oder mehr in einem muffigen Wahllokal zu verbringen.

Es gibt sicherlich Kaffee oder ein Glas Mineralwasser.

Wenn es tatsächlich für einen derartigen Unfug eine
gesetzliche Grundlage gibt, werde ich diese Aufgabe übernehmen
(ich werde mich also nicht mit einer Krankmeldung o.ä. der
Sache entziehen).

Du hast bei Deiner Bestellung als Wahlhelfer die §§ mitgeteilt bekommen unter denen Du Deine freiwiliige Arbeit für die Gemeinschaft machen darfst.

Gruss Günter

muss ich umsonst für den Staat

frag mal nach, bei uns haben die wahlhlefer bei der letzten bürgermeisterwahl 50,-dm erhalten.
man hat in der tageszeitung nach freiwilligen gesucht.

Hallo Günter,

zuerst mal, herzlichen Glückwunsch.

Danke, Danke. Zuviel der Ehre :wink:

nun hats mich erwischt. Ich bin zum Beisitzer bei der Wahl zum
Deutschen Bundestag herangezogen worden. Ärgert mich etwas,
aber ich werde dieser Pflicht wohl nachkommen müssen, oder?

Ja, da gibt es kaum Ausreden.

Rausreden will ich mich ja auch garnicht.

Was mich ärgert: Ich arbeite nun schon 55-60 Stunden
wöchentlich im Büro und soll den Sonntag opfern (immerhin ab
7.30 Uhr bis ?).

Warum. Ich schätze es ist so organisiert, so kenne ich es
zumindest, dass eine Truppe am Vormittag erscheint und dann
nach der Mittagspasue heim darf und erst zur Auszählung
anwesend sein muss und die andere Gruppe kommt am Mittag und
bleibt bis zum Ende.

Eben nicht. In dem Begleitschreiben steht von 7.30 Uhr - 18:00 Uhr, anschliessend erfolgt die Auszählung der Stimmen. Ich muss den ganzen Tag dort verbringen.

Warum wird das nicht auf mehrere verteilt? Einer vormittags,
einer nachmittags? Kann man nicht arbeitslose dafür
verpflichten?

Warum ? Die Bürgerpflicht gilt für alle.

Nur erlaube ich mir, nach einer 60 Stunden Woche den Sonntag für meine Erholung und für meine Familie zu beanspruchen.

Warum machen das nicht Beamte (wofür bekommen die sonst
Zuschläge und Vergünstigungen)?

Die bekommen hierfür genauso viel oder wenig als der Bürger.

Aber für ihre andere Arbeitsleistung, die nicht mehr wert ist als meine, bekommen sie Ortszuschläge, vergünstigte Tarife bei Versicherungen etc. Ich denke mal das sie dafür auch mal eine Gegenleistung erbringen dürfen.

Aufgrund welcher

Gesetze/Verordnungen muss ich umsonst für den Staat arbeiten?
Irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, am Sonntag 12 Stunden
oder mehr in einem muffigen Wahllokal zu verbringen.

Es gibt sicherlich Kaffee oder ein Glas Mineralwasser.

Naja, etwas mehr bedarf es innerhalb von 12 Stunden schon, oder?

Wenn es tatsächlich für einen derartigen Unfug eine
gesetzliche Grundlage gibt, werde ich diese Aufgabe übernehmen
(ich werde mich also nicht mit einer Krankmeldung o.ä. der
Sache entziehen).

Du hast bei Deiner Bestellung als Wahlhelfer die §§ mitgeteilt
bekommen unter denen Du Deine freiwiliige Arbeit für die
Gemeinschaft machen darfst.

Nee, eben nicht ! Da steht nur, das jeder Wahlberechtigte zur Übernahme dieser Ehrenamtlichen Tätigkeit verpflichtet ist, solange kein gesetzlicher Ablehnungsgrund vorliegt.
Gruss Sebastian

Hi Legionär,
hmm, bei Freiwilligen kenne ich das auch so. Aber bei mir gibts nix dafür.
Gruss Sebastian

Hi Ann,

entweder bist eine person, die sich parteilich, bei der AWO,
feuerwehr, rotes kreuz o.ä. engagiert oder du arbeitest im
öffentlichen dienst. aus diesen quellen kommen nämlich die
vorschlagslisten für die wahlhelfer.
o d e r du hast dich irgendwann man freiwillig zum wahlhelfer
gemeldet (böserböser fehler!) :smile:

Weder noch. Ich bin in keiner Partei, auch kein Feuermelder o.ä.
Und freiwillig hätte ich mich bestimmt nicht gemeldet :wink:
Erstaunlicherweise haben die unsere Familie scheinbar auserkoren.
Die letzten Jahre haben sie immer meinen Schwager rangezogen, der hat sich aber immer mit Krankmeldungen etc. rausgeredet.

tatsache ist, wen „die“ einmal haben, den lassen sie so
schnell nicht wieder los - es sei denn, du lieferst ein paar
mal hintereinander triftige gründe, warum du an besagtem
sonntag nicht zur verfügung stehen kannst. in dem fall
vergessen sie dich irgendwann mal. (ne, recht schnell :wink:

Ich werde jetzt mal höflichst um Übersendung der gesetzlichen Grundlagen bitten.
Gruss Sebastian

für die Wahlausschüsse stellen.

