Ich plane ein größeres Wasserbecken (4,8mx2,2m) im Keller für die Tierhaltung.
Das ganze Becken ist aus GFK und liegt and 3 Beton Aussenwanden an.
Das Becken ist 1m hoch und die Raumhöhe beträgt 2,5m
Das Wasser wird eine Temperatur von ca. 25-27 C haben.
Die Lufttemperatur wird bei ca. 27-35 C sein.
Also wird alles sehr Tropisch feucht… Luftfeuchte ca. 80-90%
Nun zu meinem Problem.
Ich möchte die 3 Beton Aussenwände die am Becken anliegen vor Feuchtigkeit und Schimmel schützen.
Und dazu möchte ich das ganze dann noch etwas wärmedämmen das ich nicht zu viel energie verschwände um das Becken zu heizen.
Ich dachte an folgende variante Aufbau der Wand:
Für die Aussenwand auf höhe des Beckens bis 1m FFB
(Aussenwand, Lastogum anstrich, Styropor 20cm, GFK Becken)
Für die Aussenwand über dem Becken ab 1m FFB
(Aussenwand, Lastogum anstrich,Wegiplatte,Lastogum anstrich, Fließen)
Jetzt frage ich mich nur reicht das? Oder zu viel? Stichpunkte Taupunktverschiebung, Schimmelbildung in der Wand? Dampfsperre? Kältebrücke
also fangen wir mal an, bei 20cm styropor ist die taupunktverschiebung quasi bei null also fast ziemlich genau hinterm styropor^^ dem kannst du entgegenwirken indem du von aussen nachdämmst somit holst du den taupunkt wieder weiter zur aussenwand^^
bitte keine 2 lastogumanstriche, das zeug ist wirklich recht gut damit würdest du von lastogum zu lastogum eine völlig isolierende dichte schicht herstellen, die nicht atmen kann, dicht machen ist nicht immer die lösung.lastogum nur unter den fliesen anwenden das reicht, dicht ist nunmal dicht^^ da reicht einmal aus…aber bitte 2 anstriche durchführen und dichtband in den ecken und boden und deckenanschluss.
und nimm nicht das lastogum (normal für bäder, würde da eher das 2 komponetige nehmen das ist beanspruchbarer und zudem druckstabil, normalerweise für draussen, ich suche nachher mal raus wie es heist von PCI
wie sieht es mal mit lüften aus? ist ein entlüfter geplant? ich würde in dem bereich auch über eine wandheizung nachdenken, das verringert schon die gefahr wehhemment das es schimmelansätze gibt oder eine infrarotheizung, weil die in erster linie die wände/gegenstände aufheizt und die raumluft nur primär über die abgabe der wände/gegenstände von wärme an die luft heizt, somit ist auch immer luftbewegung garantiert…
wenn man die Wedi mit 610 verklebt kann man sich die Isolierung komplett sparen.
Für diese Anwendung reicht das aus.
Im unteren Bereich das Lasogum auf das Styropor, damit das Wasser im Raum bleibt. Eine 2. Schicht am Beton ist aber bestenfalls unnütz. Schaden wird sie nicht, wenn Luftfeuchte da hinten hin gelangt, ist’s eh zu spät.
So richtig schön ist der Aufbau nicht, da ist jedes kleine Loch ein Problem.
Dichtschlämme bei PCI nennt sich Seccoral.
Es geht ja nur um Luftfeuchtigkeit, eventuell kondensierend. Da reicht eine Streichisolierung aus. An der Wand sind die Produkte meist ohnehin für Klasse A zugelassen.
Die Schlämmen hätten nur den Vorteil, dass sie diffussionsoffen sind. Bei dauerhafter Luftfeuchte im Keller aber auch kein Vorteil mehr. die 1K Schlämmen sind ausreichend. Der Beton wird sich kaum bewegen, kein Grund für eine teure 2K-Schlämme.
Die Decke wäre sicher auch betroffen. Eine Belüftung würde ich auch als zwingend nötig ansehen.
Hi danke für deine Antwort.
Meinst du also bei 20 cm habe ich keine Taupunktverschiebung?
Mir geht es ja darum wenn der Raum bei ca. 30 C ist und die Aussenwand im Winter bei ca. ?? 20 C ist…
Da müsste sich ja rein Theoretisch Tauwasser an der Wand befinden. Wenn ich aber jetzt Styrophor an die Wandklebe und darüber Fließen lege. Dann ist die kalte Wand ja nicht mehr gegeben. Da ja das Syropor zwischen kalter Aussenwand und warmer Innenluft liegt. Oder liege ich da falsch?
Oder ist es besser zwischen Wand und Becken 6-11cm Platz zu lassen???
Habe immer gehört das es besser ist direkt an die Wand ran zu gehen denn wenn man zum Beispiel zwischen Wand und Behälter einen freien raum hat dann kann Schwitzwasser entstehen.
Denn Wand 18C und Holzwand vom Behälter 31C… Dann haben wir in dem Luftraum von 5-10cm die Temperaturschwankung von ca. 13C.
Daher dachte ich direkt mit dem Syropor an die Wand zu gehen.
Dichtschlämmen (Seccoral 1K und 2K) sind deutlich diffusionsoffener als die Streichisolierungen.
Das sollte in dem Fall schon beachtet werden.
Ich hab leider keine Daten von allen Produkten, wird sich aber nicht groß unterscheiden.
Schlütter hat die Kerdi DS als Dampfsperre im Angebot, aber da wird es dann schon teuer.
