Waldweg befestigen

Hallo,
wir haben folgendes Problem: Ein Fahrweg führt zu einem Haus im Wald. Dieser Weg besteht aus verdichtetem Boden, mit ein paar vereinzelten Steinbrocken drin. Die Fahrspuren haben sich schon tief eingegraben. Bei Nässe weicht der Weg auf, und weil die Bäume ihn abschatten, dauert es nach längeren Regenfällen tage bis wochenlang, bis er wieder trocken ist.
Nun ist der Weg leicht ansteigend, und soll von einem 10-Tonner befahren werden, zwecks Abwassergrubenleerung. Hat jemand eine Idee, oder Erfahrungen, wie man den Weg, auch wenn es mal geregnet hat, für schwere LKWs passierbar machen kann, ohne zu asphaltieren? Es gibt bereits ca. 5 auf die Länge von 2 km verteilte Rigulen, die führen aber nur das gröbste Wasser ab. Kalksplit, der schon mal verteilt wurde, drückt sich mit der Zeit in den weichen Boden und verschwindet so. Bin für jeden Hinweis dankbar!

Hallo,

normalerweise den oberen weichen Boden eben abziehen (es gibt spezielle Maschinen für sowas) und z.B. mit Mineralbeton aufkiesen.Billiger wäre noch „Bruchabfall“,so nennt man das bei uns,von einem Brecher.
Oder mit ähnlichen Materialien,aber am besten welche die sich ineinander „verbeißen“.Dann kannst Du auch mit einem LKW drüber.
Früher sind oft alte Dachziegel (Ziegelbruch) für dein Problem verwendet worden.Leider ,soviel Ich weiß ist dies aber nicht mehr erlaubt!

Gruß,Jak

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Hallo auch,

wie kommst Du denn darauf, dass Du den Weg befestigen mußt?
Hat Dir das der Entsorger gesagt?

Weil: Normalerweise sind gerade die 10-Tonner recht geländegängig. Die haben i.d.R. sogar 4WD, bzw eine Achssperre. Ein Waldweg, sei er auch naß sollte normalerweise kein Hindernis darstellen. So wie ich Dein Post verstanden habe, kommst Du ja auch mit dem Auto hin - oder? Oder hängt der Weg, so daß der LKW abrutschen kann?
Ansonste wird Dir m.E. nicht viel anderes übrigbleiben, in Absprache mit dem Waldbesitzer/dem Förster oder sogar der sog. unteren Naturschutzbehörde zu klären, wie Du den Weg befestigen kannst/mußt. Ich weiß an der Stelle allerdings nicht, ob es noch erlaubt ist, z.B. Dachziegel oder besser: den Bruch im Wald auf Wegen auszubringen.
Ziegelbruch hat den Vorteil, dass die Stücke einfach größer sind und sich nicht so schnell einfahren.

Aber am Besten sprichst Du mal mit dem Firmenbeauftragten für Wasser, Sch**** und Entsorgung, ob der LKW das nicht doch schafft…

Hoffe, trotzdem weitergeholfen zu haben

Grüße

Midir

Danke Euch beiden für die Hinweise!

Mich würde noch interessieren, wer so etwas macht, d.h. den Weg abziehen, Bruchmaterial verteilen? Tiefbau-, Straßenbauunternehmen? Wer könnte es evtl. billiger machen?

Grüße, Jonas

frag mal einen landwirt in der nachbarschaft oder beim maschinenring.

