Wand im Ölkeller durchbrechen

Hallo erstmal,

folgende Situation:

Ich habe von meinen Eltern das Haus mit Grundstück geerbt. Das Haus wird über eine Ölheizung beheizt, der Tank lagert ausserhalb in einem extra Keller mit extra Einstieg.

Das Haus ist voll unterkellert und in sich abgeschlossen. Da das Haus aber auf dem Grundstück einer ehemaligen Brauerei erbaut wurde, befinden sich ca. 3 - 4 Meter neben dem „Hauskeller“ mehrere weitere Kellerräume, die aber nur über einen extra Einstieg zugänglich sind.
Als meine Eltern das Haus gebaut haben, haben sie bewusst auf diese Kellerräume verzichtet und statt dessen beschlossen einen der recht grossen Räume als Heizölkeller zu nutzen.
Dazu haben sie die Keller offen gelegt (Sandsteinplatte abgetragen) und innerhalb des grössten Raumes durch 4 Trennmauern einen kleineren Raum für den Tank geschaffen. Anschliessend wurden Stahlträger eingezogen und mit Sandstein wieder verschlossen.
Es gibt nur einen Einstieg in diese Kellergewölbe, dieser führt natürlich in den Raum mit dem Öltank.

Ich möchte einige grössere Umbauten an dem Haus vornehmen und u.a. überprüfen ob sich die Nutzung der alten Kellerräume lohnt.

Ich dachte mir, das ich deshalb oberhalb des Isolieranstriches (ca. 1,5m) einen Durchbruch schaffe und ihn mit einem Betonsturz stütze.

So, nach langer Erklärung jetzt die Frage(n):

  1. Hat jemand schonmal sowas gemacht und hat Tips für mich wie der Durchbruch zu realisieren ist ohne das ich etwas irreparabel beschädige?

  2. Wenn der Durchbruch nur oberhalb der Isolierschicht ist, sollte es auch gesetzlich eigentlich keine Bedenken geben, oder?

  3. Falls sich die Kellerräume als nutzbar erweisen, sei es als Lagerraum, Partykeller oder sonstwas möchte ich natürlich einen 2. Zugang haben, direkt in diese Kellerräume ohne über den Ölkeller zu müssen.
    Hat jemand eine Idee wie ich das umsetzen kann? Aber ich denke da werd ich sowieso einen Experten ranlassen :wink:

Danke für die Geduld das alles hier zu lesen :smile:

Gruss
Jensomat

Hallo Jens
wenn auf Nummer Sicher gehen möchtest , besorg Dir doch lieber eine neue Tankbatterie aus GFK. Die darf ohne Aufangwanne und spezielle Anforderungen betrieben werden.Meist ist in den alten Tanks soviel Schlamm und Dreck das es vielleicht schon echt sinn macht. Vielleicht kannst dann die Tanks auch da hinstellen wo sie Dir noch besser passen würden. In ZUge dessen stellst dann die Ölleitung gleich auf Einstrang um und schon bist auf der ganz sichern Seite.
Gruß Olli

Hallo Jensomat.

So, nach langer Erklärung jetzt die Frage(n):

  1. Hat jemand schonmal sowas gemacht und hat Tips für mich wie
    der Durchbruch zu realisieren ist ohne das ich etwas
    irreparabel beschädige?

Lange hats wirklich gedauert, bis du fast alles erklärt hattests. Nur die wichtigste Frage ist nicht erwähnt worden, nämlich wie dick die Kellerwand ist.

Sowas habe ich schon mal gemacht, allerdings war die Mauer 800 dick und konnte so erst von einer Seite die halbe Dicke abtragen und mit Spreizen die Decke abstützen und dann von der anderen Seite weiterarbeiten. Das wurde natürlich nicht auf dem Stein abgstützt, sondern mit der Hälfte der Einschalung mit Moniereinsen und speziellen Eingussspreizen die im Sturz verbleiben gemacht.

Wenn in diesem Keller, Wände vermutlich sehr dick, du etwas abbrechen willst, wende dich bitte an eine Bauaufsicht. Das kann eine Privatperson (Statiker/Architekt) sein, der die Verantwortung gegen Geld übernimmt.

Wieviel Boden steht denn über dem Keller? Du sagtest etwas von einer Brauerei, da wird es wohl sehr tief gewesen sein. Denn gewöhnlich haben die Brauereien sich ihr Eis (Kühlmaschinen gab es damals noch nicht) im Winter aus dem Fluss geholt… und das hielt sich doch glatt bis zum Sommer in diesen Kellern.

Ich hoffe dir Anregungen gegeben zu haben.

Gruß
T.