Hallo Sebastian,

da ich in der Vergangenheit einmal das „Pech“ hatte, Besitzer sein zu müssen, habe ich dies akzeptiert. Die anderen Wahlen sass ich im Gremium und hatte für meinen Bereich die Aufsicht. meist ist es ja so, dass genügend Personen gewählt werden und den einzelnen Wahllokalen zugeordnet sind. Selbstverständlich muss in der Ladung der ganze Tag genant sein. Erkundige Dich, wer mit Dir noch in dem Gremium sitzt und wer wahrscheinlich den Vorsitz inne hat. Ihr müsst üblicherweise am morgen bei Beginn der Wahl alle anwesend sein. Danach wird eingeteilt wer wann im Wahllokal sein muss. Drei Personen für eine Wahlurne reichen aus. Am Abend müssen dann rechtzeitig vor Schliessung der Wahllokale alle Wahlhelfer wieder anwesend sein. Dazwischen kann wirklich eingeteilt werden. Frag nach, es ist sicher auch beu Euch so.

Ich vertrete die Auffassung, dass bei den Landtags- und Bundestagswahlen Personen einzusetzen sind, die parteipolitisch tätig sind. Es schadet manchem Gemeinderat/Stadtrat nichts, wenn er bei der Bundes- oder Landtagswahl einmal ohne dass er sofort in der Presse erscheint, auch mal etwas für die Demokratie macht.

Warum. Ich schätze es ist so organisiert, so kenne ich es
zumindest, dass eine Truppe am Vormittag erscheint und dann
nach der Mittagspasue heim darf und erst zur Auszählung
anwesend sein muss und die andere Gruppe kommt am Mittag und
bleibt bis zum Ende.

Eben nicht. In dem Begleitschreiben steht von 7.30 Uhr - 18:00
Uhr, anschliessend erfolgt die Auszählung der Stimmen. Ich
muss den ganzen Tag dort verbringen.

Nur erlaube ich mir, nach einer 60 Stunden Woche den Sonntag
für meine Erholung und für meine Familie zu beanspruchen.

Warum machen das nicht Beamte (wofür bekommen die sonst
Zuschläge und Vergünstigungen)?

Die bekommen hierfür genauso viel oder wenig als der Bürger.

Aber für ihre andere Arbeitsleistung, die nicht mehr wert ist
als meine, bekommen sie Ortszuschläge, vergünstigte Tarife bei
Versicherungen etc. Ich denke mal das sie dafür auch mal eine
Gegenleistung erbringen dürfen.

Darüber will ich mit Dir nicht streiten, da dies eine rein persönliche Einstellung ist.

Aufgrund welcher

Gesetze/Verordnungen muss ich umsonst für den Staat arbeiten?
Irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, am Sonntag 12 Stunden
oder mehr in einem muffigen Wahllokal zu verbringen.

Es gibt sicherlich Kaffee oder ein Glas Mineralwasser.

Naja, etwas mehr bedarf es innerhalb von 12 Stunden schon,
oder?

Kaum, gegessen wird ausserhalb dem Wahllokal. Manche Kommunen geben den Wahlhelfern nach der Stimmenauszählung ein Abendessen, andere gegen Bares und wiederum andere sagen nicht einmal Danke.

Gruss Günter

1 „Gefällt mir“

Hallo Günter,
ich habe eben eine mail an die entsprechende Stelle geschickt, mit der Aufforderung die gesetzlichen Grundlagen nachzureichen, da ich sonst die Berufung nicht anerkennen werde. Desweiteren habe ich um Aufklärung bezuglich der Verpflegung und der Pausen gebeten. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das es nicht genügend Freiwillige gibt. Schliesslich gibt es doch eine ganze Menge Menschen, die sich lokalpolitisch engagieren.
Aber der Sonntag ist denen als Einsatztag dann scheinbar doch zu schade. Jedenfalls: ohne Rechtsbehelfsbelehrung kein Wahlhelfer.
Schliesslich bekomme ich bei allen anderen Schreiben sowas immer mit. Das Du mit mir nicht über Beamte diskutieren möchtest, ts ts. Nein, ok, hast ja recht, dafür bekommen die auch keine Prämien, keinen Firmenwagenwagen oder Urlaubsreisen für besondere Leistungen. Sorry, war ein blödes Argument.
Gruss Sebastian

Hallo Günter,

ich habe eben eine mail an die entsprechende Stelle geschickt,
mit der Aufforderung die gesetzlichen Grundlagen
nachzureichen, da ich sonst die Berufung nicht anerkennen
werde. Desweiteren habe ich um Aufklärung bezuglich der
Verpflegung und der Pausen gebeten. Ich kann mir beim besten
Willen nicht vorstellen, das es nicht genügend Freiwillige
gibt. Schliesslich gibt es doch eine ganze Menge Menschen, die
sich lokalpolitisch engagieren.
Aber der Sonntag ist denen als Einsatztag dann scheinbar doch
zu schade. Jedenfalls: ohne Rechtsbehelfsbelehrung kein
Wahlhelfer.
Schliesslich bekomme ich bei allen anderen Schreiben sowas
immer mit.

Gut, dann abwarten.

Das Du mit mir nicht über Beamte diskutieren

möchtest, ts ts. Nein, ok, hast ja recht, dafür bekommen die
auch keine Prämien, keinen Firmenwagenwagen oder Urlaubsreisen
für besondere Leistungen. Sorry, war ein blödes Argument.

Nein, ist es nicht, nur hat jeder eine andere Meinung zu dem Thema und - ich habe Jahre meines Lebens im ö.D. verbringen dürfen, in einer leitenden Stellung, mit gesichertem Einkommen, und dem Dauerstreit, dass Nachdenken unerwünscht war.

