Wandeln sich Genossenschaftsbanken in AGs?

Hallo!

Meint Ihr, dass sich langfristig die genossenschaftlichen Volksbanken in Aktiengesellschaften umwandeln werden?

Ich habe vor längerer Zeit einen Artikel gelesen, der mir keine Ruhe lässt. In diesem wurde dargelegt, dass die
Mitglieder das Recht haben von ihrer Volksbank zu verlangen sich in eine AG umzuwandeln.

Folge wäre das ein für nominal 100 DM vor 20 Jahren erworbener Anteil aufeinmal nicht mehr 100 DM (resp. Gegenwert in Euro) sondern ein Vielfaches davon Wert wäre.

Ich halte Geschäftsanteile einer Volksbank e.G. und erziele damit langfristig durchschnittlich nur eine Rendite von ca. 5 %. Mit meinen Aktienfondsanlagen erziele ich langfristig eine wesentlich höhere Rendite.

Der Verkauf der Anteile wäre nur in dem Fall dumm, dass tatsächlich eine Umwandlung der Genossenschaftsbanken in Aktiengesellschaften stattfindet.

Wie schätzt Ihr die Entwicklung ein?

Viele Grüße

Chrissicat

Hallo,

Ich halte Geschäftsanteile einer Volksbank e.G. und erziele
damit langfristig durchschnittlich nur eine Rendite von ca. 5
%. Mit meinen Aktienfondsanlagen erziele ich langfristig eine
wesentlich höhere Rendite.

Du gehst fälschlicherweise davon aus, daß die Rendite einer Beteiligung von ihrer Rechtsform abhängig ist. Das ist mitnichten der Fall. Ob die Bude nun eG oder AG heißt, hat mit ihrer Ertragskraft und damit Deiner Rendite nun wirklich gar nichts zu tun.

Gruß,
Christian

Hallo!

Meint Ihr, dass sich langfristig die genossenschaftlichen
Volksbanken in Aktiengesellschaften umwandeln werden?

Das glaube ich nicht. Höchstens einzelne.

Ich habe vor längerer Zeit einen Artikel gelesen, der mir
keine Ruhe lässt. In diesem wurde dargelegt, dass die
Mitglieder das Recht haben von ihrer Volksbank zu verlangen
sich in eine AG umzuwandeln.

Denke dran dass hier Stimmrecht nach Köpfen und nicht nach Kapital herrscht…

Folge wäre das ein für nominal 100 DM vor 20 Jahren erworbener
Anteil aufeinmal nicht mehr 100 DM (resp. Gegenwert in Euro)
sondern ein Vielfaches davon Wert wäre.

Wieso?

Ich halte Geschäftsanteile einer Volksbank e.G. und erziele
damit langfristig durchschnittlich nur eine Rendite von ca. 5
%. Mit meinen Aktienfondsanlagen erziele ich langfristig eine
wesentlich höhere Rendite.

Na ja - eine Dividendenrendite von 5% hätten viele Aktionäre gerne.

Der Verkauf der Anteile wäre nur in dem Fall dumm, dass
tatsächlich eine Umwandlung der Genossenschaftsbanken in
Aktiengesellschaften stattfindet.

Der Verkauf ist auch so ein handicap.
Viele Genoba’s vergeben nur Kredite an Mitglieder. Du hast günstigere Tarife bei den Versicherungen. usw.

Abgsehen davon dauert es ewig so was zu liquidieren und solange liegt es zinslos rum.

Wie schätzt Ihr die Entwicklung ein?

Unverändert?

Gruß Ivo

Hallo,

und erstmal vielen Dank für Eure Ratschläge.

Meine Überlegung war, dass ich durch die Geschäftsanteile nur nominal mit einem bestimmten Betrag, etwa 50 Euro pro Anteil an der Bank beteiligt bin.

An Wertsteigerungen betreffend das Vermögen der Bank nehme ich nicht Teil, auch nach 40 Jahren bekomme ich wieder 50 Euro pro Anteil gezahlt. Dies wäre anders, wenn sich die eG in eine AG wandeln würde, denn dann würde ja der Markt anhand der Fundamentaldaten bestimmen, was ein Anteil Wert ist. Und mittlerweile dürfte ein Geschäftsanteil wesentlich mehr Wert sein, als dies zum Erwerbszeitpunkt der Fall war.
Unterstellen wir mal eine Person X hätte vor 40 Jahren für 1000 DM Genossenschaftsanteile eine Volksbank erworben und eine Person Y für denselben Betrag Aktien einer deutschen Bank. Letztere Person würde doch trotz der höhereren jährlichen Dividende der Genossenschaftsbank besser dastehen, oder habe ich hier einen Denkfehler?

Zur Abwicklung will ich versuchen, dass die Geschäftsanteile auf einen neuen Käufer übertragen werden. Dann bekomme ich direkt das Geld ausgezahlt.

Kann ich irgendwo nachlesen, wie dass mit den Dividenden bei Kündigung respektive Übertragung des Genossenschaftsanteil aussieht? Kann es wirklich sein, dass ich für den Zeitraum bis zur Auszahlung der Anteile keine Dividende bekomme?

Viele Grüße

Chrissicat70

Hallo nochmals,

An Wertsteigerungen betreffend das Vermögen der Bank nehme ich
nicht Teil, auch nach 40 Jahren bekomme ich wieder 50 Euro pro
Anteil gezahlt. Dies wäre anders, wenn sich die eG in eine AG
wandeln würde, denn dann würde ja der Markt anhand der
Fundamentaldaten bestimmen, was ein Anteil Wert ist.

Und hier habe ich meine Zweifel, den ein funktionierender Markt würde nicht existieren. Du glaubst doch nicht, dass eine AG zwangsläufig börsennotiert ist? Und doch schon gar nicht, dass eine Volksbank an der Börse gehandelt wird.

Nehmen wir mal als Beispiel die DZ Bank AG immerhin die Zentralbank der Genossenschaften (bis auf die in den Bereich der WGZ fallen) - sag mir doch bitte wo diese gehandelt wird und welche Fundementaldaten hier einen Kurs bestimmen.

Nur ein kleiner Teil der in Deutschland befindlichen AGs sind börsennotiert. Die Rechtsform allein sagt gar nichts aus.

Gruß Ivo