Hi,

wie dick die Mauer ist weiss ich leider nicht. Mein Vater meinte wohl das sie aus Ziegelsteinen gemauert wurde.
Die Mauer war ja ursprünglich nicht in dem Keller, sondenr wurde erst nachträglich eingefügt.
Tragend ist sie jedenfalls nicht, wie schon erwähnt wurde die Decke nachdem der Öltank eingebaut wurde wieder aufgesetzt und die tragenden Stahlträger auf den schon vorher tragenden Wänden aufgesetzt.

Es ist also quasi ein Raum im Raum und ich habe keinen Zugang zur Hinterseite der Mauern. Es geht also nur von einer Seite.
Allzu tief ist der Keller nicht. Ich würde schätzen vom Grund bis zur Oberfläche sind es 4 - 5 Meter. Die Keller wurden nicht allein zum Bierlagern genutzt, sondern auch um Vorräte für die angeschlossene Wirtschaft zu lagern. Also schnell greifbar.

Danke auf jeden Fall schonmal für die Antwort. Da die Wand aber sicher nicht tragend ist, möchte ich gerne im Alleingang da rangehen. Habe aber so einen Durchbruch noch nie gemacht und wäre für eine detaillierte Beschreibung dankbar.

Auch für eine Info ob ich gegen ein Gesetz verstosse, wenn ich ÜBER der versiegelten Fläche im Ölkeller einen Durchbruche mache würde mich interessieren. Ich persönlich denke zwar nicht aber man weiss ja nie…

Hi :smile:

ein neuer Öltank kommt erstmal nicht in Frage. Da gibt es wichtigere Investitionen im Moment.
Aber es wäre eine Notlösung falls etwas schief geht, das stimmt.

Aber ein Einbau einer neuen Wanne wäre sehr schwierig, weil der Einstieg in den Keller nur durch ein ca. 1x1m grosses Loch möglich ist.

Hallo,
das gesammte Öl aus den Tank(s) muß in dieser Wanne platz haben und keine möglichkeit haben abzufließen.Wir hatten schon Auffangwannen mit Bodenablauf gehabt!!! Es ist nicht vorgeschrieben das es ein Raum sein muß der bis oben geschloßen sein muß. Wie gesagt die Wanne muß so ausgebildet sein das halt die gesammte Ölmenge in ihr platzfindet.

Aso, jetzt hab ich kapiert was du meinst :smile:

Nene, da ist schon eine Wanne um den Tank selbst rum. Aber der Raum in dem der Tank steht muss selbst auch nochmal mit einem speziellen Anstrich versiegelt werden. Sozusagen für den Fall der Fälle.
Und der geht bis ca. 1,5m Raumhöhe. DAnach ists nur der normale Putz.

Es ist also quasi ein Raum im Raum und ich habe keinen Zugang
zur Hinterseite der Mauern.

Auch für eine Info ob ich gegen ein Gesetz verstosse, wenn ich
ÜBER der versiegelten Fläche im Ölkeller einen Durchbruche
mache würde mich interessieren. Ich persönlich denke zwar
nicht aber man weiss ja nie…

Ist es tatsächlich die Mauer rund um den Öltank? Das kannst du vergessen wenn der Tank in Betrieb und gefüllt bleibt. Und zwar möglichst schnell.

Abbrucharbeiten dürfen hier ohnehin nur vorgenommen werden, wenn der Tank leer ist und entlüftet wurde.

Oder meinst du etwa eine ganz andere Wand? Mach doch mal eine Zeichnung mit Paint und lade sie hoch:
http://www.wer-weiss-was.de/app/faqs/4/2606

Gruß
T.

Man kann es sich so vorstellen:

Der eigentliche Raum hat quadratische Grundmasse, die genaue Seitenlänge weiss ich leider nicht.

Frei in diesem Raum wurden 4 gleichlange Mauern gezogen. Die Innenlänge ist jeweils ca. 4 Meter schätze ich mal (ausgemessen habe ich es noch nicht).

In der Mitte steht ein 2000 Liter Öltank mit einer Wanne aussenrum. Da diese Wanne nicht die kompletten 2000 Liter aufnehmen könnte im Falle eines Lecks, wurden Boden und Wände mit einer speziellen „Farb“(?!?)Schicht versiegelt.
Diese Schicht ist ca. 1,5m hoch. Die Wände darüber sind nur normal verputzt aber nicht versiegelt.

Naja, ich denke auch das wohl das Gutachten eines Experten hilfreich wäre. Mal schaun ob ich jemanden kenne der mir das direkt vor Ort erklärt.
Ich habe keine Lust, das ich was grundlegendes falsch mache.

Trotzdem danke an euch beide für eure Antworten :smile:

Frag doch noch euren Schorni , der weis über Lagerung brennbarer Flüssigkeiten bescheid, und die gesetzlichen Vorschriften.