Derzeit reicht es mir, dass alle Welt Sorge hat, weil ich im Brett Behörden den Einsatz von Arbeitslosen vorschlage. Sonst ahbe ich eine neue Front mit Beamten. Muss nicht sein.

Wünsche Dir ein schönes WE. Grüsse Günter

hallo sebastian,

Ich werde jetzt mal höflichst um Übersendung der gesetzlichen
Grundlagen bitten.

die habe ich jetzt nicht zur hand. werden aber sicher in den weiten des internets finden lassen. ich kann dir nur sagen, wie das gehandhabt wird.

gruß
ann

Lieber Sebastian,

es ist gar nicht so schlimm Wahlbeisitzer zu sein. Es tut nicht weh - es ist nur meistens ziemlich langweilig.

ich habe eben eine mail an die entsprechende Stelle geschickt,
mit der Aufforderung die gesetzlichen Grundlagen
nachzureichen, da ich sonst die Berufung nicht anerkennen
werde. Desweiteren habe ich um Aufklärung bezuglich der
Verpflegung und der Pausen gebeten. Ich kann mir beim besten
Willen nicht vorstellen, das es nicht genügend Freiwillige
gibt. Schliesslich gibt es doch eine ganze Menge Menschen, die
sich lokalpolitisch engagieren.
Aber der Sonntag ist denen als Einsatztag dann scheinbar doch
zu schade. Jedenfalls: ohne Rechtsbehelfsbelehrung kein
Wahlhelfer.

Kannst Du nicht einsehen, dass es besonders gut ist, wenn die Wahlbeisitzer NICHT (sorry) einer bestimmten Partei angehören ? Zumindest nicht alle der gleichen *g*

Nochmal zu den heiligen Sonntagszeiten. Im Allgemeinen geht man morgens hin und wird vereidigt. Und dann kriegt man seine „Schicht“ . Man sitzt nicht den ganzen Tag. Wenn ich hier den Wahlvorsteher mach, wissen meine Helfer vorher, wann sie sitzen sollen und ich vereidige sie, falls nötig, bei Erscheinen. Das ist aber ein extra Service von mir. Achja. Zum Zählen kommen alle wieder.
Es gibt auf jeden Fall eine Aufwandsentschädigung. Bei uns in Form von Essen. Meistens aber Geld.

Nimm es nicht als Last oder als Pech - nimm es als Erfahrung. Jeder sollte mal bei einer Wahl dabeigewesen sein.

Viel Spass dann

Heike

P.S. Ich nehm immer was zum Stricken mit.

hallo,

Hallo,
nun hats mich erwischt. Ich bin zum Beisitzer bei der Wahl zum
Deutschen Bundestag herangezogen worden. Ärgert mich etwas,
aber ich werde dieser Pflicht wohl nachkommen müssen, oder?
Was mich ärgert: Ich arbeite nun schon 55-60 Stunden
wöchentlich im Büro und soll den Sonntag opfern (immerhin ab
7.30 Uhr bis ?).
Warum wird das nicht auf mehrere verteilt? Einer vormittags,
einer nachmittags? Kann man nicht arbeitslose dafür
verpflichten?

Aus Erfahrung: Alle sind morgens da, um den Wahlraum einzurichten, danach wird eine Vor- und eine nachmittagsschicht eingeteilt.
Zum Auszählen sind dann alle wieder da.

Warum machen das nicht Beamte (wofür bekommen die sonst
Zuschläge und Vergünstigungen)?

bitte keine Diskussion über Beamte und deren Gehälter.
Das sind genau so Bürger wie du, die genau den gleichen Anspruch auf Freizeit haben.

Aufgrund welcher
Gesetze/Verordnungen muss ich umsonst für den Staat arbeiten?

Schau mal unauffällig in die Gemeindeordnung deines Bundeslandes. Da steht was von ehrenamtlicher Tätigkeit.

Irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, am Sonntag 12 Stunden
oder mehr in einem muffigen Wahllokal zu verbringen.

Lust habe ich auch nicht. Wer hat das schon?

Wenn es tatsächlich für einen derartigen Unfug eine
gesetzliche Grundlage gibt, werde ich diese Aufgabe übernehmen
(ich werde mich also nicht mit einer Krankmeldung o.ä. der
Sache entziehen).

Na wenigstens etwas.

Ach ja - stand in dem Begleitschreiben nichts von einer „Aufwandsentschädigung“? (immerhin 26 EUR für den Tag)

Mal im Ernst, deine ersten Fragen (Warum ich, warum nicht andere?) klangen nach „Heiliger St. Florian…“.
Es werden nunmal unmengen an Wahlhelfern gebraucht und es melden sich nicht genug freiwillig.
Man könnte das ja dadurch regeln, dass man die Anzahl der Stimmbezirke (=Wahllokale) verringert - dann ist aber der Protest riesengroß, dass die Wege zu weit sind etc.

Gruß
HaWeThie

Aber Hallo !
Hallo Hawethie,

Aus Erfahrung: Alle sind morgens da, um den Wahlraum
einzurichten, danach wird eine Vor- und eine
nachmittagsschicht eingeteilt.
Zum Auszählen sind dann alle wieder da.

Das geht aus dem Schreiben definitiv nicht hervor.

bitte keine Diskussion über Beamte und deren Gehälter.
Das sind genau so Bürger wie du, die genau den gleichen
Anspruch auf Freizeit haben.

Nein, mit Dir würde ich darüber bestimmt nicht diskutieren.