Normale Dichtbahnen haben etwas niedrigere Werte. Harzabdichtung sollte auch sperren.
Der Beton nimmt ja auch Feuchtigkeit auf und kann sie abtransportieren, Es sind ja keine Liter, was durch eine Dampfbremse durch kommt.
Nur bei 2 Anstrichen hättest du eventuell das Problem, dass der Beton nix aufnimmt und sich das Wasser im Styropor sammelt.
Innendämmung ist auf jeden Fall ein heikles Thema, bei der erwarteten Luftfeuchte erst recht.
Mal ein Vorschlag: Zahlen suchen.
bei Kerdi DS habe ich glaub sd-Wert von >100 m gelesen.
Dichtbahn Weber (825) hat nen sd-Wert von 60 m, weber.tec 826 = 120 m (woher auch immer dieser Unterschied kommt)
Harzabdichtung dürfte sich bei 90 m einfinden.
Dichtschlämmen so bei 1 m, da diffusionsoffen
Flüssigfolien hab ich mal was von 8 m gelesen, aber der Wert ist sehr mit Vorsicht zu genießen.
Ich hab die jetzt nicht alle nachgeschlagen, dafür ist es mir gerad zu spät.
wie es @fliese schon die ganze Zeit sagt: eine Abdichtung, unter den Fliesen reicht. Dicht ist dicht.
Nur bei der Art der Abdichtung lässt sich streiten, da du ein Dampfbad baust und offenbar kalte Wände hast.
Wende dich doch einfach an einen Hersteller die das auch fachlich beurteilen können. Es gibt auch streichbare Dampfbremsen.
Wichtig sind, unabhängig von der Art der Abdichtung: Eckausbildungen, Rohrdurchlässe, eventuelle Risse, Dehnfugen und alle Stellen die man nicht einfach überpinseln kann.
Vergiss auch Boden und Decke nicht. Die Decke ist sicher nicht von der Wand entkoppelt und es wird mindestens in den Ecken eine Kältebrücke geben.
Vom Gefühl her würde Lastogum reichen, wenn die Wedi auch am Stoß verklebt wird. Wedi hat eine dampfbremsende Wirkung, der Aufbau ist grundsätzlich nicht wasserempfindlich.
Mit einer Dampfbremse (Weber.tec 825) bist du recht sicher dabei, es ist aber deutlich teurer als Lastogum.
Kerdi DS ist extra für extreme Fälle gemacht, könnte aber in deinem Fall mit Kanonen auf Spatzen geschossen sein.
Super… Vielen Dank bin echt schon viel weiter und habe jetzt wohl die Qual der Wahl…
Also dann wäre wohl die beste Möglichkeit
Betonwand/wedi Platte/ Weber tec ODER Lastogum/ Fliesen
Ich habe jetzt noch etwas anderes gefunden und würde gerne eure Meinung lesen.
Mir würde jetzt noch der Tipp gegeben Foamglas zu verwenden.
Das Zeug hätte wohl alles in einem.
Die Foamglasplatten sind Wärmedämmend und zu gleich Eine gute Dampfsperre.
Aufbau wäre dann
Betonwand/foamglas/Fliesen
Was meint Ihr dazu?
Ich würde mir den arbeitsschritt mit der Dampfsperre sparen.
Preislich habe ich das auch eben Überschlagen und ich würde Gesamt etwa 500 Euro sparen mit dieser Variante.
aber nochmal zu deinem taupunktverschiebung im mauerwerk, weiß nicht vllt ist das untergegangen.
ich würde es dann wohl eher vorziehen von aussen nachzudämmen. auch wenns aufwand wäre^^
Natürlich ist das ein Problem. Bei der Lufttemperatur und -feuchte ist die Taupunkttemperatur extrem hoch.
Überschlägig bei 25 °C Raum, rLF 80% = 21,3 °C Wandoberfläche, darunter kondensiert es als Wasser aus !
Bei 27 °C Raum wären es schon 23,3 °C Wandoberfläche.
Und steigt rLF noch an dann steigt das bis 23 oder 25 °C Taupunkt an.
Das Problem ist also, ob man das Wasser hindern kann, in die Wand einzudringen. Das macht man mit den Dichtanstrichen und/oder Folien(hier besser Alufolien statt Kunststoff).
Dann rinnt das Wasser an Wand herab und muss aufgewischt werden.
Verhindern das sich Wasser überhaupt auf der Wand absetzt kann man nur wenn man die Oberflächentemperatur bis über Taupunkt anhebt. Deshalb ist eine gewisse Isolierung( 8 bis 10 cm allenfalls) schon angebracht. Weil ja die Betonwand die Wärme nach außen wegleitet und das nicht nur im Winter.
Sehr sinnvoll wäre eine dünne Wandheizung (Flächenheizung). Problem werden auch die Kellerfenster und deren Rahmen sein, da wird es sich fast zwangsläufig niederschlagen.
Hält man Raumluft und Wandoberfläche auf über Taupunkttemperatur, dann ist alle Feuchte in Schwebe in der Luft, steigt es an, dann muss weggelüftet werden. Darum wird man nicht herumkommen eine gute Entlüftung mit Automatik nach Luftfeuchte einzubauen
Wenn ich eine foamglasdämmung habe und das ganze fließe dürfte kein Wasser und kein Dampf dahinter kommen. Da ich das ganze wie ein Schwimmbad fließen würde. Wasser kommt auf keinen Fall durch. Nur dampf… aber dafür habe ich dann das foamglas.