Ich hab da ein kleines Problem mit einem Walnussbaum: Ich hab neulich mit meiner Perle ein bisschen Luftgewehr geschossen (musste unbedingt zeigen, was für ein toller Hecht ich bin), aber derart ungenau, dass ich meinem Vater seinen Walnussbaumzögling erwischt habe. Das Bäumchen ist so 4 Meter groß und hat nun seit letzter Woche eine Bleikugel in dem ca 4 cm dicken Stamm - dass ich den erwischt hab, grenztz an ein Wunder. Nun stellt sich mir die Frage, was ich nu tun soll: Lassen wie es ist (Natur hilft sich da selber?), die Bleikugel rausoperieren (würde gehen, da würd ich den Baum aber ein bisschen verletzten) oder was noch? Ist das Blei für den Baum giftig?
Zu guter letzt: Ich weiß, dass die Aktion ziemlich bescheuert war, dass müsst ihr mir nicht noch sagen.
Danke für diesen Lacher.
Sei bloss froh, dass Du nur einen Baum getroffen hast.
Wenns geht, würde ich Kugel schon rausschneiden, dem Baum machts wohl wenig aus, aber es ist nicht gut wenn die Walnüsse später mal verbleit sind (Gröööhl!).
Frag doch einfach einen Gärtner, notfalls musst Du eben zu Deiner Sache stehen und den Baum vom Fachmann „operieren“ lassen.
der Baum wird das Projektil einkapseln und keinen unmittelbaren Schaden davontragen. Seine Kameraden im Wald kriegen bei jeder Jagd was ab; eine Freundin aus Rumänien berichtet, daß sie - in einem Neubau der späten sozialistischen Epoche - in vielen Fenster- und Türrahmen Munition ziemlicher Kaliber stecken hatte, das Holz stammte von einem Militärübungsgelände.
Blei ist aber auch in geringen Konzentrationen so giftig, daß man eine Belastung der künftigen Nüsse nicht ausschließen kann (und dereinst in ferner Zukunft einen Stamm aus Sondermüll…).
Nussbäume sind extrem empfindlich auf Eingriffe mit Messer und Säge. Vor September nichts machen, und nach Anfang/Mitte November auch nicht. Der Baum kann regelrecht verbluten.
Nach Beginn der Saftruhe, denke Anfang-Mitte Oktober wird günstig sein, die Operation mit möglichst scharfer Klinge (glatte Schnitte und Oberflächen) durchführen, daß sich die Wunde nach außen in einem schmalen Trichter öffnet, aber nicht zu viel vom Kambium (lebendes Gewebe direkt unter der Rinde) fehlt. Grade in diesem Bereich so sauber und glatt schneiden wie möglich, damit die infektionsgefährdete Oberfläche klein bleibt.
Je nachdem, wie stark der Stamm durch die Operation angefressen und destabilisiert ist, eventuell mit Latten & Hanfseil schienen; wenn die Verletzung tief am Stamm liegt (wo dieser durch Hebelwirkung sehr gefährdet ist), drei 10cm-Rundhölzer wie beim Pflanzen in den Boden dengeln und den Baum oberhalb der Wunde mit Hanfseil fixieren.
Der Baum wird die Wunde in relativ kurzer Zeit mit Gewebe füllen.
Hallo Felix! Das Problem für den Walnußbaum wird nicht die Bleikugel sein, sonden die Verletzung: Der Baum „blutet“ langsam aus und geht ein. Kein Baum für Familie mit Kindern, die ihn erklimmen und dabei verletzen. Er ist dann auch nicht mehr ersetzbar, weil er zu langsam wächst, und schon die Enkelkinder zu schnell antraben… Gruß Erika
Hi,
ich denke, Du musst Dir keine allzu großen Sorgen machen. Wenn die Dinger zu tief
stecken und zu viele sind, würde ich nicht vielk dran rummachen (dann stecken sie
ja auch im toten Material im innern des Stammes). Schneide mit scharfem Messer
nur die Einschüsse (Rinde und Kambium) glatt, damit da nix ensteht. Den Rest
besorgt der Baum.
Ciao
Bolo2L