Ich möchte bei meiner Mutter ein Gardinenbrett anbringen, aber ich bekomme einfach keine Löcher in die Deckenwand gebohrt (Mietwohnung, Baujahr 2014). Mit dem Schlagbohrer schaffte ich ein paar Milimeter Putz, mit dem neuen Bohrhammer und einem Steinbohrer kam ich mühsam ein paar Zentimeter weiter, aber auch dann ging nichts mehr. Der 8er Dübel geht immer noch nicht rein. Hat jemand einen Tipp für mich?
ich kenne Decke und ich kenne Wand, beides lässt sich bohren. Wenn es nicht reingeht, dann hat man falschen Bohrer, schwache Bohrmaschine(kaum) oder es ist ein nicht bohrbares Hindernis in Wand/Decke. Etwa Armierungseisen oder ein besonders harter Kiesel des Betons.
Wenn du schon einige Zentimeter drin bist, dann sauge Loch aus und leuchte mal rein, ob man am Grund blankes Metall sieht (Bohrer hat es ja angeschliffen, es sollte funkeln.
Dann kann man immer noch Loch versetzen(ungewiss) oder den Stahl eben mit einem 8 mm Stahlbohrer durchbohren. Dann sollte die Dübeltiefe passen. S 8 Dübel braucht 55 mm Tiefe, SX 50 mm.
Ich möchte bei meiner Mutter ein Gardinenbrett anbringen, aber
ich bekomme einfach keine Löcher in die Deckenwand gebohrt
(Mietwohnung, Baujahr 2014).
Decke oder Wand? Naja, für’s Bohren egal!
Mit dem Schlagbohrer schaffte ich
ein paar Milimeter Putz, mit dem neuen Bohrhammer und einem
Steinbohrer kam ich mühsam ein paar Zentimeter weiter, aber
auch dann ging nichts mehr. Der 8er Dübel geht immer noch
nicht rein. Hat jemand einen Tipp für mich?
Da Du keine Angabe zum zu bohrenden Material gegeben hast, kann der Tipp nur lauten, einen dem Material entsprechenden Bohrer zu nutzen.
Hi, sag mal was will Diene Mutter denn an die Gardinenstange
hängen, dass 8er Dübel benötigt werden?
5er wären doch mehr als ausreichend.
Habe ich mir auch gedacht.
Ich empfehle die Pattex Klebeknete in Kombination mit einer Schraube, die direkt in die Masse gedreht wird. Damit habe ich schon ganze Küchenzeilen befestigt.
Der Ausdruck Knete täuscht darüber hinweg, dass das Material nach dem Aushärten steinhart (ähnlich einem Duroplast) und hochbelastbar ist.
Nachtrag
…die Schraube wird in die Masse hineingedreht und muss nach 15 Minuten wieder herausgeschraubt werden. Dannach lässt man das entstandene Gewinde man besten noch einen Tag lang aushärten.
Wenn man vergisst die Schraube herauszudrehen, bevor die Masse ausgehärtet ist, klebt sie bombenfest und lässt sich nur mehr noch mit roher Gewalt herausdrehen.
Bohrung versetzen wäre naheliegend, geht aber leider nicht, da das Gardinenbrett genauso lang wie der Raum ist und vorgestanzte Löcher hat. Da kann ich seitlich nichts mehr verschieben. In der Tiefe versetzt bohren geht aus anderen Gründen leider auch nicht.
Ich habe Stein- und Metallbohrer versucht, beides ging nicht weiter. Vielleicht teste ich mal diese Klebeknete (hält die auch ohne Schraube?).
Ich habe Stein- und Metallbohrer versucht, beides ging nicht
weiter. Vielleicht teste ich mal diese Klebeknete (hält die
auch ohne Schraube?).
Bohrloch GRÜNDLICH aussaugen.
Schraube mit passender Länge suchen
Klebeknete gründlich kneten und ins Bohrloch stecken
Schraube in die Klebeknete drehen und vorsichtig an der Seite nachdrücken, damit alle Luftblasen rausgehen, Schraube weiter hineindrehen, als sie später gebraucht wird
Eine viertel Stunde warten und die Schraube herausdrehen
Nach ein paar Stunden ist die Klebeknete komplett durchgehärtet und voll belastbar
Je sauberer man arbeitet, um so besser ist das Ergebnis
Reinkneten und dannach in die ausgehärtete Masse eine Schraube reindrehen?
nicht empfehlenswert, das Material ist zwar steinhart aber auch sehr spröde, nicht wirklich dazu geeignet um nachträglich ein Gewinde hineinzuschneiden.
Noch ein Tipp: Wahrscheinlich werden sie Dir im Baumarkt davon abraten, weil sie es selber noch nie ausprobiert haben und Angst davor haben, Dir einen falschen Ratschlag zu geben.
Noch ein Tipp: Wahrscheinlich werden sie Dir im Baumarkt davon
abraten, weil sie es selber noch nie ausprobiert haben und
Angst davor haben, Dir einen falschen Ratschlag zu geben.
Eigentlich ist diese Methode uralt,
Bis vor etwa 50 Jahren gab es Gipsdübel.
Das war ein Zylinder aus Gips und irgendwelche Fasern. Hat man Nass gemacht und ins Loch gestopft. Es war auch vorteilhaft die Schraube erst mal grob in den noch weichen Dübel zu drehen.
Damit die trocken blieben, waren die in einer Dose, wie sie heute noch für Farben und Lacke verwendet werden.
Gips ist im Vergleich zu Klebeknete butterweich, da liegen Welten dazwischen.
Würde sogar Wetten abschließen, dass eine 5er Schraube die mit Klebeknete in der Wand verankert ist, abschert, bevor die Klebeknete nachgibt, egel ob gehärtet oder nicht. Eher reißt es noch ein ganzes Stück Wand raus.
Bei der Festigkeitsklasse 4,6 und einem Kerndurchmesser von 4,2 wären das
14mm2 * 400N/mm2= 5600N oder ca. 570kg bis die Schraube reisst.