Schau mal unauffällig in die Gemeindeordnung deines
Bundeslandes. Da steht was von ehrenamtlicher Tätigkeit.

Wenn man mich zu einer Ehrenamtlichen Tätigkeit auffordert, sehe ich es mal als selbstverständlich, das man mich über die entsprechenden Gesetze informiert. Das ist ja schon bei jedem Verwarnungsgeld so, das eine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt/abgedruckt ist.

Lust habe ich auch nicht. Wer hat das schon?

Wie lange arbeitest Du täglich?

Wenn es tatsächlich für einen derartigen Unfug eine
gesetzliche Grundlage gibt, werde ich diese Aufgabe übernehmen
(ich werde mich also nicht mit einer Krankmeldung o.ä. der
Sache entziehen).

Na wenigstens etwas.

Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was geschenkt? Nein. Also warum soll ich umsonst für den Staat arbeiten. Arbeitest Du umsonst?

Ach ja - stand in dem Begleitschreiben nichts von einer
„Aufwandsentschädigung“? (immerhin 26 EUR für den Tag)

Nein. Aber das sagte ich schon. Ausserdem schliesst der Begriff „Ehrenamtlich“ dies auch aus.

Mal im Ernst, deine ersten Fragen (Warum ich, warum nicht
andere?) klangen nach „Heiliger St. Florian…“.
Es werden nunmal unmengen an Wahlhelfern gebraucht und es
melden sich nicht genug freiwillig.
Man könnte das ja dadurch regeln, dass man die Anzahl der
Stimmbezirke (=Wahllokale) verringert - dann ist aber der
Protest riesengroß, dass die Wege zu weit sind etc.

Das ist doch nicht mein Problem, wenn es zuwenig Leute gibt.
Allein schon Ehrenamtlich. Das bedingte bei mir bisher immer die freiwillige Basis. Wenns zuwenig Feuerwehrleute gibt, soll ich dann auch mal ehrenamtlich ein Feuer löschen? Wo sind denn die ganzen ach so politisch engagierten Leute hin am Wahltag?
Ich sagte ja schon, wenns tatsächlich gesetzlich so geregelt ist, werde ich das tun (es gibt genügend Gesetze, die ich nicht nachvollziehen kann. Aber das ist ja kein Grund, sie nicht zu befolgen). Aber ich verwehre mich dagegen, einfach einen Wisch zu kriegen auf dem sinngemäss steht: „Sie sind verpflichtet diese ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen“. Keine Gesetzesgrundlage, kein Zeitplan, kein Hinweis auf irgendwas, nur:" Bitte finden Sie sich am Wahltag um 7:30 Uhr im Wahllokal ein". Und dann wundern sich die Behörden, das die Bürger nicht gut auf sie zu sprechen sind ? Wenn ich ein derartig lautendes Schreiben an einen meiner Kunden schicken würde… Der würde mir was husten. Jede Mahnung vom Finanzamt ist freundlicher verfasst. Ich würde wahrscheinlich anders reagieren, wenn das Schreiben etwas freundlicher formuliert wäre. Aber so?
Wie gesagt, werden mir die gesetzlichen Grundlagen nicht nachgereicht, können die sich jemand anderen suchen.
Gruss Sebastian

1 „Gefällt mir“

Hallo nochmal,

Das geht aus dem Schreiben definitiv nicht hervor.

Das ist wieder der Unterschied zwischen Vorschrift und Auslegung.
Die Vorschriften bestimmen, aus wieviel Personen ein Wahlvorstand besteht und wieviel Personen mindestens anwesend sein müssen - daraus lässt sich schließen, dass nicht alle ständig da sein müssen, also ein paar Leute Pause machen können.
Setz dich doch mit dem Wahlamt oder dem angegebenen Wahlvorsteher in Verbindung. Vielleicht kann man schon vorher eine Regelung treffen. Ein Freund, der schon seit Jahren in einem Wahlvorstand ist, sagte mir am Sonntag, dass bei denen die „Schichten“ schon vorher abgesporchen werden.

bitte keine Diskussion über Beamte und deren Gehälter.
Das sind genau so Bürger wie du, die genau den gleichen
Anspruch auf Freizeit haben.

Nein, mit Dir würde ich darüber bestimmt nicht diskutieren.

:wink:

Wenn man mich zu einer Ehrenamtlichen Tätigkeit auffordert,
sehe ich es mal als selbstverständlich, das man mich über die
entsprechenden Gesetze informiert

Da gebe ich dir recht. Bei uns ist das auch der Fall.

Lust habe ich auch nicht. Wer hat das schon?

Wie lange arbeitest Du täglich?

Ist das irgendwofür relevant?
Meine Arbeitszeit steht im Gesetz.

Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was
geschenkt? Nein.

Sicher?? nichts geschenkt?
Ach ja, du zahlst ja für alles Steuern.
Vielleicht sollte man die Wahlvorstände normal bezahlen (15 EUR/Std.) Bitte reg dich dann aber nicht über die Steuererhöhung auf, um diese Kosten bezahlen zu können.

Also warum soll ich umsonst für den Staat
arbeiten. Arbeitest Du umsonst?

Nein. Aber hier ist es ja ein Ehrenamt, das ich wahrnehme (und wahrzunehmen verpflichtet bin).

Nein. Aber das sagte ich schon. Ausserdem schliesst der
Begriff „Ehrenamtlich“ dies auch aus.