Hallo Jonas,

im Prinzip haben wir bei uns das gleiche Problem. Nur ist es bei uns ein 28t Sattelauflieger :wink:
Wenn der Weg mit einem PKW passierbar ist hat ein LKW in der Regel keine Probleme. Durch das höhere Gewicht ist der Druck auf die Fahrbahn/Weg höher. Damit hatten wir, trotz schlammigem Weg, nie Probleme.
Die erste Frage die sich mir stellt: Wem gehört der Weg? Ist er öffentlich, dann ist die Gemeinde/Stadt dafür verantwortlich.
Ansonsten wird es knifflig. Natürlich kann man die Fahrspuren wie schon geschrieben wurde „abziehen“.
Nur ist das bestenfalls eine Notlösung. Danach ist der Boden erst recht locker und wird nach einem Regenfall reif für ein Moto-Cross Rennen sein :wink:
Da wir bei uns auch viele dieser Wege haben machen das die Gemeinden hier unterschiedlich. Einer dieser Wege gehört zur Hälfte zwei Gemeinden.
Die eine Gemeinde zieht den Boden auch nur ab. Die andere Gemeinde hat da neuerdings ein eigenartiges Sandgemisch (bei Bedarf kann ich mal nachfragen). Das wird aufgetragen und verdichtet.
Das Ergebnis ist ein stabiler, gut befahrbarer Weg über fast ein Jahr. Dann müssen enstandene Löcher wieder aufgefüllt werden.
Der Teil des Weges, an dem nur abgezogen wurde, hält bestenfalls einen Monat (je nach Witterung).

Gruss Jakob

Hallo!

Also Grundsätzlich könnte z. B. ein Landwirt mit dem Güllefass am Traktor auch die Grube entleeren.
Ob der das darf, weis ich natürlich nicht.
Wenn der das öfters macht, wird der Weg auch nicht besser davon.

Wenn ich das Problem hätte, und ich in einer rechtsfreien Zohne wohnen würde, genug Geld und ein viertel Jahr Urlaub hätte,
würde ich folgendes machen:

Eine große Planierraupe ausleihen, und den Weg glattschieben. Bis der weiche, schlammbildende Dreck obendrauf herunter ist, und der untergrund glatt ist…
Der weggeschobene Dreck wird mit einem Minnibagger in dem Gelände angefüllt, bzw etwas angepasst, damit sich kein Wasser stauen kann.
Dann das mit einer großen Straßenbauwalze richtig verdichten.
Dann auf den Weg 20 cm. Mineralbeton auffüllen, mit einem Bagger mit dem Schiebeschild glatt abziehen und mit einer Strassenbauwalze richtig verdichten.
Es ist bloß die Frage, ob sich eine Spedition findet, die mit dem Lkw 2 km rückwärts fährt…

Aber billig wird das nicht,
Bei 2000 m Länge und 2,50 m Breite sind das 5000 Quadratmeter.
Da brauchst Du dann 1000 Kubikmeter Mineralbeton, bei 20 cm Höhe.

Das wären bei uns 10000€ nur für das Material,
hier im wilden Osten, wo der Steinbruch direkt vor der Haustür ist, und die Lkw-Fahrer für 4 € die Stunde fahren.
Das sind ja fast 100 LKW-Ladungen, von den grössten LKW die es gibt.

Also ich denke mal,
das ist eine Aufgabe für grössere Bauunternehmen.
Ich selbst habe genau das selbe mal für einen Freund gemacht,
da habe ich aber das mit einem Bekannten zusammen gemacht.
Wir haben dort aber den „überschüssigen“ Dreck abgefahren, und in dem Grundstück aufgefüllt.
Das waren nicht mal ganz 100 Meter Weg,
da haben wir beiden einen kompletten Tag von früh bis spät gearbeitet,
und sind gerade so fertig geworden.

Grüße, Steffen!

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Hallo,
habe mal solchen Weg der sehr steil war gesehen. Dort wurden Rasengittersteine verbaut. Ob das für 10 Tonner gut ist ???
Langfristig gesehen ist die Asphalt-Variante die haltbarste Sache.
Alles andere wird wohl ständig zu erneuern sein.
Gruss Netti

Zunächst noch mal vielen Dank an alle für die vielen und aufschlußreichen Antworten. Der Weg ist öffentlich und gehört der Stadt; da wir diejenigen von zwei Anliegern sind, die dort nach einem Abbrand neu aufbauen durften, haben wir den Auftrag, den Weg in Ordnung zu halten. Wobei, wie gesagt, PKWs haben keine Probleme, da hochzukommen. Deshalb besteht das Problem eigentlich nur für den LKW des Entsorgers. Asphaltierung scheidet aus Gründen des Landschaftsschutzes aus; aber alle anderen Vorschläge sind bedenkenswert.
Gruss, Jonas