Hallo Wissende,
in wieweit könnte ein Zusammenhang bestehen, zwischen einer psychischen OBERsensibilität u. der Entstehung eines Magengeschwürs?
(es wird allgemein gesagt, daß so manches Erlebnis „auf den Magen haut“! ) Gibts dafür präventive- Maßnahmen? Wie damit umgehen, wenn
ein scheinbar negatives Erlebnis oder ein bevorstehender Termin „auf den Magen haut“?
Zottel
Hallo!
Zuerst mal glaube ich nicht, daß man OBERsensibel sein muss, damit der Körper einem zeigt, daß man zuviel Last mit sich rumträgt- Stress hat!
Schau Dich einfach mal um…WER hat denn keine Beschwerden???
Jeder Mensch hat Schwachstellen…der eine bekommt Durchfall, der nächste Migräne, wieder andere Hautausschläge oder haben es eben mit dem Magen-Darm-Trakt!
Vieles ist ja Einstellungssache…wie man mit Dingen umgeht-- und wie man sie damit empfindet…ob schlimm oder gut!
Das ist dann auch die Antwort, wie man umgehen kann, wenn man schon von seiner Schwachstelle weiss!
Grundsätzlich- ruhiger werden indem man sich das sucht, was einen ruhig macht!
Sei es heiss baden- Musik, die einem gut tut…manche machen MEditation oder nur ein schöner Spaziergang!
Wenn man in Situationen absehbar hineingeht, die belasten oder belasten können-- dann wäre zum einen das ruhige Ansehen vorher von Vorteil…Sachen auf den Boden der Tatsachen holen (zB mit Freunden durchsprechen)…oft sind Sachen nämlich nicht so schlimm, wie man es empfindet!
Sich vorher eben versuchen „runterzufahren“…vielleicht mal mit Tee, der einfach beruhigt…
Liegt STress hinter einem und man fühlt es…dann das alles loslassen…auch am besten mit reden…vielleicht auch wieder klarstellen für sich, daß alles nicht so schlimm war…- Dinge machen, die gut tun oder zumindest mal ganz ablenken…davon also was wegkommen und sich ablenken…- bringt was Abstand in diese Gefühle!
Udn letztlich- natürlich dann dem Magen auch was Gutes tun…mit Tee…mit dem richtigen Essen…-- ihn unterstützen darin, daß er was zu "verdauen " hat!!
kitty
Hallo,
autogenes Training hilft und wird bei psychosomatischen Diagnosen auch von der Krankenkasse übernommen.
Viele Grüße
hi,
kurze physiologische erklärung: der gesamte magen-darm-trakt ist hoch innerviert. die innenwände des magens mit den säureproduzierenden zellen werden direkt von nerven angesteuert, ebenso die muskulatur, die magen und darm bewegt.
bei nervlichem stress, also z.b. bei angst und /oder wut kommt es zur erhöhung der tätigkeiten der innervierten zellen: mehr magensäure macht dann einen übersäuerten magen, das greift langfristig die magenschleimhaut an, verursacht reflux in die speiseröhre. wenn das lange dauert über monate, ätzt sich die magensäure in die magenwand, denn auch die schützenden schleimhautzellen werden nervlich gesteuert. die folgende entzündung ist das magengeschwür.
kurzer psychosomatischer zusammenhang: der magen ist das organ, das aussenweltinhalte -nahrung- in die körperliche innenwelt aufnimmt. da liegt es symbolisch nahe, wenn man aussenreize (prüfung, alle anderen stresstermine) eigentlich abwehren will, dass der magen auf gegenangriff schaltet.
daher muss man in stresszeiten mit magenproblemen gut drauf achten, dass man sich mit helfenden mitteln und arzneien linderung verschafft und dass man die angst und wutmachenden reize im leben dauerhaft und nachhaltig zurückführt.
das allerdings erfordert, wenn es sich nicht um eine examensprüfung handelt, bei der ALLE prüflinge magendarmprobleme haben, veränderungen im leben: andere/r chef/in, andere/r partner/in usw.
abgrenzung von sachen, die einem entgegenstehen, die man nicht schlucken will, steht als zentrale herausforderung im leben!