Nit so janz.
Es ist ja keine Bezahlung sondern eine Aufwandsentschädigung (hier auch Erfrischungsgeld genannt).
Es soll ja noch Bundesländer geben, die einen ehrenamtlichen Bürgermeister haben - dessen Aufwandsentschädigung hätte ich gerne als Gehalt :wink:
Dan bin ich nebenbei noch Übungsleiter in einem Verein - auch eine ehrenamtliche Tätigkeit. Dort erhalte ich eine Aufwandsentschädigung von 6,50 EUR/Std.

Das ist doch nicht mein Problem, wenn es zuwenig Leute gibt.

das denken ca. 99% der Bevölkerung - mein Problem ist das nicht.

Allein schon Ehrenamtlich. Das bedingte bei mir bisher immer
die freiwillige Basis.

„Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung“.
Ein alter Juristenspruch, der hier aber zutrifft. In der Gemeindeordnung ist sicherlich von der Pflicht zur Übernahme von Ehrenämtern bzw. ehrenamtlichen Tätigkeiten die Rede.

Wenns zuwenig Feuerwehrleute gibt, soll
ich dann auch mal ehrenamtlich ein Feuer löschen?

Eindeutige Antwort hier: JA
Du könntest wirklich zwangsverpflichtet werden.
Es gibt auch hier Bundesländer, bei denen man zu genau dieser Tätigkeit verpflichtet ist oder eine nicht unerhebliche Abgabe leisten muss, wenn man sich dieser Pflicht entziehen will.

Wo sind denn
die ganzen ach so politisch engagierten Leute hin am Wahltag?

Das frag ich mich allerdings auch.

Aber ich verwehre mich dagegen, einfach
einen Wisch zu kriegen auf dem sinngemäss steht: „Sie sind
verpflichtet diese ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen“.
Keine Gesetzesgrundlage, kein Zeitplan, kein Hinweis auf
irgendwas,

Finde ich auch unschön. ME hätte die Rechtsgrundlage angegeben werden müssen.

nur:" Bitte finden Sie sich am Wahltag um 7:30 Uhr
im Wahllokal ein".

Wie oben: Aufbauen müssen alle, dann kann der Zeitplan abgesprochen werden.

Viel Spaß beim Zählen.

Gruß
HaWeThie

Als ich bei der Kommunalwahl berufen worden bin, stand im Brief auch nichts von einer Aufwandsentschädigung. Letztendlich gab es 50,-DM pro Nase und insgesamt sieben Stunden, von denen zwei Drittel nur rumsitzen waren.

Getränke wurden teilweise von den Wählern ausgegeben (OK, ich stamme vom Land) und am Ende des Abends wurden wir alle eingeladen von demjenigen, der die Wahl im Bezirk gewonnen hatte.


sannah

Hi Hawethie,

Das geht aus dem Schreiben definitiv nicht hervor.

Das ist wieder der Unterschied zwischen Vorschrift und
Auslegung.
Die Vorschriften bestimmen, aus wieviel Personen ein
Wahlvorstand besteht und wieviel Personen mindestens anwesend
sein müssen - daraus lässt sich schließen, dass nicht alle
ständig da sein müssen, also ein paar Leute Pause machen
können.

Nun, ich denke mal das so einige Bürger diese Tätigkeit zum ersten mal machen. Daher ist es denke ich nicht zuviel verlangt, in dem Anschreiben gleich genau zu schildern, was Sache ist.

Setz dich doch mit dem Wahlamt oder dem angegebenen
Wahlvorsteher in Verbindung. Vielleicht kann man schon vorher
eine Regelung treffen. Ein Freund, der schon seit Jahren in
einem Wahlvorstand ist, sagte mir am Sonntag, dass bei denen
die „Schichten“ schon vorher abgesporchen werden.

Heute habe ich per Post (warum nicht per mail?) die Antwort des Wahlamtes erhalten. Siehe da, es sind die entsprechenden Gesetze beigefügt, plötzlich ist von einer Aufwandsentschädigung und Erfrischungsgetränken die Rede. Warum nicht gleich so? Wer nicht fragt, der nichts bekommt?

bitte keine Diskussion über Beamte und deren Gehälter.
Das sind genau so Bürger wie du, die genau den gleichen
Anspruch auf Freizeit haben.

Nein, mit Dir würde ich darüber bestimmt nicht diskutieren.

:wink:

Wenn man mich zu einer Ehrenamtlichen Tätigkeit auffordert,
sehe ich es mal als selbstverständlich, das man mich über die
entsprechenden Gesetze informiert

Da gebe ich dir recht. Bei uns ist das auch der Fall.

Lust habe ich auch nicht. Wer hat das schon?

Wie lange arbeitest Du täglich?

Ist das irgendwofür relevant?
Meine Arbeitszeit steht im Gesetz.

Meine leider nicht. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, das ich wenn ich die 60 Stunden Woche habe, den Sonntag zur Erholung brauche und lieber mit meiner Familie verbringen möchte?

Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was
geschenkt? Nein.

Sicher?? nichts geschenkt?

Was denn? Würde mich ernsthaft interessieren. Erst recht, nachdem ich immer brav Abgaben zur Berufsunfähigkeit gezahlt hatte und nun wird einem gesagt, im Zweifel gibts nichts. Für die Rente darf ich auch selbst sorgen. Alle Schulmittel für meine Kinder darf ich natürlich auch selbst zahlen. Ebenso die Gebühren für öffentliche Kindergärten. Ausser Kindergeld bekomme ich nichts vom Staat, und das ist für den Staat eine Investition in die Zukunft. Sonst gibts nämlich bald keine Steuerzahler mehr.

