Wahrheiten zur Greencard?

Wahrheiten zur Greencard?
Die Diskussion dazu ist von allen moeglichen Argumenten gepraegt , und ist das nicht der Hohn fuer alle deutsche Arbeitslose, ob Facharbeiter, Ingenieur oder/ und IT-Fachleute ?
Vor einiger Zeit stellte der Gruenen-Politiker Cohn-Bendit in der Politrunde bei S. Christiansen die Behauptung auf, dass Deutschland ohne neue Gastarbeiter nicht auskommen werde. Kein Anwesender, aus verschiedenen politischen Lagern, hat dazu ein Wort gesagt, und das war fuer mich sehr auffaellig und raetselhaft. Was sollte hier dem Buerger verkauft werden?
Aber, da frag ich mich natuerlich, warum sollen nur junge Computerfachleute oder auch Krankenpfleger mit der Greencard geholt werden, warum nicht auch neue Buerger und Politiker ?
Unsere Volkswirtschaft ist reguliert von Behoerden, Verbaenden und Gewerkschaften, besetzt von Wuerden- und Bedenkentraegern, und die Greencard- Diskussion zeigt mir nur, dass hier zu Lande nicht mehr der deutsche Buerger oder auch der Politiker das Sagen hat, sondern die Wirtschaftsbosse,
mit ungenuegender unternehmerischer Moral. Warum haben die Wirtschaftsmanager die Entwicklung der Maerkte falsch eingeschaetzt und warum haben sie nicht einen bestimmten Anteil ihrer mitunter betraechtlichen Gewinne in eigene Aus- und Weiterbildung investiert? Jetzt wird ploetzlich dieses eigene Versagen
an Fachschulen, Unis und Arbeitsaemter delegiert, wie heisst es doch so schoen:
Gewinne werden privatisiert und Ausbildung wird sozialisiert!
Sollten wir mit der Greencard nicht auch neue Wirtschaftsmanager holen, die zum
Wohl des deutschem Volk verpflichtend arbeiten ?!

Deine Kritik an dem Einfluss der Wirtschaft ist sicher berechtigt. Der ehemalige Vorstand von Daimler, E. Reuter, hat - wie ich meine zu recht - darauf hingewiesen, dass die Wirtschaftspolitik als entscheidender Faktor für die Realisierung politischer Ziele und die Erfüllung des Wählerauftrages zukünftig gar nicht mehr national betrieben werden kann. Es besteht durchaus die Gefahr, dass die Globalisierung der Märkte und die umgreifenden Fusionen ein Weniger an Demokratie für die Industrieländer mit sich bringen, weil sich Unternehmen künftig in nationale Politik nicht mehr einplanen lassen. Die Abhängigkeit von nationalen Regierungen und Wirtschaftsunternehmen droht sich somit umzukehren. Verstärkt wird dies durch die Konzentration wirtschaftlicher Macht auf immer weniger Unternehmen. Von über 30 Autoherstellern sind beispielsweise nur noch 16 übrig geblieben. Auch der Telekommunikationsmarkt wird nach Aussagen von Telekom und Mannesmann zusammenschrumpfen. Zwar möge uns bitte eine Revolution des Proletariats erspart bleiben; der erste Teil von Marx zentraler Aussage (Konzentration internationaler Wirtschaftsmacht) ist heute aber leider aktueller als uns lieb ist. Was passiert, wenn die wenigen globalen Unternehmen, die übrig bleiben werden, ihre eigenen Aktienwerte nicht mehr einschätzen können, weil sie jede Konkurrenz ausgeschaltet haben?