Hallo zusammen,
bestimmt ist diese Frage schon gestellt worden. Aber leider habe ich nichts im Archiv dazu finden können. Vielleicht fehlte mir einfach das richtige Stichwort.
Also, nicht nur mich beschäftigt die Frage, wie hoch die Wahlbeteiligung sein muß, damit überhaupt eine Regierung gebildet werden kann. Angesichts der sich sehr ähnelnden Aussagen der etablierten Parteien liegt es eigentlich nahe, nicht zu wählen.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand einen Link oder ein passendes Stichwort oder eine konkrete Antwort geben könnte.
Hi mechtild
es gibt keine Mindestwahlbeteiligung…
und nachdem wenigstens die Kandidaten zur Wahl gehen *grinsel*
Reichen auch ein paar Stimmen zur ordnungsgemäßen wahl aus.
Ich habe mir bis jetzt keine Wahl entgehen lassen. Die kommende Wahl werde ich aber wahrscheinlich ignorieren. Die versprochenen Dinge, die umgesetzt werden sollten, ich kann nichts erkennen. Rot/Grün, das war für mich eine Hoffnung für eine neue politische Ethik. Doch was wurde daraus? Ich traue aber der Christlichen Union auch nicht viel mehr zu. Die Parteien sind nur immer dann in Hochform, wenn’s ums regieren dürfen geht. Hören wir uns doch sehr sorgfältig die Argumente von der Union an, weshalb die anderen nix taugen und hören wir die Genossen an, weswegen die Union nix bringen wird. Beide haben sich in das Thema gut eingearbeitet und deren Analyse wird wohl stimmen. Ich würde zu gerne mal hören, wie sie konkret die anstehenden gesellschaftlichen lösen wollen. Die einzige politische Aktivität beschränkt sich auf: der X muss weg. Warum die Besser Verdienenden unbedingt 18% haben wollen, ist mir noch nicht ganz klar. Vom Niveau her wären sie aber in der Lage, mit jeder Partei zu koalieren.
die Antwort auf Deine Frage war mir auch nicht bekannt; aus unerfindlichem Grund dachte ich, die Wahlbeteiligung müsse bei mindestens 50% liegen, um als gültig anerkannt zu werden. Dass ich das nie hinterfragt habe, liegt an den fortwährenden Erwähnung der oft so geringen Wahlbeteiligung.
Schade, dass es keine Mindestbeteiligung geben muss, um seinen Protest gegen die etablierten Parteien ausdrücken zu können, wenn schon der Meinungspluralismus aufgrund der Medien nur eingeschränkt geschieht. Beispiel: Eine kleine Partei könnte noch so gute Vorschläge machen, doch sie findet kein Gehör, wenn sie von den Medien nicht erwähnt wird. Selbst wenn man sich die Mühe macht und sich informiert, lassen sich noch keine Rückschlüsse ziehen, weil beispielsweise - zumindest auf dem Papier - die Partei- und Wahlprogramme fast jeder Partei gut klingen. Die wenigen, die sich wiederum nicht von den wenig informativen Medienberichten umgarnen lassen und eine kleine Partei wählen, sind durch die Fünf-Prozent-Hürde erneut im Nachteil. Gäbe es eine niedrige Wahlbeteiligung von 60%, wären immerhin 1,8 Mio. Stimmen zum Überspringen dieser Hürde notwendig.
Nach wie vor wundere ich mich, wie eingeschränkt die deutsche Parteienlandschaft in der Öffentlichkeit wiedergegeben wird, wenn ich mir die Vielfalt auf einen Stimmzettel (s. http://www.ikg.rt.bw.schule.de/wahlen98/wahlverf.html) anschaue.
Stell dir mal vor, so eine Wahl wäre ungültig, weil nicht genug Leute zur Wahl gehen. Was dann ? Neue Wahl. Bis irgendwann mal genug hingehen ? Also nach der dritten hab ich dann auch keine Lust mehr. Schon, weil ich hier jedesmal den Wahlvorsteher mache. Und immer auf’m Sonntag.
Glaubst Du irgendjemand ändert auf die Schnelle sein Regierungsprogramm ? Und wenn, glaubst du, es kommt was gutes dabei raus ? Oder glaubst Du, aus dem Nichts tauchen dann die Leute auf, denen du vertrauen kannst ? Was hoffst Du ?
Und wer regiert in der Zwischenzeit ? Wahrscheinlich keiner, weil alle die Wahl abwarten. Aber die anliegenden Entscheidungen, wer trifft die ? Der „alte“ Bundestag ?
Das ist eigentlich eine gute Idee. So schön konservativ. ;o) Das Alte kann erst abgelöst werden, wenn sich was überzeugend besseres findet.
Hallo Heike,
ich würde mal gerne sehen, wenn auf den Wahlzetteln ein Feld wäre wo drauf ständ keine dieser Parteien.
Diese „Partei“ könnte ja so ausser Konkurenz mitlaufen.
Auf jeden Fall glaube ich würde die Wahlbeteiligung stark ansteigen.