Hallo,
Deine Arbeit kann aus der Betreuung - je nach Grösse einer Kommune - eines Wahlbüros sein, sie kann aus der Verteilung von Flyern bestehen, der Betreuung von Wahlständen, Couvertierung von Wahlbroschüren und/oder der Aufstellung/Anklebung von Plakaten.
Ein Tipp. Es gibt oft das Problem, dass an zentralen Orten sich mehrere Kandidaten aufhalten und auch deren Wahlkampfhelfer. Du hast noch nie einen solchen Wahlkampf mitgemacht. Wenn Du Erfahrung hast, ist es immer gut, wenn man die Wahlkampfhelfer der Gegenseite in Diskussionen verwickelt. Sie sind dann an der Verteilung von Informationsmaterial gebunden. Voraussetzung ist aber, dass man auf der eigenen Seite genug Leute hat, die die Broschüren Deines Kandidaten verteilen können.
Aus eigener Erfahrung. Es ist einfach ein tolles Erlebnis, wenn ein Gegenkandidat mit zehn-fünfzehn Wahlkampfhelfern auftritt, man kann den Großteil dieser Truppe an sich binden und nach ausen wird dargestellt, dass „die zwar für den Kandidaten angeblich eintreten“ aber mehr auf der Gegenseite sind. Meist klappt es sogar, dass man die Wahlhelfer der Gegenseite zum eigenen Stand lotsen kann. Sie muss man dann in Diskussionen verwickeln, so dass es gelingt den Kandidaten der Gegenseite mit oftmals nur ein bis zwei Personen verloren stehen zu sehen.
Wichtig ist auch, aber bitte mit dem eigenen Mann und der Führung der Wahlkampfaktion abstimmen, in welcher Form Leserbriefe plaziert werden sollen.
Warnung aber davor, den Gegenkandidaten mit Schmutz zu bewerfen oder dessen Qualifikation, wenn sie nicht ohnehin erkennbar fehlt, abzuwerten.
Bei möglichen Podiumsdiskussionen innerhalb der eigenen Truppe einen Fragenkatalog an die gegenkandidaten erarbeiten und hartnäckig nachfragen, wenn die Antwort ungenügend ist.
Und noch ein Tipp. Wer nach aussen nicht unbedingt in Erscheinung treten muss, sollte sich dezent im Hintergrund halten, die Fäden nach Absprache ziehen, Meinungen beeinflussen, und - die eigenen Interessen an dem Wahlsieg eines Kandidaten hinten an stellen. Sie haben überhaupt nichts zu suchen. genau dies wird nämlich für viele Kandidaten erst der Weg zur Niederlage, wenn zuviele Helfer da sind, die sich aus der Wahl einen Vorteil erhoffen. Gewinner vergessen in den seltesten Fällen wer ihnen geholfen hat.
Gruss Günter
in früheren Zeiten aktiv im Wahlkampf auf Landesebene und Bundesebene tätig, jetzt nur noch auf kommunaler Ebene.
unser Bürgermeister hat mich zum „Wahlhelfer“ bestimmt für
die Kommunalwahl im Juni. Dazu ein paar Fragen an erfahrene:
Ist es viel Arbeit? Muss man da mitmachen, oder kann man
es auch sein lassen? Wäre schön, wenn mir jemand was
zum Thema „Wahlhelfer“ erzählt.
Gruß
Oliver