Ach ja, du zahlst ja für alles Steuern.

Was soll der Sarkasmus? Wenn ich nur mal zusammenrechne, was nach Abzug von Steuern und Abgaben von meinem Gehalt übrigbleibt, und von dem was übrigbleibt zahle ich noch bei jedem Tanken, Einkaufen etc. Mehrwertsteuer, Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer, KFZ-Steuer… Ich denke mal, das so langsam die Belastungsgrenze erreicht ist. Wir haben in D eine enorm hohe Steuerlast und hören den ganzen Tag von unseren Politikern „Es ist kein Geld da“.

Vielleicht sollte man die Wahlvorstände normal bezahlen (15
EUR/Std.) Bitte reg dich dann aber nicht über die
Steuererhöhung auf, um diese Kosten bezahlen zu können.

Entschuldige bitte. Aber das ist absoluter Unsinn !
Wenn die Regierung auch nur ab und zu mal auf die Hinweise des Bundesrechnungshofes hören würde, jeder Politiker, der dabei erwischt wird wie er sich unrechtmässig am Staat bereichert sofort die Bezüge gestrichen würden, die teilweise abstrusen öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden, dann wär bestimmt genug da. Aber bei der Steuerlast verschwindet das Geld natürlich aus D. Warum produzieren denn deutsche Unternehmen lieber im Ausland? Warum verlegen denn alle Leute, die genug Geld haben ihren Wohnsitz ins Ausland? Ich kann Dir sagen, seit dem Teuro kann ich kaum noch gegen die Kosten anverdienen und ich verdiene bestimmt nicht ganz wenig. Meinen Respekt an alle Familien, die mit weit weniger auskommen müssen.
Aber viel wichtiger ist natürlich, das für Milliarden neue Kampfpanzer gebaut werden müssen.

Also warum soll ich umsonst für den Staat
arbeiten. Arbeitest Du umsonst?

Nein. Aber hier ist es ja ein Ehrenamt, das ich wahrnehme (und
wahrzunehmen verpflichtet bin).

Der Begriff „Ehrenamt“ ist ein Witz in diesem Zusammenhang. Schönrederei.

Nein. Aber das sagte ich schon. Ausserdem schliesst der
Begriff „Ehrenamtlich“ dies auch aus.

Nit so janz.
Es ist ja keine Bezahlung sondern eine Aufwandsentschädigung
(hier auch Erfrischungsgeld genannt).
Es soll ja noch Bundesländer geben, die einen ehrenamtlichen
Bürgermeister haben - dessen Aufwandsentschädigung hätte ich
gerne als Gehalt :wink:
Dan bin ich nebenbei noch Übungsleiter in einem Verein - auch
eine ehrenamtliche Tätigkeit. Dort erhalte ich eine
Aufwandsentschädigung von 6,50 EUR/Std.

Das ist doch nicht mein Problem, wenn es zuwenig Leute gibt.

das denken ca. 99% der Bevölkerung - mein Problem ist das
nicht.

Ist es auch nicht. Wenn ich nur daran denke, was die Parteien aus dem Parteienfinanzierungsgesetz ziehen. Dafür könnte man wirklich Leute bezahlen. Letztlich gehts mir auch nicht um die paar Euro, die Spende ich sowieso, sondern ums Prinzip. Ich habe schon während meines Zivildienstes dem Staat teures Pflegepersonal gespart.

Allein schon Ehrenamtlich. Das bedingte bei mir bisher immer
die freiwillige Basis.

„Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung“.
Ein alter Juristenspruch, der hier aber zutrifft. In der
Gemeindeordnung ist sicherlich von der Pflicht zur Übernahme
von Ehrenämtern bzw. ehrenamtlichen Tätigkeiten die Rede.

Wie gesagt, in diesem Zusammenhang von Ehrenamt zu sprechen ist Wortklauberei. Ehrenamtlich heisst freiwillig (das bedingt nämlich das Wort „Ehre“). Oder wird mir hiermit gesetzlich die „Ehre“ auferlegt? Ehre gebührt demjenigen, der etwas freiwillig tut, ohne das er dazu verpflichtet ist oder bezahlt wird. Ich tue das aber nicht freiwillig. Ehrenamt und Pflicht passt definitiv nicht zusammen.

Wenns zuwenig Feuerwehrleute gibt, soll
ich dann auch mal ehrenamtlich ein Feuer löschen?

Eindeutige Antwort hier: JA

Natürlich würde ich löschen, wenns brennt. Aber in meinen Augen bedient sich der Staat ganz schön am Bürger.

Du könntest wirklich zwangsverpflichtet werden.
Es gibt auch hier Bundesländer, bei denen man zu genau dieser
Tätigkeit verpflichtet ist oder eine nicht unerhebliche Abgabe
leisten muss, wenn man sich dieser Pflicht entziehen will.

Da wäre ich im Zweifel konsequent. Als ich damals den Dienst an der Waffe verweigert habe, wäre ich auch notfalls in den Bau dafür gegangen. Für mich war klar: Bund is nich.

Wo sind denn
die ganzen ach so politisch engagierten Leute hin am Wahltag?

Das frag ich mich allerdings auch.

Aber ich verwehre mich dagegen, einfach
einen Wisch zu kriegen auf dem sinngemäss steht: „Sie sind
verpflichtet diese ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen“.
Keine Gesetzesgrundlage, kein Zeitplan, kein Hinweis auf
irgendwas,

Finde ich auch unschön. ME hätte die Rechtsgrundlage angegeben
werden müssen.

nur:" Bitte finden Sie sich am Wahltag um 7:30 Uhr
im Wahllokal ein".

