Hallo!
Ich habe eine Frage und hoffe das ihr mir weiterhelfen könntet.
In letzter Zeit habe ich das Gefühl, das ich meine Umgebung nicht wriklich wahrnehme, das alles so husch vorbei ist und vorbeihuscht, während ich das gar nicht realisiere und irgendwie in Stagnation lebe. Das war seit ich mit meiner Ex-Freundin zusammenkam. (vor gut 8 Monaten > nach 4 Monaten war Schluss, weil ich nicht so war wie sie mich kennengelernt hatte)Sie meinte damals zu mir, das ich gar nicht anwesend wirken würde und irgendwie wie auf Drogen wirke
natürlich bin ich konsequent gegen Drogen. Ich habe nie geraucht und habe keinen Drang dazu, trinke Alkohol nur in Gelegenheit (1x die Woche in etwa) und habe nie gekifft oder sowas.
In letzter Zeit habe ich einige Zunkunftsängste - auch wenn ich sie gar nicht zu haben brauche. Ich habe gute Freunde, studiere das was meine Leidenschaft ist (Biologie) und mache mich gut darin. Sozial ist alles in Ordnung und dennoch habe ich das Gefühl das irgendwas in mir alles ausblendet und sich nur mit mir befasst in diesem leicht melancholischen Gefühl zu leben.
Kann es sein, dass ich gerade eine Phase durchmache wo ich nach mir selbst suche, ohne das zu wissen?
Irgendwie kann ich auch nicht behaupten bewusst zu leben, gibt es da irgendwas um wieder den Geruch des Sommerregens bewusst wahrzunehmen, oder Situationen an sich bewusst wahrzunehmen?
Ohne mal immer an negative Sachen zu denken?
Ich hoffe auf baldige Antworten 
Liebe Grüße ^^
Guten Morgen,
also für mich liest sich das eher nach Überarbeitung und Urlaubsreife. Versuche, mal für ein paar Tage raus aus deinem Alltag zu kommen: andere Leute, andere Gegend, tue irgendetwas, was du sonst nicht machst.
Liebe Grüße
Hagazussa
na, zunächst einmal: wenn ich das tatsächlich um 4:00 früh geschrieben hätte, hätte ich den Tag über auch Wahrnehmungsstörungen, da ist ja der ganze Rhythmus strubbelig. Solltest Du Dir vielleicht mal abgewöhnen, falls Du das öfters machst.
Ansonsten ging es mir eine ganze weile genau so, wie Du das bei Dir beschreibst. Ich glaube, das bekommst Du nur hin, wenn Du Dich nicht so auf dieses Problem konzentrierst, weil dann bist Du nämlich mit anderen Dingen beschäftigt, als offen für Deine Umgebung zu sein.
Das wird dann fast von alleine besser.
Komplett anders, also geradezu penetrant bewusst, wurde alles mit der Geburt meines ersten Kindes, aber das ist natürlich nicht bei jedem so.
Hey Nikelaus!
Vielen Dank für deinen Tipp
ich musste gerade schief grinsen als ich ihn las, denn leider ist mein Schlafrythmus wirklich gerade bissl komisch. Die Nacht habe ich nur 1,5 Stunden geschlafen und konnte nicht mehr einschlafen, dann wurde es mir zu doof und ich habe mit meinen Mitbewohner (ein Kultur - und Kunstwissenschaftler) über Gott und die Welt geredet. Vllt ist da was dran, Schlafe vernebelt ja auch die Sinne durch das gemeine Melantonin (oder war das Melanin? Ich verwechsle das immer xD).
Aber ich danke dir, jetzt muss ich nur noch rausfinden wie man so ein Sternchen verteilt
^^
LG aus Jena 
Klingt für mich nicht so, als ob das „Krankheitswert“ hätte, was Du da beschreibst. Aber wenn Du den Eindruck hast, alles rauscht irgendwie an Dir vorbei, dann denke ich weniger an Wahrnehmungsstörungen, sondern eher an einen Mangel an „Achtsamkeit“. Der Begriff bezeichnet eine Einstellung, die auf das Achtgeben auf innere und äußere Phänomene gerichtet ist. Kann man lernen. Geht stark in Richtung Meditation. Jon Kabat-Zinn propagiert solche Verfahren, derzeit erscheinen seine Bücher hierzulande als Taschenbuchausgaben.
Gruß
Arbeyterson