Wallstreet Institut - All you can learn

Hallo zusammen,
habe am Montag einen Termin im Wallstreet Institut zur Information über den „All you can learn“ Kurs. Um möglichst gut darauf vorbereit zu sein wäre ich über alle Erfahrungen und Meinnungen zum Wallstreet Institut oder speziell zum „All you can learn“ Kurs dankbar!!

Vielen Dank im Voraus!
Gruß Johnny

Hi,

ich war mal neugierig und bin in eine Niederlassung dieser Sprachschule gegangen. Am Anfang stand ein Einstufungstest, um zu ermitteln, welcher Kurs für mich geeignet wäre.
Dieser Test fand am Computer statt. Es gab Texte zu lesen, über die dann Fragen zu beantworten waren, Grammatikübungen, Redewendungen und Hörproben, also Dialoge mit anschließenden Verständnisfragen.

Ich bin mit knapp 100% richtigen Antworten aus diesem Test für weit Fortgeschrittene rausgegangen und habe festgestellt, dass das Institut mir nicht mehr viel bieten kann.
Der Test war aber ziemlich sinnvoll aufgebaut und die Dame, die mich über alles aufgeklärt hat, war nett, wenn auch nicht so richtig kompetent.

Mein Eindruck: Das Wallstreet Institute ist so gut oder schlechte wie andere Sprachschulen auch.

Tychi

Hi Jonny,

ich habe so einen Kurs mal bei einem Gewinnspiel gewonnen. Für 4 Monate. Da ich damals (vor 6 oder 7 Jahren) arbeitslos war, habe ich das auch voll ausgenutzt und einen guten Einblick bekommen.

Grundsätzlich ist es bei Wall Street so, dass viele Unterrichtsstunden ganz selbstständig am Computer ohne Lehrer ablaufen. Das ist nicht unbedingt schlecht, man sollte es aber wissen, wenn man überlegt, ob der Preis o.k. ist. Nach 3 Computerstunden kommt eine Stunde mit Lehrer. Die sollte man rechtzeitig buchen, um nicht leer auszugehen. Zusätzlich kann man Konversationsstunden reservieren.

Der größte Vorteil ist, dass man ganz individuell vorankommt, d.h. das Lerntempo ist wirklich völlig selbstbestimmt. Wenn du viel Zeit hast, kannst du unglaublich viel schaffen. Du wirst aber nur selten auf bekannte Gesichter treffen, wenn dein Lerntempo deutlich anders ist, als das der anderen Teilnehmer. Sogar die Lehrer sind immer wieder mal andere.

Beachte auch, dass es beliebte Lernzeiten gibt, bei denen es leicht mal zu Engpässen kommen kann. Hast du aber vormittags Zeit, kannst du richtig entspannt lernen.

Und jetzt zu den Nachteilen: Das Wall Street Institute ist ziemlich teuer, wenn man einen normalen Kurs bucht und es versäumt, den Preis runterzuhandeln. Denn die versprochenen Lektionen beinhalten eben sehr viele Stunden, die du ganz allein am Computer verbringst. Dazu kommt, dass neue Teilnehmer gern mal relativ schlecht eingestuft werden, so dass Niveaustufen bezahlt werden, die eigentlich schon mehr oder weniger sitzen.

Bei einem All-you-can-learn-Kurs ist das etwas anders, da du dort ja nicht die Niveaustufen bezahlst, sondern eine Zeiteinheit. Dann kannst du relativ zügig die ersten 1-2 Stufen im Schnelldurchgang machen und dir dann beim neuen Stoff mehr Zeit lassen.

Ich kann hinterher betrachtet einen All-you-can-learn-Kurs denjenigen empfehlen, die wirklich viel Zeit zum Lernen investieren wollen. Wenn man wirklich mehrmals in der Woche hingehen kann und auch Zeit für die Nachbearbeitung zuhause übrig hat, dann ist so ein All-you-can-learn-Kurs durchaus empfehlenswert. Leute, die nur mal ganz gemütlich einmal pro Woche ein wenig Englisch lernen wollen, sollten lieber in die VHS gehen, denn dann ist dieser Kurs nur rausgeworfenes Geld.

Eigentlich empfehle ich das Wall Steet Institute nomalerweise nicht, weil die Preise einfach jenseits von Gut und Böse sind, aber ein All-you-can-learn-Kurs ist für jemanden mit viel Zeit und Lust zum Lernen wirklich nicht das Schlechteste. Ich hatte damals ziemlich viel Spaß daran, bin aber meinem Freund damit ziemlich auf die Nerven gegangen (den Leuten im Institute auch), weil ich wirklich mindestens 5 mal pro Woche dort war. Es war wirklich ein wenig stressig :wink:.

Was ich auch noch bemerkenswert finde ist, dass das Personal im Institute auch ständig wechselt. Schon kurze Zeit nach meinem Kursende, waren mir schon viele Leute fremd, wenn ich mal im Vorbeigehen reinschaute. Ich hatte auch das Gefühl, dass sich einige dort nicht besonders wohl fühlten und ziemlich unter Druck standen, genug Verträge abzuschließen. Berücksichtige das unbedingt beim Verkaufsgespräch! Es kann gut sein, dass deinem Gegenüber das Wasser schon fast bis zum Hals steht und er unbedingt diesen Vertrag mit dir will. Die sogenannten Lehrer sind i.d.R. auch keine Akademiker mit einem Abschluss im Bereich Englisch für Ausländer, sondern oft jobbende Studenten, englische Muttersprachler, die es aus welchem Grund auch immer nach Deutschland verschlagen hatte. So hatte ich u.a. mal eine Studentin (irgendwas mit Medien), Kind britischer Armeeangehöriger, eine Amerikanerin im Auslandsjahr oder einen britischen LKW-Fahrer, der der Liebe wegen nach Deutschland kam, als Englischlehrer. Das funktioniert schon (vor allem wegen standardisierter Materialien), ist aber nicht vergleichbar mit dem qualifizierten Personal manch anderer Anbieter.

Im Sommer sind die Kurse übrigens häufig preisreduziert.

Ich persönlich finde, dass die Kurse einfach zu teuer sind, wenn man berücksichtigt, dass die meisten Stunden vom Computer und der Rest von unausgebildeten Jobbern mit Englisch als Muttersprache abgearbeitet werden.

Aber wie gesagt, die Methode insgesamt funktioniert schon… Es ist nur ungewöhnlich (teuer).

Wenn du den Kurs also gern machen möchtest und genug Zeit dafür hast, zier dich ruhig ein wenig und versuche, ihn etwas günstiger zu bekommen :wink:. Spreche dabei ruhig die Themen ‚Qualifikation der Lehrkräfte‘ und ‚tatsächliche Stundenzahl bei menschlichen Lehrkräften‘ an. Denn ein Computerprogramm für den Heim-PC kannst du dir für deutlich weniger Geld schließlich auch selbst anschaffen :wink:.

Viele Grüße

Anne

Hi!

Und? Wie war dein Gespräch?

Gruß

Anne