Wie oben: Aufbauen müssen alle, dann kann der Zeitplan
abgesprochen werden.

Wie gesagt, hätte man das ganze etwas freundlicher gestaltet, ok.
Aber das Schreiben glich eher einer Aufforderung zur Strafarbeit.
Gruss Sebastian

Hi Sannah,

Als ich bei der Kommunalwahl berufen worden bin, stand im
Brief auch nichts von einer Aufwandsentschädigung.
Letztendlich gab es 50,-DM pro Nase und insgesamt sieben
Stunden, von denen zwei Drittel nur rumsitzen waren.

Aber in der Zeit würde ich lieber mit meinen Kindern etwas unternehmen, die ich in der Woche wenig sehe.

Getränke wurden teilweise von den Wählern ausgegeben (OK, ich
stamme vom Land) und am Ende des Abends wurden wir alle
eingeladen von demjenigen, der die Wahl im Bezirk gewonnen
hatte.

Na, dann bin ich ja mal gespannt. Da ich in der reichsten Gemeinde Deutschlands lebe, kann ich ja noch hoffen :wink:
Gruss Sebastian

Aber in der Zeit würde ich lieber mit meinen Kindern etwas
unternehmen, die ich in der Woche wenig sehe.

Bei einem Nachmittag von 13:00-18:00 (wenn Du die Vormittagsschicht übernimmst) bleibt da ja immer noch etwas Zeit…

Na, dann bin ich ja mal gespannt. Da ich in der reichsten
Gemeinde Deutschlands lebe, kann ich ja noch hoffen :wink:

Landkreis WL? Vielleicht kommt dann ja noch der Herr Bohlen vorbei und gibt was aus… *lach*

Kopf hoch, so schlimm ist das nicht!
Gruß sannah

Moin, Sebastian!

Ich bin zwar weder von der Problematik betroffen, noch hab ich bisher damit was zu tun gehabt. Aber wenn Du gestattest, werd ich einfach meinen Senf dazupacken, ich kann nämlich kaum noch an mich halten…

Nun, ich denke mal das so einige Bürger diese Tätigkeit zum
ersten mal machen. Daher ist es denke ich nicht zuviel
verlangt, in dem Anschreiben gleich genau zu schildern, was
Sache ist.

Recht hast Du, ausnahmslos.

Heute habe ich per Post ( warum nicht per mail? )

Auf diese Frage gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten, such Dir die richtige aus:

A: Im Amt gibt es zwar Computer, aber niemanden, der damit umgehen kann.
B: Per Mail wäre schneller & Billiger gegangen und hätte daher zu einer unerwünschten Rationalisierung geführt.
C: Der Versand derartiger Antworten mit der Post ist eine verdeckte Subventionierung der DPAG.
D: Für die Erstellung, die Kuvertierung und die Ablage des Schreibens an Dich haben mindestens drei Öffentlich Bedienstete zuzüglich eines Vorgesetzten eine Existenzberechtigung.

Mein Favorit wäre D, wie siehst Du das?

die Antwort des Wahlamtes erhalten. Siehe da, es sind die
entsprechenden Gesetze beigefügt, plötzlich ist von einer
Aufwandsentschädigung und Erfrischungsgetränken die Rede.
Warum nicht gleich so? Wer nicht fragt, der nichts bekommt?

Nee, bekommen hättest Du das wohl auch ohne Nachfrage. Aber ich glaube, die Antwort auf diese Frage würde sich mit meiner vorherigen Antwort D decken, oder?
In der letzten Zeit habe ich während diverser (gehäuft nötiger) Amtsgänge feststellen müssen, das in Deutschen Ämtern offensichtlich eine wesentliche Grundregel gelebt wird. Diese Regel lautet ganz einfach: Tue jeden Arbeitsgang so kompliziert, das er mindestens einen weiteren im Nachgang erfordert. So generiert man sich Beschäftigung und damit eine Existenzberechtigung.

Ist es wirklich so schwer zu verstehen,
das ich wenn ich die 60 Stunden Woche habe, den Sonntag zur
Erholung brauche und lieber mit meiner Familie verbringen
möchte?

Für mich ist das irgendwie ganz leicht nachvollziehbar. Und ich gebe ehrlich zu, das ich mich sofort auf irgendeine Weise aus der Affäre ziehen würde, wenn ich zu einer solchen Ehrenamtlichen Tätigkeit herangezogen werden sollte. Aber das ist sicherlich jedermann selbst überlassen. Hut ab, Sebastian, wenn Du Dir das echt antust.

Was heisst hier wenigstens etwas? Bekomme ich vom Staat was
geschenkt? Nein.

Sicher?? nichts geschenkt?

Was denn? Würde mich ernsthaft interessieren.

Mich auch. Aber wahrscheinlich sind wir beide nur zu blind, um die täglichen Wohltaten des Staates an uns zu erkennen. Aber wie lautet das Credo eines Politikers? Nehmen ist seeliger denn Geben.

Erst recht,
nachdem ich immer brav Abgaben zur Berufsunfähigkeit gezahlt
hatte und nun wird einem gesagt, im Zweifel gibts nichts. Für
die Rente darf ich auch selbst sorgen.

Da sach ich nur, „…die Rente ist sischa“

Alle Schulmittel für
meine Kinder darf ich natürlich auch selbst zahlen. Ebenso die
Gebühren für öffentliche Kindergärten.

