Und dabei hat sich mit diesem Pamphlet der Tagesspiegel selbst kräftig ans Bein gepinkelt.
Denn außer der Tatsache, daß rechtsversiffte Gruppierungen wie z.B. unter anderem „Pixelhelper“, und „Compact“ natürlich sowieso, die Chose an sich gerissen hat, um sie auch politisch auszuschlachten, steht dort durchgängiger Unsinn über die Folge der Ereignisse bzw, Handlungen. Der Artikel macht sich offenbar genau diejenigen Infos zu eigen, wie er sie andererseits genau aus diesen rechtsversifften Medien („Telegram“, auch TikTok) zur Kenntnis genommen hat.
Daß die von jeder Expertise ungetrübte Berserkerei des Umweltministers Till Backhaus (laufendes Gerichtsverfahren wegen ungerechtfertigem Abschuss einer Wölfin) nämlich die „Übernahme“ des Themas durch die rechten Sauhaufen überhaupt erst möglich gemacht hat, hat der Kolumnenautor des Tagespiegel offenbar nicht gerafft. Die Deal-Verhandlungen über die Ausschlachtung des Tieres von Backhaus mit dem Deutschen Meeresmuseum (Obduktion und Übernahme der Organ und Gewebe) und der Uni Rostok (Skelett) fanden nämlich schon statt, als noch von vielen Seiten ernsthaft Rettungverfahren diskutiert wurden. Die Informationen darüber wurden zunächst nicht von „Compact“ kolportiert, sondern öffentlich durch die Beteiligten selbst, unter anderem von „ZDFheute“ . Dann hat Backhaus plötzlich jeden Rettungsversuch apriori verboten, Dem Biologen Robert Marc Lehmann wurde mit Verhaftung gedroht und die Rede vom „liegt im Sterben“ wurde etabliert und von Medien bereitswillig weiterverbreitet. Begründet in der Regel aus Beobachtungen der Tierbewegungen aus 800 m Entfernung.
Die Formulierung des Pamphletes legt dann auch och nahe, dass Backhaus etwas mit dem nun doch stattfindenden Rettungsversuch zu tun habe. Das ist Irreführung. Walter Gunz und Karin Walter-Mommenrt haben das Projekt angeleiert gegen das noch am Vortag geltende Verbot von Backhaus und Backhaus hat dann eingelenkt (man darf spekulieren, warum) und war dann natürlich derjenige, der die Info in die Medien bringen durfte.
Die ersten fachkundigen Begutachtungen des Tieres (am Tier selbst und nicht mit dem Fernrohr) heute haben ergeben, daß keine Rede davon sein kann, daß das Tier im Sterben liege.
Und prompt taucht natürlich vielerseits (so ja auch hier) der Motivationsfehlschluss ins Feld geführt. die billigste und hilfloseste aller nur scheinbaren Argumentations-Konterversuchen: Ebenso wie Collien Fernandes ihre Aktíon „ja nur“ machte, um Aufmerksamkeit für sich zu grabschen, so inszenieren Walter Gunz und Karin Walter-Mommert die nun doch (wider das ursprüngliche Verbot von Backhaus) „ja nur“, um neue Aufmerksamkeit auf ihre Unternehmen zu ergattern … Selbst wenn das tatsächlich ein Anteil der Motivationen wäre: Es ändert an der Sachlage gar nichts. Aber das „ja nur“ entlarvt umgekehrt das Motiv des Gegners.