Hallo,
ich gebe zu, dass meine Argumentation nicht ganz sauber war, aber von der Richtigkeit meiner Ergebnisse bin ich nach wie vor ueberzeugt.
Also noch einmal ein etwas anderer Zugang:
Es sei also die Menge der 2*n Teilstuecke A={t1, T1, t2, T2, …, tn, Tn} gegeben. Die urspruengliche Chromosomenkonstellation sei gegeben durch die Menge B={{t1, T1}, {t2, T2}, …, {tn, Tn}}.
Die Menge der durch das Zusammenfuegen der Teilstuecke gegebenen Zufalls-Ereignisse kann beschrieben werden durch eine Menge E von Folgen von 2er-Tupeln. Fur n=2 saehe es z.B. so aus:
E={ ((t1,T1),(t2,T2)), ((t1,T1),(T1,t2)), ((t1,t2),(T1,T2)), ((t1,t2),(T2,T1)), ((t1,T2),(t2,T1)), ((t1,T2),(T1,t2)), … }.
Die Maechtigkeit von E ist N=(2*n)!.
Jetzt interessiert, wie viele der Elemente in E die Bedingung in a) erfuellen. Eines dieser Elemente lautet z.B. ((t1,T1),(t2,T2),…,(tn,Tn)). Weitere solcher Elemente erhaelt man durch Permutation der 2er-Tupel, also z.B. ((t2,T2),(t1,T1),…,(tn,Tn)). Dadurch bekommt man n! solcher Ereignisse. Die restlichen „guenstigen“ Ereignisse bekommt man durch Vertauschen der Reihenfolge innerhalb eines 2er-Tupels. Dies gibt einen Faktor 2^n. Insgesamt gibt es also N1=n!*2^n guenstige Ereignisse. Die gesuchte Wahrscheinlichkeit fuer a) lautet also
P1=N1/N=n!*2^n/(2*n)!.
Die Bedingung in b) wird z.B von dem Ereignis (((t1,T1),(t2,T2),…,(tn,Tn))) erfuellt. Wie fuer a) beschrieben kommen noch weitere Ereignisse durch Vertauschen der 2er-Tupel innerhalb der Folge und durch Vertauschen der Reihenfolge innerhalb eines 2er-Tupels hinzu, also bekommt man wieder den Faktor n!*2^n. Nun koennen aber noch die kurzen Teilstuecke (die kleinen t) untereinander vertauscht werden, was die Zahl der guenstigen Ereignisse um einen weiteren Faktor n! vergroessert. Die Anzahl an guenstigen Ereignissen betraegt somit N2=(n!)^2*2^n. Die fuer b) gesuchte Wahrscheinlichkeit betraegt somit
P2=N2/N=(n!)^2*2^n/(2*n)!.
Dass Dimas Loesung falsch ist, kann man anhand des Spezialfalles n=2 leicht nachpruefen. Sei {{A,1},{B,2}} die Originalkonstellation. Dann gibt es genau 2 weitere Konstelllationen, naemlich {{A,2},{B,1}} und {{A,B},{1,2}}. Da alle drei Konstellationen gleichberechtigt sind, ist die Wahrscheinlichkeit fuer eine davon genau 1/3. Bei Dima kommt aber 1/(6 ueber 2)=1/15 heraus, was offensichtlich falsch ist. (Bei meiner Loesung kommt tatsaechlich 1/3 heraus.)
Viele Gruesse
jens
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