Na also, freu Dich doch :smile:

Ausser Kindergeld
bekomme ich nichts vom Staat, und das ist für den Staat eine
Investition in die Zukunft. Sonst gibts nämlich bald keine
Steuerzahler mehr.

Hier muß ich ernsthaft nachfragen, Sebastian. Glaubst Du ernsthaft, das das Kindergeld eine Investition des Staates in die Zukunft ist? Wirklich? Kannst Du vom Kindergeld den erhöhten Bedarf Deiner Familie, der durch Kinder verursacht ist, wirklich abdecken? Wenn ja, sag mir doch mal, wie Du das anstellst. Täte mich brennend interessieren.
In meinen Augen ist das Kindergeld lediglich eine Alibi-Geschichte für den Staat, um behaupten zu können, das etwas getan wird. Wäre Dir als Vater nicht wesentlich mehr geholfen, wenn Du am Monatsende von Deinen sauer verdienten Kröten ein paar mehr in der Tasche behalten dürftest?
Ich für meinen Teil würde gern auf das Kindergeld verzichten, wenn mir dafür nur wenigstens ein Drittel meiner monatlichen Zwangsabgaben in der Tasche gelassen werden würde. Aber das wird wohl ein Traum bleiben…

Ach ja, du zahlst ja für alles Steuern.

Was soll der Sarkasmus? Wenn ich nur mal zusammenrechne, was
nach Abzug von Steuern und Abgaben von meinem Gehalt
übrigbleibt,

Was bleibt denn über? Bei mir waren´s bis jetzt immer monatlich satte 49,3% Netto. Außer in den Supermonaten Juli und Dezember, da durfte ich sogar ganze 38,6% meines Verdienstes behalten :frowning:

Mal sehen, jetzt bin ich ja verheiratet, mal schauen, was im nächsten Monat in meiner Tasche bleibt. An viel mehr glaube ich ja nicht.

und von dem was übrigbleibt zahle ich noch bei
jedem Tanken, Einkaufen etc. Mehrwertsteuer,
Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer,
KFZ-Steuer…

Ich warte ja immer noch auf die Einführung einer pauschalen Kopfsteuer. Oder auf eine Besteuerung des täglichen Sauerstoffverbrauchs durch Atmung. Damit verbunden selbstverständlich auch die Besteuerug des durch die Atmung verursachten CO²-Ausstoß. Oder, oder, oder…
Ich glaube, ich könnte unseren Politbonzen da noch ein paar gute Ideen liefern.

Ich denke mal, das so langsam die
Belastungsgrenze erreicht ist.

Falsch, mein Bester. Ich denke, die Grenze ist längst überschritten.

Wir haben in D eine enorm hohe
Steuerlast und hören den ganzen Tag von unseren Politikern „Es
ist kein Geld da“.

Wie hieß es doch gleich? Klingeln gehört zum Geschäft? Ich hätte im Gegenzug zu meinen obigen Vorschlägen für neue Steuern auch noch ein paar durchaus ernstgemeinte Vorschläge für die Sanierung des Staatshaushaltes. Aber die will wohl in Deutschland niemand hören…

Entschuldige bitte. Aber das ist absoluter Unsinn !

Danke :smile:

Wenn die Regierung auch nur ab und zu mal auf die Hinweise des
Bundesrechnungshofes hören würde, jeder Politiker, der dabei
erwischt wird wie er sich unrechtmässig am Staat bereichert
sofort die Bezüge gestrichen würden, die teilweise abstrusen
öffentlichen Förderungen und Subventionen gestrichen würden,
dann wär bestimmt genug da.

Ich sehe, ich stehe nicht allein mit meinen Gedanken. Allerdings stünde bei mir die Abschaffung des Politischen Versorgungsapparates ganz oben auf der Liste…

Ich kann Dir sagen, seit dem Teuro kann ich kaum noch gegen
die Kosten anverdienen und ich verdiene bestimmt nicht ganz
wenig. Meinen Respekt an alle Familien, die mit weit weniger
auskommen müssen.

Ich kenne Leute, die kommen im Monat mit nicht mal 250€ über die Runden. Das wäre mal eine hilfreiche Schulung für jeden Politbonzen…

Der Begriff „Ehrenamt“ ist ein Witz in diesem Zusammenhang.
Schönrederei.

Wie gesagt, in diesem Zusammenhang von Ehrenamt zu sprechen
ist Wortklauberei. Ehrenamtlich heisst freiwillig (das bedingt
nämlich das Wort „Ehre“). Oder wird mir hiermit gesetzlich die
„Ehre“ auferlegt? Ehre gebührt demjenigen, der etwas
freiwillig tut, ohne das er dazu verpflichtet ist oder
bezahlt wird. Ich tue das aber nicht freiwillig. Ehrenamt und
Pflicht passt definitiv nicht zusammen.

Recht hast Du. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wie gesagt, hätte man das ganze etwas freundlicher gestaltet,
ok.
Aber das Schreiben glich eher einer Aufforderung zur
Strafarbeit.

Weißt Du, Sebastian, in meinen Augen „gleicht“ es nicht nur einer derartigen Aufforderung, es ist eine solche Aufforderung. Nix anderes. Daran ändert für mich auch eine wie auch immer geartete „Aufwandsentschädigung“ nix.
Ich würde das nicht machen. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

PS: Ich weiß zwar nicht, warum ich das alles geschrieben hab, aber ich konnte mir das irgendwie auch nicht verkneifen. Sorry…

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